Diabetes

Kennt jemand von euch gute Quellen zum Thema Ernährung und Maßnahmen bei Diabetes (Typ 2)?

Kommentare

  • Wer ist die Zielperson?

  • bearbeitet 1. Oktober

    Unwichtig.
    EDIT: Was musst du wissen?

  • bearbeitet 1. Oktober

    Naja, willst du Werkzeuge haben, um jemandem zu helfen. Soll eine betroffene Person (Wieso immer "die" Person. Was für ein Sexismus!) sich selbst informieren? Wie ist die Vorbildung? Wie ist die geistige Offenheit? Was ist die Prägung in Ernährung? Wie ist die Lebenssituation?

    All das ist wichtig für eine gute Empfehlung.

  • ICH will die/der/das/den betroffene Person beraten, habe aber noch gar keinen Plan vom dem Thema. Zunächst will ich die offiziellen Ratgeber überfliegen, die man so findet. Dann höre ich mir paar Podcasts an. Ich weiß noch nicht, wie tief ich einsteigen will, da es vor allem um ganz praktische Dinge geht (Vermeide dies und das, versuche jenes zu tun).

  • Wie gut kennst du dich mit dem Körper aus?

    Weißt du, was AMPK ist?

  • Schlecht.
    Nein. (Habe kurz danach gesucht und nur Fragmente des Lexikon-Eintrags verstanden.)

  • Dann wird es schwierig. Wenn es dir nur um praktische Dinge geht, kann ich dir das jetzt und hier sagen:

    1. Glykogenspeicher immer halb leer halten.
    2. Natürliche Gifte (Gluten, Zucker usw.) entfernen
    3. Kraft- und Ausdauertraining mischen (volles Faserspektrum des Muskels trainieren)
    4. Sitzzeiten aufbrechen (Sitzen schafft temporäre Diabetes)
    5. So wenig Kohlenhydrate wie möglich, so viele wie nötig. (heißt nicht LowCarb)

    In dem Fall habe ich keine Buchempfehlung, aber eher die Empfehlung, Grundlagen des Körpers zu erarbeiten. Dann bist du wesentlich freier, wenn du dich mal in irgendwas einlesen willst. Dann wäre ein Buch wie "Essentials of Strength Training and Conditioning" von Baechle meine Empfehlung.

  • bearbeitet 2. Oktober

    Vielen Dank für deine Tipps. Das deckt sich weitgehend mit dem, was ich mir gedacht habe. Aber das genügt (mir) auch schon, denn wenn ich über AMPK und mTOR Bescheid weiß, dann komme ich am Ende auch nicht zu anderen Schlussfolgerungen.

    @Sascha schrieb:
    1. Glykogenspeicher immer halb leer halten.

    Vermutlich, um Platz zur Einlagerung der KH zu schaffen und dadurch den Blutzucker zu regulieren - richtig?
    Das erreicht man dann vor allem durch Punkt 3 und untergeordnet auch durch Punkt 4.

    1. Natürliche Gifte (Gluten, Zucker usw.) entfernen

    Off-topic: Hältst du Gluten wirklich für so giftig? Bei mir hat sich die Ansicht eingeschlichen, dass viel von den Problemen mit Gluten möglicherweise eher auf Glyphosat zurückgehen. In dem Zusammenhang finde ich die Anekdoten von Amerikanern interessant, die in Europa kein Problem mit Weizen haben, aber in den USA schon (wo sie GMO-Weizen mit höherer Glyphosat-Belastung ausgesetzt sind).

    1. So wenig Kohlenhydrate wie möglich, so viele wie nötig. (heißt nicht LowCarb)

    Hier ist es wahrscheinlich sinnvoll, viel auf Gemüse und allgemein auf KH-Quellen mit relevantem Ballaststoffanteil zu setzen und es bei stärkehaltigen Lebensmittel nicht zu übertreiben (nur kleine Portionen davon).

    In dem Fall habe ich keine Buchempfehlung, aber eher die Empfehlung, Grundlagen des Körpers zu erarbeiten. Dann bist du wesentlich freier, wenn du dich mal in irgendwas einlesen willst. Dann wäre ein Buch wie "Essentials of Strength Training and Conditioning" von Baechle meine Empfehlung.

    Das Buch scheint mir ein gutes Grundlagenwerk zu sein, dass auch in die Tiefe geht - vielleicht hol ich mir das mal. Ich habe bisher nur den Zatsiorsky, den Kram von Pavel und einen Haufen weiterer praktischer Bücher gelesen (Ross Enamait, Starting Strength, Jim Wendler usw.). Da kann ich in dem Teil vermutlich noch viel dazulernen, oder?

  • @Gnahn schrieb:
    Vielen Dank für deine Tipps. Das deckt sich weitgehend mit dem, was ich mir gedacht habe. Aber das genügt (mir) auch schon, denn wenn ich über AMPK und mTOR Bescheid weiß, dann komme ich am Ende auch nicht zu anderen Schlussfolgerungen.

    @Sascha schrieb:
    1. Glykogenspeicher immer halb leer halten.

    Vermutlich, um Platz zur Einlagerung der KH zu schaffen und dadurch den Blutzucker zu regulieren - richtig?
    Das erreicht man dann vor allem durch Punkt 3 und untergeordnet auch durch Punkt 4.

    Ich würde weniger statisch denken. Dass Platz ist, ist zwar eine Sache. Aber dazu gehört auch eine bestimmte Stelle eines Prozesses. Ein Zustand, in dem weniger Insulin gebraucht wird usw.

    Es ist ein Zustand der weder vor allem oder ungeordnet durch irgendeinen der Punkte erreicht wird. Es hängt von der Ausprägung aller Aspekte ab.

    1. Natürliche Gifte (Gluten, Zucker usw.) entfernen

    Off-topic: Hältst du Gluten wirklich für so giftig? Bei mir hat sich die Ansicht eingeschlichen, dass viel von den Problemen mit Gluten möglicherweise eher auf Glyphosat zurückgehen. In dem Zusammenhang finde ich die Anekdoten von Amerikanern interessant, die in Europa kein Problem mit Weizen haben, aber in den USA schon (wo sie GMO-Weizen mit höherer Glyphosat-Belastung ausgesetzt sind).

    Biochemisch ist Gluten schon ziemlich aggressiv im Verdauungstrakt.

    "Vertragen"... was heißt das schon, wenn man in den USA Weizenprodukte isst. Vollkorntoast ist gesund, wenn man davor nur Donuts gegessen hat.

    1. So wenig Kohlenhydrate wie möglich, so viele wie nötig. (heißt nicht LowCarb)

    Hier ist es wahrscheinlich sinnvoll, viel auf Gemüse und allgemein auf KH-Quellen mit relevantem Ballaststoffanteil zu setzen und es bei stärkehaltigen Lebensmittel nicht zu übertreiben (nur kleine Portionen davon).

    Hängt vom Tag und der Person ab.

    Das Buch scheint mir ein gutes Grundlagenwerk zu sein, dass auch in die Tiefe geht - vielleicht hol ich mir das mal. Ich habe bisher nur den Zatsiorsky, den Kram von Pavel und einen Haufen weiterer praktischer Bücher gelesen (Ross Enamait, Starting Strength, Jim Wendler usw.). Da kann ich in dem Teil vermutlich noch viel dazulernen, oder?

    Ja.

  • @Sascha schrieb:

    @Gnahn schrieb:
    Vielen Dank für deine Tipps. Das deckt sich weitgehend mit dem, was ich mir gedacht habe. Aber das genügt (mir) auch schon, denn wenn ich über AMPK und mTOR Bescheid weiß, dann komme ich am Ende auch nicht zu anderen Schlussfolgerungen.

    @Sascha schrieb:
    1. Glykogenspeicher immer halb leer halten.

    Vermutlich, um Platz zur Einlagerung der KH zu schaffen und dadurch den Blutzucker zu regulieren - richtig?
    Das erreicht man dann vor allem durch Punkt 3 und untergeordnet auch durch Punkt 4.

    Ich würde weniger statisch denken. Dass Platz ist, ist zwar eine Sache. Aber dazu gehört auch eine bestimmte Stelle eines Prozesses. Ein Zustand, in dem weniger Insulin gebraucht wird usw.

    Es ist ein Zustand der weder vor allem oder ungeordnet durch irgendeinen der Punkte erreicht wird. Es hängt von der Ausprägung aller Aspekte ab.

    Okay, für mein Verständnis nochmal anders ausgedrückt: Mir geht es um das Tun, also wie mache ich "Glykogenspeicher immer halb leer halten"? Indem ich die Punkte 3-5 einhalte?!

    1. So wenig Kohlenhydrate wie möglich, so viele wie nötig. (heißt nicht LowCarb)

    Hier ist es wahrscheinlich sinnvoll, viel auf Gemüse und allgemein auf KH-Quellen mit relevantem Ballaststoffanteil zu setzen und es bei stärkehaltigen Lebensmittel nicht zu übertreiben (nur kleine Portionen davon).

    Hängt vom Tag und der Person ab.

    Klar. Ich dachte an eine Person, die praktisch keinen Sport macht und eher darauf achten muss, nicht über den Energiebedarf zu essen. Mache ich mit meiner Empfehlung einen grundsätzlichen Fehler bei einer körperlich inaktiven Person?

    Sorry, falls ich mit den Rückfragen nerve, aber ich will deine Aussagen besser für mich einordnen können.

  • Was ich vergessen habe:

    Vielen Dank für deine Tipps. Das deckt sich weitgehend mit dem, was ich mir gedacht habe. Aber das genügt (mir) auch schon, denn wenn ich über AMPK und mTOR Bescheid weiß, dann komme ich am Ende auch nicht zu anderen Schlussfolgerungen.

    Nein. Aber du kannst Ratschläge besser einordnen, kommst auf weniger abwägige Ideen, die nur in dem unvollständigen Modell, dass du hast sinn machen, usw.

    @Gnahn schrieb:
    Okay, für mein Verständnis nochmal anders ausgedrückt: Mir geht es um das Tun, also wie mache ich "Glykogenspeicher immer halb leer halten"? Indem ich die Punkte 3-5 einhalte?!

    Ich weiß schon, was du meinst. Aber die Punkte stehen erstmal in keiner Hierarchie. Beispiel:

    Wie mache ich Ausdauertraining, wenn die Glykogenspeicher leer sind? Auf Ebene der Handlungen gibt es keine echte Hierarchie. Zumindest habe ich keine hineingelegt. Es ist nicht so, dass alles auf die halb leeren Glykogenspeicher hinausläuft. Und es gibt zahlreiche Ausnahmen. Hohe Entzündungswerte und viel Stress? Vielleicht doch nicht die Speicher allzu stark entleeren, weil sonst noch mehr Katabolismus ins Leben kommt.

    Das ist, worauf ich hinaus will: Wenn du es nur praktisch haben willst, musst du auf das Verstehen verzichten. Wenn du es verstehen willst, musst du dich mit den Grundlagen beschäftigen. Sonst: Du versuchst etwas zu verstehen, kommst auf seltsame Ergebnisse, weil die Verständnis über die Substanz der Sache fehlt. (Das, was die Grünen im Bereich Umwelt versuchen)

    (Die Kehrseite wäre, du verstehst viel, aber leitest niemals Handlungsanweisungen ab)

    Klar. Ich dachte an eine Person, die praktisch keinen Sport macht und eher darauf achten muss, nicht über den Energiebedarf zu essen. Mache ich mit meiner Empfehlung einen grundsätzlichen Fehler bei einer körperlich inaktiven Person?

    Mh. Wenn du der inaktiven Person empfielst, Kraft- und Ausdauertraining zu mischen (volles Faserspektrum des Muskels trainieren), dann nicht. :)

    Aber eine praktisch inaktive Person hat keine guten Hoffnungen Typ II Diabetes in den Griff zu bekommen. Nahrung ohne Bewegung ist schädlich.

    Ein Beispiel: Muskelkontraktionen führen dazu, dass insulinunabhängig Glykogen aufgenommen werden kann. Wenn das entfällt, ist das Signalgefüge schon aus der Harmonie. Es gibt Menschen, die können das lange ab und andere eben nicht.

    Sorry, falls ich mit den Rückfragen nerve, aber ich will deine Aussagen besser für mich einordnen können.

    Iwo.

  • bearbeitet 2. Oktober

    Gecheckt.
    Tipp: Mach eine Liste mit Punkten anstatt Zahlen, wenn sie keine Hierarchie hat.
    Letzte Frage: Iwo? WTF? (Was ist Iwo?)

  • Iwo = Ach was = Nein. :)

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