Allergien

Ich reagiere seit meiner Kindheit allergisch auf Hausstaub und seit etwa drei Jahren auch auf Gräser und Pollen. Gegen den Heuschnupfen halfen zunächst noch Antihistaminika, mittlerweile bringen die nichts mehr. Die Hausstauballergie hat sich einige Jahre nach der Diagnose und diversen Präventionsmaßnahmen leicht gebessert, ist aber immer noch unterschwellig vorhanden. Ich merke sie vor allem nachts, wenn meine Nase zu ist und tagsüber, wenn ich putze und so mit Staub in Kontakt komme. Der Tag ist danach meist gelaufen, weil ich mich vor Niesattacken und einer laufenden Nase kaum noch retten kann.

Nun zu meiner Frage: kann ich etwas tun, um meine Allergien loszuwerden, oder zumindest abzuschwächen? Ich dachte da vor allem an eine Ernährungsumstellung, aber wenn es noch andere, ergänzende Möglichkeiten gibt, dann immer her damit. Gefühlt wird es nämlich von Jahr zu Jahr schlimmer und langsam möchte ich das mal angehen.

Kommentare

  • Moin @Sol,

    magst du noch ein bisschen mehr über dich preisgeben? Dann kann man bessere Ratschläge geben.

    Wie sieht deine Ernährung aus? Was hast du ggf. schon probiert? Betreibst du IF?
    Was arbeitest du und wie gestaltest du deine Freizeit?

  • @Sol schrieb:
    Ich reagiere seit meiner Kindheit allergisch auf Hausstaub und seit etwa drei Jahren auch auf Gräser und Pollen. Gegen den Heuschnupfen halfen zunächst noch Antihistaminika, mittlerweile bringen die nichts mehr. Die Hausstauballergie hat sich einige Jahre nach der Diagnose und diversen Präventionsmaßnahmen leicht gebessert, ist aber immer noch unterschwellig vorhanden. Ich merke sie vor allem nachts, wenn meine Nase zu ist und tagsüber, wenn ich putze und so mit Staub in Kontakt komme. Der Tag ist danach meist gelaufen, weil ich mich vor Niesattacken und einer laufenden Nase kaum noch retten kann.

    Nun zu meiner Frage: kann ich etwas tun, um meine Allergien loszuwerden, oder zumindest abzuschwächen? Ich dachte da vor allem an eine Ernährungsumstellung, aber wenn es noch andere, ergänzende Möglichkeiten gibt, dann immer her damit. Gefühlt wird es nämlich von Jahr zu Jahr schlimmer und langsam möchte ich das mal angehen.

    Moin Sol, herzlich willkommen im Forum. Ich glaube wir hatten noch nicht das Vergnügen :smile: .
    Wie Alex schon meinte, wären noch ein paar Infos zu dir hilfreich.
    Ich habe die Nase ebenfalls von Hausstaubmilben Chronisch zu. Ich versuche u.a. darauf zu achten, das die Räume in denen ich mich aufhalte eine gute Luftfeuchtigkeit haben (gerade im Winter wenn geheizt wird, ist das selten der Fall, solange man nichts dagegen tut).
    Hast du shconmal eine Nasendusche ausprobiert? Kostet sehr wenig und ist kein Aufwand zum ausprobieren.

  • Informiere dich mal über omega3 supplementierung und weniger von den omega 6 Fettsäuren (viel in tierischen Produkten). Schwarzkümmelöleinahme -Bio!!- und Hanfsamen haben bei mir die Heuschnupfenproblemtik fast gegen Null gefahren (hatte immer
    im Frühjahr für ein paar Wochen Probleme und ganz früher mal bei der Standardernährung Fleisch/Wurst/Milchprodukte sogar Probleme
    mit den Bronchien durch Heuschnupfen. Da ich mich seit längerer Zeit von diesen Produkten -keine Wurstwaren, einmal pro Woche ein Stück gutes Biofleisch und keine Milchprodukte -es gibt sehr gute Ersatzprodukte z.B. Mandelmilch konnte ich mein Problem selbst beheben.
    Einfach mal ausprobieren.

    Gruß

    Leander

  • SolSol
    bearbeitet 21. Oktober

    @TylerDurden schrieb:
    Moin Sol, herzlich willkommen im Forum. Ich glaube wir hatten noch nicht das Vergnügen :smile: .

    Danke. :)

    Was meine Ernährung betrifft, ausbaufähig. Ich koche überwiegend selbst und lasse Fertigprodukte mit ominösen Zusatzstoffen komplett weg, esse dafür aber recht viel Weizen in Form von Pasta, ansonsten auch Milchprodukte. Fleisch eher wenig, dafür recht viele Kohlenhydrate, aber auch viel Fett, meistens in Form von Olivenöl. Süßigkeiten eher selten, versuche ich komplett zu meiden. Ich kaufe klassisch im Supermarkt und Discounter ein, auf regionale oder saisonale Lebensmittel achte ich eher nicht. Fleisch kaufe ich nur in Bio-Qualität, aber ich frage mich schon lange, ob das wirklich einen so großen Unterschied macht, jedenfalls was die Qualität des Fleisches betrifft. Es mag zwar sein, dass die Tiere mehr Platz haben, aber auf das Futter bspw. hat man keinen Einfluss.

    Intermittent Fasting betreibe ich eher zufällig, da ich selten frühstücke.

    Eine weitere Problematik im Zusammenhang mit Nahrung, die vielleicht erwähnenswert wäre, ist dass mir nach dem Essen oft die Zunge brennt, beziehungsweise diese verkrampft und ich das Gefühl habe, es würden sich Bläschen bilden, äußerlich sieht man aber nichts. Vermutlich eine allergische Reaktion, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Diverse Ärzte wussten auch nicht weiter. Ansonsten bin ich oft träge, habe Konzentrationsprobleme, bin ständig müde, die Klassiker eben.

    Ich studiere und verbringe meine Freizeit größtenteils, Schande über mein Haupt, mit Medienkonsum, vorwiegend Büchern.

    @Leander schrieb:
    Informiere dich mal über omega3 supplementierung und weniger von den omega 6 Fettsäuren (viel in tierischen Produkten). Schwarzkümmelöleinahme -Bio!!- und Hanfsamen haben bei mir die Heuschnupfenproblemtik fast gegen Null gefahren (hatte immer im Frühjahr für ein paar Wochen Probleme und ganz früher mal bei der Standardernährung Fleisch/Wurst/Milchprodukte sogar Probleme mit den Bronchien durch Heuschnupfen.

    Wie viel Schwarzkümmelöl und wie viele Hanfsamen konsumierst du? Ganzjährig oder lediglich zur Pollenzeit?

  • Gehe doch mal auf Zentrum der Gesundheit (Schwarzkümmelöl und Pollenallergie). Ich habe meistens im Oktober begonnen und täglich 1-2 Teelöffel Schwarzkümmelöl im Mund einige Zeit eingespeichelt. Hanfsamen nehme ich, da ich sehr wenig tierisches Eiweiss esse, jeden Tag zu mir. Über mein tägliches Haferporridge 1-2 Esslöffel bzw. im Smoothie ein Hanfsamenpulver. Einfach mal ran tasten und Geduld haben.

  • Hallo und willkommen auch von mir @Sol
    Ich kann dir empfehlen, dich zum Thema Ernährung ein wenig einzulesen. Dann kannst du auch diverse Ratschläge besser bewerten und einordnen. Als Einstieg empfehle ich dir "Perfect Health Diet" von Paul und Shou-Ching Jaminet. Ein hervorragendes, wissenschaftliches aber auch sehr einfach zu lesendes Buch. Vielleicht lösen sich deine Probleme schon weitgehend, wenn du dich an die Vorgaben aus dem Buch hältst. ICH würde zuerst an den Grundlagen arbeiten, bevor ich irgendwelche Mittelchen ausprobiere.

  • Ich beschäftige mich tatsächlich schon etwas länger mit dem Thema Ernährung. Das Problem, das sich mir bietet, ist die Frage, wie diese Grundlagen genau aussehen sollen. Es gibt so viele unterschiedliche Ansichten zu unterschiedlichen Dingen, das fängt ja schon beim Thema Getreide und Milchprodukte an. Die einen sagen, Getreide ist problematisch und sollte komplett weggelassen werden, die anderen sagen, nur Weizen ist problematisch, alles andere kann ohne weiteres gegessen werden. Wieder andere behaupten, dass es allein auf die Qualität des Weizens ankommt, sprich wie dieser angebaut und zubereitet wird. Milchprodukte, dieselbe Problematik. Die einen sagen Milchprodukte sollen besser weggelassen werden, da sie die Schleimbildung fördern. Die anderen sagen, Milchprodukte sind unproblematisch, haben gar eine gegenteilige Wirkung. Wie soll man da denn einen Durchblick wahren, vor allem als Laie? Sicher kann ich herumprobieren, und ich wäre dazu auch bereit, ich müsste es sogar, da vermutlich keine Ernährungsform auf jeden einzelnen Menschen anwendbar ist, nur kann ich eben nicht alles ausprobieren. Es dauert ja immer einige Zeit, bis man eine Veränderung bemerkt. Wenn ich diese Zeit aufaddiere, dann bin ich jahrelang am experimentieren. Oder ich habe Glück und finde vorher etwas, was hilft. Alleine auf Glück will ich mich aber nicht verlassen.

    Ich dachte da eher an ein paar grundlegende Dinge, die man empfehlen oder nicht empfehlen kann. Zum Beispiel Milchprodukte, sollte ich diese komplett weglassen oder nicht, wenn nein, worauf sollte ich achten? Wie sieht es mit Getreide aus? Wie wichtig ist es wo ich meine Nahrungsmittel einkaufe? Ich weiß, dass klassische Supermarkt-Ware, meist importiert aus Übersee, oft nicht mehr so viele Nährstoffe enthält wie heimische Ware. Sollte ich supplementieren, wenn ja, was? Wie sieht es mit einer Darmreinigung aus, ist diese notwendig?

    Ich versuche mich durch möglichst unabhängige Quellen zu informieren, sprich Abstand zu jenen Menschen und Seiten im Internet zu halten, die mir irgendwelche Mittelchen verkaufen wollen, dieses Forum schien mir daher eine gute Wahl zu sein.

  • Du kannst auch mehrere Sachen gleichzeitig ausprobieren. Das spart Zeit. z.B. Nasendusche + Milchprodukte weglassen + Getreide weglassen. Wenn du eine Besserung feststellst kannst du die einzelnen Dinge überprüfen. Wenn sich nichts verbessert hat, dann hast du drei Dinge in einem Zeitraum getestet = 1/3 der Zeit, als wenn du alles einzeln testen würdest.
    Ich fand den Ernährungsteil aus "Reflexion und Analyse" von Sascha sehr gut, da es Grundprinzipien vermittelt. Da geht Sascha auch grundlegend auf Themen wie pflanzliche Öle, Getreide, Milch usw. ein.
    Ich habe mal von einem Ansatz gehört, bei dem man komplett auf Rindfleisch umsteigt und dann Step by Step Lebensmittel hinzufügt. Dann merkt ziemlich schnell welches Lebensmittel für einen zuträglich ist. Musst mal gucken ob das was sein könnte.

  • bearbeitet 22. Oktober

    Ich dann dem nur zustimmen, was @TylerDurden schreibt. Der letzte Punkt, also eine Eliminations-Ernährung, käme für dich natürlich auch in Frage. Du musst halt für dich entscheiden, wie "radikal" du das Thema angehen möchtest. Wie du richtig erkannt hast, kommst du aber letzten Endes nicht drum herum, selbst zu experimentieren. Jeder ist anders. Aber wir können uns dennoch Wahrscheinlichkeiten zunutze machen. Zum Beispiel, dass Weizen wahrscheinlich nicht gut ist, daher besser verzichten.
    Ich kann dir nur raten, dass von mir empfohlene Buch und Saschas Buch Reflexion & Analyse zuzulegen. Beide sind jeden Euro Wert und du wirst es nicht bereuen, sie gelesen zu haben. Ich musste immer wieder feststellen, dass ein Buch zu lesen mir meist viel mehr Aufklärung verschafft hat, als mich in der Flut der mehr oder weniger guten Artikel im Internet zu ertränken.

  • @Gnahn schrieb:
    Ich dann dem nur zustimmen, was @TylerDurden schreibt. Der letzte Punkt, also eine Eliminations-Ernährung, käme für dich natürlich auch in Frage. Du musst halt für dich entscheiden, wie "radikal" du das Thema angehen möchtest. Wie du richtig erkannt hast, kommst du aber letzten Endes nicht drum herum, selbst zu experimentieren. Jeder ist anders. Aber wir können uns dennoch Wahrscheinlichkeiten zunutze machen. Zum Beispiel, dass Weizen wahrscheinlich nicht gut ist, daher besser verzichten.
    Ich kann dir nur raten, dass von mir empfohlene Buch und Saschas Buch Reflexion & Analyse zuzulegen. Beide sind jeden Euro Wert und du wirst es nicht bereuen, sie gelesen zu haben. Ich musste immer wieder feststellen, dass ein Buch zu lesen mir meist viel mehr Aufklärung verschafft hat, als mich in der Flut der mehr oder weniger guten Artikel im Internet zu ertränken.

    Um das Buch nochmal aufzugreifen. Ich habe mich vor dem Buch bestimmt 3 Jahre intensiv (vor allen viel Menge) mit Ernährung auseinander gesetzt. Ich hatte regelmäßig Probleme mit sehr starkem Sodbrenne. Das war der Grund für mich viel auszuprobieren.
    Am Ende konnte ich fast alle Erkentnisse die auf mich zutrafen in die Prinzipien von Sascha einordnen. Ich hatte vlt. mehr Detailwissen in manchen Bereichen, aber die Grundlagen waren absolut stimmig.

  • Wenn du dich schon länger mit Ernährung beschäftigst, dann teste mehr und lies weniger. Anscheinend bekommt dir ja irgendwas nicht und was das ist, kann dir niemand sagen. Das hätte für mich erstmal oberste Priorität.

    Ansonsten kann ich immer noch nicht so recht einschätzen, wie deine Ernährung aussieht. Überleg dir mal, ob du einen Log startest. Dann kann man den Thread hier für allgemeine Tipps lassen und in deinem Log mehr auf dich eingehen. Dann wären konkretere Angaben hilfreich. Also ein oder mehrere typische Tage mit Angabe der Lebensmittel und Menge. Treibst du Sport? Und dann halt regelmäßig Updates geben.

  • @Sol falls du irgendwann mal Hülsenfrüchte und co. ausprobieren solltest schau dir mal das hier an
    https://hcfricke.com/2017/10/25/instantpot-schnellkochtopf-fuer-huelsenfruechte-co/
    Zum Thema Antinährstoffe von Hülsenfrüchte steht auch was in Reflexion und Analyse. Auf dem Blog findest du zwei Ansätze diese in Hülsenfrüchten zu reduzieren (keimen und Schnellkochtopf).
    Ansonsten habe ich bei meiner Verdauung gemerkt, dass sie sich massiv verbessert, wenn ich Fermentierte Produkte zu mir nehme. Damit konnte ich vor der Ernährungumstellung das Sodbrennen stark reduzieren, teilweise eliminieren. Sobald ich die fermentierten Produkte rausgenommen habe, kam das wieder.
    Zwei Möglichkeiten mit denen ich sehr gute Erfahrung gemacht habe sind Wasserkefir und Sauerkraut (beides selbst gemacht, im Kram aus dem Supermarkt sind im Normalfall keine Probiotika mehr enthalten).
    Zum Thema Sauerkraut findest du auf dem von mir verlinkten Blog ebenfalls was.

  • bearbeitet 23. Oktober

    Meine eigene allergische Symptomatik (Hausstaub, Frühblüter, Katzenhaare) hat sich massiv gebessert, nachdem ich im April 2018 eine Elimination Diet gemacht habe. Das kann ich jedem ans Herz legen, ganz unabhängig von dem Thema hier. Dabei geht es vor allem darum, die eigene Ernährung zu individualisieren. Pauschalaussagen wie "Milchprodukte in jedem Fall weglassen" sind imho nicht sinnvoll.

    Kälte hilft mir auch, sowohl akut als auch längerfristig. Aber kein Plan wie das genau zusammenhängt.

  • @Johannes Hast du ein bestimmtes Protokoll verfolgt?

  • @Daniel schrieb:
    @Johannes Hast du ein bestimmtes Protokoll verfolgt?

    Ne, war ein eigener Plan

  • Wie sah dein Plan in etwa aus? Ich habe seit diesem Jahr auch starke Probleme mit Allergien (u.a. Gräser, die anderen konnte ich noch nicht konkret identifizieren) und würde gerne mal alle Möglichkeiten in Betracht ziehen?

  • An eine Elimination Diet habe ich auch schon gedacht, vermutlich komme ich da nicht drumherum. Ich werde mich die Tage genauer informieren und auch Saschas Buch anschauen. Ich überlege außerdem, ob ich einen Log starte, scheint mir eine gute Idee zu sein, auch als Protokoll für mich selbst. Danke euch!

  • Ich glaube in R&A ist nix drin.

    Wenn ich mit Klienten eine radikale Eliminationsdiät mache, fange ich mit Rind, Salz, Wasser an. Dann arbeite ich mich vor (meist fange ich mit einer Gemüsesorte an). Aber das vorgehen ist dann sehr stark von der Einzelperson abhängig. Manchmal nehme ich ganze Gruppen von Lebensmitteln rein, manchmal ist es zäh und langsam. Je, wie der Mensch drauf ist, wie die Probleme gelagert sind, sein Umfeld ist usw. muss man das anpassen.

    Ich würde an deiner Stelle genau auf deinen Geschmack und deine Vorliebe achten. Wenn du ein hinreichendes Körpergefühl hast, kannst du spüren, was gut schmeckt, weil dein Körper es braucht, und was gut schmeckt, weil du spinnst.

    Ein Beispiel aus meinem Leben: Halbrohes Fleisch, Leber usw. das sind Dinge, die mir richtig Dampf geben. Wenn ich mir ein T-Bone Steak mache und ich es genau richtig hinkriege, schlafe ich gleich 2h weniger. (Ich bin aber auch super empfänglich für alle Arten von Placebo) Bei Leber ist es genauso. Ich produziere viel gesunde Körperwärme, bin ausgeglichener usw. Zum 2-Jährigen war ich mit meiner Freundin asiatisch essen. Ich liebe dieses süß-sauere Zeug abgöttisch, aber ich spüre genau, dass das meine kranke Liebe zu Fastfood ist, die aus mir spricht. Ebenso ist es bei Gemüse. Selbst bei Gemüsesorten, die ich nicht so mag, spüre ich, dass ich tief in mir doch Bock drauf habe. Bei Salat habe ich sogar manchmal richtig Heißhunger (manchmal heißt, ist schon fünf Mal oder so vorgekommen).

    Mein Tipp ist also: Führ Tagebuch (um mehr Objektivität reinzubringen), aber erlaube dir auf dein Gefühl zu hören und nutze es. (Außer, du vertraust ihm nicht)


    Kälte wie auch Hitze, Fasten und Ausdauertraining hat einen positiven Einfluss auf Allergien, wahrscheinlich weil es Lücken im Immunsystem schließt. Das ist zumindest einer meiner Hypothesen. Wenn man kein Redoxpotential hat (Gluthianon), das zelluläre Immunsystem müllig ist usw. erhöhen andere Bereiche (so meine These) ihre Aktivität, was wiederum dort zu Überreaktionen führt, wo die entsprechenden Komponenten zuständig sind. Ein Effekt könnten Allergien sein.

    Das passt zum Doppelphänomen, dass man sowohl mit Eliminierung von problematischen Stoffen Erfolg haben kann, aber auch bei gesunder Lebensweise viele von diesen ehemaligen Stoffen wieder aufnehmen kann.


    Meine Allergien habe ich vollständig in den Griff bekommen. Ich erlaube mir im Frühling für ein paar Wochen herumzuniesen, aber auch das wäre nicht mehr da, wenn ich wollte.

  • bearbeitet 31. Oktober

    Ich habe für 4 Wochen nur ausgewählte Lebensmittel gegessen: Rind, Fisch, Hähnchen, grünes Blattgemüse, Süßkartoffeln, Möhren, Gurken, Vollkornreis, Himbeeren, Heidelbeeren, Salz, Pfeffer, Olivenöl, Kokosöl, Wasser. Vielleicht noch ein paar Sachen, die ich jetzt vergessen hab.

    Verboten waren: Zucker, Alkohol, Coffein und alle anderen Drogen, Getreide, Hülsenfrüchte (inkl. Erdnüsse), Milchprodukte, Zwiebeln und Knochblauch, Kohl, Nachtschattengewächse, Eier, jegliche Zusatzstoffe und Chemikalien, Nahrungsergänzungsmittel, alle Getränke außer Wasser, Pflanzenöle außer Olive und Kokos, alle Nüsse, Früchte (außer die o.g. Beeren), v.a. Zitrusfrüchte, exotische Früchte und Äpfel.

    Nach den 4 Wochen habe ich nach und nach Lebensmittel wieder hinzugefügt, immer 1 Lebensmittel oder eine Gruppe von Lebensmitteln pro Woche. Dabei auf meinen Körper gehört und alles aufgeschrieben. Das ganze Procedere hat insgesamt ein paar Monate gedauert, aber wie gesagt, für mich hat sich das in vielerlei Hinsicht ziemlich bezahlt gemacht. Nicht nur Allergien, sondern auch allgemeine Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

    Aber ich hab dabei eben auch festgestellt, dass ich einige Dinge, die ich viel gegessen habe, nicht vertrage. Das war bei mir der Auslöser gewesen: Ich hatte ein paar Verdauungsprobleme und habe die Ursachen nicht isoliert bekommen. Das mit den Allergien war eher einer der positiven Nebeneffekte, die ich mit der Zeit so beobachtet habe.

    ———

    EDIT: Ich habe vorher 3 Tage gefastet

  • @Johannes Was waren bei dir die Übeltäter?

  • SolSol
    bearbeitet 1. November

    @Sascha schrieb:
    Meine Allergien habe ich vollständig in den Griff bekommen. Ich erlaube mir im Frühling für ein paar Wochen herumzuniesen, aber auch das wäre nicht mehr da, wenn ich wollte.

    Was würdest du sonst noch konkret versuchen, um auch das in den Griff zu kriegen?

    @Johannes Inwiefern sind Zwiebeln und Knoblauch eventuell problematisch?

  • bearbeitet 2. November

    Zwiebeln und Knoblauch enthalten viele sog. FODMAPS. Einige Leute bekommen davon Blähungen des Todes.

  • bearbeitet 2. November

    Falls Hülsenfrüchte ausprobiert werden, kann ich nur den Tipp geben die Kombination wässern, keimen, schnellkochtopf zu probieren. Ich habe lange keine Hülsenfrüchte mehr gegessen und habe jetzt mal Rote Linsen und Kichererbsen probiert. Beim ersten mal rote Linsen gab es ein paar Blähungen. Danach keine Probleme mehr. Habe es mit jeweils 100g Trockengewicht ausprobiert.

  • Ich probiere mal aus wie es mir geht, wenn ich diese Dinge einige Zeit weglasse und dann wieder zu mir nehme. Nennenswerte Probleme mit der Verdauung habe ich soweit ich weiß keine, aber man weiß ja nie. Gibt es vielleicht irgendwo eine vollständige Liste mit Nahrungsmitteln die unproblematisch sind? Das, was Johannes genannt hat, ist bereits notiert.

    Wie sieht es eigentlich mit einer Darmsanierung aus? Davon habe ich jetzt schon öfter gelesen und gehört, ist das sinnvoll, wie geht man das am besten an?

  • @Sascha schrieb:
    @Johannes Was waren bei dir die Übeltäter?

    In absteigender Reihenfolge: Milchprodukte, Getreide, Linsen & Bohnen

  • @Sol schrieb:
    Ich probiere mal aus wie es mir geht, wenn ich diese Dinge einige Zeit weglasse und dann wieder zu mir nehme. Nennenswerte Probleme mit der Verdauung habe ich soweit ich weiß keine, aber man weiß ja nie. Gibt es vielleicht irgendwo eine vollständige Liste mit Nahrungsmitteln die unproblematisch sind? Das, was Johannes genannt hat, ist bereits notiert.

    Wie sieht es eigentlich mit einer Darmsanierung aus? Davon habe ich jetzt schon öfter gelesen und gehört, ist das sinnvoll, wie geht man das am besten an?

    In dem Zusammenhang ist mir heute noch aufgefallen, dass ich viel weniger Pickel habe (nicht im Gesicht, sondern am Körper allgemein), seitdem ich meine tägliche Speisequark Packung + 4 Packungen Feta&Mozarella aus meiner Ernährung gestrichen habe. Also Hautbild kan ggf. auch ein Faktor sein.

    Ich habe mal vor ein paar Jahren das ganze gemacht. Morgens gab es dann einen Shake aus Flohsamenschalenpulver und Bentonit (soll angeblich Giftstoffe aufnehmen und binden). Dann gab es einen Einlauf den ich mir selbst gelegt habe und danach aufs Klo.
    Es ist zu lange her, um sagen zu können ob es was gebracht hat oder nicht.
    Aber damals hatte ich auch gelesen, dass man danach die Darmflora wieder aufbauen sollte. Begründung die ich damals gelesen hatte, war, dass man mit dem Bentonit und den Flohsahmenschalen nicht nur Giftstoffe abtransportiert. Keine Ahnung ob das stimmt.

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