Gesundheit: Borreliose, Chlamydien, Biofilm

Bevor ich das bei all der Texterei vergesse: ich habe ein konkretes Anliegen - meine Gesundheit.

Ich habe seit x Jahren den Verdacht, es mit Borreliose zu tun zu haben. Die Zeckenbisse, an die ich mich erinnern kann, hatte ich in den 80ern, ohne die Wanderröte.

Ich habe das jetzt drei mal labortechnisch ohne Befund untersuchen lassen. Aber irgendetwas ist da.
Und je älter die Infektion ist, desto schwerer der Nachweis.

Stechende Schmerzen in den Fußsohlen, absolut zufällig und niemals die selbe Stelle, werden immer regelmäßiger.
Obwohl ich mein Schlafverhalten extrem verbessert habe, mit Hilfe von Quetiapin zum Beispiel, Melatoninkapseln, ich komme mittlerweile auf regelmäßig auf sechs Stunden Schlaf und mehr, bin ich abgeschlagen und müde und habe Kopfdruck, also keine Kopfschmerzen, aber so ähnlich, als wäre mein drittes Auge verstopft.
Gelenkschmerzen, ich habe jetzt in die rechte Schulter drei Spritzen gesetzt bekomme, aber sobald ich die Gelenke belaste, spüre ich die Gelenke, vor allem rechts negativ.
Und ja, Depressionen habe ich ganz sicher, aber die sind aktuell eher nicht das Problem. Ich habe trotz aller Probleme und Widerstände einiges geschafft. Ab Dienstag werde ich regelmäßig regulär aktiv sein (Ergotherapie). Aber da soll mehr her :).

Theorie zur Borreliose:

Borrelien sind vielgestaltig, können in bestimmten Formen auch ohne Zellwand sein. Sie besiedeln den Wirt dort, wo das wirtseigene Immunsystem nicht hinkommt, Bindegewebe, Bandscheiben (ich selber vermute, sie können auch das Innenohr besiedeln. Sie bewegen sich aktiv dorthin, wo sie geschützt leben können.
Sie können mit anderen Erregern eine Gemeinschaft bilden. Sie können einen Biofilm bilden. Zur Anregung: der Biofilm in der Waschmaschine, der so ziemlich alles übersteht, kann nur bei 90° mit aktivem Sauerstoff abgetötet bei einem Leerwaschgang abgetötet werden.
Borrelien, und Chlamydien auch, andere Erreger sicher auch, aber Borrelien und Chlamydien scheinen die Meister zu sein, modulieren das Immunsystem des Wirtes aktiv. Sie bewirken, daß der Wirtskörper kein Fieber erzeugen kann. Wer also Grippe ohne Fieber hat, sollte mal nachdenken. Ich weiß, daß das bei mir so ist. Egal wie krank ich bin, ich bekomme kein Fieber. Fieber ist aber gut.
Sie können angeblich einen Zytokinsturm verursachen.

http://www.maes.de/11 BORRELIOSE/maes.de CHRONISCHE BORRELIOSE UND IMMUNSYSTEM.PDF

Wenn man den link betätigt, kommt man direkt in ein 106-seitiges pdf.

Und jetzt zu meiner Frage:

Weiß jemand, wie ich mich gut aufsalze? Welches Salz, wie viel?
Wie man künstliches Fieber gut zu Hause anregt?

Diese beiden Fragen sind mir wichtig. Was kann ich selber gut machen.
Wenn ich das Geld hätte, würde ich mir eine Infrarotkabine in den Keller stellen, Karrde-Tinktur, einjähriger Beifuß als Tinktur. Was immer mich da besiedelt soll weg. Nicht weil ich schlecht davon denke, alles will leben, sein, soll es auch, aber wenn es mein Sein einschränkt, muß ich was dagegen unternehmen.

Und weil ich keine passende Kategorie gefunden habe, habe ich es bei Meta belassen.

Kommentare

  • bearbeitet 21. August

    Junge, junge - ich habe mir einen recht intensiven Tee zubereitet: 1l Wasser, vier Beutel Pfefferminztee, zwei Stückchen Ingwer gehobelt, 30g Salz, 10g Xylit.
    Das mit dem Salz habe ich extra ausprobiert: ein Eßlöffel Salz gestrichen wiegt 10g ungefähr. Genau ist das alles nicht, ich habe zur Zeit nur eine uralte Haushaltswaage, aber das kommt dennoch gut hin, denke ich.
    Tee des Todes habe ich ihn intern getauft, und es schmeckt gruselig, ich bin gespannt, ob ich den ganzen Liter runterbekomme.

    Und ich recherchiere gerade: Bullrich verkauft gepreßtes Natron, also diese berühmten Bullrich-Tabletten. Das ist eine starke Lauge, ätzt im Übermaß wie eine Säure, und ist im Magen einfach kontraproduktiv, es neutralisiert Säure, geht also gar nicht. Konsumiert kann man nicht sagen, daß es ungesund wäre, aber es wird aufgespalten, neutralisiert die Magensäure und verursacht Aufstoßen. Also wenn jemand meint, der Körper muß basisch sein, also runter damit, schnell wegrennen. Den Körper basisch zu machen, ist komplexer und funktioniert nur über die Nahrung. Aber das wissen hier alle eh.
    Und: in tablettenform gepreßtes Salz (Kochsalz, NaCl) wird extrem teuer verkauft: 26g für 4,69€ habe ich gefunden. Gruselig :(.

    Also gucke ich nach dem Tee :(, mal schauen.

  • @Phlynx schrieb:

    Theorie zur Borreliose:

    Borreliose ist auch für mich ein interessantes Thema, da ich sehr viele Zecken habe. Diesen Sommer habe ich Schwarzkümmelöl genommen alle paar Tage einen Teelöffel und hatte nur 2-3 Zecken.
    Ich kenne auch ein paar Leute mit aktiver oder überstandener Borreliose, ich selbst habe auch Antikörper. Nun ist es ja aber angeblich so, dass die Krankheit auch lange "schlafen" kann und ausbricht, sobald die Umgebung gut ist, also der Wirt schwach.
    Ein Kumpel hat seine Borreliose mit Antibiotika früh (er hatte Wanderröte) bekämpft und war erfolgreich, danach bekam er ein Mittel und hatte jetzt fast 10 Jahre keine Zecke mehr (davor ganz regelmäßig), er ist Landschaftsgärtner und viel im Wald. Er weiß leider nicht mehr wie das Mittel hieß.
    Habe aber auch schon mehrmals gelesen, dass Antibiotika nicht das Mittel der Wahl sein sollten und auch nur im ganz frühem Stadium helfen.
    Ledum Urtinktur (Sumpfporst) auf den Biss aufgetragen und auch innerlich soll einen leichten Schutz bieten. Hilft übrigens bei allen Stichen, Prellungen und Schrammen, gehört in die Hausapotheke.
    Problematisch ist auch, dass nicht nur Zecken Borrelienträger, sondern auch Rohmilch (vorallem von Ziegen) und mittlerweile auch manche Mücken.
    Karde mit Sauna soll angeblich auch helfen. Es gibt für Borreliose ja relativ viel alternative Ansätze.

    Und jetzt zu meiner Frage:

    Wie man künstliches Fieber gut zu Hause anregt?

    Tee aus Linden- und Holunderblüte ist dann das Mittel der Wahl. Er macht zwar kein Fieber an sich, aber man schwitzt wie verrückt. Denn Tee trinkt man normal bei Erkältungen vor dem Schlafen gehen, packt sich dick ein und schwitzt die Krankheit raus.

    Diese beiden Fragen sind mir wichtig. Was kann ich selber gut machen.
    Wenn ich das Geld hätte, würde ich mir eine Infrarotkabine in den Keller stellen, Karrde-Tinktur, einjähriger Beifuß als Tinktur. Was immer mich da besiedelt soll weg. Nicht weil ich schlecht davon denke, alles will leben, sein, soll es auch, aber wenn es mein Sein einschränkt, muß ich was dagegen unternehmen.

    Karde ist aktuell verblüht, aber man nutzt sowieso die Wurzel, die Erntezeit beginnt also jetzt. Such stellen, wo jetzt noch verblühte Pflanzen stehen (zur Bestimmung, man erkennt sie sehr gut) und dann brauchst du die einjährige Pflanze, das ist die, wo nur die Blattrosette steht, die buddelt man aus. Wurzeln kleinmachen und in Korn einlegen, ein paar Wochen stehen lassen fertig ist deine Tinktur. Einjähriger Beifuß (versteh den Hype nicht ganz, aber gut) hab ich im Garten, man kann leicht Stecklinge machen, wenn du willst probier ich das und kann sie dir zusenden.

    Mein Mittel für alles ist Engelwurzwurzel, normalerweise wird sie in Magenbittern benutzt und sie wirkt auch sehr gut auf die Verdauung, oder als Erkältungsbalsam für die Nase. In früheren Zeiten wurde sie gegen die Pest benutzt, die Entdeckungsgeschichte ist ganz "lustig": In den Pestzeiten gab es 3 Räuber, die die Toten ausraubten, während sich niemand an die Leichen wagte, als man sie gefasst hat wurde ihnen das Leben verprochen, wenn sie ihr Geheimnis des nicht-ansteckens verraten. Sie legten dann offen, dass sie Teile der Wurzel kauten während sie die Leichen durchsuchten.
    Engelwurz ist sozusagen meine Herzenspflanze, mein ganz persönliches Allheilmittel, sicher wird da mittlerweile ganz viel Placebo dabei sein, aber wenn es hilft stört mich das gar nicht, ich will es nur dazu sagen, falls jemand der das liest nicht dieselben Wirkungen hat wie ich.
    Engelwurz ist dennoch anwendbar, weil sie folgende Eigenschaften hat:
    Verdauungsanregend, krampflösend, immunstärkend, allgemein stärkend, Kreislaufstabilisierend und beruhigend.
    Man sagt ihr nach, dass sie lichtbringend ist, also auch auf die Psyche wirkt.
    Ich nutze sie in der Erkältungszeit vorbeugend, bei Magenverstimmungen, bei Blähungen, manchmal einfach so, weil ich einfach ein gutes Gefühl habe sie zu kauen (lichtbringend). Gefühlsmäßig steigert sie die Abwehrkräfte wirklich beträchtig.
    Sie ist sehr tief in unserer nördlichen Kultur verwurzelt, also eine sehr lange bekannte und genutzte Heilpflanze (früher hat man sie sogar als Nahrung genutzt). Heute kann man sie noch manchmal als Nasenbalsam bekommen, das schmiert man um die Nase oder auf die Brust bei Erkältungen. Schade eigentlich, ich denke die Pflanze ist sehr potent und hilfreich.
    Selbst sammeln sollte man sie aber nur wenn man in Pflanzen nicht nur Grünzeug sieht, man kann sie mit Schierling verwechseln, Sokrates lässt grüßen. Auch die Anzucht ist nicht ganz einfach, weil sie wohl ihren Standort gerne selber wählt. Im Wald findet man sie dagegen oft. In meinem Garten wächst sie seit 3 Jahren auch von ganz allein, sie mag mich anscheinend.
    Ich kaue nur die Wurzel, mache weder Tee noch Tinktur draus (es kommt nur ein bisschen in meinen Hexentopf).
    In der Apotheke bekommt man sie auch, muss man aber meist bestellen.
    Probier das doch mal aus.

  • Pinocio, Du hast Dich quasi angeboten, entschuldige bitte, wenn ich Dich im folgenden volltexte :(.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist Dein bürgerlicher Beruf Gärtner, den Du aber auch aus Berufung heraus machst?

    Entfaltet der Tee vor allem kombiniert seine Wirkung? Also Lindenblüten mit Holunderblüten kombiniert? Oder geht das auch einzeln? Ich war gerade im Reformhaus und dachte, oha, leistest du dir erstmal nur eines, und das ist Lindenblütentee.

    Das mit der Karde muß ich nochmal beobachten. Ich habe mir vor Jahren Sud mit Vodka gemacht. Aber da habe ich im Spätherbst einfach aus dem Boden gezogen, was ich als Karde erkennen konnte, und das waren die Wurzeln mit den eingetrockneten Blütenständen. Die sind ja auch schön einfach zu finden. Den Sud habe ich wirklich lange ziehen lassen, aber ich traue mich da nicht dran, weil ich einfach keine Ahnung habe und nicht weiß, was ich da genau gemacht habe. Ich habe die Wurzeln natürlich klein geschnitten, was eine schöne Arbeit war, weil das Zeug sehr zäh ist.

    Ich weiß es auch nicht, Wirkung ist Wirkung, egal wie man die jetzt begründen kann. Bei Pflanzen, so weiß ich aus verschiedenen Quellen, muß man schon wirklich aufpassen, weil die sehr wirkmächtig sind und diese Wirkung mittlerweile auch sehr häufig sehr gut belegt ist und man damit eben auch Schaden verursachen kann.

    Pinocio, laß mich bitte etwas nervig sein, Du vermeidest ja Klarheit, aber hier im Forum hat irgendjemand, ich meine es war Tyler, eine Bemerkung fallen lassen, die in die Richtung abzielt, daß Du Kampfsport betreibst. Das was Du vermittelst unterstützt diesen Eindruck eher. Stimmt, Deine Bemerkung zu den Männern, die abends mal auf einen Sandsack hauen und dann meinen, sie wären Die Kämpfer. Das ist ja auch nicht wichtig, aber ich bin einfach zu neugierig. Mit 18/19 habe ich mal zwei Jahre Karate geübt, wir hatten einen Meister phillipinischer Herkunft meine ich, der aus den Niederlande kam. Mein Yoga-Lehrer damals kam auch den Niederlande, alles Enschede. An der holländischen Grenze mischt sich das eh, wenn man westfälisch Platt kürt, kann man sich auch mit Holländern unterhalten. Ich finde auch nicht den Kampfsport so super wichtig, es ist eher die menschliche Reife dahinter. Kampfsport ist auch nicht ganz, selbst wenn man zehn Jahre übt, muß man nicht unbedingt kämpfen können. Halbwegs gut ist man, wenn man seine Reflexe dirigieren kann, vermute ich mal. Mit zwei Jahren Karate hätte ich mich noch lange nicht auf eine Schlägerei eingelassen, ich bin eh eher der feige Typ.

    So, der Schwätzerei zweiter Teil: Ich würde Dir gerne etwas zeigen:

    https://www.gofundme.com/f/dschungelpflanzengemeinschaft-gewchshaus?qid=4ee208b556373e10b45292cd9a312c78

    Eigentlich wollte ich mich hier im Forum zurückhalten und meine größeren Spinnereien einfach verschweigen :), ja ja ja, ich kann mehr als einfach viel schwätzen :), ich kann noch viel viel mehr schwätzen ;). Hat das Forum hier eigentlich eine Zeichenbegrenzung? Na ja :(.

    Ich habe ja Abitur gemacht, eine kaufmännische Ausbildung absolviert, auch ein Studium versucht (Psychologie :( ), aber je älter ich werde, mittlerweile 52, wird mir klarer, daß ich auf anderen Wegen sehr viel glücklicher geworden wäre. Und auch alles mögliche kann man auf unterschiedlichstem Niveau betreiben, und auch studieren. Holz, dachte ich lange, wäre meines, der Geruch, man sieht, was man geleistet hat, und es so vielseitig, als Möbeltischler meine ich, Dachstühle sind jetzt nicht so aufregend, und Fensterrahmen im Akkord ist jetzt auch nicht so aufregend. Aber so hatte ich gedacht, nutzt man seine vermeintliche Intelligenz nur gut in sogenannten sauberen Berufen, also die Hände immer schön sauber halten. Aber so habe ich nie wirklich gelebt.
    Aber wenn Du Dir meine superschrullige Idee anschaust, siehst Du, daß ich vielleicht hätte Gärtnern sollen. Mein erster Ferienjob war im Garten-, Landschaftsbau und das hat mich wohl etwas abgeschreckt. Das war richtig hart, und ich habe auch jemanden im Sommer in praller Sonne zusammenklappen sehen. Das ist nicht schön und Menschenverschleiß, Maurer werden nicht so alt, und Gala-Bauer auch nicht viel älter, da müßte man mal genauer in die Statistiken der Versicherer schauen.
    Aber Pflanzen sind immer und ewig. Wertschätzendes und erhaltendes Zusammenleben mit Pflanzen ist es, was wir lernen müssen und für die Zukunft kultivieren. Haben wir da eine gute Grundlage, können wir auch Tiere sehr viel besser pflegen und auch nutzen. Ich selber halte von Veganismus nichts. Aber gute, gemischte Obstbaumkultur ist das einzige, was in der Natur nichts verbraucht, es wird das genutzt, was der Baum eh hergibt, und er freut sich über pflegende und erhaltende Wertschätzung.

    Jo, das war es schon. Und ich gucke jetzt mal, daß ich den Abend gut vorbereite, damit ich zeitig die Nachtruhe einleite :).

  • P.S.: Als ich mir den Engelwurz anschaute, mußte ich spontan hieran denken:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Möhre

    Aber das ist wohl eher sehr entfernt verwandt.

  • @Phlynx schrieb:
    P.S.: Als ich mir den Engelwurz anschaute, mußte ich spontan hieran denken:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Möhre

    Aber das ist wohl eher sehr entfernt verwandt.

    Nein, nicht sehr weit entfernt, ist die gleiche Familie (Doldenblütler). Möhre erkennt man an der schwarzen Scheinblüte in der Mitte der Dolde. Die Familie der Doldenblütler hat ganz viele essbare Pflanzen so z.B. auch die Pastinake, Möhre, Petersilie, Sellerie, Liebstöckel allerdings sind hier auch hochgiftige Pflanzen wie Schierling und Kälberkropf vertreten, daher eine Familie die mit Vorsicht zu genießen ist. Anders sind Lippenblütler, in der Familie gibt es keine stark giftigen Vertreter und sie enthalten eigentlich alle ätherische Öle, Salbei, Rosmarin, Thymian usw gehören hier dazu.
    Es ist allgemein sinnvoll die Pflanzenkunde als Familien kennen zu lernen, also erst die Familien zu lernen, Lippenblütler haben eigentlich alle vierkantige Stängel z.B.
    Es gibt dann zwar sowas wie die Schafgarbe, die zwar aussieht wie ein Doldenblütler aber ein Korbblütler ist, aber wenn man sich die Blüten genau anschaut und die Familienmerkmale kennt sieht man es dann.
    Ist auch im Garten ganz sinnvoll die Familien zu kennen wegen der Fruchtfolge und der Mischkultur.

  • @Phlynx schrieb:

    Wenn ich das richtig verstehe, ist Dein bürgerlicher Beruf Gärtner, den Du aber auch aus Berufung heraus machst?

    Nein, mein bürgerlicher Beruf ist Sesselfurzer, gelernt habe ich aber einen Handwerksberuf, wobei das auch kein richtiges Handwerk ist. Naja, ich hatte kein Bock auf Schule und hab dann halt irgendwas gelernt was meine Freunde auch so gemacht haben. Als Kind wollte ich immer Förster werden, hatte aber ein ganz anderes Bild im Kopf, was der so macht.
    Für Pflanzen und Tiere habe ich mich aber immer interessiert, das erste was ich als Kind nach der Schule gemacht habe, war einen Umweg durch den Wald zu gehen und mich zu Hause an den Teich zu setzen. Beobachten wie sich die Tiere entwickeln und gegenseitig auffressen. Ich fand es immer ziemlich cool Pflanzen zu kennen, die man essen kann, die man sich auf Wunden legen kann, im Wald herum streifen, Pilze suchen und über dem Feuer braten, Tiere aufzustöbern, Fische fangen, ich liebte das Buch "die Höhlenkinder", so wollte ich auch sein und war damit ein ziemlicher Sonderling. Dann kam die Pubertät (spät bei mir) und ich driftete ein bisschen ab vom Weg, weil ich mir bewusst wurde wie schlecht ich eigentlich in die Gesellschaft passte, wurde auch gemobbt und lernte dann schon so etwas wie "Gewalt ist eine Lösung". Das mobben hörte dann nämlich auf.
    Wie auch immer, zur Bundeswehrzeit fing es dann an, dass ich rauskam und wieder zu mir kam, ich las ziemlich viel Zeug über Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität, zog mich auch zurück (bin eigentlich introvertiert), gönnte mir ganz viel Ruhe zur Selbstfindung. Ich wollte in der Natur leben und fand auch wieder den Zugang dazu. Machte Kräuterkurse und ging wieder angeln. Dann wollte ich einen Garten oder Hof haben, lehne aber dieses "Aussteigen" ab, der Mensch braucht den Menschen, lebte eine Zeit auf einem Bauernhof und fand irgendwann ein kleines Haus mit großem Grundstück in einem kleinen Ort mit vlt 10 Häusern. Ja und seither gärtnere ich richtig.
    Meine Kräuterhexe sagt auch immer zu mir, ich hätte einen ganz besonderen Zugang zu den Pflanzen, weil ich sie nicht nur als Behälter für Wirkstoffe sehe, nicht nur den Namen zu kennen, sondern fast schon ihre "Persönlichkeit". Es ist auch tatsächlich so, dass ich gar nicht soviele Pflanznamen kenne, aber intuitiv weiß ob die Pflanze mir gut tut.
    Ein bewusstes erleben und kennenlernen, ein hineinfühlen und reflektieren und nicht die gut/böse Unterscheidung zu machen, denn alles negative hat auch etwas positives, ist weder gut noch schlecht, sondern ist einfach so wie es ist, die Schwierigkeit ist wie man das in sein Leben integriert, damit es tragbar ist.

    Ich kann auch zutexten ;)

    Entfaltet der Tee vor allem kombiniert seine Wirkung? Also Lindenblüten mit Holunderblüten kombiniert? Oder geht das auch einzeln? Ich war gerade im Reformhaus und dachte, oha, leistest du dir erstmal nur eines, und das ist Lindenblütentee.

    Geht auch allein, sind beide schweißtreibend. Linde hat auch so ein warmes Wesen, wer mal unter einer Linde saß, weiß was ich meine. Nicht umsonst war die Linde auch der Baum unter dem Gericht gehalten wurde, der in der Dorfmitte stand und für Frieden und Liebe steht.

    Das mit der Karde muß ich nochmal beobachten. Ich habe mir vor Jahren Sud mit Vodka gemacht. Aber da habe ich im Spätherbst einfach aus dem Boden gezogen, was ich als Karde erkennen konnte, und das waren die Wurzeln mit den eingetrockneten Blütenständen. Die sind ja auch schön einfach zu finden. Den Sud habe ich wirklich lange ziehen lassen, aber ich traue mich da nicht dran, weil ich einfach keine Ahnung habe und nicht weiß, was ich da genau gemacht habe. Ich habe die Wurzeln natürlich klein geschnitten, was eine schöne Arbeit war, weil das Zeug sehr zäh ist.

    Eine Tinktur ist auch nicht viel anders als ein Tee, man zieht die Inhaltsstoffe heraus. Manche davon sind nur durch Alkohol löslich, andere in Wasser und es gibt auch Pflanzen die in Milch (Fett) gekocht werden. Manche Pflanzen eignen sich nicht als Tinktur, manche müssen kalt angesetzt werden (Mistel z.B.) weil sich sonst Stoffe ändern und weniger verträglich sind. Manche Pflanzen werden in der Sonne getrocknet (Johanniskraut), die meisten anderen brauchen aber Schatten.
    Fliegenpilz enthält z.B. Ibotensäure die zu Übelkeit führt, trocknet man den Pilz aber wandelt sich die Säure in Muscimol um und dieser Stoff wirkt berauschend (Halluzinationen, verstärkte Farbwahrnehmung, sedierend usw.).
    Mit einer Tinktur aus Karde machst du nicht viel falsch, du brauchst nur starken Alkohol, ich nehme halt Korn, Vodka geht auch oder Obstler. Theoretisch musst du das auch nicht klitzeklein schneiden.

    Ich weiß es auch nicht, Wirkung ist Wirkung, egal wie man die jetzt begründen kann. Bei Pflanzen, so weiß ich aus verschiedenen Quellen, muß man schon wirklich aufpassen, weil die sehr wirkmächtig sind und diese Wirkung mittlerweile auch sehr häufig sehr gut belegt ist und man damit eben auch Schaden verursachen kann.

    Natürlich, jahrtausende hat man keine standardiserten Medikamente gehabt. Man kann dem entgegenwirken indem man an verschiedenen Standorten sammelt, sodass man die Wahrscheinlichkeit erhöht verschiedene Wirkstoffmengen zu erwischen.
    Was man auch beachten sollte ist, dass man schaut welche volksheilkundlichen Wirkungen angegeben sind, eine Herzkrankheit war früher etwas anderes als heute z.B. Daher ist die Linde als Herzpflanze bekannt (auch Signaturlehre->Blattform), sie wirkt erwärmend und Melancholie und Depression, auch Mutlosigkeit galt als Erkrankung des Herzens. Heute wäre eine milde Herzpflanze der Weißdorn, weil er das Herz direkt betrifft, er wirkt sich positiv auf die Schlagkraft des Herzens aus und steigert die Durchblutung des Herzens. Eine starke Pflanze ist der Fingerhut (Digitalis ist ja bekannt).
    Zudem kommt auch das Wort, man sagte Wort und Wurz heilt, daher hat der Heiler eine sehr starke Bedeutung, der Zauberspruch ist der psychische Part. Auch heute noch ist es wichtig wie der Arzt mit einem spricht. Zusätzlich kommt ja auch der Glauben dazu, der Glaube ob man an die Heilwirkung glaubt oder einen die Pflanze anspricht. Fenchel ist für mich eine Kindheitserinnerung, den habe ich bekommen wenn ich krank war, so hilft er mir heute noch bei Krankheit, auch bei Erkältung obwohl das gar nicht seine Heilwirkung ist. Ähnlich geht es vielen mit Kamille.

    Pinocio, laß mich bitte etwas nervig sein, Du vermeidest ja Klarheit, aber hier im Forum hat irgendjemand, ich meine es war Tyler, eine Bemerkung fallen lassen, die in die Richtung abzielt, daß Du Kampfsport betreibst. Das was Du vermittelst unterstützt diesen Eindruck eher.

    Heute mache ich kein oder sehr selten Kampfsport. Ich habe früher (mit ca. 10 Jahren) mal Judo gemacht, bis meine Mutter es zuviel wurde 3x/Woche 25km zum Training und mich am Wochenende zu Wettkämpfen zu fahren. Dann war ich kurz im Karate, das gefiel mir aber nicht. In einem Fitnessstudio in meinem Ort gab es dann einen Trainer der im Keller Boxen lehrte das gefiel mir und dabei blieb ich, der Trainer erkannte Potential in mir und gab mir Privatunterricht, wo ich dann zusätzlich Grappling und MMA, sowie ein eigenes Fitnessprogramm bekam, da machte ich dann auch Wettkämpfe. Bis mitte 20 habe ich dann teils mehrmals am Tag trainiert und hatte auch viel Spaß daran, ich zog dann allerdings weg und da ich keine ähnliche Trainingsumgebung fand habe ich aufgehört und trainiere nur noch zu Hause, ab und zu trainiere ich noch mit einem Ringer oder mit Freunden. Aber ohne großartige Ambitionen. Der Kraftsport hat es mir mehr angetan.
    Also KampfKUNST habe ich so nie richtig gemacht, es war schon immer der Vollkontaktsport, der mich reizte, früher gegen andere heute gegen meinen Schweinehund und meine Schwäche ;)

    So, der Schwätzerei zweiter Teil: Ich würde Dir gerne etwas zeigen:

    https://www.gofundme.com/f/dschungelpflanzengemeinschaft-gewchshaus?qid=4ee208b556373e10b45292cd9a312c78

    Ich würde da eher weniger Dschungelpflanzen anbauen, als das woran wir mittlerweile adaptiert sind. Aber die Idee ist doch etwas.

    Aber Pflanzen sind immer und ewig. Wertschätzendes und erhaltendes Zusammenleben mit Pflanzen ist es, was wir lernen müssen und für die Zukunft kultivieren. Haben wir da eine gute Grundlage, können wir auch Tiere sehr viel besser pflegen und auch nutzen. Ich selber halte von Veganismus nichts. Aber gute, gemischte Obstbaumkultur ist das einzige, was in der Natur nichts verbraucht, es wird das genutzt, was der Baum eh hergibt, und er freut sich über pflegende und erhaltende Wertschätzung.

    Was das Gärtnern und die Natur einem ja vorallem bewusst macht ist das werden und vergehen, die eigene Vergänglichkeit. Das führt ja dazu sich einerseits nicht zu wichtig zu nehmen andererseits schafft es Bewusstsein dafür das unser weben auf Erden begrenzt ist und man die Zeit die man hat nutzt. Und alles was vergeht wird irgendwo auch wiedergeboren, wo Dunkelheit ist, kommt auch wieder Licht, nach dem Regen kommt die Sonne, auf den Winter folgt der Frühling alles ist Wandel das schafft Urvertrauen. Ich spüre das schon sehr deutlich. Und auch Dinge wie das der Tod des einen das Leben des anderen bedeutet. Vielleicht ist das Erdung?
    Man sieht wie man Leben schafft indem man den Boden pflegt, man weiß die Frucht zu schätzen, die man großgezogen hat. Und es bedeutet Arbeit, wenn ich kein Unkraut jäte wachsen keine Karotten, wenn ich den Boden auslauge, habe ich nichts zu ernten. Wenn man das alles sieht und erlebt ensteht eine ganz andere, real erfahrbare "Beziehung" zum Essen, zur Arbeit.

  • Hm, Pinocio, das war jetzt wirklich üppig. Das muß ich tatsächlich sacken lassen. Es gäbe zu jedem Aspekt etwas zu sagen. Und es macht auch einfach Spaß, das mit Dir zu bereden.

    der Mensch braucht den Menschen

    Heute habe ich noch in Kontaktstelle zu einer Freundin gesagt: "Wir als Menschen sind Säugetiere sind Kontaktlebewesen. Unsere Haut produziert bestimmte Hormone nur nach Kontakt/Berührung durch unseresgleichen." Ich bin ja leicht soziophob und hatte vor nun mehr als 15 Jahren längere Phasen vollständiger sozialer Isolation, Wohnung und einmal die Woche Aldi. Die Kassiererin war der einzige soziale Kontakt. Ich war als Kind immer Außenseiter. Man hat mich nicht verstanden und ich habe die anderen nicht verstanden. Bücher waren mir lieber, Enid Blyton und so. Aber heute weiß ich, das ist einfach kein richtiges, wenn ich es irgendwie hinbekomme gehe ich wenigstens einmal am Tag unter Leute. Am Wochenende dann leider nicht immer. Die Kontaktstelle ist zu und ich kriege es dann nicht immer hin, Freunde anzurufen. In meinem Heimatort bis zum Alter von 25 war das anders, da ging man einfach los, einer war immer zu Hause.

    Geht auch allein, sind beide schweißtreibend. Linde hat auch so ein warmes Wesen, wer mal unter einer Linde saß, weiß was ich meine. Nicht umsonst war die Linde auch der Baum unter dem Gericht gehalten wurde, der in der Dorfmitte stand und für Frieden und Liebe steht.

    Die Linde ist wirklich speziell. Beim Tee gestern Abend ist mir irgendwie mein Gemüt aufgegangen, das ist schwer zu beschreiben. Ich habe gedacht, oh, wie lecker.
    Und als ich vor ein paar Jahren mal in barfußgehen gemacht habe, habe ich an den Füßen gemerkt, und das ist auf dem Weg von meiner U-Bahn-Station nach Hause, auf der Ecke zur Universitätsstraße: "Oh, hier wächst eine Linde." Das tat richtig weh, weil diese kleinen Früchte? richtig hart sind.

    Ich würde da eher weniger Dschungelpflanzen anbauen, als das woran wir mittlerweile adaptiert sind. Aber die Idee ist doch etwas.

    Ja, Du hast unzweifelhalft recht. Aber ich baue auf unsere Phylogenese, daß ein spontanes switchen möglich ist. Drei Millionen Jahre Zentralafrika halt. Wobei ich für mich denke, das eine schließt das andere nicht aus, und man erlaubt sich jeweils das, wozu man spontan Lust hat. Ich denke auch, daß man insgesamt auch stärker auf Insekten setzen sollte, um unsere sonstigen Mitlebewesen zu entlasten.
    Im Fernsehen in einer Arte-Doku meinte ein Wissenschaftler, wir kommen an der Umweltbelastung nicht vorbei, an den Schadstoffen, und unser Obst und Gemüse ist heute auch nicht mehr das, was es sein sollte. Das trifft einen Gedankengang, den ich schon länger pflege: durch all die Zuchtmaßnahmen in den vergangenen Jahrtausenden haben wir Obst und Gemüse verändert. Obst hat viel mehr Kohlehydrate / Fructose, als es sein sollte, und ich frage mich länger schon, was ist uns an Nährstoffen verloren gegangen durch diese Züchtereien.
    Die Schlußfolgerung ist, wir brauchen mehr ursprüngliches Obst.
    Und dann: in einem Gewächshaus kann man sogar die Luftqualität kontrollieren => spezielle Kurorte, Kurhäuser mit gigantischen Gewächshäusern, in denen die Menschen renaturieren können :). Man nimmt sich Zeit, mal alle Giftstoffe auszuscheiden. Na ja, and back to reality - the same procedure as every year :(.

    Was das Gärtnern und die Natur einem ja vorallem bewusst macht ist das werden und vergehen, die eigene Vergänglichkeit.

    Das ist schon fast lyrisch.

    Was das Gärtnern und die Natur einem ja vorallem bewusst macht ist das werden und vergehen, die eigene Vergänglichkeit. Das führt ja dazu sich einerseits nicht zu wichtig zu nehmen andererseits schafft es Bewusstsein dafür das unser weben auf Erden begrenzt ist und man die Zeit die man hat nutzt. Und alles was vergeht wird irgendwo auch wiedergeboren, wo Dunkelheit ist, kommt auch wieder Licht, nach dem Regen kommt die Sonne, auf den Winter folgt der Frühling alles ist Wandel das schafft Urvertrauen. Ich spüre das schon sehr deutlich. Und auch Dinge wie das der Tod des einen das Leben des anderen bedeutet. Vielleicht ist das Erdung?

    Man sieht wie man Leben schafft indem man den Boden pflegt, man weiß die Frucht zu schätzen, die man großgezogen hat. Und es bedeutet Arbeit, wenn ich kein Unkraut jäte wachsen keine Karotten, wenn ich den Boden auslauge, habe ich nichts zu ernten. Wenn man das alles sieht und erlebt ensteht eine ganz andere, real erfahrbare "Beziehung" zum Essen, zur Arbeit.

    Das halte ich insgesamt für einen der wichtigsten Arbeitsaufträge insgesamt überhaupt. Wir sollten zum Beispiel auch lernen, unsere Ausscheidungen zu recyclieren. Ein Kreislauf muß her, in welchem nichts verloren geht. Kapitalismus und Konsum erscheinen mir eher respektlos. So geht es nicht gut.

    Wolf Dieter Storl kennst Du vermutlich auch?

    Pause, ich brauche jetzt physisches Futter :).

  • bearbeitet 24. August

    Entschuldigt bitte mein Doppeltposting, aber das hier möchte ich noch sagen:

    a) @ Pinocio. Ich finde Deine Entwicklungsgeschichte sehr spannend. Du bist der zweite Mensch, der mir begegnet, der sehr früh schon sehr viel Eigeninitiative gezeigt hat. Wirklich nicht schlecht. In dem Alter befand ich selber mich eher in einer Art mentalem Dämmerzustand; nichts wahrnehmen, nichts denken - obwohl das so natürlich nicht stimmt. Aber meine Gedanken beschränkten sich sicher eher darauf zu existieren. Egal.
    Was ich jetzt sage, meine ich überhaupt nicht kritisch: Wer in Gewalt lebt, kommt in Gewalt um. Such mal im Netz nach Sascha Bisley:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/sascha-bisley-wie-sind-sie-aus-ihrer-hoelle-entkommen-100.html

    Ich habe ihn nach einem Interview im Radio einfach mal auf facebook gesucht und kontaktiert. Es gab ein nettes Gespräch. Er macht, hat damals gemacht Jugendarbeit in einer JVA in Dortmund meine ich. In dem Zusammenhang las ich von einem Gewalttäter, der den frühen Tod eines Freundes, ebenfalls Gewalttäter, betrauert. Tod durch Konflikt.
    Das ist eben so, und ich meine das nicht zynisch, das gehört dann eben dazu. Viele Leute in diesem Milieu sterben früh. Warum mein alter Herr fast 60 geworden ist, werde ich nicht nachvollziehen. Er starb im Suff vor der Glotze und man fand seinen Kadaver Ende April 2003, es war ein heißer Frühling, weil es halt zum Himmel stank. "Seien Sie froh, daß Sie das nicht mehr gesehen haben." Sagte mir die Sachbearbeiterin. Und der war nun wirklich ein Arsch, in den 60ern mehrmals im Knast wegen bandenmäßigen Einbruches, in den 70ern mehrmals im Knast wegen Körperverletzung. Und sein Hund hat überlebt. Tja, da hat er zu guter Letzt doch noch was Sinnvolles geleistet: Hundefutter. Und das war jetzt zynisch.
    Ich weiß es nicht: Gewalt gehört irgendwie zum Leben. Aber man kann, finde ich gucken, wie man das nach unten hin moderiert. Wenn die Leute wenigstens lernen würden, Spannungen dort zu lösen, wo sie entstehen.

    b) Das Gewächshaus. Die Dschungelvariante ist eine Extremmöglichkeit. Wir müssen einfach schauen, wie wir unsere Biosphäre retten, das Gewächshaus sollte imho dazugehören. So ein Gewächshaus kann man klimatisch sehr unterschiedlich gestalten, man könnte auch was arktisches installieren, macht natürlich keinen Sinn und will auch niemand. Aber es differenzierbar. Und für das mitteleuropäische Klima brauchen wir ganz sicher auch etwas.
    Es kann uns als Arche dienen, um alles mögliche durch die von uns verschuldeten Krisen zu bringen.
    Es gibt Vorbilder:

    https://www.england.de/cornwall/eden-project

    Ich lese gerade den Text und sehe, das ist genau auch mein Anliegen :). Dieses Portal habe ich gerade bei meiner Suche wegen des Titels gewählt.
    Das ist genau das. Aber ich würde es halt variieren, um uns zu ernähren. Meine Hypthese ist: der Ertrag an Lebensmitteln ist auf den ha bezogen extrem viel höher, wenn man Obst anbaut.

    Beispiele:

    https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/BBHeft_derivate_00009582/SB_C2-3_j04_BB.pdf

    Hier öffnet sich direkt eine pdf. Die Seite 6 ist interessant.

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Feldfruechte-Gruenland/Tabellen/liste-feldfruechte-zeitreihe.html

    Äpfel, Birnen, Kartoffeln erbringen wesentlich mehr an Ernte als jedes Getreide. Bei Silomais nutzt man die ganze Pflanze, die in die Silage kommt, nicht nur der Kolben, deshalb sieht das so imposant aus.

    Und Getreide ist einfach nichts für uns. Können wir verdauen, weil wir uns in den letzten 10.000 Jahren sprunghaft angepaßt haben, was aber nicht heißt, daß es wirklich gesund. Stärke ist nicht nur für uns verdaubar, sondern auch für viele Kleinstlebewesen, Bakterien, Pilze.

    Cu

    Postskriptum (bevor ich diesen Gedankengang vergesse): Das Gewächshaus soll ein Angebot sein, eine Erweiterung unseres Möglichkeitenraumes. Es soll das, was wir haben und kennen, nicht ersetzen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Zusätzlich: so kann man Lebensraum für Freaks und Sonderlinge gestalten. Groß für die Ernährung der Gesamtheit, klein für die Ernährung von Individuen und als Wohn-, Lebensraum. Man guckt beim Einschlafen in den Himmel und hat es dennoch immer muckelig war :). Und man kann vor sich hinkrautern.

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