Notizen meines Medienkonsums

Moin zusammen,
inspiriert von @Johannes (danke dir für deine Arbeit und Inspiration) und @Pinocio (gab einen Kommentar von dir der auch Anstoß war. Danke auch dir dafür :smile: ) will ich einfach mal ausprobieren, meine Notizen aus gehörten Podcasts, Youtube, Videos und anderen Medien zu teilen.
Mir selbst fällt es deutlich einfacher, die Inhalte von Medien zu verstehen und ins große ganze einzuordnen, wenn ich mir dazu Notizen machen und diese zusammen fasse.
Deswegen will ich einfach mal ausprobieren diese mit euch zu teilen, vlt. ist ja was interessantes für euch dabei.

Kommentare

  • bearbeitet 7. Januar

    Titel: „EP19: Kettlebells, KG Diät & Balance-Kettlebell Weltmeister Johannes Kwella“
    Medium: Podcast von Heartcore Athletics auf Spotify
    https://open.spotify.com/episode/6tkVnE6FFRMzF61jLvQvlg?si=3468b49a71374790
    Veröffentlichungsdatum: 09.2020
    Hör-/ Lesedatum: 28.12.2022
    Status: zusammengefasst + auf ME-Improved veröffentlicht
    Abkürzungen: Art van der Heide = AH, Johannes Kwella = JK

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    Stichwortprotokoll
    AH: Warum ist die Kettlebell so ein geiles Tool?
    JH: Ein Zeiteffizientes Training das extrem wenig Platz wenig nimmt. Man kann sehr gut Kraft, Kraftausdauer trainieren und macht viel Spaß. Für Muskelaufbau gibt es bessere Tools.
    AH: Welche Übungen würdest du machen, wenn du dich auf eine festlegen müsstest?
    JH: Eine wäre zu wenig, ich würde dann durch den Turkish Get Up, Snatch und Bend Press, da alles Ganzkörperübungen sind, sind gut für die Schulterstabilität, die Koordination fördert.
    AH: Was ist balistisches Training und warum ist es so geil?
    JH: Ballistik ist die Lehre der geworfenen Schwungkörper. Man wirft etwas und fängt es wieder ab (z.B. beim Swing die Kettlebelll anfangs beschleunigen und später wieder bremsen). Die schnellen Muskelfasern werden stärker rekrutiert, das Herzkreislauf System wird dabei ebenfalls stark gefordert/ trainiert.
    AH: Du unterscheidest zwischen den ballistischen Übungen und den Grindern. Was ist das ?
    JK: Grinder wären z.B. Goblet Squat, Rows, Kettlebell Deadlift.
    AH: Ist das Kettlebell Training anderen Trainingsformen überlegen?
    JK: Kommt auf die Zielsetzung an. Man kann z.B. bei einem Bizeps Curl die Kettlebell verwenden, da in der höchsten Position deutlich mehr Spannung auf dem Bizeps ist als bei einer Kurzhantel, da die Kettlebell vom Winkel her den Bizeps stärker zum Boden zieht. Allerdings gibt es max. 92 Kg Kettlebells, was für sehr starke Leute irgendwann zu wenig sein kann. Es ist dafür sehr gut geeignet, um Athletik zu trainieren, da der Core extrem stark trainiert wird, was ein starker Übertrag auf z.B. das Kreuzheben oder Kniebeugen sein (was meistens der Flaschenhals ist (siehe den Gürtel)) + die Griffkraft wird stark trainiert. Für funktionale Kraft und Athletik ist sie überlegen, bei reiner Kraft oder dem Bodybuilding ist sie unterlegen.
    AH: Welche verschiedenen Kettlebell Stile gibt es?
    JK: Hardstyle und Softstyle maßgeblich. Softstyle bezieht sich auf die energieschonende Ausführung. Beim Swing ist es z.B. eher ein Pendelswing, wohin gegen beim Hardstyle Swing es eher ein aggressiver Power Swing ist, bei dem es darum geht, möglichst viele Wiederholungen in kurzer Zeit zu schaffen (anziehen, rausknallen,…)
    AH: Switchst du zwischen den verschiedenen Stilen?
    JK: Ja das mache ich und ich hängt von der Zielsetzung ab. Für kurze Trainings, bei dem ich die Trainingsintensität über die Intensität und nicht das Volumen hole, wähle ich den Hardstyle (auch Zeitsparender). Kraftausdauer oder Technik Training ist dann für den Softstyle besser. Beim Softstyle sollte im Idealfall in den Bauch geatmet werden (bringt bei mir weniger Seitenstechen).
    AH: Hat Crossfit einen eigenen Stil?
    JK: Ja, weil oben = oben ist und der Rest egal ist. Technik wird abgesehen davon kaum beachtet.
    AH: Was hälst du vom American Swing?
    JK: Für Wettkämpfe sinnvoll. Es ist eine Möglichkeit mehr Power in den Swing reinzuholen. Es gibt eine Fable im Kettlebellsport, bei der gesagt wird, dass man für mehr Power Output beim Swing einfach einen Snatch machen soll, was aber Quatsch ist, da eine hohe Schulterstabilisationskomponente enthalten ist und oft die Griffkraft/ Unterarmstabilationskraft limitiert, vor allen Dingen wenn man die gleiche Beschleunigung eines Swings für den Snatch nehmen würde.
    AH: Wie hängen Swings und Hip-Hinge zusammen?
    JH: Swings sind für mich das Be- und Entschleunigen eines Objektsmittels Beugung und Streckung der Kniee. Ein Hip-Hinge hat weniger Belastung im unteren Rücken und in den Knieen, da die Kugel nach hinten weggeleitet wird, wodurch man relativ wenig in die Flexion gezogen wird. Der Hardstyle ist leichter zu erlernen, da er u.a. weniger Flexibilität in den Hamstrings benötigt. Falls jemand z.B. Rückenprobleme hat + steif in den Hamstrings ist. Hier würde ich so weit in den Hip Hinge gehen, wie er es ohne einrunden des Rückens schafft, was eher einem Softstyle Swing entspricht. Dadurch verbessert er mit der Zeit seine Flexibilität, bis er in den Hip-Hinge gehen kann und nebenbei wird noch der Rumpf trainiert, wodurch auch der untere Rücken besser gerade gehalten werden kann. Falls jemand seine Sprungfähigkeit verbessern will, könnte er z.B. den Hardstyle machen, da man hier mehr Zug auf den Knieen , wodurch die Absorbationskraft der Knie verbessert wird + die Sprungkraftausdauer wird trainiert.
    Offtopic: Beim Turkish Get Up kann es helfen die Kugel anzuschauen, um die Stabilität zu verbessern, was beim Hardstyle aber nicht gewünscht ist, da man angeblich die Gefahr erhöht im Hohlkreuz zu landen. Zusammenfassend ist der Hardstyle für manche Anforderungen gut geeignet und für manche Anforderungen weniger gut.
    AH: Was versteckt sich hinter deiner KGB-Diät?
    JH: Es ist ein Buch, was vor allen Dingen auf die psychologischen Elemente eingeht, wie z.B. Trigger.
    AH: Wie kriegst du alles unter einen Hut (Familie, Sport, Selbstständigkeit?)
    JH: Ich stehe um 4:30 auf um schon um 6:30 wenn die Kinder wach sind arbeiten zu können/ Sachen zu erledigen die für mich wichtig sind. Raphael Frank (Tik Tok Methode) ist ein geiles Tool. Exkurs: Eigenes Kind nicht vor dem Fernseh zu parken, sondern mit ihm zusammen zu schauen ist für mich wichtig, da wir dann sehen was er sieht und wissen woher manche Sachen kommen können, ihn fragen können wie er Sachen wahrgenommen/ verstanden hat und Sachen ggf richtig stellen können. Er hat eine begrenzte Fernsehzeit, die er mit Karten einlösen kann (dadurch sieht er selbst, wie viel er schon geschaut hat und hat eine gewissen Autonomie im Konsum).

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    Fazit:
    -JH geht auf Vor- und Nachteile der Kettlebell ein (bzw. worin sie nicht überlegen, ist). Das macht ihn schonmal glaubwürdiger, als wenn er nur von Vorteilen reden würde
    -JH wechselt zwischen den verschiedenen Kettlebell Stilen, was für eine differenzierte Sichtweise spricht
    -die Kettlebell ist lt. JH im Bereich Athletik Training überlegen, da mit der Kettlebell der Core extrem gut trainiert wird, der oft der Flaschenhals ist
    -die Kettlebell kann sehr viel Spaß machen, ist extrem platzsparend, kann als Tool für Kraft und Kraftausdauer benutzt werden
    -für mich persönlich viele gute Gründe mein Projekt Swing und Snatch für dieses Jahr zu lernen + das Kettlebell Buch von Johannes zu kaufen
    -die Idee mit den Medienkarten und dem zusammen TV schauen mit den Kindern finde ich einen guten Ansatz, kommt auf meine Liste der Erziehungsansätze

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    Frage: Macht bei Swings z.B. Softstyle zum Aufwärmen und Hardstyle als Workout Sinn?

  • Titel: „EP19: Kettlebells, KG Diät & Balance-Kettlebell Weltmeister Johannes Kwella“

    Kurz ein paar Worte zu der Struktur:
    -mit dem Titel und dem Medium findet man die Beiträge später immer noch, falls sie mal auf einem Medium gelöscht wird und der Link nicht mehr funktioniert (oder der Link allgemein nicht mehr funktioniert)
    -das Veröffentlichungsdatum ist dafür da, dass man die Aktualität von Aussagen einordnen kann (manchmal gibt es ja neue Erkentnisse und manchmal ändern Leute auch ihre Meinung)
    -mein Hördatum ist dafür da um es in den persönlichen Kontext einzuordnen
    -falls es mehrere Personen in dem Medium gibt, kürze ich die ab, weil ich es angenehmer finde+Zeit spare
    -das Stichwortprokoll ist dafür da, damit ich später nochmal drüber lesen kann (manche Sachen versteht man (anders), wenn man zu einem deutlich späteren Zeitpunkt nochmal drüber liest, da man Sachen auch immer im persönlichen Kontext versteht (der sich mit der Zeit verändert)
    -in meinem Fazit gehe ich auf die für mich relevanten Punkte ein (d.h. manche Sachen die für euch relevant sind (oder für mich zu einem späteren Zeitpunkt) finden sich nicht im Fazit, aber im Stichwortprotokoll)
    -Fragen schreibe ich mir am Ende auf, die ich selbst nicht beantworten kann, bzw. die der Podcast aufwirft

  • An Deinem thread und Vorgehen ist mehreres interessant. Zum einen ist es Anregung, weil ich meinen Medienkonsum selber ganz stark überdenken muß und es diesbezüglich auch einiges zu strukturieren.
    Das andere ist: kettlebell ist mir irgendwann mal begegnet, ich habe es mir angeschaut und es dann sein gelassen. Auch das interview bestärkt mich darin: es ist vollständig anfängerungeeignet.
    Das folgende soll keine bösartige Kritik sein. Aber das interview strotz nur von in-slang, ich meine, viele Texte sollten direkt ein Glossar mitbringen, jeder sollte darauf eingerichtet sein, daß immer Anfänger nachrücken, immer. Das ist der Zyklus des Lebens. Bösartige Arschlöcher formulieren das um: Jeden Tag gibt es einen neuen Idioten, den ich ausnehmen kann. Ich selber habe mir bei rappelz (mmorpg) als Erklärbär angwöhnt, Fachtermini (Fachwörter) immer direkt mit zu übersetzen. Da habe ich dann mein 10-Finger-bling-Tippfertigkeit enorm ausgebaut. Aber ich habe mich auch gerne gebattlet :).
    Persönlich formuliert: ich finde es einfach bedauerlich, daß es nichts perfektes gibt, mich selber eingeschlossen ;).

  • @Phlynx schrieb:
    An Deinem thread und Vorgehen ist mehreres interessant. Zum einen ist es Anregung, weil ich meinen Medienkonsum selber ganz stark überdenken muß und es diesbezüglich auch einiges zu strukturieren.

    Lohnt sich bestimmt :smile:

    Das andere ist: kettlebell ist mir irgendwann mal begegnet, ich habe es mir angeschaut und es dann sein gelassen. Auch das interview bestärkt mich darin: es ist vollständig anfängerungeeignet.

    Allgemein oder zum selbstständigen anfangen ohne Coach?

    Das folgende soll keine bösartige Kritik sein. Aber das interview strotz nur von in-slang, ich meine, viele Texte sollten direkt ein Glossar mitbringen, jeder sollte darauf eingerichtet sein, daß immer Anfänger nachrücken, immer. Das ist der Zyklus des Lebens. Bösartige Arschlöcher formulieren das um: Jeden Tag gibt es einen neuen Idioten, den ich ausnehmen kann. Ich selber habe mir bei rappelz (mmorpg) als Erklärbär angwöhnt, Fachtermini (Fachwörter) immer direkt mit zu übersetzen. Da habe ich dann mein 10-Finger-bling-Tippfertigkeit enorm ausgebaut. Aber ich habe mich auch gerne gebattlet :).

    Nehme ich nicht bösartig auf :smile: .
    10-Finger-bling-Tippfertigkeit = in-slang ohne Übersetzung :smiley: ?
    Umso mehr Fachwörter da sind umso höher ist die Einstiegshürde, da gebe ich dir Recht. Fachwörter haben meiner Meinung nach ihre Berechtigung. Manche Sachen kann man mit dem entsprechenden Fachwort entweder deutlich kürzer und/ oder präziser beschreiben.
    Für mich ist auch wünschenswert eine möglichst einfache Sprache vorzufinden bei den Sachen die ich konsumiere, es ist aber keine Notwendigkeit. Schon gar nicht bei kostenlosen Formaten. Da hat man meiner Meinung nach kein Recht auf Anspruchshaltung, mann kann Wünsche äußern. Wenn ich dafür bezahle sieht es natürlich anders aus (z.B. bei Einzelcoachings)

    Persönlich formuliert: ich finde es einfach bedauerlich, daß es nichts perfektes gibt, mich selber eingeschlossen ;).

    Das ist leider richtig, aber wir schaffen das. Am Ende ist es oft ein Kompromiss aus perfekter Lösung und dem was umsetzbar ist :smile:

  • bearbeitet 25. Januar

    @TylerDurden_schrieb:

    Allgemein oder zum selbstständigen anfangen ohne Coach?

    Ich kann mir doch keinen Coach leisten, also ohne. Und dazu habe ich eben auch gelesen, daß gerade Anfänger üble Fehler machen können.

    @TylerDurden_schrieb:

    Nehme ich nicht bösartig auf :smile: .

    Danke Dir.

    @TylerDurden_schrieb:

    10-Finger-bling-Tippfertigkeit = in-slang ohne Übersetzung :smiley: ?

    Natürlich: Ich habe mental immer direkt übersetzt, Übersetzungen in Klammern dahintergesetzt, zum Beispiel: paraphrasieren (umschreiben), oder ich habe einfach direkt umschrieben :).
    Zum Batteln :): ich habe zwei Rechner gleichzeitig benutzt.

    @TylerDurden_schrieb:

    Umso mehr Fachwörter da sind umso höher ist die Einstiegshürde, da gebe ich dir Recht. Fachwörter haben meiner Meinung nach ihre Berechtigung. Manche Sachen kann man mit dem entsprechenden Fachwort entweder deutlich kürzer und/ oder präziser beschreiben.

    Für mich ist auch wünschenswert eine möglichst einfache Sprache vorzufinden bei den Sachen die ich konsumiere, es ist aber keine Notwendigkeit. Schon gar nicht bei kostenlosen Formaten. Da hat man meiner Meinung nach kein Recht auf Anspruchshaltung, mann kann Wünsche äußern. Wenn ich dafür bezahle sieht es natürlich anders aus (z.B. bei Einzelcoachings)

    Mein absolutes Glaubenscredo ist: Jeder muß das uneingeschränkte Recht auf Entwicklung entsprechend seiner phylogenetischen Basis haben.
    Dazu hole ich jeden da ab, wo er steht. Das gelingt mir nicht immer, da mein Sprachgebrauch recht elaboriert ist. Außerdem ist meine Außenwirkung manchmal oder immer :( recht autoritär und burschikos, mit meinen 100kg auf 1,81 wirke ich auch recht wuchtig :(. Und dat zu ändern is' nich' einfach :).

    Die Amis setzen auf einfachen Sprachgebrauch, weil möglichst viele die Texte verstehen sollen, die Deutschen setzen auf komplexen Sprachgebrauch, weil sich der Rezipient anstrengen soll, Leistungswillen beweisen soll (was ich gar nicht gutheiße). Und ich selber befürworte eine Kombination (Verknüpfung) - sprich, wenigstens in den Fußnoten gibt es immer direkt ein Glossar, eine Verständlichmachung des Geschriebenen.

    Aber ich bin auch ein extrem freakiger Intellekto-Snob ;) :).

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