Cupping/ Schröpfen

Moin zusammen,

ein Thema was mir immer wieder begegnet, ist das Cupping. Aktuell finde ich Strongmann sehr interessant, gefühlt hat dort jeder zweite Strongmann aus den Top10 diese roten kreisförmigen Abdrücke auf dem Körper, die durch das Schröpfen entstehen. Ich habe es auch schon bei Fußballern oder Schwimmern (z.B. Phelps) gesehen.
Diese Behandlungsform ist ja in der Traditionellen Chinesichen Medizin schon lange dabei.
Aus Neugierde habe ich mir auf Ebay Kleinanzeigen so ein Vakum Plastik Set zugelegt und finde das ganze fühlt sich gut an und rein subjektiv löst es kleinerer Verspannungen. Ich hatte letztens eine Überdehung des Sprunggelenks und kurzerhand habe ich den kompletten Fuß damit bearbeitet. Das Fußgelenk wurde mit der Zeit deutlich wärmer und die schmerzen danach waren deutlich geringer (den ganzen Tag über).
Der Vorteil ist, dass man das ganze an sich selbst anwenden kann (einzig die Oberkörperrückseite wird etwas schwierig).

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit diesem Thema? Ggf. sogar Quellen, wo man sich tiefer gehend zu dem Thema informieren kann.

Kommentare

  • bearbeitet 2. Oktober

    Ich wende Schröpfen hauptsächlich bei Narbenbehandlung, aber auch gerne am unteren Rücken oder Waden an.

    Ist halt ein Tool, um eine Mehrdurchblutung zu erzeugen. Wirkt aber auch schmerzlindernd, löst "Verklebungen", vielleicht bisschen detonisierend.

    Spannend ist, dass man es am Thorax bei Atembeschwerden ganz gut ansetzen kann (auch bei Sekretolyse). Und vielleicht noch ganz spannend: der psychische Effekt scheint mir recht stark zu sein.

    Meine Erfahrungen sind bisher recht positiv, sowohl meine eigenen als auch das Feedback von anderen nach der Behandlung. Habe aber eigentlich immer nur die "unblutige" Variante angewendet, d.h. versucht, kein Blut an der Hautoberfläche zu haben und auch Hämatome minimal zu halten.

    Edit: Kontraindikationen: frische Wunden, Entzündungen, Varizen.

  • Nachtrag, damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich benutze Loton/Öl und bewege die Schröpfgläser wie bei einer Massage.

  • bearbeitet 2. Oktober

    @Johannes schrieb:
    Nachtrag, damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich benutze Loton/Öl und bewege die Schröpfgläser wie bei einer Massage.

    ah okay, ich habe bisher das ganze einfach mit der Vakuumpumpe an eine Stelle gesetzt und dann gewartet. Auch unblutig, aber der Unterdruck war so stark, dass es diese dunkelroten Kreise danach gab.
    Das mit der Atmung ist spannend.
    Ich hatte grundsätzlich schonmal überlegt, mit meiner Chronisch verschlossenen Nase zu einem TCM-Mediziner zu gehen, nachdem der HNO-Arzt ratlos ist. Die TCM hat vlt. nochmal ein paar Ansätze die der HNO-Arzt nicht hat.
    Hast du irgendwelche Lektüren die du zu dem Thema empfehlen kannst? Das schröpfen erscheint mir relativ ungefährlich und auch anwendbar von "Laien die sich informieren".

  • Hatte bisher auch nur eine Session bei der Physio mit 10 Dingern am Rücken. War eigentlich recht angenehm, merkte wie der Körper sich dann den Tag darauf fokussierte und andere Problemstellen im Hirn keine Aufmerksamkeit mehr bekamen. Mal sehen ob ich irgendwann mal ne zweite Runde mache.

  • bearbeitet 3. Oktober

    @TylerDurden schrieb:
    Das mit der Atmung ist spannend.
    Ich hatte grundsätzlich schonmal überlegt, mit meiner Chronisch verschlossenen Nase zu einem TCM-Mediziner zu gehen, nachdem der HNO-Arzt ratlos ist. Die TCM hat vlt. nochmal ein paar Ansätze die der HNO-Arzt nicht hat.

    Kann gut sein! (Ich hatte jetzt aber oben eher auf Menschen mit a) Probleme mit der Thoraxmobilität (dadurch ist die Einatmung betroffen) und b) Sekret in den (unteren) Atemwegen bezogen. Nicht auf nasopharyngeale Probleme (obere Atemwege).)

    Hast du irgendwelche Lektüren die du zu dem Thema empfehlen kannst? Das schröpfen erscheint mir relativ ungefährlich und auch anwendbar von "Laien die sich informieren".

    Halte ich auch für ungefährlich und gut zum Ausprobieren. Lektüreempfehlungen habe ich leider nicht parat. Ich habe das in der Ausbildung gelernt - und dann eben auch durch Ausprobieren. Finde es cool, dass du da so experimentierfreudig bist.

  • @Johannes schrieb:

    @TylerDurden schrieb:
    Das mit der Atmung ist spannend.
    Ich hatte grundsätzlich schonmal überlegt, mit meiner Chronisch verschlossenen Nase zu einem TCM-Mediziner zu gehen, nachdem der HNO-Arzt ratlos ist. Die TCM hat vlt. nochmal ein paar Ansätze die der HNO-Arzt nicht hat.

    Kann gut sein! (Ich hatte jetzt aber oben eher auf Menschen mit a) Probleme mit der Thoraxmobilität (dadurch ist die Einatmung betroffen) und b) Sekret in den (unteren) Atemwegen bezogen. Nicht auf nasopharyngeale Probleme (obere Atemwege).)

    Hast du irgendwelche Lektüren die du zu dem Thema empfehlen kannst? Das schröpfen erscheint mir relativ ungefährlich und auch anwendbar von "Laien die sich informieren".

    Halte ich auch für ungefährlich und gut zum Ausprobieren. Lektüreempfehlungen habe ich leider nicht parat. Ich habe das in der Ausbildung gelernt - und dann eben auch durch Ausprobieren. Finde es cool, dass du da so experimentierfreudig bist.

    Mein Gedankensprung zur TCM war, dass mir der westliche HNO-Arzt dazu keine Lösung bieten kann und ich eine etwaige Lösung (sofern es eine gibt) am ehsten in der TCM finden würde. Der Sprung kam jetzt nicht von deinem Impuls :smile:
    Sachen die helfen und die das Leben einfacher machen, sind cool. Spielt meiner Schwäche in die Hände, harte Arbeit vermeiden zu wollen :neutral: :smiley:

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