[project log] Johannes' Lesenotizen

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Kommentare

  • bearbeitet Juni 2020

    Bukowski, C. (2004). Der Mann mit der Ledertasche. Köln: Kiepenheuer & Witsch.

    Gelesen im Juni 2020. Inspiriert durch ein Video über Bukowski.

    Bewertung 4/10

    Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Henry "Hank" Chinaski arbeitet bei der Post. Die Arbeit ist scheiße. In seiner Freizeit trinkt und vögelt er. Manchmal fährt er zur Pferderennbahn und wettet. Er heiratet und lässt sich scheiden. Er wird Vater. Nach über einem Jahrzehnt bei der Post kündigt er und schreibt einen Roman.

    Notizen

    Sinnentleerte Arbeit macht dich fertig.

    Verwandte oder ähnliche Bücher

    Dostojewskij, F. (2015). Der Spieler. Wiesbaden: marxiverlag.
    Manson, M. (2016). The Subtle Art of Not Giving A Fuck. New York: HarperOne.
    Pursuit of Wonder (2019). Don't Try - The Philosophy of Charles Bukowski. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=eMTDAHK-tkE.

    Persönlicher Kommentar

    Ich musste so oft lachen, wie bei keinem anderen Buch. Und ich wollte ständig weiterlesen. Dabei ist Der Mann mit der Ledertasche eine vollkommen langweilige Geschichte. Vielleicht ist es kein schlechtes Buch. Aber auch kein gutes. Irgendetwas hat dieser grobe Stil. Heutzutage schockiert er nicht mehr, wie er es in den Siebzigern bestimmt getan hat, aber definitiv ist er unterhaltsam und kurzweilig. Ich habe seltsamerweise Bock, noch weitere Bücher von Bukowski lesen.

  • bearbeitet Juni 2020

    Fast, S. (2020). Q&A #5 Was ist gute Ausdauer. Abgerufen unter: youtu.be/-__VnBDm3is. @Sascha

    Gehört im Juni 2020.

    Bewertung entfällt

    Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Ausdauer hat zwei Komponenten und viele verschiedene Einflussfaktoren. Richtwerte sind abhängig von Lebenswandel und Konstitution des Individuums. @Sascha gibt Empfehlungen.

    Notizen

    Was ist Ausdauer?

    Ausdauer hat zwei Komponenten:
    a) Lokale Ausdauerkomponenten. Kraftausdauer.
    b) Globale Ausdauer. HKS.

    Krafttraining stärkt die Herzwände. Ausdauertraining vergrößert das Pumpvolumen.

    Grundlagenausdauertraining: Das HKS durch eine längere milde Belastung in Fahrt bringen.
    Für Kraftausdauer und auch das HKS eignen sich zudem Zirkel in verschiedenen Variationen. Man kann durch clevere Trainingsplanung auch im Krafttraining einen milden Ausdauerreiz setzten, beispielsweise durch Supersätze.

    Was sind Faustregeln und Standards des Ausdauertrainings?

    Es ist stark vom Lebenswandel abhängig, wie viel Ausdauertraining man benötigt. Deshalb gibt es keine Faustregel für ein Minimalprogramm. (09:00)

    Ein guter Ausdauerstandard ist u.a. abhängig von der Statur. @Sascha gibt aber folgende Richtwerte. (11:30)

    Richtwert zur Näherung einer allgemeinen Ausdauer: 100 Burpees in weniger als 7min.
    Richtwert zur globalen Ausdauer des HKS: 30km am Stück joggen.
    Richtwerte zur Kraftausdauer: 60 Liegestütz und 150 Kniebeugen am Stück.

    Viele Faktoren haben einen Einfluss auf die Ausdauerleistung, z.B. auch Rumpfstabilität und Fußmuskulatur. (15:10)

    Balance zwischen Kraft- und Ausdauertraining. Für eine Person, die 3x Training pro Woche trainiert, empfiehlt @Sascha ein Verhältnis von Kraft 4:1 Ausdauer, bis zu Kraft 3:1 Ausdauer. (15:50)
    Er selbst hat ein Verhältnis von Kraft 1:8 Ausdauer, bis zu Kraft 1:10 Ausdauer.

    Schnellkraftausdauer ist das Auge des Orkans. (19:10) Das bedeutet, unter Belastung des HKS Schnellkraft zu trainieren. Das sei das Beste für die allgemeine Ausdauer und solide Kraft.

    Verwandte oder ähnliche Bücher

    Tsatsouline, P. & Rogan, J. (2019). Pavel Tasatsouline: Building Endurance the Right Way. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=Ii845pDRC2c.

    Persönlicher Kommentar

    Danke für deine Antwort auf meine Frage.

  • Junge, Junge. Du empfiehlst aber auch gar nichts.

  • Ich empfehle wenig. Ich geize mit Empfehlungen, damit ich mit meiner Empfehlung nicht die Aufmerksamkeit derjenigen strapaziere, die dieser Empfehlung folgen. Was ich empfehle, halte ich für allererste Sahne. Das soll ein Qualitätssiegel sein und nicht einfach aus einer Laune heraus.

    Alleine meine Empfehlungen zu lesen, würde einen durchschnittlichen Leser wahrscheinlich mehr als ein Jahr beschäftigen.

    Menschen, die mit spezifischen Anliegen zu mir kommen, spreche ich natürlich sowohl mehr als auch passendere Empfehlungen aus. Zum Beispiel habe ich meinem besten Freund, der sich für Ausdauertraining interessiert, sowohl dein Video als auch das von Tsatsouline empfohlen. Aber ich denke nicht, dass jeder es gesehen haben sollte. Wenn jetzt jemand, der schon ein Interesse für Ausdauertraining mitbringt, auf meine Lesenotizen trifft, wird er auch ohne meine Empfehlung Feuer fangen und die Quellen selbst anschauen wollen.

    Ich werde deine Anregung nutzen, und das Format dieser Lesenotizen um einen Punkt erweitern. In Zukunft werde ich neben der allgemeinen Empfehlung auch beschreiben, wer aus dem jeweiligen Buch Profit ziehen kann.

  • @Johannes schrieb:

    Ich werde deine Anregung nutzen, und das Format dieser Lesenotizen um einen Punkt erweitern. In Zukunft werde ich neben der allgemeinen Empfehlung auch beschreiben, wer aus dem jeweiligen Buch Profit ziehen kann.

    Vielleicht die Unterscheidung in der Legende/ Einleitung:
    Empfehlung Ja = allererste Sahne
    Empfehlung Nur für [Thema xy] = gut wenn man sich für das Thema interessiert
    Empfehlung Nein = alles was nicht unter die ersten beiden fällt

    Interessant wäre für mich wann du grob welches Rating vergibst. Dann ich besser einschätzen wie gut/ schlecht ein Buch ohne Empfehlung mit z.B. 6 Punkten ist.

  • bearbeitet Juni 2020

    Sinek, S. (2017). What Millennials Can Do. In: Leaders Eat Last. New York: Portfolio.

    Gelesen im Januar 2020.

    Bewertung 5/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Ich empfehle dir dieses sechsseitige Essay, wenn du ein Millennial bist, kurz vor dem Einstieg in die Berufswelt stehst und dir die Basics fehlen.

    Zusammenfassung

    Unternehmensberater und Autor Simon Sinek gibt Ratschläge an Millennials, wie sie ein erfülltes Arbeitsleben entwickeln können.

    Notizen

    Solve Your Own Problem
    Übernimm die Verantwortung für die Probleme, die man dir anvertraut. Wenn du nicht weiter weißt, frag um Hilfe. Wenn man um Hilfe bittet, baut man Beziehungen auf - und das ist das eigentliche Intention.

    Push to Completion
    Verantwortung übernehmen bedeutet nicht, ein Projekt anzufangen. Es bedeutet ein Projekt zu abzuschließen. Projekte zu beenden (egal wie lausig), lehrt dich Probleme zu antizipieren, mit Verantwortung und mit Hürden und Rückschlägen umzugehen. Anschließend kannst du auf mehr Erfahrungen und Lösungsansätze zurückgreifen, als wenn du das Projekt nur begonnen und abgebrochen hättest. [Neistat]

    Beg for Cristcism
    Negatives Feedback gibt dir Möglichkeit zu wachsen. Frage: "Was kann ich das nächste Mal besser machen?" Man wird mit der Zeit besser darin, negatives Feedback anzunehmen und zu geben. [Musk]

    Sacrifice Credit
    Der Schattenspieler zu sein und wenig Anerkennung zu bekommen, kann dich anfangs voran bringen, weil es Beziehungen aufbaut, dich integer hält, du lernst, dein Ego zu kontrollieren, und es dir Erfüllung bringt. [Willink][Kohn]

    Cold Turkey Your Phone
    Setze dir klare Regeln für dein Smartphone, um deine Aufmerksamkeit zurück zu erlangen. Sinek vergleicht das Smartphone mit Alkohol und den Millennial mit einem Alkoholiker. [Sivers]

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Neistat, C. (2016). Losers and Closers. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=z_ESakf05PQ.

    Persönlicher Kommentar

    Ich habe das pdf, falls du das Essay lesen möchtest.

  • bearbeitet Juni 2020

    Neistat, C. (2016). Losers and Closers. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=z_ESakf05PQ.

    Geschaut irgendwann 2017.

    Bewertung 6/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Wer das Prinzip, das er in den Notizen findet, unterhaltsam erklärt haben möchte, Casey Neistat nicht kennt, oder ein Problem mit Perfektionismus hat, dem sei dieses Youtube-Video empfohlen.

    Zusammenfassung

    Projekte abzuschließen ist nicht nur deshalb wichtig, weil man dann ein Produkt erschaffen hat, das einen finanziellen Mehrwert erzeugt. Neistat erklärt einen weiteren Grund: Lernen.

    Notizen

    Neistat hat ein Tattoo auf seinem Arm, dort steht always be closing. (1) (1:45)

    Ein Loser ist in Neistats Augen einer, der Projekte anfängt, aber sie nicht abschließt. Das Gegenteil eines Losers ist ein Closer. Ein Closer schließt Projekte ab. Er schließt sie auch dann ab, wenn das Endprodukt lausig ist. (1:30)

    perfection is the enemy of good

    Ein Projekt zu beenden lehrt einen entscheidende Lektionen, die man nicht lernt, wenn man ein Projekt nur anfängt. (2:05)(3:35) [Sinek]

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Sinek, S. (2017). What Millennials Can Do. In: Leaders Eat Last. New York: Portfolio.

    Persönlicher Kommentar

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    1. "Always be closing" ist ein Filmzitat aus Foley, J. (1992). Glengarry Glen Ross. ↩︎

  • bearbeitet Juni 2020

    @TylerDurden schrieb: Interessant wäre für mich wann du grob welches Rating vergibst. Dann ich besser einschätzen wie gut/ schlecht ein Buch ohne Empfehlung mit z.B. 6 Punkten ist.

    Meta Update

    1= nein!
    2= puh, ne
    3= hm, ne
    4= joa
    5= machbar
    6= steckt was drin
    7= nice
    8= stark
    9= mein lieber scholli
    10= omg

    < 5 = Lies es lieber nicht. Nur falls du aus irgendeinem Grund wirklich Bock drauf hast. Meist kann man hier nur etwas mitnehmen, in dem man sich bewusst macht, was schief gelaufen ist.

    5-6 = Das Buch ist nicht nur kacke. Man kann etwas daraus mitnehmen, vor allem, wenn einen das Thema betrifft oder interessiert. Oftmals diese amerikanischen Bücher, in denen die zentrale Idee wertvoll ist und um die der Autor dann eine Menge Anekdoten und Bullshit gewickelt hat, um es in Buchform à 200 Seiten verkaufen zu können.

    größer 6 = Bei Interesse lesenswert.

    9-10 = Vielleicht sogar ohne Interesse lesenswert.


    Es gibt bei den Lesenotizen jetzt nicht mehr nur die Allgemeine Empfehlung (vorher: Empfehlung), sondern auch noch die Spezifische Empfehlung. Zumindest falls mir dazu bei einer Quelle etwas einfällt.

  • bearbeitet Juni 2020

    Bartz, J. (2019). Responsibility as a Guide for Action. Abgerufen unter: josephbartz.de/essays/en/responsibilityaction.html. @Joseph_Bartz

    Gelesen Ende 2019.

    Bewertung 6/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Verantwortung bietet eine Grundlage für Handlungsprinzipien und verspricht Bedeutung.

    Notizen

    Selbstsorge (self-care) und Weltsorge (world-care) gehen Hand in Hand.

    Selbstsorge gibt Energie zur Weltsorge; Weltsorge gibt Energie zur Selbstsorge. Weltsorge ohne Selbstsorge funktioniert ebenso wenig, wie Selbstsorge ohne Weltsorge.

    Bedeutung entsteht, wo Verantwortung übernommen wird - für sich selbst und die Welt. [Peterson]

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Galater 5:14
    Willink, J. & Babin, L. (2017). Extreme Ownership. How U.S. Navy Seals Lead and Win. New York: macmillan.

    Persönlicher Kommentar

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  • Benioff, D. & Weiss, D. B. (2013). The Climb. Game of Thrones S03E06.

    Bewertung 5/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Wenn der Sturm kommt, bauen manche Mauern und manche bauen Windmühlen. Antifragilität im Game of Thrones Format.

    Notizen

    Chaos isn't a pit. Chaos is a ladder. Many who try to climb it fail and never get to try again. The fall breaks them. And some are given a chance to climb. They refuse, they cling to the realm or the gods or love. Illusions. Only the ladder is real. The climb is all there is. -- Petyr Baelish "Little Finger"

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Taleb, N. N. (2014). Antifragilität. München: btb Verlag.
    Fast, S. (2020). Über die antifragile Psyche. Abgerufen unter: youtu.be/5ACXlcNb8dQ. @Sascha

    Persönlicher Kommentar

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  • Brown, B. (2006). Shame Resilience Theory. A Grounded Theory Study On Women and Shame. Families in Society. 87 (1), 43-52.

    Bewertung 5/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Was ist Scham? Was ist Schamresilienz?

    Notizen

    Scham ist das verschmerzhafte Gefühl oder der Glauben, man sei fehlerhaft und deshalb unwürdig, mit anderen verbunden zu sein. Also die erlebte Unwürdigkeit für Verbundenheit.

    Scham bewirkt ein Gefangensein in unerfüllbaren Erwartungen, Hilflosigkeit gegenüber negativen Emotionen und soziale Isolation.

    Resilienz gegen Scham beinhaltet Empathie, Selbstwirksamkeit, Freiheit und Verbundenheit. Um diese Resilienz zu entwickeln, half es Frauen a) ihre Verletzlichkeit zu akzeptieren, b) sich sozialen Normen bewusst zu werden, c) Beziehungen aufzubauen und d) über ihre Scham zu sprechen.

    Far from being an effective shield, the illusion of invlnerability undermined the very response that would have supplied genuine protection. -- Sargarin et al. (2002)

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Brown, B. (2010). The power of vulnerability. Abgerufen unter: ted.com/talks/brene_brown_on_vulnerability.
    Brown, B. (2017). Verletzlichkeit macht stark. München: Wilhelm Goldmann Verlag.

    Persönlicher Kommentar

    Bei Interesse habe ich das pdf.

  • bearbeitet Juni 2020

    Newport, C. C. (2020). Improving Concentration, Influential Books, and Figuring Out What to Focus On. Deep Questions with Cal Newport, S01E02. Abgerufen unter: calnewport.com/blog/2020/06/08/answering-your-questions/.

    Gehört im Juni 2020.

    Bewertung 7/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Wer Newport mag und sich für Konzentration interessiert, dem sei dieser Podcast natürlich ans Herz gelegt.

    Zusammenfassung

    Q&A. Newport beantwortet Leserfragen über Arbeit, Technologie und das Deep Life.

    Notizen

    Frage Nr. 1: Konzentrationstraining ab (0:55)
    Newport entwirft eine Analogie zum Triathlon-Training wie folgt. (1:10)
    Allgemeines Training: Ernährung, Schlaf, und weitere Basics.
    Spezifisches Training: Schwimmen, Radfahren, Laufen.

    Dies lässt sich auf Konzentrationstraining übertragen. (1:55)
    Allgemeines kognitives Training: Langeweile (2:05), Lesen (3:00). [Newport]
    Spezifisches Konzentrationstraining: Intensive Intervalle hochkonzentrierten Arbeitens steigender Länge. (4:30) Mit 20min Intervallen starten und langsam auf 90min hocharbeiten. (5:50) [Newport][Fast]

    Frage Nr. 2: Newports Schreibprozess. Ab (6:30)
    Er probiert Ideen in kurzen Essays aus. Wenn ein Themenfeld ihn und die Zuschauer besonders interessieren, geht er in eine intensive Reschersche-Phase von etwa 6 Monaten und schreibt ein Proposal. Darin strukturiert er das Buch und verkauft es. Dann schreibt er ein Kapitel pro Monat und rescherschiert nebenbei zu den Details des jeweiligen Kapitels.

    Frage Nr. 3: Range von Epstein. Ab (11:30)
    Newport und Epstein kennen sich. Vor allem der Zusammenhang zwischen So Good They Can't Ignore You und Range scheint interessant. Darüber redet Newport ausführlich. Spezialisten/Generelisten - Winner takes it all/aution (1). Die offensichtliche Gemeinsamkeit von Generalist und Spezialist: Deliberate Practice. (16:00)

    Frage Nr. 4: Deep Work in größeren Unternehmen. Ab (16:45)
    Kein Problem des Einzelnen, sondern der Unternehmensstruktur. Hier startet ein kleiner Rant über Arbeitsabläufe für Geistesarbeiter. Newport gibt die Aussicht, dass sein nächstes Buch von diesem Thema handeln wird.

    Frage Nr. 5: Social Media und das soziale Internet. Ab (21:30)
    Social Media Plattformen hält Newport für gefährlich, feiert aber die sozialen Möglichkeiten des Internets. Hier greift Newport seine Argumentation aus Digital Minimalism auf und wirbt für seinen Ansatz im Umgang mit Technologie.

    Frage Nr. 6: Bildschirmzeit für Kinder. Ab (25:15)
    Die entscheidende Frage ist nicht Bildschirmzeit, sondern die Inhalte dieser Zeit. Mit seinen Kindern ist er sehr vorsichtig was Social Media angeht, weil diese Plattformen so gebaut sind, dass sie verletzliche soziale Bereiche unseres Gehirns ausnutzen und Abhängigkeit erzeugen. Er schlägt vor, dass man erst Social Media nutzen sollte, wenn man Anfang zwanzig ist.

    Frage Nr. 7: Tracking. Ab (27:45)
    Newport haut eine Referenz an Willink raus: Discipline=Freedom. In diesem Sinne trackt Newport seine Deep Work Stunden in einem Notizbuch.

    Frage Nr. 8: Programmieren lernen. Ab (28:35)
    Nicht jeder muss programmieren können.

    Frage Nr. 9: Newports Studentenalltag. Ab (30:40)
    Als Student arbeitete Newport 9 to 5. Dies war mehr Zeit, als er zum Studieren benötigte. So entstanden sein Blog und seine ersten Bücher.

    Frage Nr. 10: Ist Deep Work arrogant? Ab (33:00)
    Nein.

    Frage Nr. 11: Bücher, die Newport beeinflusst haben. Ab (33:15)
    Deep Economy von Bill Mckibben.
    Genius, die Feynman Biografie von James Gleick. [Gleick]
    You Are Not A Gadget von Jason Lanier.
    Technics and Civilization von Lewis Mumford.

    Frage Nr. 12: Was würde Newport tun, wenn er nicht schreiben würde und kein Professor wäre. Ab (39:05)
    Vielleicht würde er für Microsoft arbeiten. Er entschied sich wegen der Autonomie für MIT. Wahrscheinlich aber wäre er ein Entrepreneur.

    Frage Nr. 13: Worauf sollte man die eigene Deep Work fonkussieren? Ab (41:15)
    Das ist eine persönliche Entscheidung. Dafür muss man erstens Zeit alleine mit den eigenen Gedanken verbringen (wie Newport es in Digital Minimalism darlegt). [Newport] Zweitens muss man herumexperimentieren. Ausprobieren, lesen, mit Menschen reden. Was soll man tun? Man findet vorgefertigte Lebensentwürfe und Gemeinschaften, die nützlich sein können, um nicht ganz von 0 zu starten.

    Radikaler Individualismus und Entitlement unterwandern konventionelle Lebensentwürfe und Betroffene begegnen diesen Lebensentwürfen mit Zynismus. Stattdessen schlägt Newport vor, lieber einen unperfekten Lebensentwurf zu wählen und viel Energie zu investieren, um gut zu werden. Die Leute, die alles kritisieren und für nicht gut genug halten (oder sich selbst für zu wichtig), sind diejenigen, die am Ende des Tages außerhalb der Arena stehen und auf ihr Smartphone starren. Sie kriegen nichts geschissen. (47:00)

    Das Deep Life hält aber auch viele Vorteile per se bereit, selbst wenn der Fokus und der Inhalt des Deep Lifes sich verändern mag.

    Live the deep life and good things will follow.

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Fast, S. (2020). #91: Begriffe der Trainingswissenschaft | Mentale Fitness | Karrierekapital. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=h50nDZ3pStw. @Sascha
    Newport, C. C. (2016). Neil Gaiman’s Advice to Writers: Get Bored. Abgerufen unter: calnewport.com/blog/2016/11/11/neil-gaimans-advice-to-writers-get-bored/.
    Newport, C. C. (2009). Have We Lost Our Tolerance For a Little Boredom? Abgerufen unter: calnewport.com/blog/2009/02/04/have-we-lost-our-tolerance-for-a-little-boredom/.
    Newport, C. C. (2016). Deep Work. Rules for Focused Success In A Distracted World. London: Piatkus.
    Newport, C. C. (2019). Digital Minimalism. Choosing a Focused Life in a Noisy World. New York: Portfolio/Penguin.

    Persönlicher Kommentar

    C. Newport hat nun einen Podcast! Die erste Folge ist ebenso strukturiert und klar argumentiert wie seine Bücher.



    1. Siehe Seite 91ff in So Good They Can't Ignore You↩︎

  • Top vielen Dank.
    Durch die grobe Erklärung des Ratings kann ich da jetzt wesentlich mehr mit anfangen :smile:

  • bearbeitet Juni 2020

    Newport, C. C. (2020). My New Task System, Deep Work with Kids, and Finding Purpose in Distracted Times. Deep Questions with Cal Newport, S01E01. Abgerufen unter: buzzsprout.com/1121972/3951770-my-new-task-system-deep-work-with-kids-and-finding-purpose-in-distracted-times-deep-questions?play=true.

    Gehört im Juni *2020.

    Bewertung 4/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Q&A zu Fragen über Arbeit, Technologie und das Deep Life.

    Notizen

    Frage 1: Zeitdruck und Burnout. Der Trick ist eine hohe Produktivität bei niederschwelligem Stress. Jeden Tag ein bisschen. Kein Zeitdruck.
    Frage 2: Deep Work als Arzt. (2:25)
    Frage 3: Deep Work mit Kindern. (8:20)
    Frage 4: Newports Aufgabenmanagement. Trello. (13:30)
    Frage 5: Timeboxing/Time block planning. (17:15) [Eyal] (Vorschau: Herbst 2020 wird ein Timeblocker von Newport erscheinen.)
    Frage 6: Nein sagen, um Deep Work zu priorisieren. (18:30)
    Frage 7: Newports nächstes Buch A World Without Email wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erscheinen. (20:30)
    Frage 8: Marketing ohne Social Media. Email Listen. Das wichtigste ist, ein gutes Produkt zu schaffen. (22:00)
    Frage 9: Auswirkungen von Social Media auf die psychische Gesundheit von Studenten: Angststörungen und Konzentrationsschwäche. (23:45)
    Frage 10: Wie vereinbart Newport seine Email-Liste mit seinen kritischen Ansichten über Social Media? Ein Blog oder Emails sind nicht das gleiche wie Social Media. (25:25)
    Frage 11: Digital Minimalism und COVID-19. Chance und Gefahr. Social Media Sucht während des Lockdowns. (28:15)
    Frage 12: Deep Work als Dienstleister. Klienten wollen nicht ständige Erreichbarkeit, sondern Klarheit. (32:00)
    Frage 13: Newports Smartphone Setup. Er benutzt nur Nachrichten, Karten und Audio. (34:35)
    Frage 14: Wie wird man Professor? Paper veröffentlichen. (35:35)
    Frage 15: Langeweile. Das Handy zu Hause lassen und die Langeweile wird von alleine kommen. Wohin driften deine Gedanken, wenn dir langweilig wird? (36:25)
    Frage 16: Newports Fitnesstips für seine Konzentrationsfähigkeit. Täglich mindestens 10.000 Steps, 30 Pushups, 30 Pullups, Dips. Ernährung: "Real foods" (38:35)
    Frage 17: Scheitert Newport manchmal mit dem Deep Life? Ja. (41:50)
    Frage 18: Sinn und Bedeutung in Zeiten der Ablenkung. Basics. Sein Zimmer aufräumen. Verantwortung. [Peterson] Bescheidenheit. Dankbarkeit. Statt schädlicher soziale Narrative wie die Passion Hypothese. (42:40)

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Newport, C. C. (2013). Deep Habits: The Importance of Planning Every Minute of Your Work Day. Abgerufen unter: calnewport.com/blog/2013/12/21/deep-habits-the-importance-of-planning-every-minute-of-your-work-day/.

    Persönlicher Kommentar

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  • bearbeitet Juni 2020

    Newport, C. C. (2020). Origin of my Productivity Obsession, Analog Relationships, and Detaching from Digital Judgment. Deep Questions with Cal Newport, S01E03. Abgerufen unter: buzzsprout.com/1121972/4104056-origin-of-my-productivity-obsession-analog-relationships-and-detaching-from-digital-judgment-deep-questions?play=true.

    Gehört im Juni 2020.

    Bewertung 5/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Q&A zu Fragen über Arbeit, Technologie und das Deep Life.

    Notizen

    Frage 1: Wie lang sollten Deep Work Sessions sein? (1:35)
    Strikte Regeln sind an dieser Stelle nicht sinnvoll. Stattdessen kommt es auf die Aufgabe an. Deliberate Practice ist beispielsweise anstrengender als Brainstorming. Man kann sich von seinem Gefühl leiten lassen, solange man ihm grundsätzlichen Rahmen des Deep Work bleibt.

    Frage 2: Die Ursprünge von Newports Leidenschaft zur Produktivität. (2:45)
    Das begann im Studium. Er kam mit einer nachlässigen Einstellung auf die Universität, weil ihm die Schule leicht gefallen war. Irgendwann nahm er das Studium wegen der Studiengebühren ernst und begann ein systematisches Experiment, um Lernmethoden auszutesten. Seine Produktivität und Noten verbesserten sich erheblich, während er weniger Zeit mit dem Studium verbrachte als seine Kommilitonen. Die gesammelten Erkenntnisse verkaufte er als sein erstes Buch.

    Frage 3: Nervige Projekte voranbringen. (7:45)
    Konkrete Projektplanung. Dann durchhustlen.

    Frage 4: Mit Arbeit umgehen, bei der Deep Work nicht respektiert wird. (12:35)

    Frage 5: Die richtige Karriere identifizieren. (15:20)
    Das ist sehr schwer. Werbung für Scott Young und Newports Onlinekurs. Mit Menschen sprechen, die dort sind, wohin man selbst möchte. Nicht nach Rat fragen, sondern nach ihrer Geschichte.

    Frage 6: Newports Notizen. (18:20)
    Evernote: Ideen organisieren. Google Drive: Pläne machen. Moleskine Notizbuch: Ideen sammeln. Spiralblock: Probleme lösen.

    Frage 7: Tiefe Beziehungen als digital minimalist Millennial. (20:25)
    Gemeinschaften für Aktivitäten beitreten, die an realen Orten und mit realen Menschen stattfinden. Aka Hobbies suchen, die man gemeinsam machen kann.

    Frage 8: Mit dem Smartphone studieren. (21:50)
    Nicht mit dem Smartphone studieren.

    Frage 9: Wie baut man einen Blog auf? (23:15)
    Get pro. [Pressfield]

    Frage 10: Assertiveness aufbauen. (26:45)
    Social Media aufgeben. [Manson] Buchempfehlung: Amusing Ourselves to Death von Neil Postman. Inspirationsempfehlung: Jocko Willink.

    Frage 11: Antrieb. (33:25)

    Frage 12: Umgang mit Selfhelp. (37:10)
    Zu festen Zeiten timeblocken, statt als Ablenkung. [Eyal]

    Frage 13: Ratschläge an Newports 20-jähriges Selbst. (37:50)
    Mehr Dinge tun, die wichtig und bedeutsam sind und zwar nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere. Nicht an den eigenen Probleme arbeiten, sondern an Problemen, die einen größeren Kontext haben.

    Frage 14: Wie organisiere ich die Informationen, die ich konsumiere?. (42:30)
    In eigenen Worten aufschreiben. [Fast][Ahrens][Gleick]

    Frage 15: Die Lektionen aus dem Lockdown festigen. (44:50)
    [Covey]

    Verwandte oder ähnliche Quellen

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    Persönlicher Kommentar

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  • bearbeitet Juni 2020

    Fast, S. (2020). Meditation auf Zeit und keine Esoterik. Abgerufen unter: me-improved.de/meditation-auf-zeit-und-keine-esoterik.

    Gelesen im Juni 2020. @Sascha

    Form Kurzer Artikel.

    Bewertung 7/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Der Titel sagt alles. Meditation auf Zeit und keine Esoterik.

    Notizen

    Meditation hat einen möglicherweise irreführenden Ruf. [Gunaratana]

    Ratschläge bedürfen einer Übersetzungsleistung. Was im Lebenswandel des einen funktioniert, funktioniert nicht selbstverständlich auch im Lebenswandel des anderen. Gewohnheiten lassen sich nicht isoliert betrachten. [Werkstatt][Willink][Peterson][Manson]

    Meditation ist einfach.(1) [Sawaki]

    Wahrnehmungen außerhalb deiner gewohnten Sinneseindrücke machen dich nicht zum Übermenschen. [Harris]

    Das Gerede von der Erleuchtung ist u.a. Marketing. [Sawaki][Kohn]

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Gunaratana, B. H. (2011). Mindfulness in Plain English. Somerville: Wisdom Publications.
    Harris, S. (2014). Waking Up. Searching for Spirituality Without Religion. London: Transworld Publishers.
    Peterson, J. B. (2018). Twelve Rules for Live. An Antidote to Chaos. Toronto: Random House Canada.
    Sawaki, K. (2005). Zen ist die größte Lüge aller Zeiten. Frankfurt am Main: Angkor Verlag.

    Persönlicher Kommentar

    Dieser kurze Artikel handelt von mehr als von Meditation.



    1. Einfach, nicht leicht. ↩︎

  • Fast, S. (2018). Selbstwert II. Serotonin und Status. Abgerufen unter: me-improved.de/selbstwert-ii-serotonin-und-status.

    Gelesen 2018.

    Bewertung 8/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Der menschliche Selbstwert basiert nicht nur auf purer Dominanz, sondern auch auf Kooperation. Seinen Selbstwert beeinflusst man nicht durch Hacks und Shortcuts, sondern durch sinnvolle Entscheidungen im Lebenswandel.

    Notizen

    Der Selbstwert erbt die Eigenschaften der Substanz, aus der er geformt wird.

    .

    Der Selbstwert ist Teil eines kollektiven Gedächtnis.

    Der Selbstwert ist im Serotonin widergespiegelt. Er hat sich über Millionen Jahre zum Wohle des Individuums und der Art entwickelt. Beim komplexen menschlichen Sozialsystem reicht Dominanz und Egoismus nicht aus, um einen hohen Selbstwert zu tragen. Koorperation ist zentral für den Selbstwert, weil unser sozialer Statur darauf basiert. [Peterson]

    Koorperation ist das Herstellen von Win-Win-Situationen. [Covey]

    Einen Selbstwert muss man sich verdienen, in dem man für sich selbst und andere sorgt.

    Der Individualismus der Moderne und das Entitlement schneiden uns von der Quellen wahren Selbstwertes ab.

    Ein niedriger Selbstwert ist ein wertvoller Feedback-Mechanismus. [Hari]

    Wenn du dein Leben behandelst, als sei es bedeutsam und wichtig, wird es das.

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Peterson, J. B. (2018). Twelve Rules for Live. An Antidote to Chaos. Toronto: Random House Canada.
    Hari, J. (2019). This could be why you're depressed and anxious. Abgerufen unter: www.ted.com/talks/johann_hari_this_could_be_why_you_re_depressed_or_anxious.

    Persönlicher Kommentar

    Spannendes zum Selbstwert basierend auf Petersons Lobstern.

  • Gleick, J. (1993). Genius. The Life and Science of Richard Feynman. New York: Vintage Books.

    Bewertung entfällt

    Allgemeine Empfehlung entfällt

    Zusammenfassung

    Schreiben ist Denken.

    Notizen

    Folgender Dialog findet zwischen Richard Feynman und Charles Weiner statt, als Weiner Feynmans Arbeitszimmer betritt und dessen Sammlung an vollgeschriebenen Notizbüchern sieht. Feynman spricht zuerst.

    "They [his notebooks] aren't a record of my thinking process. They are my thinking process. I actually did the work on the paper."
    " Well the work was done in your head but the record of it is still here."

    "No, it's not a record, not really. It's working. You have to work on paper and this is the paper. Okay?"

    Schreiben IST Denken. Das Schreiben selbst ist das Denken selbst.

    (Möglicherweise mit Einschränkung: Zumindest richtiges Schreiben ist Denken. [Mueller & Oppenheimer])

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    /

    Persönlicher Kommentar

    Wer produktiv Nachdenken möchte, kommt um diese Erkenntnis nicht herum. Der notierte Dialog illustriert das wunderbar.

  • Hari, J. (2019). This could be why you're depressed and anxious. Abgerufen unter: www.ted.com/talks/johann_hari_this_could_be_why_you_re_depressed_or_anxious.

    Gehört Ende 2019.

    Bewertung 6/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Depression ist ein Signal.

    Notizen

    2/9 Ursachen von Depression sind genetisch.

    Depression zeigt unerfüllte menschliche Bedürfnisse. Dies muss gesellschaftlich gelöst werden.

    Don't be you - be us. [Fast]

    Your depression isn't a malfunction - it's a signal! Your depression wants to tell you something. [Fast]

    (Der Bezug zu Fast und Peterson besteht in der Annahme, dass Serotonin, Status, Selbstwert und Depression zusammenhängen.)

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Fast, S. (2018). Selbstwert II. Serotonin und Status. Abgerufen unter: me-improved.de/selbstwert-ii-serotonin-und-status.

    Persönlicher Kommentar

    /

  • Thurber, J. (2013). The Secret Life of Walter Mitty. Abgerufen unter: newyorker.com/magazine/1939/03/18/the-secret-life-of-walter-james-thurber.

    Gelesen im Juni 2020.

    Bewertung 6/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Bist du ein Fan von Kurzgeschichten? Hier wurde an jedem Satz gefeilt. Thurber schrieb angeblich fünfzehn Versionen, bevor diese veröffentlicht wurde.

    Zusammenfassung

    Ein Mann mittleren Alters gibt sich seinen Tagträumen hin.

    Notizen

    Walter Mitty ist der Ur-Avatar des von der modernen Komplexität überforderten Mannes.

    "Walter Mitty Syndrome"

    Eskapismus: Eine Art und Weise die Verantwortung abzugeben. Eine mentale Gewohnheit? Emotionale Unreife.

    The Secret Life of Walter Mitty ist erstmals im März 1939 erschienen. Aus unserer Perspektive betrachtet, mit all den Smartphone- und Social Media-Abhängigen, wird diese Kurzgeschichte für mich zur gruseligen Distopie.

    Bezüge zu [Willink][Gilette & Moore][Fast][Eyal][Newport][Herbert].

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Camus, A. (2010). Der Fremde. Reinbek: Rowohlt.

    Persönlicher Kommentar

    Ich bin auf diese Kurzgeschichte gestoßen, als ich zu Eskapismus geforscht habe. Je weiter ich dahingehend forsche, desto mulmiger wird mir.

  • Sascha, F. (2019). Some Q&A on the Zettelkasten Method and Student Life. Abgerufen unter: zettelkasten.de/posts/q-and-a-student-life/.

    Gelesen im Ende 2019. @Sascha @diogenes

    Bewertung 7/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Sascha formuliert einen Standard für konzentrierte Arbeit.

    Notizen

    Saschas Konzentrationsstandard für seine Klienten beträgt 6 Stunden bei 80-90%. Unterhalb dieses Standards ist Verbesserung auf diesem Gebiet angebracht.

    Unless [my clients] are able to concentrate for six hours straight with an approximate 80–90% effort, I consider them to have attention and concentration issues.

    Dieser Standard wurde im Forum kritisiert. Dies war @Sascha Antwort:

    @Sascha schrieb: This is perferctly valid position. I know that my position is troubling if you contrast my position with the current state of the art. But my background is quite different than being a scholar. I am not in the business of nurturing but rather in the business of pushing the limits of grown adults and go with an attitude of "whatever it takes".

    Only being able doing concentrated work (80--90% effort, not 100%!) 3--4 hours per day is not normal. It is the current state which is defined by the average not by the human potential.

    Jede Person hat individuelle Flaschenhälse bei der Konzentration. [Eyal]

    Die berühmten vier Stunden gelten womöglich für 100% Leistung. [Newport][Pang]

    Die russische Trainingsphilosophie auf die Geistesarbeit übertragen. Hohes Volumen bei moderater Intensität. Die Kapazität nicht voll Ausschöpfen. Versagen vermeiden. [Tsatsouline & Rogan]

    Methoden, um die eigene Deep Work Kapazität zu erweitern:
    Meditation. Nährstoffreiche paleo Ernährung. Körperliches Training. Kälte- und Wärmeexposition. Zwischenroutinen. Bei nachlassender Konzentration die Aufgabe wechseln. Genug Wasser trinken. Kaffeekonsum reglementieren. Ablenkungen wie das Smartphone beseitigen. Anschließend Cooldown.

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Newport, C. C. (2016). Deep Work. Rules for Focused Success In A Distracted World. London: Piatkus.

    Persönlicher Kommentar

    /

  • Kehlmann, D. (2019). Die Reise der Verlorenen. Hamburg: Rowohlt.

    Gelesen im Juni 2020.

    Bewertung 4/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    1. Ein Schiff voller Juden findet kein Asyl. Das Stück mitsamt der auftretenden Figuren basieren auf der Irrfahrt der St. Louis.

    Notizen

    /

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    /

    Persönlicher Kommentar

    Ein weiteres Stück von Kehlmann. Seine Stück sind vielseitig und kurzweilig, teils witzig, teils ernst und die Dialoge sind scharf und intelligent. Dieses Stück war nicht schlecht und es hat mich unterhalten, aber wirklich etwas gewonnen habe ich nicht. Nur folgendes hat mich beeindruckt: In der Reise der Verlorenen treten 30 Personen auf. Kehlmann führt sie alle 30 ganz selbstverständlich ein und selbst beim Lesen bin ich nicht durcheinander gekommen.

  • Newport, C. C. (2019). Digital Minimalism. Choosing a Focused Life in a Noisy World. New York: Portfolio/Penguin.

    Gelesen im Februar 2019.

    Bewertung 7/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Anleitung zum Umgang mit sozialen Medien und dem Smartphone, unterfüttert mit warum.

    Zusammenfassung

    Neue Technologien sind darauf ausgelegt, unsere Psyche auszubeuten. Um uns zu schützen ist die Philosophie des Digital Minimalism hilfreich. Digitaler Minimalismus hilft nach einer dreißigtägigen, den Nutzen neuer Technologien für unsere Werte zu maximieren und ihre Gefahr zu minimieren.

    Notizen

    1. A Lopsided Arms Race

    The urge to check [...] becomes a nervous twitch that shatters uninterrupted time into shards too small to support the presence necessary for an intentional life. (XI) [Fast][Newport]

    Soziale Medien untergraben das Selbstwertgefühl. (XII) [Manson][Newport][Peterson]

    Der soziale und kulturelle Druck sowie die Abhängigkeitsgefahr neuer Technologie (1) ist zu stark, als dass einfache Interventionen wie Willenskraft (Disziplin), ein Vorsatz moderaten Nutzens oder kurzfristiges Internetfasten ausreichen würden. Deshalb muss eine (Lebens-)Philosophie für den Umgang damit verwendet werden. Aus dieser Erkenntnis heraus prägt Newport den Begriff Digital Minimalism. (XIV)

    Newport vergleicht soziale Medien mit Zigaretten. (9) [Sivers][Sinek]

    Zwei Merkmale neuer Technologie, für die unser Gehirn besonders anfällig ist:
    1) Unvorhersagbare positive Verstärkung, z.B. durch Likes. -> Dopaminausstoß (17) [Kohn]
    Diese Technologien sind explizit designet, süchtig zu machen!

    exploiting a vulnerability in human psychology -- Sean Parker (2)

    2) Streben nach sozialer Bestätigung (20)
    Dies ist in uns Menschen als Überlebensinstinkt angelegt, deshalb reagieren wir darauf. [Harari][Manson]

    2. Digital Minimalism

    A philosophy of technology use in which you focus your online time on a small number of carefully selected and optimized activities that strongly support things you value, and then happily miss out on everything else. (28) [Ferriss]

    Kleinere Vorteil verpasst man nur dann gerne, wenn man ein sinnvolles Leben führt. (30)

    Es geht um etwas Größeres als den Umgang mit Technologie: Es geht um Autonomie und Freiheit.

    Mit kleinen individuellen Anpassungen, wie wir eine Technologie nutzen, können massiv der produzierte Wert gesteigert und die Kosten gesenkt werden. (45)

    3. The Digital Declutter
    1) 30 Tage Pause von optionalen Technologien.
    Optional ist eine Technologie dann, wenn die Abstinenz den privaten und beruflichen Alltag nicht signifikant schädigt. (64)
    Technologien, die größtenteils optional sind, aber einige wenige kritische Funktionen haben, können unter Einhaltung eindeutiger selbstkritischer Regeln verwendet werden. (66)(68)

    2) In den 30 Tagen die frei gewordene Zeit in Bedeutsames investieren.
    Der Entgiftungsprozess wird unangenehm sein, ist aber notwendig, damit die Entscheidungen in Schritt nicht von Suchtverhalten verzerrt werden. (70)
    Wenn man die freigewordene Zeit nicht sinnbringend einsetzt, kann der Digital Declutter zu Anxiety führen. (62)

    3) Nach 30 Tage jene Technologien wieder einführen, die einen hohen Mehrwert bedeuten. Dabei festlegen, wie sie genutzt werden, um diesen Wert zu maximieren und die Kosten zu minimieren. (75)
    Screening: a) Unterstützt diese Technologie einen meiner zentralen Werte? b) Ist diese Technologie der beste Weg, diesem Wert zu dienen? c) Wie nutze ich diese Technologie mit dem größten Nutzen und dem geringsten Schaden?

    Ein Digital Declutter ist auch eine Frage des Selbstbewusstseins:

    A break from these technologies provides you with clarity on your values and confidence that your life doesn't acutally require that you slavishly stick with the digital status quo. (77)

    4. Spend Time Alone
    Solitude (3) is...

    ... the subjective state in which your mind is free from input from other minds. (93)

    .

    solitude requires you to move past reacting to information created by other people and focus instead on your own thoughts and experiences. (94)

    Alleinsein und Langeweile sind offenbar Begriffe, die in Newports Jargon ähnliches meinen. [Newport]

    Solitude deprivation is...

    ... A state in which you spend close to zero time alone with your own thoughts and free from input from other minds. (103)

    Neue Technologien verdrängen Alleinsein. (97) Newport bringt solitude deprivation mit der steigenden Prävalenz psychischer Störungen in der Generation Smartphone in Verbindung. (104)(106)(108)

    Alleinsein ist ein sozialer Skill. Nur wer Alleinsein kann, kann enge Beziehungen eingehen und diese wertschätzen. Alleinsein ist ein Bedürfnis. (109) Alleinsein hilft, Probleme zu lösen, die eigenen Emotionen zu regulieren, Mut zu sammeln und Beziehungen zu festigen. (104)

    Übungen:
    1) Smartphone zu Hause lassen. (112) 2) Spazieren gehen. (116) 3) Ein analoges Notizbuch führen. (125)

    5. Don't Click Like
    Wir sind soziale Wesen. Unser soziales Gehirn entwickelte sich durch soziale Verbindungen Angesicht zu Angesicht in kleinen Gruppen. Keine Technologie kann unsere sozialen Bedürfnisse befriedigen.

    Sobald wir keine andere kognitive Aufgabe haben, werden in unserem Kopf die sozialen Netzwerke aktiviert. (Default Network) (133)

    Nutzung sozialer Medien korreliert mit Einsamkeit (139), körperlicher und psychischer Krankheit und negativ mit Lebenszufriedenheit. (140) Nutzung sozialer Medien korreliert negativ mit Kommunikation außerhalb sozialer Medien. (141) Man denkt, man würde seine Beziehungen pflegen, indem man textet oder Bilder liket. (143) Dies ist eine Illusion.

    Newport unterscheidet folgend zwischen Connection und Conversation. (4)
    Er schlägt die Conversation-centric Communication- Philosophie vor. (144) Dies bedeutet, dass Connection nur dazu genutzt wird - also als Werkzeug dient - um Conversation zu ermöglichen/verabreden.

    Übungen: 1) Klicke niemals Like.(5) (153) 2) Texte blockweise zu festen Zeiten. (156) 3) Richte feste Telefon-Sprechzeiten ein. (160)

    6. Reclaim Leisure
    Leisure Lesson 1: Aktivitäten (aka Hobbies) sind bedeutsamer als Konsum. (177)
    Leisure Lesson 2: Tue etwas Handwerkliches. (179)(182) [Newport][Bartz]
    Leisure Lesson 3: Wähle Aktivitäten, die soziale Beziehungen beinhalten. (190) [Newport]

    Übungen: 1) Repariere oder baue jede Woche etwas. (194) 2) Nutze passive Aktivitäten nur zu festen Zeiten. Timeboxing. (198) [Newport][Eyal] 3) Tritt einem Verein bei. (203) 4) Plane deine Freizeit. (206) [Fast][Newport]

    7. Join the Attention Resistence

    the big companies want "use" to be a simple binary condition - either you engage with their technology, or you're a weirdo (220)

    Wer versucht, neue Technologien achtsam zu nutzen, geht einen Kampf gegen einen übermächtigen Gegner ein. Aber es ist möglich, wenn man Standardverhaltensweisen entwickelt, die einen vor der Ausbeutung der eigenen Psyche schützen.

    Übungen: 1) Lösche soziale Medien von deinem Smartphone. (222) 2) Blockiere Seiten, die deine Aufmerksamkeit ausbeuten die meiste Zeit des Tages. 3) Nutze soziale Medien wie ein Profi. 4) Gönne dir Slow Media. Das heißt: Wähle wenige aber hochqualitative Informationsquellen aus, konsumiere sie konzentriert, achtsam und zu festen Zeiten. 5) Degradiere dein Smartphone. [Bartz]

    Declaring freedom from your smartphone is probably the most serious step you can take toward embracing the attention resistence. (246)

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Newport, C. C. (2016). Deep Work. Rules for Focused Success In A Distracted World. London: Piatkus.
    Newport, C. C. (2020). Improving Concentration, Influential Books, and Figuring Out What to Focus On. Deep Questions with Cal Newport, S01E02. Abgerufen unter: calnewport.com/blog/2020/06/08/answering-your-questions/.
    Bei Jospeh Bartz findet man einiges zum Thema Smartphone/Dumbphone und Handwerk (z.B. Spooning).

    Persönlicher Kommentar

    Im großen und ganzen nicht viel neues für mich. Deep Work. Langeweile. Keine Social Media. Ich fand es etwas schwächer als die vorigen Bücher von Newport, was aber unter anderem an meinem Vorwissen auf diesem Gebiet lag. Social Media und Smartphone sind aber ein dermaßen relevantes Thema, dass ich Newports Engagement in diesem Bereich trotzdem begrüße. Die Lektüre des Buches habe ich selbst als Anreiz für einen Digital Declutter genommen, der darin resultierte, dass ich ein halbes Jahr lang kein Whatsapp genutzt habe. Das war irgendwie auch nicht das goldene vom Ei.

    Ich denke immer öfter, dass man bald außergewöhnlich (oder abnormal) sein wird, wenn man eine auch nur noch halbwechs gesunde Aufmerksamkeit hat. Ganz generell gesagt: Wenn man die Basics des Lebens auf die Kette kriegt, wird man bald fast allen etwas voraus haben.



    1. Mit neuer Technologie (original: new technologies) meint Newport im Wesentlichen soziale Medien und Smartphones. ↩︎

    2. Sean Parker ist ein Ex-President von Facebook. youtube.com/watch?v=R7jar4KgKxs ↩︎

    3. Ich übersetze folgend solitude mit Alleinsein. ↩︎

    4. Connection = Mail, Whatsapp, Soziale Medien. Conversation = Gespräch, Telefon, Skype. "Conversation is the most human - and humanizing - thing we do. Fully present to one another, we learn to listen. It's where we develop the capacity for empathy. It's where we experience the joy of being heard, of being understood." --S. Turkle (144) Meine Deutung: Conversation bedeutet Verbundenheit, Connection bedeutet eher Einsamkeit. ↩︎

    5. Likes oder Kommentare sind die lausigste Form von Connection. Texten ist ggf. auch nicht beziehungsförderlich, weil es zu weniger Conversation führen kann. ↩︎

  • Welche Rolle haben diese Beiträge in deinem eigenen Arbeitsfluss? Sind das Exzerpte? Speicherst du sie in dieser Form oder brichst du sie auf?

  • bearbeitet Juni 2020

    In der Regel sind es keine Exzerpte, sondern Notizen. Manchmal exzerpiere ich, z.B. bei Podcasts.

    Ich digitalisiere meine handschriftlichen Notizen. Die habe ich jahrelang auf losen Zetteln gemacht und in die Bücher gelegt. Teilweise habe ich sogar nur markiert und an den Rand geschrieben. Ich speichere sie in dieser Form und breche sie für den Zettelkasten auf.

    Der Zettelkasten ist ein leidiges Thema. In naher Zukunft kommen fokussiertere Notizen. Ich schreibe an einem Fachbuch, und in diesem Kontext fallen mir nach und nach irgendwelche Phrasen aus irgendwelchen Quellen ein, die ich vor Jahren gelesen habe. Dann beginnt die Suche, das Sichten und so weiter.

    Im Endeffekt ist dieser Thread also bisher meinem Versäumnis geschuldet, von Anfang an einen Zettelkasten zu füttern. Sobald der Zettelkasten fortschreitet, werden diese Notizen hier zielführender und vielleicht zu so etwas wie einem mini-Zettelkasten (nur die Literaturabteilung).

  • bearbeitet Juni 2020

    Bartz, J. & Porchetta, S. (2020). Open Discussion Meeting 7 - Talk with Soisci Porchetta. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=wILeGAejUng. @Joseph_Bartz

    Gehört im Juni 2020.

    Bewertung 6/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Für alle Hardliner und Workaholics, die stark an ihrem körperlichen Training anhaften.

    Zusammenfassung

    Es geht um Soisci Porchettas Werdegang und anschließend um das Ego im Training.

    Notizen

    Ab circa (40:00) geht es um Ego im Training.

    Was, wenn du krank wirst oder dich verletzt? Es geht zwischen den Zeilen ein bisschen in das Thema dieser unterschwelligen Arroganz des Hyperindividualismus, über den @Sascha und ich mal ein bisschen geschrieben haben. https://forum.me-improved.de/discussion/comment/2444/#Comment_2444

    Ich habe Joseph im Anschluss folgende Mail gesandt:

    Hallo Joseph,

    danke für dein Gespräch mit Soisci Porchetta.

    Spannend war der Teil über das Ego im Training. Es erinnerte mich an einen Artikel von dir, über den ich vor einiger Zeit länger nachgesonnen hatte. Er heißt Hard Work & Doing Nothing (2019). Mein Gefühl war, dass du dort eine ähnliche Erfahrung andeutest. Deine Sichtweise auf dieses Thema würde mich bei eurem nächsten Gespräch interessieren, sowie die Frage an dich und an Soisci, was ihr euren Schülern empfehlt, falls ihr ein ähnliches Muster bei ihnen entdeckt. Soisci berichtete ja, dass sie erst gegen die Wand fahren musste, um das zu verstehen.

    Eine weitere Frage an Soisci habe ich noch. Mich interessiert, welche Meditationspraktiken sie ausprobiert hat und wie ihre derzeitige Praktik aussieht.

    Viele Grüße
    Johannes

    Muss man erst gegen die Wand fahren oder alt werden, um das zu checken? Oder gibt es Wege, Menschen schon vorher zur Balance und auf den Boden zurück zu holen?

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Bartz, J. (2019). Hard Work & Doing Nothing. Abgerufen unter: josephbartz.de/instagram/hardnothing.html.
    Pang, A. S. K. (2016). Rest. Why You Get More Done When You Work Less. New York: Basic Books.
    Porchetta, S. (2019). Why we need to Meditate. Abgerufen unter: humanpatterns.net/blog/2019/2/12/why-we-need-to-meditate.

    Persönlicher Kommentar

    Ich freue mich auf das weitere Gespräch.

  • bearbeitet Juni 2020

    Goggins, D. & Rogan, J. (2018). Joe Rogan Experience #1080 - David Goggins. Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=5tSTk1083VY.

    Gehört im Juni 2020 auf Saschas Empfehlung.

    Bewertung 5/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Zusammenfassung

    Goggins erzählt eine Anekdote über seinen Psoas major.

    Notizen

    Ab (29:00) erzählt Goggins eine Geschichte. Sein Psoas major (1) reagierte auf den körperlichen und psychischen Stress, unter dem Goggins stand, und verhärtete. Vor fünf Jahren kam der Momemnt, da er nicht mehr laufen konnte, nicht mehr Schlafen. Er war ein körperliches Wrack. Er hatte massive endokrinologische Probleme, musste viele Medikamente nehmen. Die Ärzte fanden nichts und vermuteten PTSD. Acht Jahre zuvor hatte ein Arzt zu Goggins gesagt, seine Muskulatur sei verhärtet und er bräuchte 50.000 Stunden Dehnung, um eine Balance herzustellen. Goggins dachte zu diesem Zeitpunkt aber, dass Dehnen schlecht für ihn sei und ihn schwächte. Goggins begann, sich jeden Tag zu dehnen. Jeden Tag rasiert Goggins seinen Kopf. Auf der Rückseite des Kopfes hatte er einen Huckel, den er beim Rasieren bemerkte. Er hatte ihn scheinbar schon sehr lange. Als Goggins anfing sich zu dehnen, wurde dieser Huckel kleiner, das spürte er beim Rasieren. Jedenfalls wurde er durch das Dehnen wieder gesund. Seit fünf Jahren dehnt er sich jeden Abend für ein bis zwei Stunden.

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Hamilton, L. & Ferriss, T. (2015). Laird Hamilton Interview (Full Episode). Abgerufen unter: youtube.com/watch?v=JWnTzCi5xG0.
    Starrett, K. (2015). Becoming a Supple Leopard. Las Vegas: Victory Belt Publishing.
    Starrett, K. & Ferriss, T. (2015). Kelly Starrett Interview (Full Episode). Abgerufen unter: youtu.be/oHR9Nucp-7w.

    Persönlicher Kommentar

    Diese Anekdote hat mich tief beeindruckt. Allerdings ist sie nicht leicht zu deuten. Das Dehnen kann viele Effekte gehabt haben. Sich ein bis zwei Stunden zu dehnen, wird sicherlich auch sein Stresslevel massiv beeinflusst haben. Bleibt aber der Huckel. Und Goggins Gefühl, dass der Psoas auf Stress reagiert. Das ist auch meine Beobachtung. Das kann genauso an vielen Dingen liegen, über die ich nicht mutmaßen möchte. Woran es auch liegt, die Ableitungen für die Behandlung bleiben die gleichen.



    1. Er differenziert den Musculus iliopsoas nicht. Ich gehe aber wegen der T12 Anekdote davon aus, dass er vom Psoas major redet. ↩︎

  • Fast, S. (2015). Ist Meditation ein essenzieller Nährstoff? Abgerufen unter: urgeschmack.de/meditation-nahrstoff/.

    Gelesen im 2015.

    Bewertung 8/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Meditierst du nicht?

    Zusammenfassung

    Meditation ist effiziente Nahrung für den Geist.

    Notizen

    Meditation stabilisiert und nährt die Psyche.

    Achtsamkeit ist ein essentieller Nährstoff unseres Geistes. Ohne Achtsamkeit kann man überleben, aber nur schwer leben. In der Moderne ist Achtsamkeit rar. Meditation ist eine effiziente Praktik, um Achtsamkeit zu kultivieren.
    Gleiches gilt für Ruhe. [Pang][Sonnentag]

    Meditation stärk das Immunsystem, reduziert Entzündungsreaktionen und verringert das Schmerzempfinden. Meditation reduziert Symptome von Depression und Angststörungen. Sie reduziert chronischen Stress und verbesser mentale Klarheit und Konzentration.

    Meditation ist urteilsfreies Zurückkehren zum Meditationsobjekt. [Gunaratana][Harris][Salzberg][Eyal]

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Fast, S. (2020). Meditation auf Zeit und keine Esoterik. Abgerufen unter: me-improved.de/meditation-auf-zeit-und-keine-esoterik.
    Fast, S. (?). Lange Telomere, langes Leben -- Zelloptimierung durch Meditation. Abgerufen unter: me-improved.de/lange-telomere-langes-leben-zelloptimierung-durch-meditation.
    Gunaratana, B. H. (2011). Mindfulness in Plain English. Somerville: Wisdom Publications.
    Harris, S. (2014). Waking Up. Searching for Spirituality Without Religion. London: Transworld Publishers.

    Persönlicher Kommentar

    Dieser Artikel hat mir damals den Begriff psychischer Nährstoffe gegeben und mich außerdem in meiner Meditationspraktik gestärkt, die damals noch in den Kinderschuhen steckte.

  • bearbeitet Juli 2020

    Update

    Ich veröffentliche gelegentlich Updates darüber, was ich zu dem gegebenen Zeitpunkt lese. So kannst du während des Leseprozesses Einfluss auf mich nehmen.

    Zur Zeit lese ich folgende Bücher.

    Literatur endlich:
    Herbert, F. (2009). Der Wüstenplanet. München: Wilhelm Heyne Verlag.

    Graphic Novel: Gaiman, N. (2017). Sandman. Das Puppenhaus. Stuttgart: Panini Comics.
    Rochette, J.-M. (2019). Der Wolf. München: Knesebeck.

    Fachliteratur erneut: Starrett, K. (2015). Becoming a Supple Leopard. Las Vegas: Victory Belt Publishing.
    Currey, M. (2013). Daily Rituals. How Artists Work. New York: Alfred A. Knopf.

    Noch ausstehend: Ken Folletts Die Nadel und Simenons Maigret amüsiert sich.

  • bearbeitet Juli 2020

    Currey, M. (2013). Daily Rituals. How Artists Work. New York: Alfred A. Knopf.

    Gelesen im Juli 2020.

    Bewertung 7/10

    Allgemeine Empfehlung Nein

    Spezifische Empfehlung Bei Interesse am Lebenswandel von Kreativen.

    Zusammenfassung

    Dieses Buch beinhaltet die täglichen Gewohnheiten von rund 180 namhaften kreativen Persönlichkeiten der jüngeren Vergangenheit.

    Notizen

    Während Schriftsteller den Schreibprozess als mühsam oder gar qualvoll beschreiben, scheinen die meisten Maler den Arbeitsprozess zu genießen und beschreiben ihn als erfrischend. Einige Schriftsteller bilden die Ausnahme. Sie schaffen es, den Prozess angenehm zu gestalten. Es sind in der Regel Schriftsteller, die eine feste Routine haben. Viele mit einer festen Routine beschreiben den Prozess allerdings trotzdem als mühsam, nur gibt es keinen Schriftsteller, der keine Routine hatte und dies angenehm fand.

    Picasso behauptete, auch nach vier Stunden kontinuierlicher Arbeit an der Leinwand keine Erschöpfung zu fühlen. Malen sei ihm nie langweilig oder anstrengend geworden. (95)

    Eine disziplinierte Struktur dient erstens der psychologischen Sicherheit und zweitens als Produktivitätsgarant. Die meisten Autoren haben dabei recht bescheidene Ziele, wie z.B. 500 Wörter oder eine Seite am Tag. Die Kontinuität entscheided. [Fast][Gaiman & Ferriss][Pang]

    Writing isn't hard work, it's a nightmare. Coal mining is hard work. This is a nightmare. There's a tremendous uncertainty built into the profession [...]. [...] a good writer is locked in a battle with his work. -- Philip Roth (144)

    Diese ihre Unsicherheit betäubten ein großer Teil der Künstler mit Drogenmissbrauch. (Philip Roth allerdings nicht.)

    Nickerchen. Nahezu alle machen oder machten produktive Nickerchen. [Willink][Pang]

    Die überwiegende Mehrheit der Schriftsteller leistet 3-6 Stunden Deep Work am Tag. [Newport][Fast] Intensives Arbeiten und Ausruhen wechseln einander ab.

    Dabei schaffen sie sich in der Regel ablenkungsfreie Deep Work Orte. [Newport]

    Be regular and orderly in your life like a Bourgeois so that you may be violent and original in your work. -- G. Flaubert (144)

    .

    It will appear like a calm existence. The turmoil is invisible. -- Maira Kalmann (229)

    .

    To live one's life is hard enough. Why write down all the misery? It would resemble nothing more than the inventory of a torture chamber. -- Franz Liszts Perspektive aufs Tagebuchschreiben

    .

    One has to give something of one's self to the devil that one may live. -- W.B. Yeats über Erwerbsarbeit (115)

    Die meisten Künstler bevorzugen das ungestörte Alleinsein. [Newport]

    Langeweile als Triebfeder. [Gaiman & Ferriss][Newport][Eyal]

    Die überwiegende Mehrheit der Schriftsteller und Komponisten draftet per Hand. [Gaiman & Ferriss][Tartt]

    I can literally sit and work all day once I get going, not everybody can do that. It's not a moral issue. Some people seem to see that as a moral question. It isn't. -- S.J. Gould (234)

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    There's no one way - there's too much drivel about this subject. You're who you are [...]. You write by sitting down and writing. There's no particular time or place - you suit yourself, your nature. How one works, assuming he's disciplined, doesn't matter. If he or she is not disciplined, no sympathetic magic will help. The trick is to make time - not steal it - and produce [...]. -- Bernard Malamud

    Verwandte oder ähnliche Quellen

    Currey, M. (2007-2009). Daily Routines. How writers, artists, and other interesting people organize their days. Abgerufen unter: dailyroutines.typepad.com.
    Fast, S. (2015). Schreib Mehr. Bielefeld: saschafast.de.
    Fast, S. (2017). Lebenswandel. Reflexion & Analyse. Bielefeld: me-improved.de.
    Newport, C. C. (2016). Deep Work. Rules for Focused Success In A Distracted World. London: Piatkus.
    Pang, A. S. K. (2016). Rest. Why You Get More Done When You Work Less. New York: Basic Books.
    Pressfield, S. (2002). The Art of War. Winning the Inner Creative Battle. New York: Black Irish Entertainment.

    Persönlicher Kommentar

    Der Blog des Autors hat mich etwa 2013 gefangen. Lange habe ich mir untersagt, das daraus entstandene Buch zu kaufen. Wie erwartet hat es mich unglaublich unterhalten. An einem Tag durchgesuchtet.

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