[Entwicklung Ingo] Phlynx, Schwurbeleien

Halllo zusammen,

ich starte hier mein persönliches Tagebuch und möchte dazu einiges vorausschicken, erklären.

me-improved habe ich vor wenigen Jahren kennengelernt und auch einige andere hier aus dem Bereich Ernährung kenne ich bereits, weil ich eigentlich Zeit meines Lebens, und ich bin mittlerweile 52 Jahre alt, ein Suchender bin. Mit Ernährung beschäftige ich mich seit ich meine erste eigene Wohnung 1989 hatte. Das soll aber nichts heißen, den größten Teil meines Lebens habe ich mich eher oder sehr heftig ungesund ernährt und verhalten. Dazu später mehr.

In den letzten beiden Jahren habe ich mich hoffentlich effizient und nachhaltig entwickelt. Vor knapp zwei Wochen war ich zu einer neurologischen Untersuchung in Düsseldorf, was die begleitenden Rückschläge betrifft, in dem Fall leider neu und zum Glück einmalig bisher ein epileptischer Anfall.
Der Weg zu der Praxis hat mich an der Firma becycle vorbeigeführt, die mich spontan fasziniert hat:

https://becycle.de

Die suchten, suchen, das weiß ich nicht genau, Mitmenschen, die Ernährungskonzepte entwickeln und zur Anwendung bringen wollen, im Rahmen ihrer Unternehmung natürlich. Weil das insgesamt ein sehr vollständiges Konzept im wellness-Bereich ist, habe ich darüber nachgedacht und ihnen auch geschrieben, aber sie haben nicht geantwortet :-). Gut, aber vielleicht ist diese Unternehmung ja für andere hier etwas. Und da fiel mir Sascha mit seinem Portal me-improved.de wieder ein. Die Erinnerung war so nachhaltig daß ich auf Anhieb ohne groß zu suchen den Portalnamen in die url eingeben konnte und da war ich. Ich war fasziniert, die Seite hat sich sehr entwickelt und hat richtig viel zu bieten. Ich hatte direkt einige posts geschrieben, was ich vielleicht besser nicht gemacht hätte, ich meine, das war sehr aufdringlich. Aber ich bin insgesamt eher impulsiv und war begeistert. Verzeiht mir das also bitte.

Tja, was will ich hier und warum starte ich diesen blog? Das ist leider nicht so richtig einfach zu beantworten.
Einfach gesagt und wie der Titel es nahelegt: ich möchte und muß mich auch entwickeln. Meine Gesundheit zwingt mich dazu. Ich fühle mich müde, abgeschlagen und habe mit Druck im Kopf zu kämpfen, und es wird trotz aller Bemühungen immer schlimmer.. Mein Tinnitus, der mich seit ungefähr 30 Jahren begleitet hat sich negativ entwickelt. Kopfhaltungsbegleitende Tinnitusveränderungen, sprich eine Änderung der Kopfhaltung, kann eine Art Glockenklang verursachen, der zum Glück schnell ausklingt und bisher nur einmal mehrere Stunden angedauert hat. Ich habe mit unterschiedlichsten Schmerzen zu tun, stechend-pieksende von unten in die Fußsohle. Das habe ich auch schon seit Ewigkeiten, es ist aber häufiger bis regelmäßig mittlerweile. Passiert mir das beim Gehen, ist mikrokurz die Spannung im entsprechenden Bein weg und ich hatte die Angst zu stolpern. Wegen dieser Beschwerden denke ich seit längerem an Borreliose. Zwei Testungen direkt auf Borreliose haben aber nichts erbracht. Für weitere Verdachte, also Hashimoto zum Beispiel gilt: zwei endokrinologische Untersuchungen haben nichts erbracht. Kryptopyrollurie halte ich für eine Modediagnose aus dem alternativen Bereich. Daß es keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt, soll aber auch nichts heißen. Ich weiß es einfach nicht.
Mein rechtes Schultergelenk schmerzt arthritisch-rheumatisch, was mich am kommenden Freitag, also morgen, zum Orthopäden bringt. Mein Bindegewebe im rechten Fuß macht sich negativ, leicht schmerzend bemerkbar. Das hatte ich etwas häufiger vor 30 Jahren, immer wenn ich extrem mit Schlaflosigkeit und psychischen, psychosozialen Belastungen zu tun hatte. Seitdem aber nicht mehr. Daß es sich jetzt wieder bemerkbar macht, ärgert mich und empfinde ich als Rückschlag. Ich bin zwar physisch angegriffen, aber ich bin nicht depressiv. Das erste mal in meinem bewußten Leben schlafe ich etwas besser. Ich komme regelmäßig auf vier bis sechs Stunden Schlaft, teilweise sogar ohne Unterbrechung. Jeder Rückschlag ist eigentlich eine heftige narzistische Beleidigung :-).
Na ja, mit Sodbrennen komme ich seit längerem ohne Medikamente gut klar und ohne Ausbruch des Sodbrennens klar. Sodbrennen begleitet mich auch seit ich 17 war, also 35 Jahre. Aber: Rücken ganz leicht durchdrücken, den Bereich um den Solar Plexus, das Sonnengeflecht herum entspannen, hilft mir, mit einer einzigen Ausnahme in den letzten zwei Jahren. Da half nur Heilerde und etwas aus der alternativen Pharmazie. Zum Sodbrennen merke ich an, daß ich mir in einer Kinderheimphase eine Hiatushernie angefressen habe. Kinder unter sich, zu den Gags gehörten Fresswettbewerbe, wer ist das meiste. Obwohl ich eher sehr dünn bis untergewichtig war, sprich bis zur Kinderheimzeit von '82 bis '87, habe ich sie alle gewonnen, ohne Ausnahme, gab es Pommes, bin ich zwischendurch auf's Klo um Klarwasser gegen das Fett zu trinken :-(.
Ja, ich kann echt seltsam sein. Ich habe mit acht eine Mediensucht entwickelt. Lesen, jeden Tag, bis zu 16 Stunden am Tag, bis zu 1.600 Seiten am Tag, vier Perry Rhodan Silberbände, grob geschätzt und möglicherweise auch übertrieben, vielleicht 10.000 Romane insgesamt, ohne Spiegel, P.M und sonstiges lesbares Zeugs.. Wenn es etwas gibt, das ich kann, ist es das Texten. Eine Zeichenbegrenzung von 20.000 Zeilen? Sprenge ich locker. Eine Zeichenbegrenzung von 4.000 Zeichen? Eine Zumutung, ein persönlicher Angriff, ein Maulkorb quasi :-), was sind das nur für dumme Arschlöcher ;-), die so etwas programmieren. So etwas würde ich natürlich auf keinen Fall sagen, und ich denke es auch nicht wirklich. Aber ich rege mich leider schnell auf :-(.
Aber das ist leider ein wichtiger Hinweis. Ich kann mich leider schon in richtig heftige Wutänfälle reinsteigern, was um 2003 herum leider ein paar mal geschehen ist und mein Immunsystem nachhaltig geschädigt hat. Da sind auch Dinge kaputtgegangen, Tastaturtasten durch die Gegend gespritzt und so. Aber es hielt sich noch in Grenzen. Da das auch Zeiten vollständiger sozialer Abwesenheit waren, bis auf einmal die Woche zum Aldi, Chips, Schokolade, Frikadellen aus der Packung, eingeschweißte Mettenden, den günstigen Miraculi-Ersatz von Aldi eben (ich glaube, das hat mich auch nachhaltig geschädigt). Es gab 2004 eine HIV-Diagnose, was aber so klar nicht zutreffend sein kann. Ich war so kaputt, daß die HIV-Ärztin meinte, ich müsse das Virus schon seit mehr als zehn Jahren aktiv haben. Das kann aber so nicht sein, wie es die regelmäßigen negativen Testungen bis 2003 einschließlich nahelegen. Jahr für Jahr seit 1992 immer im Herbst in einer depressiven Phase.
Also, das ist meiner Meinung nach wichtig: ich halte gar nichts von dieser erregerzentrierten Medizin. Ich meine eher: "Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles." Auf Heulboje Lauterbach zum Beispiel bezogen: wer die Neuropsychoimmunologie nicht kennt, wer psychosomatische Zusammenhänge nicht kennt, wer weitere exogene Einflüsse (Ernährung, Bewegung(-smangel), Umweltbelastungen) nicht berücksichtigt, kann kein Gesundheitsexperte sein. DAS schließt sich aus.Negativ-Nerd Lauterbach als Gesundheitsminister ist imho eine Gefahr für die "Volksgesundheit". Ich meine, dieser Mensch hat die Allgemeinheit, die Gesamtheit mit seiner Angstpropaganda so nachhaltig und vorsätzlich geschädigt und belastet, daß er eine Anzeige wegen Körperverletzung verdient hat; Entzug aller bürgerlichen Recht, Entzug allen Besitztumes, allen Vermögens.

Entschuldigt, Corona macht mich wirklich sauer. Da wird etwas zum Feind erklärt, das es so nicht verdient. Alle sonstigen Belastungen, Lärm, Streß (Lebenszeitverkürzer Nummer 1), Ernährung (industrielle Ernähung kann man imho auch als vorsätzliche Schädigung betrachten), Umweltverschmutzung werden ausgeblendet. Die Fokussierung auf Corona führt zusätzlich dazu, daß vor allem ein wichtigeres Thema ausgeblendet wird: die Klimaveränderung.
Und da wären wir auch wieder bei Sascha: ja, die Gesellschaft verändert uns, verroht uns und wir alle bräuchten vielleicht wieder etwas mehr Entwicklung. Ich habe das für mich in einem anderen Beitrag in einem Schlagwort zusammengefaßt: "Back to the roots for the future!"

Und deshalb bin ich hier. Ich möchte mich an meinen körperlichen Problemen für mich konstruktiv entwickeln. Ich weiß ganz klar, ich muß an meiner Ausdauer arbeiten. Das schaffe ich aktuell aber überhaupt nicht. Ich bin froh, wenn ich täglich meine einfachen Übungen schaffe plus das autogene Training. Meine Übungen basieren auf der Isometrik und ein bißchen auch auf Yoga und Karate. Habe ich alles mal vor 30 Jahren gemacht. Anspannen und Entspannen, Reiterstand und Drehung des Oberkörpers mit ausgestreckten Armen. Für die Profis natürlich albern, für mich ist es Disziplin, die mich dabeihält. Und ja, da geht noch was :-).

Ein Gag am Rande: ich habe zu meiner Lebensdauer verschiedene Tests mitgemacht. Zwei mal auf testreich den selben, weil ich das Ergebnis nicht glauben wollte. Beim ersten Versuch kam ich auf 82 Jahre, das habe ich sofort wiederholt und meine chronische Erkrankung hinzugefügt, da waren es 84 Jahre. Ganz ehrlich? Das ist ein Gag und ich wüßte gerne, wie das Ergebnis zustande kam. Dann habe ich mal einen ernstgemeinten Test mitgemacht, der psychologisch fundiert war, und das halte ich für glaubwürdig. Die Lebensversicherer, also die Versicherungsgesellschaften, wissen sicher sehr gut, wer wie alt wird. Und mit diesem Test kam ich auf 58 Jahre. Meine Zeit läuft also in sechs Jahren ab :-))). Aber auch das ist natürlich ein Scherz. Ja, wenn ich mein Leben einfach so und ohne bewußte Reflektion führen würde, wäre das sicher im Rahmen des möglichen. Aber nach aktuellem Stand eher nicht. Eine der Fähigkeiten, die ich entwickelt habe, ist Hilfe zu suchen und anzunehmen. Eben ein Punkt, der mich hierhergeführt hat. In den ersten 20 Jahren meines Lebens war dieses Konzept Hilfe einfach nicht da. Ein Leerraum, ernsthaft, nada, niente, nix, nicht ansatzweise ein Gedanke, den ich denken konnte.

Tja, jetzt bin ich etwas erschöpft und ich frage mich, was es sonst noch wichtiges zu sagen gibt.

Ach ja, wer Lust hat, meine Kindheit nachzufühlen, mag den Roman "Todeshauch" von Arnaldur Indriðason lesen, Originaltitel "Grafarþögn", übersetzt mit Totenstille, Grabesschweigen. Dazu gäbe es vielleicht was zu schreiben. Es muß reichen, daß mich die Parallelität entsetzt hat, und auch zum Weinen gebracht.

Aaaaaber: es geht überhaupt nicht ansatzweise um Mitgefühl, Mitleid oder Affekthascherei in irgendeiner Weise. Es geht um praktische Entwicklung. Ich möchte und muß vorankommen. Mein ureigener innerer Nazi sagt mir, es ist so dringlich, daß ich sogar versuche, smooth zu sein, locker zu bleiben. Disziplin gerne, aber schön locker bleiben, und mal die ganzen Zwanghaftigkeiten sein lassen, die eh nur zum Zusammenbruch führen.
Ich möchte mein Leben auf einem Resthof im Münsterland beschließen, Tierhaltung: Rinder und Schweine für die Gesellschaft, Kaninchen, Hühner, vielleicht auch Tauben, die dann auch für den Teller, Pflanzenpflege auf jeden Fall auch für den Teller. Und so weiter. Alles ohne Monokultur.

Dazu habe ich ein Projekt auf gofundme.com gestartet und einen artikelt für rubikon.news geschrieben, auf dessen Veröffentlichung ich noch warte. Um die Neugierde anzuregen :-), sei der Titel verraten: "Der Geist der Katharer."

Egal, ich schließe hier ab und verbleibe mit der Hoffnung, nicht allzu viel Unmut erregt zu haben.

Nachtrag: in diesem Blog geht es natürlich darum, für mich konstruktive Regelmäßigkeiten zu entwickeln.

Also:

Schlaf: mit Unterbrechung von 23:30 bis 06:29 ca 6 Stunden.

Frühstück: ein Kaffee mit Hafergetränk, einem Teelöffel Kristallzucker, mit Pfeffer und Muskat gewürzt.
Später: Haferbrei, Instantflocken, zwei Eßlöffel Gelatine, zwei Löffelchen Propionat, ein Eßlöffel Kristallzucker, zwei Eßlöffel Rosinen, ein Eßlöffel gehackte Mandeln, eine Handvoll gehackte Walnüsse, angerührt mit Hafergetränk.

Ich würde Xylit anstelle des Kristallzuckers nehmen, ich habe aber meine Vorräte noch nicht entsprechend aufgefrischt.

Körperliche Übung: 36 Minuten,
Autogenes Training: insgesamt 40 Minuten

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Kommentare

  • 14:00 zwei Salatgurken gegessen.

    Tagesabschluß:

    16:00 - 20:00 unterwegs, spaziergangähnlich, Einkauf, mir tun die Füße immer noch weh, ich brauche für meine Hohlfüße neue Einlagen.

    20:00 Uhr Nachtmahl: drei Scheiben Toast, üppig Butter, drei Scheiben Emmentaler, eine Honigmelone, etwas Käse, ein Glas Heidelbeerwein,
    jetzt gleich noch ein kleines Baiser-Ei.

    Als intellektuelle Übung: eine Haßnachricht an rewe geschrieben, weil mich die gestiegenen Butterpreise überfordert haben, von 1,65€ auf 2,09€. Das ist natürlich in gewissem Sinne vollständige Energieverschwendung. Und dann doch wieder nicht. Ein Aspekt der Übung ist, nicht justiziabel zu formulieren. Das gelingt mir locker, aber sie wissen exakt, was ich von Ihnen denke, auch wenn es bedeutungs- und folgenlos ist. Das sollten mehr Leute machen, ihre Gefühle trocken und sachlich zu äußern: "Ich verabscheue Sie!" :-)). Ein weiterer Aspekt ist eben, sich zu äußern. Alles, was man nicht sagt, runterschluckt, steht im Verdacht einen dicken Hals und Bluthochdruck zu verursachen. Meiner liegt bei 80/120 :-).

    Übung: stehend im Reiterstand, Armbewegung nach vorne, vier Variationen, insgesamt 160 Wiederholungen, Oberkörper mit ausgestreckten Armen nach links und rechts gedreht, vier Variationen, insgesamt 160 Wiederholungen, Zeitaufwand vielleicht zehn Minuten. Das werde ich noch genauer erfassen.

    Gute Nacht

  • Ich fürchte REWE ist die falsche Adresse. Das sind die Spätfolgen der Lockdowns und das Zusammenbrechen der westlichen Gesellschaftsordnung. Das wiederum müssen wir uns alle selbst auf die Fahnen schreiben.

  • In unserer Mensa sind die Essenspreise ebenfalls angestiegen. Corona hat Geld gekostet, der Ukraine-Krieg kostet auch Geld, die Energiewende kostet Geld, die Digitalisierung kostet Geld.
    Am Ende zahlt es der Bürger (wer sonst, wir bezahlen ja den Staat und alles was er so verzapft).

  • Hiho, Tyler,

    genau das ist eben das, was diese Eliten nicht wirklich realisieren. Die Allgemeinheit bezahlt immer alles, und das ist kein Konstrukt. Die Deutsche Bahn, die mich auch immer besonders ärgert, zum Beispiel bezahlt alles, aber auch wirklich alles, von den Fahrtkosten, die die Allgemeinheit leistet. Im Grunde sollte sie meiner Meinung nach Besitz der Allgemeinheit sein. Und sie schaffen es überhaupt nicht, bei all den Modernisierungen, die viel kosten, richtig behindertengerecht zu sein. Unglaublich.

  • Start in den Tag:

    Unvollständig:

    Kein AT, lediglich drei Sätze Pumpen (auf dem Rücken liegend Beine hoch zum rechten Winkel und runter, ein mal vierzig Wiederholungen, zwei mal 30 Wiederholungen, mit leichten Anspannungsübungen vor, zwischen und nach den Sätzen.

    Gefrühstückt wird gleich mäßig und in Eile, weil ich zum Orthopäden muß.

    Cu

  • @Sascha schrieb:
    Ich fürchte REWE ist die falsche Adresse. Das sind die Spätfolgen der Lockdowns und das Zusammenbrechen der westlichen Gesellschaftsordnung. Das wiederum müssen wir uns alle selbst auf die Fahnen schreiben.

    Sascha, das habe ich gerade erst gesehen. Ja, das ist wohl so, ist aber auch ein langes Thema. Ich weiß, daß meine e-mail auf jeder Ebene vergebens ist.

    Aber ich möchte dennoch Signale setzen. Für mich, für Gleichgesinnte.

    Siehe Aspekt Verrohung der Gesellschaft, Spiritualität. Dazu später mehr.

  • @Phlynx schrieb:
    Hiho, Tyler,

    genau das ist eben das, was diese Eliten nicht wirklich realisieren. Die Allgemeinheit bezahlt immer alles, und das ist kein Konstrukt. Die Deutsche Bahn, die mich auch immer besonders ärgert, zum Beispiel bezahlt alles, aber auch wirklich alles, von den Fahrtkosten, die die Allgemeinheit leistet. Im Grunde sollte sie meiner Meinung nach Besitz der Allgemeinheit sein. Und sie schaffen es überhaupt nicht, bei all den Modernisierungen, die viel kosten, richtig behindertengerecht zu sein. Unglaublich.

    Wenn es so eine Elite gibt dann ist sie sich dessen bewusst.
    Ging mir in dem Beispiel von mir auch darum, dass es aus meiner Sicht nicht nur die Butter ist und das sich Preise meiner Meinung in allen Bereichen erhöhen werden = Lebensstandard in Deutschland wird insgesamt sinken. Das ganze sehe ich als unausweichbare Konsequenz der Vergangenheit. Wer jetzt hier wie genau Schuld/ Verwantwortung trägt ist mir aktuell nur bedingt wichtig. Für mich ist der Blick nach vorne wichtiger und der Blick in die Vergangenheit ist für mich nur dafür da um aus ihnen zu lernen um es in der Zukunft besser zu machen.

  • Nachtrag zum Morgenablauf:

    Unterwegs einen Apfel gegessen, der Kiost hatte keine Brötchen, also gab es zum Kaffee ein Snickers. Man man man, das ging runter, hatte ich schon ewig nicht mehr. Ich esse auch diese Sachen mit mehr Aufmerksamkeit und langsamer, sorgfältiger Einspeicheln.

  • Anekdote

    Jeder Lesende sei ausdrücklich daran erinnert: er ist freiwillig hier, ich möchte niemanden nerven, aber ich rede hier, wie es mir mein Zungenschlag eben ermöglicht. Und es geht überhaupt in keiner Weise um Affekthascherei. Jeder lebt praktisch und pragmatisch so, wie es ihm sein Möglichkeitenraum zuläßt. Dazu gehören natürlich auch die wirtschfaftlichen Notwendigkeiten.
    Das ist ein kleiner Vorlauf zum nächsten Vorlauf: ich sammele Flaschenpfand. Damit habe ich vor drei Jahren angefangen. Ich schaffe das leider nicht so kontinuierlich, wie es vielleicht gut wäre, aber es erleichtert mir das Leben enorm. Es löst auch die Blockaden, also die Handlungsblokaden, die bei mir regelmäßig entstanden sind, wenn das Geld gegen Ende des Monats aufgebraucht war. Ab auf die Couch, du kannst eh nichts machen. Das denkt man so nicht klar, aber man löst sich eben in Depression auf. Das passiert einfach nicht mehr. Ich kann immer was machen.

    Gestern habe ich also Flaschenpfand gesammelt, war mit Einkauf vier Stunden unterwegs, siehe oben. Es hat insgesamt länger gedauert, weil mich diese scheiß Butter wirklich durcheinandergebracht hat. Gegen Ende meiner Runde lief ich im U-Bahn-Schacht an jemandem mit Bierflasche vorbei. Er unterbrach seinen Gang, betrachtete mich so, daß ich ihn nicht ignorieren konnte und winkte mich zu sich. Ich dachte erst, er wolle mir seine Flasche als Pfand schenken. Die war aber noch halb voll, was ich ihm auch sagte. Das war aber nicht sein Anliegen. Er griff in sein Hosentasche, zückte sein Portemonnaie und suchte ein paar Münzen heraus. Das ist mir immer eigentlich unangenehm. Ich sammle Flaschen, weil ich für mein Geld was tue. Es gibt mir Struktur, Bewegung und eben auch ab und zu soziale Kontakte. Ganz flüchtiger Natur eben, aber eben auch nett und angenehm. Es ist ja nicht das erste Mal, daß mir so etwas geschehen ist. Ich habe also auch Übung darin, das annehmen zu können. Ich weiß auch nicht, die Leute wollen eben nett sein, und das kann ich dann quasi aus Höflichkeitsgründen nicht ablehnen. Eine soziale Interaktion höherer Ordnung fast schon.
    Dann hatte ich also dieses Geld in der Hosentasche, kam an bettelnden Punkies vorbei und dachte, gut, hier hast Du eine angemessene Verwendung für das Geld. Ein älterer, etwas schräg wirkender Mann redete auf sie ein, und ich hatte ganz leicht den Eindruck, sie wären schon etwas angenervt. Haben aber dennoch auch in seine Richtung gelächelt. Er unterbrach sich kurz, guckte mich an, ich grüßte freundlich mit "Hallo". Guckte die beiden Junx, oder jungen Männer, eher letzteres, aber wegen meines Alters werde ich leider manchmal etwas flapsig, alles unter 30 ist Junge oder Mädchen, sorry, an, holte pathetisch das Geld aus der Hosentasche und war erstaunt, 2,20€. Die machen das hier so: da sind beschriftete Becher aufgestellt: für Weed, für den Hund und noch zwei weitere Aspekt. "20 Cent sind für das Gras, 2€ für den Hund." So habe ich das dann in die entsprechenden Becher gelegt. Und bin weiter. Gedacht habe ich, dann hat es sich wenigstens für die beiden gelohnt. Das Geld verwenden sie eh, wie sie es brauchen, und die Tiere werden bei solchen Leute meistens eh als erstes versorgt.

    Ich weiß auch nicht. Wo ich schon dabei bin, der hier noch. In Bochum habe ich im langen Gang unter den Gleisen zum Service Point die Container durchsucht, kommt ein Gruppe betrunkener Männer an mir vorbei, während ich an einem Container stehe. Einer schaut mich erstaunt an: "Du siehst überhaupt nicht aus, als würdest Du betteln. Aber hier, nimm mal." Und drückt mir 2€ in die Hand. Ich war perplex und mußte schon erstaunt zurück lachen.

    Auch das ist Deutschland :-).

  • Insgesamt zum Tag:

    Ich war heute morgen nach knapp 5 1/2 Stunden mit leichten Kopfschmerzen wachgeworden.
    Der Besuch beim Arzt war anstrengend, ich habe zwei Spritzen in die rechte Schulter erhalten. Danach war der Schmerz erst einen halben Tag lang stärker. Jetzt beruhigt er sich und ich bin gespannt.

    Ich werde jetzt Dinkeltoast mit Matjes, drei Stück essen, vermutlich noch eine Honigmelone. Ich habe Reis vorgekockt, mal gucken, wie ich mich heute noch stopfe.

    In der Bochumer Kontaktstelle hatte ich noch ein Stück selbstgebackenen Kuchen gegessen, aber insgesamt war es mit dem Apfel und dem Snickers zu wenig und eher zwiespältig.

  • Start in den Tag

    AT insgesamt 44 Minuten.
    Gymnastik insgesamt 46 Minuten.

    Ich nenne das mal Gymnastik, Bettgymnastik - ich mußte heute Morgen Schmunzeln, als ich darüber nachdachte, nein, damit ist nichts Hormonelles gemeint. Ich mache diese Übungen halt im Bett. Ein Großteil besteht eben in gezielten Muskelanspannungen, Stimulierung der Lymphknoten in der Leistengegend, auf der linken Seite ist ja ein unzulängliches Herzäquivalent. So angedeutete Crunches, um die untere Wirbelsäule nicht über Gebühr zu verschleißen (3 Sätze in 3 Variationen, insgesamt 240 Wiederholungen). Mein Bett ist angeschrägt, auf der Kopfseite habe ich einen Holzbalken von 12cm Kantenlänge untergelegt, um nächtliches Sodbrennen zu entlasten (2006 war meine Speiseröhre übel verätzt, sollte ich mal wieder prüfen lassen :-( ). Deshalb sind die Pumpen etwas schwerer, ganz leicht.

  • Misanthropisches:

    Ich bin heute wachgeworden und hatte miese Laune, unangebracht miese Laune. Ich tue und mache, arbeite an meiner Disziplin, AT regelmäßig, Gymnastik regelmäßig, gehe raus, spazieren (Flaschenpfand sammeln), Esse extrem viel besser als jemals vorher in meinem Leben; viel Obst, am Gemüseanteil arbeite ich noch, Salatgurke geht erstaunlicherweise immer. Aber nichts bringt nachhaltigen Erfolg was die diffusen Schmerzen angeht, meinen Kopfdruck, meine Abgeschlagenheit - das alles ist eher negativ progressiv, es wird schlimmer. Sollte das wirklich psychogen sein, wie Freunde und meine Hausärztin meinen?
    Gut, meine Kindheit hat ein Schlachtfeld hinterlassen: trinkende Eltern, schlagender Vater, Todesfall eines älteren Bruders mit unangenehmen Zusammenhängen (da war ich 13 Monate alt), Zwangsentnahme einer älteren Schwester durch das Jugendamt, weil sie geschlagen worden ist und vielleicht auch sexuell mißbraucht, Zwangsprostitution der Mutter, meine Mutter hat eine Fraktur hinter der rechten Augenbraue, am linken Schulterblatt, eben viel Gewalt auf jeder Ebene, physisch, psychisch - Angst, das beherrschende Gefühl, Ödnis die vorherrschende Wahrnehmung, alles so anheimelnd wie leicht diesiges Herbstwetter.

    Aber nun gut, diese Chaos wird mich bis in das Sterbebett begleiten, aber bis dahin habe ich einiges vor.

    Ach ja, ich könnte Trost gebrauchen, werde ich so natürlich nicht bekommen, nun gut.

    Und nun ganz kurz zum wirklich Misanthropischen:

    Ich glaube zu wissen, was toxische Maskulinität ist, in mir selber und in anderen. Mein Nachbar unter mir ist einer mit der Ausstrahlung meines Vater, aber kleiner und dümmer, irgendwie albern, das Arschloch.
    Und glaubt mal, ich denke schon lange über die Gesellschaft nach. An Gewalt ist nichts zu entschuldigen, gegen Kinder und Frauen schon mal gar nicht. Dazu, also Gewalt gegen Kinder habe ich viel gelesen und gesehen. Ein Kernthema sind Kinderheimkinder.
    Ich selber habe fünf Jahre in einem katholischen Kinderheim hinter mir. Aber im Gegensatz zu dem, was man so als Vorurteil im Kopf haben mag, und was ich selber auch in der Zeit in anderen Kinderheimen gesehen habe, war das Raphaelhaus in Mülheim/Saarn vorbildlich, richtig vorbildlich. Schwester Roswitha und Frau Spilottro haben Tag für Tag gekocht, mein Gott, die Pizza war eine echte Belastung :-), jeden Tag gab es Obst, Pudding. Jahr für Jahr wurden die Möbel erneuert. Nun gut, es war eine Einrichtung der Thyssen-Krupp-Stiftung, es gab ein beaufsichtigendes Kuratorium. Es waren bis dahin die besten Jahre meines Leben. Aber ich war ein garstiges Kind und nicht in der Lage, das zu sehen. Egal. Kinderheimkinder, anderswo Verdingkinder genannt, bis in die 70er Jahre hinein waren die Zustände in Kinderheimen, Waisenhäusern gruselig, auch in Deutschland. Und die deutschen Regierungen schaffen es bis heute nicht, das korrekt aufzuarbeiten, wie in vielen Belangen.
    Wer dazu was prosaisch extremst gutes, trauriges, erschütterndes Lesen möchte: Schiffsmeldungen von E. Annie Proulx. Auf die Schnelle habe ich keine Rezension gefunden, die dem Roman gerecht wird.

    https://literaturzeitschrift.de/book-review/review442/

    Der Roman ist thematisch umfangreicher, als die Rezensionen wiedergeben. Die Knoten sind ein erzählerischer Rahmen, der zu der Landschaft gehört. Natürlich ist Qouyle die Hauptfigur, seine Entwicklung, seine Entblätterung. Aber dazu gehören eben auch viele gesellschaftskritische Betrachtungen, welche den Roman meiner Meinung nach exponieren. So wie die trockene, sachliche Schreibe von Frau Proulx, ein Stil der von Rechts wegen zu einem Mann paßt :-). Ich war insgesamt schwerst beeindruckt. Der Film dazu gefällt mir auch enorm gut, ich schaue ihn mir immer wieder mal an (ein alltime-favorit sozusagen), aber gegen den Roman stinkt er ab und wirkt verfälschend, aber Kevin Spacey und Julianne Moore :-), und auch Judi Dench, herrlich.

    Das war aber alles nur die Einleitung zu meinem misanthropischen Gefühl von heute Morgen:

    alle Welt sieht die physiche Gewalt und verurteilt sie zurecht. Was aber der Wahrnehmung entgeht, und zwar vollständig entgeht, ist all die psychische Gewalt, psychosoziale, mentale Gewalt, und darin sind meiner Meinung nach Frauen die wahren Meister. Dahlke spricht von der Schattenseite der Macht. Und in diesem Schatten stehen vor allem Frauen.
    Hauptopfer von physischer Gewalt sind entgegen aller medialen Wahrnehmung Männer. Die meisten Todesopfer physischer Gewalt sind männlich. Und das soll nichts entschuldigen, es geht immer noch um objektive Betrachtung.
    Immaterielle Gewalt ist so unendlich schwer zu erfassen, zu quantifizieren, aber sie ist effizient.
    Dazu gehört: die allererste Gewalt, die wir alle erleben, ist die Erziehung - so wie Du bist, bist Du nicht gut, so und so mußt Du sein (mit drei wollte ich nicht sprechen, ich war linkshändig, an beidem wurde extern gewerkelt :-( ).
    Alice Miller wagt die Hypothese, daß Jesus einer der ganz wenigen Mitmenschen war, die ausschließlich Liebe erfahren haben, unwahrscheinlich, aber mag es geben, und deshalb sei er so exponiert gewesen.

    Worauf ich hinaus möchte, und was der Kern meiner morgendlichen Gedanken war: wir müssen nicht nur die toxische Maskulinität wahrnehmen, sondern auch die toxische Femininität.

    So, und jetzt ab in den Tag, der Kaffee ist aus, ich habe beschlossen, programmatisch zu gammeln. Wenn das Leben mich beleidigt, beleidige ich zurück :-) (als Teil meines narzistischen Problemes ;-) ).

    Cu

  • Tagesabschluß

    14:00 Uhr Frühstück, 2 Mangos
    17:00 Uhr vorgekochter Reist, mit vorher gedämpften Brechbohnen aus der Tiefkühltruhe und Ei (Gemengelage aus drei Eiern, etwas Hafergetränk, Soyasauce, Salz, Chilipulver) angebraten
    20:00 Uhr zwei Äpfel, eine Mango, vielleicht 50 Gramm geröstete Nüsse, Mischung von rewe

    5 x GS (jeweils 3 Sätze Armbewegungen und Rumpfbewegungen wie geschildert)
    7 Sätze Anspannungsübungen vor der Glotze, Arschbacken und Bauchmuskeln gleichzeitig angespannt, vier Sätze 30 x anspannen und entspannen der Arschbacken bei dauerhaft angespanntem Bauch und abgelegten Oberkörper, 3 Sätze dauerhaft Arschbacken angespannt, Bauch angespannt, Oberkörper leicht aufgerichtet und bis 30 langsam gezählt, also weit mehr als 30 Sekunden.

    Ich weiß, daß letzteres noch abwegiger als die stehenden Übungen ist, aber es gibt mir schon das Gefühl, etwas zu tun. Erstaunlicherweise waren meine Ellbogen angenehm warm.

  • Start in den Tag

    5h Schlaf
    06:35 aufgewacht, bis 08:20 gedöst (in der Hoffnung, vielleicht noch etwas Schlaf zu bekommen)
    AT insgesamt 33 Minuten
    GL (Gymnastik liegend, also Bettgymnastik wie beschrieben) 51 Minuten

    Frühstück steht noch aus.

  • Allgemeines zur Befindlichkeit

    Ich bin zwar mit Kopfdruck und dem leichten Gefühl suboptimaler Befindlichkeit wachgeworden, aber insgesamt bin ich erstaunt. Die Abgeschlagenheitslähmung ließ sich handeln, die Verzweiflungswut war fast nicht existent.

    Zwei mal täglich nehme ich seit mehreren Tagen ein wenig Hafergetränk mit zwei Meßlöffeln Propionat und fünf Tropfen selbstgemachter Karrdetinktur zu mir. Das verursacht immer leichte Übelkeit. Die Karrdetinktur: selbstgepflückte Karrdewurzeln, leicht abgespült, getrocknet und abgeklopft habe ich ca. 1 Jahr lang in günstigem Wodka (mehr oder weniger vergessen :-( ) ziehen lassen. Karrde soll gegen Borreliose wirksam sein, zumindest extrazellulär. Aber wer weiß, vielleicht ist das, was ich mir da zusammengebraut habe, eher ungünstig. Es fühlt sich eher nicht so an.

  • bearbeitet 11. April

    Ernährung (Nachtrag zum 10.04.2022)

    Frühstück:

    • vier Scheiben Toast mit Emmentaler, als Unterlage Pesto
    • Haferbrei: vier Eßlöffel Instantflocken, 2 Eßlöffel Kartoffelstärke, 2 Eßlöffel Gelatine, 1 Eßlöffel Zucker, 2 Eßlöffel gehackte Mandeln, 2 Eßlöffel Rosinen, 2 Meßlöffelchen Propionat, vielleicht 250ml Hafergetränk

    Abends:

    • drei Baisereier
    • eine Honigmelone
    • abends ca. 100ml Kräuterlikör
  • Start in den Tag

    06:14 aufgewacht nach 5 1/4 Stunden Schlaf mit einer Unterbrechung
    gedöst bis 07:52

    AT insgesamt 25 Minuten
    GL 42 Minuten

    Es folgen Haushalt, soziale Kontakte, etwas Zocken usw.

  • bearbeitet 13. April

    Ernährung

    Frühstück:

    • eine Scheibe Dinkeltoast mit Emmentaler und Pesto

    Abends (ab 20:44):

    • drei Baisereier
    • eine Scheibe Dinkeltoast mit Pesto
    • Eine Suppe aus pürrierten Karotten mit geröstetem Tomatenmark, Veggie-Hack aus Sonnenblumenkernen (zubereitet 300g), einer Gemüsezwiebel, angeröstet, Lauch angeröstet, zum Rösten verwende ich selbstgemachten Butterschmalz (Ghee). Dieses Ensemble bringt mehr als zwei Pfund auf die Waage. Ich habe barbarischen Hunger, so kurz vor dem Schlafen natürlich ein Debakel.
    • vier Spiegeleier, einseitig angebraten, Eigelb flüssig.
  • Start in den Tag

    05:22 aufgewacht nach 5h Schlaf mit einer Unterbrechung
    gedöst bis 07:31

    AT insgesamt 10 Minuten
    GL 40 Minuten

    Kontaktstelle, Flaschenpfand

    Ernährung

    Frühstück
    eine Scheibe Dinkeltoast mit Käse, Pesto
    zwei Äpfel

    Mittag
    ein Teller Kartoffel-Eintopf mit Karotte, Broccoli, Mettendchen

    Abends:
    zwei Scheiben Käse
    drei Scheiben Dinkeltoast mit Butter, Pesto, Käse
    eine Honigmelone
    zwei Fruchtriegel

  • bearbeitet 13. April

    Start in den Tag (13.04.2022)
    01:35 aufgewacht nach 2h Stunden Schlaf und leider nicht wieder eingeschlafen.
    Gedöst, einfaches AT bis 07:43

    AT insgesamt 10 Minuten
    GL 29 Minuten

    09:00 psychosozialer Termin
    Flaschenpfand gesammelt von 10:30 bis 18:00, zwischendurch Kontaktstelle

    Nachtrag zu vorgestern:
    Ich stand bei Trinkgut am Pfandautomat, ein Automat weiter stand eine junge Frau und warf ebenfalls ein. Anscheinend war sie genervt von der Routinetätigkeit und schenkte mir den Rest, das was sie nicht mehr einwerfen wollte; das waren 10,75. Mein Glück ist mir teilweise unangenehm.

    Nachtrag zu gestern:

    Bodybuilding für Arme: ich habe eine Freundin von ihrer Pflegeeinrichtung in die Kontaktstelle gebracht, wo wir gekniffelt haben. Ich war so frei über openstreetmap org genau ausrechnen zu lassen wie lang die Strecke ist: 642 Meter mit 14 Metern Steigung, und die vor allem auf den letzten 200 Metern. Sie wiegt 140kg, bmi 50,3. Das ist vielleicht der Grund für die kurze Nacht, oder mit einer, dazu vielleicht noch das Wetter. Es war auf jeden Fall anstrengend.

    Ernährung

    11:00 zwei Äpfel, 50g getrocknete Bananen (gefriergetrocknet von DM)
    18:00 150g Nußmischung, geröstet, gesalzen, von rewe
    21:00 drei Scheiben Dinkeltoast mit Butter, Pesto, Emmentaler
    zwei Salatgurken.

  • Ich werde bis Montag einschließlich bei meiner Mutter sein. Die Rückfahrt wird am Ostermontagabend erfolgen, recht spät.

  • Dienstagmorgen (19.04.2022)

    Start in den Tag

    05:55 aufgewacht nach 6 1/4h Schlaf
    gedöst bis 08:06

    AT insgesamt 34 Minuten
    GL 44 Minuten

    Ernährung:
    Frühstuck:
    eine Stulle, zwei Mandarinen unterwegs

  • Forenintern

    Um Dinge persönlich zu kommentieren und keinen thread unangemessen zu kapern, nutze ich meinen blog.
    Zu Tyler Durden möchte ich einiges anmerken. Wohlbedacht, daß ich im Folgenden unschön klinge, aber niemanden im Persönlichen kritisieren oder gar angreifen wollte.
    Ich habe ja selber zehn Semester an der Uni in Bochum verbracht. Ich erinnere mich gerne an Aussagen wie "Ich studiere, damit ich mir später nicht die Hände schmutzig machen muß." oder "Laß mal stehen, dafür sind die Putzfrauen da." Ganz persönlich und supersubjektiv: ich würde unser gesamtes Bildungssystem wie es da steht auflösen und durch etwas sinnvolleres, besseres ersetzen. Die Allgemeinheit bezahlt ein System, sofern nicht Unternehmen die Kosten tragen, was ja immer häufiger der Fall zu werden scheint. Aber erst mal trägt die Allgemeinheit die Kosten, und wenn man die Wirtschaft etwas komplexer betrachtet, werden auch hier alle Kosten grundlegend durch die Allgemeinheit finanziert. Aber die Allgemeinheit bezahlt ein System, das Respektlosigkeit hervorbringt, elitäre Abfälligkeit in jede Richtung, überkommenes, anachronistisches, phylogenetisches Hierarchiedenken, das in einem positiv-transhumanistischen Sinne bewältigt werden müßte. So etwas verursacht viele überflüssige Kosten, so etwas braucht die Allgemeinheit nicht.
    „Wenn du ein Macher werden willst, mach was“.
    Wenn jemand ein Macher sein möchte, ist das vollkommen in Ordnung, solange er sich auf seinen eigenen Sandkasten beschränkt. Für die Allgemeinheit ist diese Attitüde eher aufdringlich und nervig. Mir braucht so ein Macher eher gar nicht zu kommen. Das merken die aber auch, so daß sie mich nicht nerven und ich nichts merke. Leute mit Gestaltungswillen, wie es in der Politik gerne propagiert wird, sollen sich mit ihrer Frau auseinandersetzen oder sonstwie privat beschäftigen. Diese Art von Aufdringlichkeit verursacht immer wieder viel Ungemach und gelegentlich auch richtiggehend leiden.
    Vielleicht ist die Erziehung eine gute Richtschnur dafür, welche Sachen man selbst Lernen sollte (was ich als Kind nicht gelernt habe, sollte ich dann irgendwann nachholen).
    Ich kann mir gut vorstellen, daß das, was ich jetzt schreibe, für die allermeisten weit außerhalb jeglichen Verständnisraumes ist, ich sage es dennoch: für mich gehört Erziehung abgeschafft. Zumindest so, wie wir sie bisher kennen und verstehen. Die Vorstellung, daß irgendjemand weiß, was ich wissen muß, was ich lernen muß, finde ich abstoßend und widerwärtig. Wie ich schon mal gesagt habe, frei nach Alice Miller, Erziehung ist die allererste Gewalt, der wir alle ausgesetzt werden. Wir werden systematisch deformiert. Und dann wundern sich die Leute, daß vor allem echte Soziapathen die Systeme nutzen, um sich nach oben zu beißen. Guck sich doch einer unsere Politiker an: empathielose Widerlinge, durch die Bank weg. Die Grundlage unserer Erziehung ist doch: so wie du bist, bist du nicht in Ordnung, du muß geformt werden, du mußt zur Anpassung gezwungen werden. Was ist das für eine Basis zur Entwicklung?

    So, nun habe ich mich genug hier ausgekotzt. Jetzt muß ich einem Freund möglichst schonend beibringen, daß ich mich gestern von ihm am Telephon ordentlich angekotzt fühlt habe. Ich denke gerade, das wird mir eher nicht konstruktiv gelingen. Diese Welt ist so scheiße und ich bin so klein.

  • bearbeitet 19. April

    Was wäre denn dein besseres Bildungssystem, wie sieht es aus, was macht es besser :smile: ?

    Ich behaupte mal, dass Selbstständige (zumindest die halbwegs erfolgreichen) oft Macher sind. Diese Macher schaffen dann z.B. Arbeitsplätze. Macher können auch viel gutes für ihr Umfeld tun (Wert in den diversten Formen (also auch materiell und immateriell)). Natürlich gibt es auch unter den Machern Arschlöcher die sich auf völlig falsche Themen konzentrieren, andere ausbeuten und übergriffig agieren. Aber das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun das es Macher sind, sondern das es Arschlöcher sind.
    Wie würde die Welt deiner Meinung nach aussehen, wenn es keine "Macher" gibt und jeder nur 9-5 arbeitet und danach nichts mehr macht?

    Erziehung fällt für mich in ein ähnliches Muster. Nähmlich Erziehung ist aus meiner Sicht grundsätzlich etwas gutes, weil Kinder einfach manche Sachen nicht wissen können. Zusätzlich fällt es für mich in den Bereich "Das Rad nicht neu erfinden". Eine einigermaßen ordentliche Erziehung spendet aus meiner Sicht deutlich mehr Nutzen als Schaden. Auch hier gibt es wieder Eltern/ Erzieher die sich wie Arschlöcher verhalten (bewusst oder mangels eigener Kompetenz). Dann hat es aber wieder was mit den Arschlöchern und nicht der Erziehung per Se zu tun.
    Was ist für dich die Alternative zur Erziehung?

  • bearbeitet 20. April

    Tyler, jetzt denke bitte nicht, daß ich meine Meinung für wichtig halte oder so, ok? Eine fundierte Bildung ohne humanistische, philanthropische Aspekte ist meiner Meinung nach wertlos. Guck es Dir doch an, was die Universitäten über die Jahrhunderte hinweg für Arschlöcher hervorgebracht hat. Kleinteilig also, das Lehrpersonal hat immer und umfassend Kontakt zu den Lehrenden, und wer im Negativen auffällt, muß autodidaktisch fortfahren.
    Eine Bewertung der sogenannten Macher ohne eine umfassende Bewertung dessen, was ihr Machertum mit sich bringt, ist imho unzulänglich. Meine Lieblingsbeispiele sind Jobs und Gates: sie werden ja gefeiert als die Heroen des Unternehmertums. Dabei sind ihre Betriebssysteme eine Zumutung, geistige Gefängnisse, unzureichend in ihrer Leistungsfähigkeit, vorsätzlich über Gebühr kryptisch, damit ja niemand umfassend Einsicht nehmen kann, ressourcenverschwendend. Ich finde Gates und Jobs abstoßend, auch sonstige als Heroen gefeierte Menschen wie Bezos. Diese Leute gestalten geistige Gefängnisse für ihre Mitmenschen. Entwicklungsfreiheit? Fehlanzeige. Aber ja doch, Herr Bezos entdeckt die Selbstachtsamkeit. Wie wichtig ist denn das? So wichtig, daß ich Spinner mich darüber ärgere und mir deshalb diese Lappalie merke.
    Die negativen Folgen des Machertum sind imho eine Folge übergeordneter systemischer Schwächen. Druck und Zwang als Grundlage können nur zu Fehlern führen. Solange nicht jeder freiwillig genau das leistet, was er kann, haben wir kein gutes System. Fremdbestimmung kann nur zu Spannungen führen.
    Und glaub' mal, ich gehöre zu denen, die auch beim Arbeiten für umfassende Freiheit sind. Ich habe in meinem Leben schon ausreichend gearbeitend auch über den normalen Arbeitstag hinaus. Das macht ma auch gerne, wenn man weiß wofür. Ich glaube, das macht so ziemlich jeder gerne, wenn er genau weiß wofür. Aber fremdbestimmt? Mit all den Schikanen, die das Standardarbeitsleben so mit sich bringt? Mit den üblichen sozialen Spannungen im Arbeitsleben? Mobbing? Ach ja, all das formt und stählt den Charakter, ja - ne. Ich meine es verzerrt und verformt den Charakter. Genau wie eben Erziehung.
    Erziehung fällt für mich in ein ähnliches Muster. Nähmlich Erziehung ist aus meiner Sicht grundsätzlich etwas gutes, weil Kinder einfach manche Sachen nicht wissen können.
    Genau da stehen wir tatsächlich diametral zueinander. Ich meine, Erziehung gehört sich nicht, Entwicklungsbegleitung wäre sinnvoller, Grenzen ziehen, einhalten und durchsetzen halte ich auch für richtig sinnvoll. Dieses partnerschaftliche Erziehungsmodell in den 90ern war eher ein Fehlschuß, genau wie die antiautoritäre Erziehung.
    Zusätzlich fällt es für mich in den Bereich "Das Rad nicht neu erfinden". Genau das, jeden Tag immer wieder, auf's Neue, immer wieder. Jeden Tag frisch, frisch an's Werk und jeder Tag ist ein Abenteuer. Diese Attitüde, das machen wir so, weil wir's immer so gemacht haben, hat doch etwas zombieeskes an sich, Gruft, Moder, Staub und Gestank.
    Eine einigermaßen ordentliche Erziehung spendet aus meiner Sicht deutlich mehr Nutzen als Schaden. Das sehe ich einfach anders. So wie die Standarderziehung gehandhabt wird, verursacht sie Selbstfremdheit.
    Und das ist eines der Hauptprobleme unserer Gesellschaften, gerade der deutschen Gesellschaft: diese Fremdbestimmung, zumindest meiner unmaßgeblichen Meinung zufolge, die immer wieder Traumata verursacht.

    Leistung kann nur gut sein, wenn sie freiwillig erfolgt. Alles andere ist imho Müll. Ich halte unsere Gesellschaft, überspitzt gesagt, für Müll.
    Dieser Drang vieler, gerade eben auch universitär unterstützt, was besseres sein zu wollen als die anderen, ist eben schwierig, dieser Leistungsgedanke ist schwierig. Alles, was diese unsere Gesellschaft ihren Mitgliedern propagandamäßig aufdrückt, ist schwierig. Die sportlichen Leistungen irgendwelcher Freaks? Fußball? Was geht mich das an? Wichtig kann mir nur meine ureigene Leistung sein. Morgens in den Tag, frisch und freiwillig und gut ist.
    Dieses ganze Gewese um die sogenannten Leistungsträger halte ich für befremdlich. Das verschleiert, daß jeder was leistet, und auch viel mehr leisten kann, als es dieses System ermöglicht. Ganz subjektiv halte ich dieses System für eine Leistungsbremse. Wirkliche Freiheit gibt es nicht und eine halbwegs erträgliche Annäherung an die Freiheit gibt es nur für die hierarschisch entsprechend positionierten.

    Tyler, und verzeih' mir bitte die Vertraulichkeit dieser Anrede: wir brauchen mehr Freiraum für jeden. Zurück zu Dir: Dein Studium umfaßt einfache und schwierige Fächer? Einen engen Handlungsraum - anders formuliert einen hohen Lernzwang? Wozu denn das? Damit Du demonstrieren kannst, daß Du Dich ordentlich anpaßt? Damit Du zeigen kannst, daß Du eine gute Verwertbarkeit für die Wirtschaft für als akzeptabel betrachtest? Und da habe ich nicht aufgepaßt, was studierst Du? Wenn ich das erfahren darf? Das klingt so nach BWL (Bewußtes Wirtschaftsorientiertes Lügen).
    All diese Pseudoinnovationen, die verschleiern, daß es nur um Konditionierung geht. Signal A => Reaktion B, Reiz-Reaktionsschema einer Amöbe. Konditionierung für den Pöbel, damit er nicht frei denken kann, nicht fordern kann.

    Entschuldige bitte, ich zeige mich hier überflüssig verbittert. Bin ich aber nicht, zumindest nicht ganz so extrem. Ich werde das System nicht ändern, nicht bewegen. Und das ist auch gut so. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder mitmachte, mitgestaltete ;-).

    Cu

  • bearbeitet 20. April

    Ernährung

    Frühstück:
    ein Kaffee mit Hafergetränk und einem Teelöffel Xylit
    Zwei Mandarinen

    0,5l Apfelsaftschorle

    Mittagessen
    eine Rindsroulade, zwei Kartoffeln, ein wenig Rotkohl (aufgewärmte Reste)

    Abendbrot
    vier Scheiben Dinkeltoast mit Käse

    ca. 100ml Mandarinensaft
    ca. 200ml Mandarinensaft mit 400ml Wasser verdünnt

    Nachtrag

    über den Tag verteilt insgesamt ca zehn halbe Walnüsse
    vor dem Schlafen fünf halbe Walnüsse, ca 100ml Mandarinensaft, Tabletten (Triumeq, fünf Bierhefe)

  • bearbeitet 20. April

    Start in den Tag
    05:49 aufgewacht nach 5 1/4h Schlaf
    gedöst bis 06:14

    Ich fühle mich halbwegs zum kotzen, Druck im Kopf, recht starkes Sodbrennen. Mal gucken, wie ich durch den Tag kommen, möglicherweise muß ich ausnahmsweise mit Maaloxan und Heilerde arbeiten. Den Kaffee gerade sollte ich vernünftigerweise auch nicht trinken. Daran merke ich, daß der gestrige Tag schwierig und anstrengend war. Mein Entwicklungsbedarf ätzt mich eben an :-(. Die Triumeq habe ich zu spät eingenommen, das stört den nächtlichen Stoffwechsel. Vielleicht gibt es einen Wetterumschwung, der mich belastet. Es sah gerade noch nach schlechtem Wetter aus, aber jetzt sieht es echt super aus.

    Mal gucken.

    Vielleicht sollte ich erwähnen, daß ich nach heftigstem depressivem Geschehen seit 2003 ungefähr ab 2006 psychosoziale Hilfe in Anspruch nehme.
    Die Leute denken vielfach immer noch, Psychotherapie, Betreuung sei etwas für Verrückte. Das ist im Rahmen des Möglichen, aber lange nicht immer der Fall. Hilfe suchen können ist ein Teilaspekt gesunden Verhaltens.

    Und jetzt geht es weiter im Text.

    Postskriptum:

    Damit ich bis 09:00, dem heutigen Betreuungstermin einiges geschafft bekomme, Abwasch, Kühlschrank auswischen, verzichte ich mein Standardprogramm. Flexibilität heißt die Devise.

  • @Phlynx schrieb:
    Tyler, jetzt denke bitte nicht, daß ich meine Meinung für wichtig halte oder so, ok? Eine fundierte Bildung ohne humanistische, philanthropische Aspekte ist meiner Meinung nach wertlos. Guck es Dir doch an, was die Universitäten über die Jahrhunderte hinweg für Arschlöcher hervorgebracht hat. Kleinteilig also, das Lehrpersonal hat immer und umfassend Kontakt zu den Lehrenden, und wer im Negativen auffällt, muß autodidaktisch fortfahren.

    Ich habe dich jetzt nicht als selbstgefällig wahrgenommen und selbst wenn, man kann sich ja trotzdem austauschen :smiley: :smile: .
    Ich bin sofort bei dir, wenn es darum geht auch moralische und ethische Aspekte ins Studium mit reinzubringen!

    Eine Bewertung der sogenannten Macher ohne eine umfassende Bewertung dessen, was ihr Machertum mit sich bringt, ist imho unzulänglich. Meine Lieblingsbeispiele sind Jobs und Gates: sie werden ja gefeiert als die Heroen des Unternehmertums. Dabei sind ihre Betriebssysteme eine Zumutung, geistige Gefängnisse, unzureichend in ihrer Leistungsfähigkeit, vorsätzlich über Gebühr kryptisch, damit ja niemand umfassend Einsicht nehmen kann, ressourcenverschwendend. Ich finde Gates und Jobs abstoßend, auch sonstige als Heroen gefeierte Menschen wie Bezos. Diese Leute gestalten geistige Gefängnisse für ihre Mitmenschen. Entwicklungsfreiheit? Fehlanzeige. Aber ja doch, Herr Bezos entdeckt die Selbstachtsamkeit. Wie wichtig ist denn das? So wichtig, daß ich Spinner mich darüber ärgere und mir deshalb diese Lappalie merke.
    Die negativen Folgen des Machertum sind imho eine Folge übergeordneter systemischer Schwächen. Druck und Zwang als Grundlage können nur zu Fehlern führen. Solange nicht jeder freiwillig genau das leistet, was er kann, haben wir kein gutes System. Fremdbestimmung kann nur zu Spannungen führen.
    Und glaub' mal, ich gehöre zu denen, die auch beim Arbeiten für umfassende Freiheit sind. Ich habe in meinem Leben schon ausreichend gearbeitend auch über den normalen Arbeitstag hinaus. Das macht ma auch gerne, wenn man weiß wofür. Ich glaube, das macht so ziemlich jeder gerne, wenn er genau weiß wofür. Aber fremdbestimmt? Mit all den Schikanen, die das Standardarbeitsleben so mit sich bringt? Mit den üblichen sozialen Spannungen im Arbeitsleben? Mobbing? Ach ja, all das formt und stählt den Charakter, ja - ne. Ich meine es verzerrt und verformt den Charakter. Genau wie eben Erziehung.

    Mir ist aufgefallen, dass "Macher" nicht definiert wurde. Nachher reden wir nicht über das gleiche und diskutieren aneinander vorbei.
    Ein "Macher" ist für mich jemand der einen hohen Output hat und wenig rumpimmelt/ chillt. Z.B. der Familienvater der neben dem Job ausreichend Zeit mit der Familie verbringt, trotzdem in einem gewissen Umfang Sport macht um sich fit zu halten und sich ehrenamtlich betätigt, sich weiterbildet usw. Ich verbinde mit einem "Macher" einen arbeitssamen Menschen. Worein diese Arbeit fließt ist zu diskutieren. Bezos, Gates und Jobes sind mindestens fragwürdige Personen, da sind wir uns einig. Sascha und Joseph Bartz würde ich beide als Macher bezeichnen, da beide einen arbeitssamen Lebensstil pflegen. Bei beiden gibt es viel kostenlosen, oder günstigen Content der Menschen einen unheimlich großen Nutzen spenden kann.
    In erster Linie arbeitet man, um sich sein Leben leisten zu können. Es gibt viele langweilige und eintönige Jobs, die aber gemacht werden müssen, damit gewisse Dinge funktionieren. Im Optimalfall hat natürlich jeder einen Job in dem er voll aufgeht und seine Talente ausüben/ weiterbilden kann.

    Erziehung fällt für mich in ein ähnliches Muster. Nähmlich Erziehung ist aus meiner Sicht grundsätzlich etwas gutes, weil Kinder einfach manche Sachen nicht wissen können.
    Genau da stehen wir tatsächlich diametral zueinander. Ich meine, Erziehung gehört sich nicht, Entwicklungsbegleitung wäre sinnvoller, Grenzen ziehen, einhalten und durchsetzen halte ich auch für richtig sinnvoll. Dieses partnerschaftliche Erziehungsmodell in den 90ern war eher ein Fehlschuß, genau wie die antiautoritäre Erziehung.
    Zusätzlich fällt es für mich in den Bereich "Das Rad nicht neu erfinden". Genau das, jeden Tag immer wieder, auf's Neue, immer wieder. Jeden Tag frisch, frisch an's Werk und jeder Tag ist ein Abenteuer. Diese Attitüde, das machen wir so, weil wir's immer so gemacht haben, hat doch etwas zombieeskes an sich, Gruft, Moder, Staub und Gestank.

    Aber bei manchen Sachen ist "Das Rad neu erfinden" sehr kostspielig, im Sinne von es kann krasse Konsequenzen geben. Z.B. muss ein Kind nicht selbst herausfinden, dass Tollkirschen giftig sind, oder sich eine Lungenentzündung einfangen kann, wenn es im Winter ohne Jacke draußen spielt. Je nach Entwicklungsstufe des Kindes ist einfach die Weitsicht nicht vorhanden.
    Was verstehst du unter Entwicklungsbegleitung? Wie sieht das konkret aus?

    Eine einigermaßen ordentliche Erziehung spendet aus meiner Sicht deutlich mehr Nutzen als Schaden. Das sehe ich einfach anders. So wie die Standarderziehung gehandhabt wird, verursacht sie Selbstfremdheit.
    Und das ist eines der Hauptprobleme unserer Gesellschaften, gerade der deutschen Gesellschaft: diese Fremdbestimmung, zumindest meiner unmaßgeblichen Meinung zufolge, die immer wieder Traumata verursacht.

    Was wäre die besser Alternative aus deiner Sicht (Entwicklungsbegleitung von oben?)?

    Leistung kann nur gut sein, wenn sie freiwillig erfolgt. Alles andere ist imho Müll. Ich halte unsere Gesellschaft, überspitzt gesagt, für Müll.

    Wenn jemand dazu gezwungen wird ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen und damit eine unfreiwillige Leistung zu erbringen ist es Müll?

    Dieser Drang vieler, gerade eben auch universitär unterstützt, was besseres sein zu wollen als die anderen, ist eben schwierig, dieser Leistungsgedanke ist schwierig. Alles, was diese unsere Gesellschaft ihren Mitgliedern propagandamäßig aufdrückt, ist schwierig. Die sportlichen Leistungen irgendwelcher Freaks? Fußball? Was geht mich das an? Wichtig kann mir nur meine ureigene Leistung sein. Morgens in den Tag, frisch und freiwillig und gut ist.
    Dieses ganze Gewese um die sogenannten Leistungsträger halte ich für befremdlich. Das verschleiert, daß jeder was leistet, und auch viel mehr leisten kann, als es dieses System ermöglicht. Ganz subjektiv halte ich dieses System für eine Leistungsbremse. Wirkliche Freiheit gibt es nicht und eine halbwegs erträgliche Annäherung an die Freiheit gibt es nur für die hierarschisch entsprechend positionierten.

    >
    Das sehe ich anders. Man kann auch sagen, das man einen gewissen Input leistet und damit zufrieden ist. Dann ist die hierarschiche Position nur ein Nebenprodukt.

    Tyler, und verzeih' mir bitte die Vertraulichkeit dieser Anrede: wir brauchen mehr Freiraum für jeden. Zurück zu Dir: Dein Studium umfaßt einfache und schwierige Fächer? Einen engen Handlungsraum - anders formuliert einen hohen Lernzwang? Wozu denn das? Damit Du demonstrieren kannst, daß Du Dich ordentlich anpaßt? Damit Du zeigen kannst, daß Du eine gute Verwertbarkeit für die Wirtschaft für als akzeptabel betrachtest? Und da habe ich nicht aufgepaßt, was studierst Du? Wenn ich das erfahren darf? Das klingt so nach BWL (Bewußtes Wirtschaftsorientiertes Lügen).
    All diese Pseudoinnovationen, die verschleiern, daß es nur um Konditionierung geht. Signal A => Reaktion B, Reiz-Reaktionsschema einer Amöbe. Konditionierung für den Pöbel, damit er nicht frei denken kann, nicht fordern kann.

    Dann habe ich ja nochmal Glück gehabt, dass die andere Hälfte des Studiums aus Informatik/ Writschaftsinformatik Fächern besteht :wink: :smiley: (studiere Wirtschaftsinformatik).
    Die einzelnen Fächer meines Studiums erfüllen für mich verschiedene Zwecke. Es gibt Fächer mit dennen ich Einblicke in potentielle Arbeitsfelder gewinne, es gibt die Fächer bei denen ich einfach nur das Fach bestehen will, es gibt die Fächer die fachliches und oder persönliches Wachstum ermöglichen.
    Mathe ist z.B. eine Sache bei der ich sage, dass ich es höchst wahrscheinlich nicht in meinem späteren Job brauchen werde (zumindest nicht in dem Umfang wie es die Uni verlangt). Aber Mathe ist für mich ein Super Tool um Konzentration und Frustrationstoleranz zu erlernen. Man kann ganz schnell eine Matheaufgabe bekommen, wo man erstmal gar nicht checkt worum es überhaupt geht, geschweige denn wie man diese löst. Wenn man hier direkt zu macht und sich sagt "Ich kann das nicht/ Ich will das nicht", dann kann man dieses Fach nicht bestehen. Sich durchbeißen zu können und auf Sachen einzulassen ist für mich eine gute und wichtige Charaktereigenschaft, die ich in diesem Umfang nicht gelernt hätte, wenn ich nach meiner Ausbildung nicht noch studiert hätte.
    Die reinen BWL-Fächer wo es oft darum geht Bulemie-Lernen zu betreiben finde ich extrem fragwürdig. Am Ende kann ich diese Inhalte immer noch nachschauen, wenn diese relevant werden. Aber ein Grundverständnis dafür wie die Unternehmen funktionieren ist in vielen Jobs hilfreich (auch im Privatleben), unabhängig davon ob man die aktuelle Wirtschaftsform befürwortet, oder ablehnt.
    Am Ende soll ich mit meinem Studium breit aufgestellt sein, um damit diverse Jobs ausüben zu können und meiner Meinung nach lernt man im Studium auch viele Sachen die für viele Jobs nicht relevant sind, aber durch das Studium ist man in der Lage sich die relevanten Sachen selbst beizubringen.

    Entschuldige bitte, ich zeige mich hier überflüssig verbittert. Bin ich aber nicht, zumindest nicht ganz so extrem. Ich werde das System nicht ändern, nicht bewegen. Und das ist auch gut so. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder mitmachte, mitgestaltete ;-).

    Cu

  • bearbeitet 21. April

    Ich habe dich jetzt nicht als selbstgefällig wahrgenommen und selbst wenn, man kann sich ja trotzdem austauschen :smiley: :smile: .
    Ich bin sofort bei dir, wenn es darum geht auch moralische und ethische Aspekte ins Studium mit reinzubringen!

    Ganz ganz herzlichen Dank. Austausch ist immer für jeden 1000%ig unerläßlich. Wir können nur Mensch sein durch einen menschlichen, sozialen Kontext. Dazu gibt es ganz gruselige Experimente zum Beispiel in der Renaissance.

    Ich habe heute beim Sammeln darüber nachgedacht. Für den Umstand, daß irgendetwas für Dich schwer ist, gibt es zwei mögliche Grundlagen: Du bist nicht ausreichend befähigt, den Eindruck habe ich von Dir tatsächlich nicht, oder das Gesamtsetting stimmt nicht. Zum Gesamtsetting gehören richtig viele Faktoren, die ich nicht unbedingt vollständig erfassen kann: Lebensführung, mußt Du jobben? Wer zahlt die Miete, das Essen? Druck, Leistungsdruck ist in sich schon ein leistungsminderndes Negativum. Hast Du ausreichend Sozialkontakte? Hast Du ausreichend guten Sex? Therapeutische Sitzungen dauern nicht ohne Grund mindestens 45 - 50 Minuten, das sollte für Sex auch gelten :) <3 . Was gibt es an störenden sonstigen Faktoren?
    Ein guter universitärer Kontext bietet einen vollkommen streßfreien Raum. Der Studierende soll richtig gerne lernen, studieren, in genau der Zeit, der er braucht, damit der Output für die Gesamtheit im Anschluß oder vielleicht schon begleitend, optimalstens ist.

    Mir ist aufgefallen, dass "Macher" nicht definiert wurde.

    :D Hihihi :D , das ist mir beim sinnierenden Sammeln auch aufgefallen. Und ich war mir sicher, daß wir gar nicht so weit auseinanderliegen. Als organische, biologische Systeme sind wir unfähig, nichts zu machen. Untätigkeit liegt nicht in unserer Natur. Das Denaturieren auf der Couch mit Chips im Mund vor der Glotze ist ein systemischer Unfall, vielfach Folge von psychischen Erkrankungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen Und so.
    Und ja, auch ich denke, das Machen gehört dazu und ist zwingend notwendig. Wir sind darauf ausgelegt ständig in Aktion zu sein, ursprünglich Sammeln und Jagen. Dann kam das Herstellen und Zubereiten dazu. Und mit der Spezialisierung begann dann auch die Fehleranhäufung immer größerer Systeme. Aber das ist ein komplexeres Thema.
    Meine Maxime: "Das eigene Machen darf das Machen anderer nicht einschränken".
    Ganz persönlich zu mir: ich kann Ideen entwickeln und absondern wie ein Elefantenbulle Kacke. Aber mir fehlt jeglicher Vorlauf, der mir die Realisierung ermöglichte. Vitam B, connections, bonding - alles vollständig Fehlanzeige. Daß ich mir notwendige Kompetenz kaufe ist in Ermangelung finanzieller Masse nicht möglich. Und deshalb erlebe ich unsere Gesellschaft als Behinderung. Viele guten Ideen können nicht realisiert werden. Viele Produkte verschwinden durch Marktmechanismen, durch geschicktere Mitbewerber. Das alles ist fehlerhaft.

    In diesem Zusammenhang zwei wichtige Gedankengänge zusammenhangsfrei hineingewerkelt:
    Hierarchie ergibt sich immer. Das gehört leider auch zur Natur des Menschen als Abkömmling schimpansenähnlicher Lebenwesen. Muß ja auch nicht schlecht sein. Aber wir müßten unsere Hierarchie eben auch von unten aktiv mitgestalten. Wie die Benediktiner es machen: die Brüder wählen ihren Abt (wenn ich das zutreffend memoriert habe).
    Geld ist eine soziale Konvention und Kosten sind eine Illusion. Und das sage ich als ehemaliger Buchhalter.
    Ein Negativum unserer Gesellschaft ist eben, daß Individuen bei ihrem Kampf in der Hierarchie nach oben Leichen hinter sich lassen. Das führt eben dazu, daß sich in der sogenannten haute volée Unsympathen tummeln, im Kern verdorbene Mitmenschen.
    Eine Gesellschaft sollte so frei sein, daß jeder das leistet, was er leisten kann und möchte.
    Die Notwendigkeit zur Spezialisierung ist auch eine kritisch zu betrachtende Illusion. Ja, es gibt Fähigkeitenmaxima. Aber die Existenz eines Einsteins muß doch nicht bedeuten, daß jeder andere die Beschäftigung mit Physik bleiben läßt - als Beispiel zur Verdeutlichung. Weil es einen Bocuse gibt, muß ich doch nicht auf das Kochen verzichten.

    Aber bei manchen Sachen ist "Das Rad neu erfinden" sehr kostspielig, im Sinne von es kann krasse Konsequenzen geben. Z.B. muss ein Kind nicht selbst herausfinden, dass Tollkirschen giftig sind, oder sich eine Lungenentzündung einfangen kann, wenn es im Winter ohne Jacke draußen spielt. Je nach Entwicklungsstufe des Kindes ist einfach die Weitsicht nicht vorhanden.
    Was verstehst du unter Entwicklungsbegleitung? Wie sieht das konkret aus?

    Schau' mal, natürlich hast Du nicht unrecht, kannst Du nicht haben. Und um ganz genau zu sein: es ist auch völlig unerheblich, wie genau du den Vorgang der Förderung nennst, Erziehung, Entwicklungsbegleitung bezeichnest.

    Ich war nicht ganz sachlich, ehrlich zu Dir: wenn ich Dich schon in Bezug auf genaue Informationen nerve, sollte ich das selber auch leisten. Mein versuchtes Studium war das der Psychologie. Die ersten vier Semester habe ich auch sachgerecht, teilweise gut bis sehr gut benotet, studiert, aber am Vordiplom bin ich einfach gescheitert. Physiologie und Methodenlehre, ich habe nicht die Fähigkeit, mich hinzusetzen und lernend durchzubeißen. Habe ich nie gehabt und daß ich das Abitur geschafft habe, ist ein mittleres Wunder - dafür hatte ich auch den viertschlechtesten Durchschnitt der Stufe. Nach dem Abitur habe ich die Höhere Handelsschule für Abiturienten besucht und abgeschlossen, eine Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten im Groß- und Außenhandel absolviert. Eine Umschulung zum Informations- und Telekommunikationssystemkaufmann habe ich aus psychogenen Gründen vergurkt und eine Sperre vom Arbeitsamt konnte ich vermeiden, weil ich geschickterweise eine schwere Lungenentzündung als Begründung anführen konnte. Die war auch tatsächlich da. Aber wichtig ist: mir fehlt der Mut, Referate vor unbekannten Menschen zu halten. Ich kann das einfach nicht. Da kommt es zu Blockaden. Und deshalb hatte ich diese Umschulung wohl innerlich abgeschlossen. Aber es gab zum Beispiel ein Fach, da war ich nicht einfach nur gut: Datenverarbeitung. Meine Lösungswege entsprachen exakt denen der Dozentin. Das hat mich sehr befriedigt, aber nicht ausgereicht.

    Und im Kern hat mich Erziehung, Bildung, Förderung von Mitmenschen immer sehr interessiert. Es gibt richtig schöne deutsche Filme aus der neueren Zeit, die man sich gut anschauen kann, um zu verstehen, warum es in Deutschland so desaströs aussieht. Die sogenannte "schwarze Pädagogik" wurde nie wirklich beendet.
    Und um jetzt genau auf Deine Frage einzugehen: das kann ich nur sehr oberflächlich. Dafür brauchst Du Spezialisten wie Gerald Hüther zum Beispiel, den ich sehr schätze:

    https://www.gerald-huether.de

    Oder Freerk Huisken, den ich fast noch mehr schätze.

    Erziehung muß zwingend gewaltfrei sein, auch ohne psychische Gewalt. Das ist eine Kunst. Wirklich nicht einfach, weil feststeht, daß junge Menschen immer Grenzen austesten. Vermutlich weil sie lernen müssen, sich selbst wahrzunehmen. Aber das geht. Und selbst wenn Dinge geschehen, die suboptimal sind, kann man sich immer zurücknehmen und entschuldigen. Kinder sind so ungeheuer flexibel und verzeihend.
    Entwicklungsbegleitung, ich bleibe für mich bei diesem Weg, kann nicht funktionieren ohne die hohe Kunst des Grenzensetzens. Und das verlangt auch richtig viel Stringenz vom Begleiter.
    Kinder als die perfekten autopoetischen Entitäten ( :) :) :) ) brauchen Reize. Immer wieder nette, sympathische, positive Reize. Und ich glaube, das kann man auch gut einsetzen um sie zum Abzulenken. Abzulenken von gewalttätigen Impulsen, die vermutlich die allermeisten Kinder eben auch haben. Reize, Vorbildsein, das sind imho die wichtigsten Elemente einer konstruktiven Begleitung. Und das ist echt eine Herausforderung. Das weiß ich aus vielen Gesprächen mit Freundinnen, die recht spät noch Mütter geworden sind.

    Schau' mal, und jetzt hole ich recht weit aus, aus meinem Phantastenhirn: auf facebook hatte ich bestimmte Kontakte, mein account ist gelöscht, die ich immer noch vermisse. Ein Kontakt hatte das Kernthema mobbing. Frieda Norka (ein Pseudonym https://ef-magazin.de/autor/frieda-norka/). Und deshalb habe ich sehr lange und intensiv darüber sinniert, wie ich eine Schule gestalten würde. Und jetzt wird es grob:
    Morgens treffen sich alle, Schüler und Bildungsmanager auf dem Schulhof und finden sich freiwillig zusammen. Die Schüler entscheiden sich alle frei zu dem, was sie lernen möchten. Und ich bin mir sicher, daß der Lernhunger von Kindern erschütternd gigantisch ist. Die sich bildenden Lerngruppen ermöglichen zielgenauer und umfassender ein Lernen, das vollständig von Druck und Zwang ist. Je älter die Kinder werden, desto intensiver werden sie selber in die Lernbegleitung eingebunden. Ich halte für sicher gegeben, daß das Lernen mit Menschen auf Augenhöher noch förderlicher ist. Aber das ergibt/ergäbe sich organisch. Wenn man auf Augenhöhe keine befriedigenden Antworten findet, wendet man sich an die Älteren. Niemand, aber auch gar niemand wird ausgeschlossen, und für jeden gibt es einen konstruktiven Weg.

    Das sehe ich anders. Man kann auch sagen, das man einen gewissen Input leistet und damit zufrieden ist. Dann ist die hierarschiche Position nur ein Nebenprodukt.

    Ich glaube, hier verstehe ich Dich nicht. Ein wenig meiner Gedanken zur Hierarchie habe ich oben niedergeschrieben.

    Und Tyler: ich beneide Dich schon etwas um Deine Stringenz. Ich habe ausreichend Ideen vorzustellen und ich könnte jemanden gebrauchen, der mir hilft/beibringt, einen businessplan zu entwerfen. Also auch eine Idee sachlich darzustellen. Wahrscheinlich werde ich hier beizeiten einen Ideenblog starten. Auf gofundme habe ich ein crowdfunding-Projekt gestartet, aber das ist nur eine Fingerübung, die ich loswerden mußte, schnell dahingeworfen, weil sie mir so wichtig ist, daß ich denke, sie muß vorgestellt werden, egal wie schlecht (nick: Phlynx; Projekt: Gewächshaus).
    Und wofür strenge ich mich jetzt mit 52 noch an? Noch ermöglicht mir die Gesellschaft, mich hängen zu lassen. Ich erzähle ein bißchen aus meiner Kindheit und alles ist gelaufen. In gewissem Sinne habe ich einen Jagdschein. Das mag ich aber nicht, ich glaube auch nicht an eine Rente mit 67 oder so. Die wird es im sachlichen schon geben. Aber mir erscheint das zu langweilig. Ich möchte bis an das Lebensende auf einem Resthof im Münsterland vor mich hinwerkeln. Gemüse- und Obstanbau in wirtschaftlich ausreichendem Maße, ein paar Rinder und Schweine zur Gesellschaft (geschlachtet wird nur zur Populationskontrolle, in freier Wildbahn überleben die Kindheit auch nur ausreichend Individuen zur Bestandssicherung und die älteren Individuen werden auch nach und nach getötet). Für den Teller, also auch programmatisch: Kaninchen, Hühner und Tauben (ich glaube, nur Tauben sind im Verhältnis Futter/Fleischertrag noch besser als Hühner). Aber mit dem Fleischverzehr muß man es ja eh nicht übertreiben.
    Und zu den Projekten: mein Ziel wäre es die bestschmeckenden Hühner überhaupt zu züchten. Maishühner? Opfer gruseligster Fehlernährung überhaupt :smile: :smile: :smile:

    Und noch etwas: ich habe das Gefühl, wieder x elementare Gedankengänge vergessen zu haben. Höre ich da ein "oh bitte verschon uns"?

  • bearbeitet 21. April

    Ernährung (20.04.2022)

    Ab 09:00 zwei Äpfel
    um 12:00 ca. ein Teller gestampfte Kartoffeln ohne alles

    Ich hatte ab 16:00 mit einer unterzuckerungsähnlichen Mißempfindung zu tun: silbrig kühler Schweiß auf dem Körper, Weichheit in den Muskeln, als würde der richtige Griff hinein fehlen, nicht möglich sein. Ein Gefühl als könnte ich jederzeit kollabieren. Ich habe die richtige Stelle dennoch erreicht (der Tana-Schanzara-Platz in Bochum gegenüber vom Schauspielhaus) und eine große Mango (bestimmt mehr als 700 g) geschält (ich war entsprechend vorbereitet) und gegessen. Die war schon weich und mehr als saftig, vielleicht auch schon leicht angegoren, was ich aber nicht schmecken konnte. Danach ging es mir besser.

    Abends beim Tippen des obigen Textes ab 18:00 vielleicht:

    Fünf Scheiben Dinkeltoast mit Emmentaler
    Ein Speisebrei aus: vier gehäufte Eßlöffel Hafer-Instant-Flocken, zwei gehäufte Eßlöffel Gelatine, zwei gehäufte Eßlöffel Kartoffelstärke, drei Eßlöffel gehackte Mandeln, zwei Eßlöffel Rosinen, ein Eßlöffel Xylit, zwei Meßlöffelchen Propionat und 200ml Hafergetränk vielleicht.

    Tja, das soll alles für die Gesundheit sein. Kartoffelstärke ungekocht soll bis zu 60% resistente Stärke enthalten. Bakterien verdauen sie und stellen unter anderem Propionsäure/Propionat her (quasi als unsere eigene systemische Leistung), ich füge noch etwas Propionat dazu, weil ich vielleicht der eigenen systemischen Leistung nicht vertraue. Propionat soll Nährstoff für die aktiven Zellen unseres Immunsystemes sein (Leukozyten).
    Und was soll ich sagen? Danach ging es mir schlecht, ich hatte mit Übelkeit zu kämpfen, die sich leider nicht in Kotzerei aufgelöst hat, und ich hatte mit starker Darmentleerung zu tun. Durchfall kann man das nicht nennen, im faktischen Sinne. War halt nur für meine Verhältnisse ungewöhnlich weich, lange nicht flüssig. Und ich hatte wieder dieses silbrige Gefühl auf der Haut, ohne Schweiß diesesmal, Schwäche in den Muskeln. Unglaublich ätzend. Vor zehn lag ich im Bett, seit 00:44 bin ich wieder wach. Und jetzt tippe ich eben. Mein Magen, meine Speiseröhre fühlen sich ungut, die Schwäche in den Muskeln wirkt nach.
    Ich wünschte, für diese Phänomene hätte ich eine sinnvolle Erklärung. Daß ich etwas falsch mache, liegt auf der Hand. Aber was genau?

    Zu der Darmentleerung: ich bin ein heftiger Verstopfungstyp, da gibt es Ereignisse, die jeglicher Realität spotten, aber heftig. Ich kenne sie alle, diese Verdauungsförderungstips. Aber wirklich kein einziger hilft zuverlässig und dauerhaft. Ich habe mal Sauerkraut probiert, dieses günstige, was man eigentlich nicht Sauerkraut nennen darf. Beim ersten mal hat es gut gewirkt, ein ganzes Päckchen, 450g, ich fand das durchfallähnliche Ereignis gut und befreiend. Aber Wiederholung eins und zwei: heiße Luft und Verstopfung. Als würde irgendetwas aktiv dagegen arbeiten, unglaublich und unglaublich ätzend. Wenn man eine Woche lang nicht zu Potte kommt ist das unschön. Wenn man dann schmerzhaft schhafskotähnliche Knicker von sich gibt, ist das nicht schön und nicht befreiend. Seit fünf Jahren arbeite ich zuverlässiger an meiner Ernährung, ich esse noch Süßigkeiten, aber richtige Exzesse habe ich nicht mehr. Neulich eine Tafel weiße Schokolade hat zu Übelkeit und Durchfall und Kotzerei geführt.
    Ich achte auf meine Flüssigkeitszufuhr, ab 1,5 Liter zuverlässig, viel mehr als zwei Liter schaffe ich kaum. Und was soll ich sagen? Neulich mußte ich zu Potte und hatte schlagartig das Gefühl, da sitzt eine Kanonenkugel in meinem Enddarm, das kommt nicht raus. Von einer Pädagogin habe ich den Tip, auf dem Klo entspannen, hin und her schunkeln, vor und zurück und immer schön locker bleiben. Also habe ich auf dem Klo einen Veitstanz aufgeführt, hin und hergeschunkelt, vor und zurück, auf meiner inneren Leinwand habe ich Musik gehört und was soll ich sagen? Es hat gedauert. Unglaublich und unglaublich unschön das Ganze :(. Ich hatte schon Entleerungsvorgänge, die mir drei Tage Blutung gebracht haben. Finde ich nicht gut.
    Etwas abstrus: ich weiß, daß ich mit Mittelchen, die man auf die Haut aufträgt, vorsichtig sein muß: Clotrimazol, Verrumal (Wirkstoffe Flourouracil, Salicylsäure; gegen Warzen) zuviel wirkt bei mir systemisch ungut. Seit vorgestern habe ich am Hals eine Pickelähnliche Entzündung, auf die ich Ichthyolsalbe auftrage, ein Pflaster drauf, auf das ich ebenfalls Ichthyolsalbe auftrage und drupp damit, damit ich mir nichts einsaue. Aber das kann doch nicht der Auslöser sein?

    Boah, mein Tee zieht (Fenchel, Anis, Kümmel, und frischer Ingwer reingehobelt - Übelkeit, du darfst gehen ;) ). 03:06 Uhr

    P.S.: all diese Übelkeits- und durchfallähnlichen Ereignisse habe ich erst seit einem halben Jahr, quasi seit ich meine Ernährungsumstellung erfolgreich durchhalte. Ich erkläre mir das damit, daß die Verbesserung meinen Organismus für Fehler wahrnehmungsfähiger macht. Ja, diese Ereignisse stören und irritieren mich. Ich mache doch alles besser, warum gibt es dann diese negativen Ereignisse? Aber nun gut, ich kann dennoch damit leben und fühle sie nicht als Desaster sondern als Mitteilungen.

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