[life log] Ein Leben in Schweden

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Kommentare

  • hast du noch Kontakt zu deinem Nachbarn der dem Alkohol nahe steht, oder ist der Kontakt durch den Umzug auch weniger?

  • @TylerDurden schrieb:
    hast du noch Kontakt zu deinem Nachbarn der dem Alkohol nahe steht, oder ist der Kontakt durch den Umzug auch weniger?

    Den habe ich in diesem Jahr noch gar nicht gesehen. Viel war der Kontakt aber auch vorher nicht.

  • Inzwischen haben wir unsere Hütten so weit vorbereitet, dass wir sie auch vermieten können.
    Wer also noch ein super Ziel für den nächsten oder übernächsten Urlaub braucht: die ersten drei Buchungen bekommen von Airbnb aus einen extra-Rabatt von 15%.

    http://www.airbnb.com/h/two-small-houses-in-arstad

    Für grundsätzliche Fragen zu Schweden und zur Urlaubsplanung könnt ihr uns gern anschreiben!

  • Ah da liegt das also, Schwester meiner Frau studiert gerade in Arvika um die Ecke :D

  • @RichardDieSau schrieb:
    Ah da liegt das also, Schwester meiner Frau studiert gerade in Arvika um die Ecke :D

    Ich war immer in der Nähe von Arvika/ Charlottenberg in Urlaub. Sehr schöne Gegend. War dort für insgesamt 6 Jahre mit der Famlie^^

  • @RichardDieSau schrieb:
    Ah da liegt das also, Schwester meiner Frau studiert gerade in Arvika um die Ecke :D

    Ach was. Die arbeitet aber nicht zufällig in nem Cafe dort?

  • @TylerDurden schrieb:

    @RichardDieSau schrieb:
    Ah da liegt das also, Schwester meiner Frau studiert gerade in Arvika um die Ecke :D

    Ich war immer in der Nähe von Arvika/ Charlottenberg in Urlaub. Sehr schöne Gegend. War dort für insgesamt 6 Jahre mit der Famlie^^

    Absolut, ja! Hattet ihr ein Ferienhaus oder wart ihr auf Campingplätzen?

  • Garten

    Inzwischen wird es hier zwar auch langsam Frühling, aber so geht die Gartensaison noch nicht los. Ich bin ein bisschen neidisch, wenn ich zum Beispiel von @Pinocio lese. Hier ist die Faustregel: Vorziehen im Haus ab April, Gewächshaus evtl ab Mai, Freiland ab Juni. Vorher friert es in den Nächten in der Regel noch.

    Im Haus habe ich inzwischen 5 Zucchini, 6 Kürbisse, 5 Tomaten, 3Chilies, eine Brunnenkresse, paar Mais, 3 Paprika und noch bisschen mehr vorgezogen, andere Pflanzen keimen bald hoffentlich. Die Kürbisse werden langsam so groß, dass es unpraktisch wird, sie im Haus zu lassen.

    Mit dem Mais möchte ich versuchen, ein kleines Milpa-Beet anzulegen, heißt: Mais pflanzen, Bohnen drum herum, die dann am Mais ranken können, und am Boden einen Kürbis, der mit den großen Blättern den Boden schattig hält. Eigentlich ist der Boden hier nicht gut geeignet dafür, aber ich will es zumindest mal versuchen.
    Davon abgesehen ist ein Hügelbeet hier auf dem Grundstück vorbereitet, ein weiteres ja schon auf dem anderen Grundstück vor dem Winter gemacht. Einiges werde ich auch in Kübeln pflanzen.

    Es wird spannend, überhaupt erstmal zu sehen, was hier überhaupt auf dem Grundstück wächst. Wir haben einen großen Busch Hagebutten, dann Sanddorn, viele Himbeeren, ein paar Zwiebeln stecken noch im Boden, 5 Apfelbäume... ein kleines Hochbeet mit Thymian, Salbei und Schnittlauch. Der Schnittlauch hat sich auch auf dem restlichen Grundstück an einigen Orten ausgebreitet und hat teilweise schon gute Größe. Löwenzahn kommt ein bisschen, kann man ja auch gut essen.

    Ende Mai bekommen wir zwei Bienenvölker, und probieren mal aus, wie das funktioniert. Dafür werde ich in den nächsten Wochen noch den Standort vorbereiten.

  • @Room101 schrieb:

    @TylerDurden schrieb:

    @RichardDieSau schrieb:
    Ah da liegt das also, Schwester meiner Frau studiert gerade in Arvika um die Ecke :D

    Ich war immer in der Nähe von Arvika/ Charlottenberg in Urlaub. Sehr schöne Gegend. War dort für insgesamt 6 Jahre mit der Famlie^^

    Absolut, ja! Hattet ihr ein Ferienhaus oder wart ihr auf Campingplätzen?

    Es war so eine Ferienhausanlage Namens Valfjälsbyn (oder so ähnlich geschrieben), die an einem Skiegebiet liegt

  • In Schweden kann man doch sicher im Sommer sauviele Beeren sammeln, die Male, die ich oben war gab es Pilze und Beeren und da ich zum Angeln da war auch Fisch, wir hatten damals nur Kartoffeln und Süßkram gekauft, der Rest ging ohne Probleme.
    Da wäre ich dann neidisch drauf, auch wenn ich ca. 500m von mir ein riesiges Gebiet mit Heidelbeeren und Himbeeren im Wald gefunden habe, was es da in Schweden gab war der Hammer, schon die Vielfalt und dann die Masse.

  • Boah, endgeil, und ein bißchen neidisch bin ich schon. Das hat soviel auch von "back-to-the-roots". Aber da kommt man nur hin, wenn man sich innerlich frei macht.

    Schön, wirklich schön. Ich finde diesen thread toll, die Photos und den blog habe ich gerade ganz kurz angeschaut. Ich werde weiterhin in beides schauen.

    Viel Spaß noch.

  • @Pinocio schrieb:
    In Schweden kann man doch sicher im Sommer sauviele Beeren sammeln, die Male, die ich oben war gab es Pilze und Beeren und da ich zum Angeln da war auch Fisch, wir hatten damals nur Kartoffeln und Süßkram gekauft, der Rest ging ohne Probleme.
    Da wäre ich dann neidisch drauf, auch wenn ich ca. 500m von mir ein riesiges Gebiet mit Heidelbeeren und Himbeeren im Wald gefunden habe, was es da in Schweden gab war der Hammer, schon die Vielfalt und dann die Masse.

    Ja absolut, das sollte, wenn alles gut geht, in großen Mengen gehen!
    Nicht umsonst gibt es viele Polen und Thailänder (und sicher auch andere), die hier für einige Wochen im Jahr herkommen und beruflich Beeren und Pilze sammeln...

  • @Phlynx schrieb:
    Boah, endgeil, und ein bißchen neidisch bin ich schon. Das hat soviel auch von "back-to-the-roots". Aber da kommt man nur hin, wenn man sich innerlich frei macht.

    Schön, wirklich schön. Ich finde diesen thread toll, die Photos und den blog habe ich gerade ganz kurz angeschaut. Ich werde weiterhin in beides schauen.

    Viel Spaß noch.

    Danke!
    Ich freu mich auch sehr auf die Beeren-Zeit. Stehe dermaßen auf Himbeeren, und die sind so viel leckerer als die, die man meist kaufen kann!

  • bearbeitet April 2022

    Stehe dermaßen auf Himbeeren, und die sind so viel leckerer als die, die man meist kaufen kann!

    Ich wollte gerade fragen, ob es so etwas wie die Zitat-Funktion hier gibt und prompt habe ich sie gefunden.

    So geht mir das mit Brombeeren, obwohl ich gerade tatsächlich bei meinem türkischen Billighändler 3 Schalen à 2€ gekauft habe. Aber die, die wild wachsen sind einfach besser.

    Aber was richtig wichtig ist: das, was Du so sonst alles schreibst. Das Lebensgefühl in Schweden ist etwas, das Du hier einfach nicht reproduzieren kannst. Landschaftstechnisch bekommst Du im Osten schon auch einiges gut und günstig hin. Resthöfe bekommt man auch im Münsterland teilweise recht günstig. Aber die Deutschen machen es halt schwierig. Ich bedaure das sehr, nette Leute gibt es auch hier sehr viele. Aber prägend sind all die weniger netten. Und man weiß einfach nicht, wer wirklich alles weniger nett ist, bis man anfängt schwierige Themen zu diskutieren.

    Und dann diese Elche, auch Begegnungen mit Bären stelle ich mir spannend vor - da muß man halt gut mental vorbereitet, eingestimmt sein, damit es nicht zu Katastrophen kommt.

    Warum auch immer, ich lese zu viel und auch zu viel Krimis, Sjöwall/Wahlöö, lange vor Wallander und imho auch besser. Aber egal.

    Und dann noch etwas unangenehmes. Der Ukraine-Krieg berührt uns wieder unangenehmer, zurecht. Wenn es richtig eskaliert, wird atomares Kriegsgeschehen möglicherweise vor allem hier in Mitteleuropa stattfinden, aus verschiedenen Gründen (amerikanische Atomraketen sind unter anderem hier stationiert, russische Raketen reichen eben vielfach genau bis hierher, die Russen halten sich an amerikanischen Verbündeten schadlos, weil sie diese eben besser erreichen). Die Lebenschancen sind in Skandinavien besser :).

    Ach ja, Spazieren gehen und dabei Sinn und Genuß vielfach gestalten, Beeren sammeln eben. Hier noch, und da noch und schau mal, die da sind auch so schön ... und lecker :).

    P.S.: wie ist das Hin- und Herreisen zwischen Norwegen und Schweden? Wie zwischen Deutschland und den Niederlanden? Also mal eben mit der Fieze von Gronau nach Enschede.

  • @Phlynx schrieb:

    P.S.: wie ist das Hin- und Herreisen zwischen Norwegen und Schweden? Wie zwischen Deutschland und den Niederlanden? Also mal eben mit der Fieze von Gronau nach Enschede.

    Momentan ist das wohl so, ja. Während der letzten zwei Jahre war es aber teils auch erheblich komplizierter, weil Norwegen restriktivere Maßnahmen hatte als Schweden.
    Wobei ich noch nicht bzw noch nie in Norwegen war.
    Im Winter wollte ich nicht, und jetzt habe ich hier im positiven Sinne so viel zu tun, dass ich eigentlich gar kein Bedürfnis nach "Urlaub" irgendwo habe. Wobei ich grundsätzlich unbedingt mal Fjorde anschauen möchte, wenn Gott dafür schon den Designpreis bekommen hat. In den norwegischen Bergen wandern möchte ich auch mal.
    Und vielleicht verschlägt es mich in den nächsten Wochen sogar mal nach Oslo. Im Munch-Museum gibt es gerade eine coole Ausstellung, wo Satyricon (Black Metal Band) einen Soundtrack für einige Bilder von Munch geschrieben hat.

    https://www.munchmuseet.no/en/exhibitions/satyricon--munch/?utm_source=Press+News&utm_campaign=1e7f946413-EMAIL_CAMPAIGN_2021_08_30_09_32_COPY_02&utm_medium=email&utm_term=0_7e4e555b47-1e7f946413-26340663&mc_cid=1e7f946413&mc_eid=bfb7291c2d

  • wenn Gott dafür schon den Designpreis bekommen hat.

    Hihihi :) :) :), Creative Design ;) vor 4.000 Jahren hat er die Welt aus dem Nichts geschlagen, und dann so etwas unsäglich dummes wie den Menschen geschaffen :) (das ist natürlich ein Scherz, ich halte uns nicht für dumm, aber in einigen Belangen überschauen wichtige Mitmenschen nicht die langfristigen Konsequenzen, denke ich).

    Und vielleicht verschlägt es mich in den nächsten Wochen sogar mal nach Oslo. Im Munch-Museum gibt es gerade eine coole Ausstellung, wo Satyricon (Black Metal Band) einen Soundtrack für einige Bilder von Munch geschrieben hat.

    Ja, schade. Das ist sicher eindrucksvoll.

  • @Room101 schrieb:

    @RichardDieSau schrieb:
    Ah da liegt das also, Schwester meiner Frau studiert gerade in Arvika um die Ecke :D

    Ach was. Die arbeitet aber nicht zufällig in nem Cafe dort?

    Ne, das ist eine Freundin von ihr.

  • Tolles Tagebuch, habe heute mal endlich wieder gelesen :+1: Besonders auch die Aspekte zur wirtschaftlichen Situation gefallen mir und helfen mir, ein besseres Bild vom Leben in Schweden zu bekommen.

    Ich bin im Sommer 2,5 Wochen in der Nähe von Västervik. Hast du für diese Region ein paar Tipps für mich?
    Hast du Erfahrungen mit Angeln in Schweden? Ich will Angelzeug mitnehmen, aber möglichst nur das, was ich auch brauche :)

  • @Daniel schrieb:
    Tolles Tagebuch, habe heute mal endlich wieder gelesen :+1: Besonders auch die Aspekte zur wirtschaftlichen Situation gefallen mir und helfen mir, ein besseres Bild vom Leben in Schweden zu bekommen.

    Ich bin im Sommer 2,5 Wochen in der Nähe von Västervik. Hast du für diese Region ein paar Tipps für mich?
    Hast du Erfahrungen mit Angeln in Schweden? Ich will Angelzeug mitnehmen, aber möglichst nur das, was ich auch brauche :)

    Ich habe für 6 Jahre lang in Schweden geangelt. Mal mehr mal weniger erfolgreich. Ich habe immer auf Raubfisch (Hecht, Barsch, Zander) geangelt. Entweder vom Ufer oder Kanu aus, manchmal auch Schleppangeln im Kanu. Ich habe damals mit einer 18 Kg Schnur geangelt und mir sind kaum Kunstköder flöten gegangen, weil ich z.B. Schilf o.ä einfach rausreißen konnte. Irgendwann mal habe ich mir einen Schilfblinker gekauft (das war ein Blinker, bei dem zwei Metallteile die Haken verdeckt haben und erst beim draufbeißen vom Fisch diese freigelegt wurden) und damit hat sich nie etwas verhakt.
    Angelschein brauchte ich damals nicht, nur eine Angelgenehmigung für das jeweilige Gewässer (aber hier sagt besser Jost etwas zu, bzw. du informierst dich ob das immer noch so ist).

  • @TylerDurden Danke schon mal für die Infos! Ich wollte vorrangig auf Raubfische gehen und werde mein Blinker Sortiment vor dem Urlaub noch etwas erweitern, ggf. vor Ort ein paar Blinker kaufen. Vielleicht haben die Locals in den Angelshops Tipps, welche Blinker gut gehen.

  • @Daniel schrieb:
    Tolles Tagebuch, habe heute mal endlich wieder gelesen :+1: Besonders auch die Aspekte zur wirtschaftlichen Situation gefallen mir und helfen mir, ein besseres Bild vom Leben in Schweden zu bekommen.

    Ich bin im Sommer 2,5 Wochen in der Nähe von Västervik. Hast du für diese Region ein paar Tipps für mich?
    Hast du Erfahrungen mit Angeln in Schweden? Ich will Angelzeug mitnehmen, aber möglichst nur das, was ich auch brauche :)

    Västervik kenne ich nur als Stadt, nicht die Umgebung. Ist aber schön dort, besonders im Sommer. Angelshops gibt es jedenfalls eigentlich in allen Städten, das dürfte eine gute Anlaufstelle sein. Wo es die Angellizenz für das Gebiet gibt, wo du dann angeln willst, musst du einfach erfragen. Manchmal kauft man die wo persönlich, manchmal gibt es auch Automaten oder man kauft sie per sms (meine zumindest, das auch mal gesehen zu haben).

    In Västervik gibt es eine schöne Wasserpromenade. Die wurde von einem der Abba-Mitglieder gebaut, im Zuge dessen, dass er dort auch ein stylisches Hotel gebaut hat (mit guter Gastronomie). Das war dann wohl so, dass es erst alle blöd fanden, weil es ja was neues war und ein bisschen moderneres Design (aber ehrlich gesagt nicht unpassend meiner Meinung nach). Jetzt, wo alles fertig ist, finden es dann wohl doch alle ganz prima. So, wie es oft halt ist.
    Es gibt außerdem ein kleines Freiluftmuseum (auch indoor, aber drin waren wir nicht). Ansonsten wirst du dort wahrscheinlich viele Schweden im Sommerurlaub treffen.
    Hier auf dem Bild siehst du das Hotel und rechts oben am Bild (mit dem kleinen Turm) ist dann auch schon das Freilichtmuseum.
    https://visitsweden.de/regionen/sudschweden/smaland/restaurant-slottsholmen-in-vastervik/

  • @Room101 Vielleicht möchtest du ein winziges kleines Update geben? :-)

  • @andreas_n schrieb:
    @Room101 Vielleicht möchtest du ein winziges kleines Update geben? :-)

    Ja!

  • bearbeitet September 2022

    Inzwischen sind wir über ein Jahr in Schweden und haben einmal den kompletten Verlauf der Jahreszeiten erlebt. Schweden ist ein Land, was in dieser Hinsicht ein bisschen extremer ist, als wir es aus Deutschland gekannt haben. Und das, obwohl wir noch nicht einmal sehr weit nördlich wohnen.
    Zur Zeit färben sich die Blätter der Bäume - zuerst die der Birken, dann die anderen - und segeln gen Boden. Die Ernte des Jahres ist größtenteils eingefahren, die ersten Frostnächte liegen schon hinter uns. Tagsüber haben wir noch angenehme Temperaturen, zwischen 15 und 20 Grad, meist eher in Richtung 15. Bald wird es deutlich kühler werden und der kommende Winter wird sich nicht mehr ignorieren lassen. Der wird wieder lang werden. Ob er so kalt wird wie der vergangene, wird sich zeigen. Sicher ist aber, dass wir in diesem Jahr etwas weniger abenteuerlich wohnen, wenn es richtig kalt ist. Sprich: in einem "richtigen Haus". Ich persönlich freue mich auch auf den Winter. Es ist eine Zeit, in der sich das Leben wieder etwas nach innen kehrt. Die Natur ruht, draußen ist kaum noch Arbeit zu tun. In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel am Grundstück gearbeitet. Das war teilweise zwar wirklich verdammt anstrengend, aber auch sehr befriedigend. Teilweise müssen wir es hier wie die Bauern machen, denen die umliegenden Felder gehören: wenn das Wetter gerade passt, müssen entsprechende Tätigkeiten einfach gemacht werden.

    Im Sommer gehörte dazu zum Beispiel das Rasenmähen. Beide Grundstücke, ungefähr alle zwei Wochen, weil das Gras bei dem vielen Licht im Sommer wächst wie Sau. Damit ist jeweils ein halber Tag Arbeit in der Sonne verbracht, in der Gesellschaft von zahlreichen Mücken und Bremsen.
    Auch das Gießen, Ziehen und Pflegen der Pflanzen nimmt einiges an Zeit in Anspruch, auch wenn es nicht wirklich anstrengend ist. Mit dem Wetter hatten wir hier in diesem Sommer Glück. Wir hatten zwei Phasen, in denen es einige Tage lang über oder um die 30 Grad warm war, ansonsten waren die Temperaturen sehr angenehm und es hat nach einem sehr trockenen April auch immer mal wieder geregnet.
    Die Baumstämme, die hier noch gefällt lagen von den Vorbesitzern (waren um die 10), sind inzwischen komplett verarbeitet. Zusätzlich haben wir noch eine größere Ladung Feuerholz geschenkt bekommen. Für die Verarbeitung der Stämme habe ich geschätzt etwa 35 Stunden aufgewendet. Jetzt ist ein massiver Vorrat an Feuerholz in unserer Scheune und trocknet für nächstes Jahr.
    In den letzten Tagen haben wir noch neue Beete angelegt. Wir haben das Glück, bei einem Nachbarn um die Ecke auf einen riesigen Berg voller Scheiße zugreifen zu können. Der hat nämlich seinen Pferdemist seit Jahrzehnten an seiner Scheune an die Wand geschaufelt. Daraus ist inzwischen ein mehr als zehn Meter langer, mehr als 3 Meter breiter und geschätzt 3-4 Meter hoher Berg geworden, wo man mit Schubkarre und Schaufel beste, quasi komplett kompostierte Pferdescheiße voller Würmer abbauen kann. Daraus hatten wir im Sommer schon, recht spät für das Anbaujahr, zwei Beete gemacht. Also vorhandene Beete von den Pflanzen bereinigt, die darin waren, und dann das Ganze mit Kompost dick belegt. Rote Beete, Mangold und Grünkohl wachsen darin wie Sau, und das wird im kommenden Jahr intensiviert werden. Zusätzlich habe ich zwei No-Dig Beete vorbereitet, also mit Karton auf dem Boden und Kompost darauf. Mal sehen, wie das funktionieren wird. Jedenfalls war auch das wirklich viel Arbeit.
    Ich betrachte die viele Arbeit als absolutes Privileg. Ich kann meine Zeit damit verbringen, in der Natur in einer schönen Umgebung zu sein und durch Arbeit stärker zu werden. Bewusst habe ich mir viele Tätigkeiten nicht so einfach wie möglich gemacht. Das Feuerholz hätte ich zum Beispiel, nachdem wir die Stämme mit der Kettensäge zertrennt hatten, auch mit einer Spaltmaschine produzieren können. Das wäre sicherlich schneller gegangen und das Ergebnis wären gleichmäßigere Scheite gewesen. So aber hatte ich Spaß mit meiner Axt und habe es bewusst als Workout gesehen. An einigen Tagen habe ich andere Übungen eingebaut (einen Block hacken, dann 10 Liegestütz, oder 5 Klimmzüge, oder 10 Ausfallschritte). Ich habe sogar noch alle 10 Finger, um das hier zu schreiben. War also eine gute Entscheidung, das so zu machen, denke ich.

    Es war auch sehr schön, das viele Licht im Sommer zu erleben, auch wenn es teilweise sehr ungewohnt war. Man verliert ein bisschen das Gefühl für die Zeit, denkt, es sei ja noch gar nicht so spät, obwohl es schon 23 Uhr ist und immer noch hell draußen. Im Winter passiert das auch, nur umgekehrt. Ein bisschen kurios ist, dass es in schwedischen Häusern (außer in Neubauten wahrscheinlich) keine klassischen Rollos gibt, wie man es aus Deutschland kennt. Eine komplette Verdunkelung nachts ist also recht schwer oder nicht zu erreichen. Die Leute hier hängen sich oft einfach eine Decke vors Fenster. Das abendliche Licht im Sommer ist besonders, weil die Sonne dann ziemlich flach steht und die Landschaft sehr idyllisch beleuchtet, wie ein seeehr lang herausgezogener Sonnenuntergang. Es ist ein goldenes Licht @Johannes .

    Und es ist nach wie vor eine reichhaltige Natur hier, voller Tier- und Pflanzenleben. Gerade musste ich drei Rehe aus dem Garten verscheuchen, die sehr neugierig auf die beiden restlichen Kürbisse waren, die noch im Garten wachsen. Elche sehen wir zur Zeit wieder fast täglich, Rehe sowieso. Wir freuen uns auch schon auf den Winter, wo wir an den Apfelbäumen wieder Futter für die Vögel aufhängen und ihnen aus der Küche beim Fressen zusehen können.

    Bald wird also wieder alles erst bunt, dann braun/grau und dann wahrscheinlich weiß. Letztes Jahr hat der Winter so lange gedauert, dass mir das Bild im Kopf völlig verschwunden war, wie die Landschaft in grün und bunt aussieht. Das wird einem hier im Sommer eindrücklich wieder in den Sinn gerufen, so dass man fast vergisst, dass es den Winter gab. Und doch kommt der nächste Winter. Es ist kein Leben wie am Äquator, wo jeder Tag gleich ist und gleich lang. Aber ich würde es nicht tauschen wollen.

  • Für aktuelle Bilder verlinke ich wie immer auf den Blog meiner Frau:
    https://sandrasverige.home.blog

  • @Room101 schrieb:
    Inzwischen sind wir über ein Jahr in Schweden und haben einmal den kompletten Verlauf der Jahreszeiten erlebt. Schweden ist ein Land, was in dieser Hinsicht ein bisschen extremer ist, als wir es aus Deutschland gekannt haben. Und das, obwohl wir noch nicht einmal sehr weit nördlich wohnen.

    Man kann sogar aus deinen Worten herauslesen, dass du dich verändert hast. Ich habe die Beschreibung sehr genossen. Das ist fast lyrisch und doch spiegelt es einfach ein naturverbundenes Leben wider. Danke für das Update.

    Bei mir ist es ein bisschen anders oder es liegt daran, dass bei euch der Herbst schon angekommen ist. Dieses nach Innen kehren und ich nenne es einfach mal das erwachen der Seele, nachdem sie reich genährt wurde. Mir fällt es (vielleicht noch) schwer, das auch in Worte zu fassen. Im Winter treibt das mehr, aber bisher bin ich eher still und genieße noch. Daher hat es mich gefreut solche Worte zu hören (lesen).

  • bearbeitet September 2022

    @Pinocio_schrieb:

    >

    Ich habe die Beschreibung sehr genossen. Das ist fast lyrisch

    >

    Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Das ist wirklich toll.
    Ich bin ja dabei, mich selber aufzubauen. Mein Projekt geht in eine recht ähnliche Richtung. Obwohl mir das Münsterland reicht, ein schöner Resthof.

    @Room101_schrieb:
    >

    Zusätzlich habe ich zwei No-Dig Beete vorbereitet

    >
    Was heißt das? Ist das, was man für die Ernte vorbereitet, gestaltet, nicht immer darauf ausgelegt, darin zu graben?

    @Room101_schrieb:
    >

    Jetzt ist ein massiver Vorrat an Feuerholz in unserer Scheune

    >
    Was ich im Folgenden schreibe, klingt als Kritik oder Angriff. Das meine ich so aber nicht. Jeder muß seinen, auch wirtschaftlichen Notwendigkeiten folgen.
    Aber: Holzverfeuerung verursacht im Verhältnis mehr Feinstaub als irgendetwas anderes auf dieser Welt. Das ist ein gesundheitliches Risiko. Feinstaub sammelt sich in den Lungen und wird nie wieder ausgespült, dafür haben wir einfach keinen Mechanismus. Mein Plan ist, mit Strom zu heißen und zwar aus einem eigenen kleinen Windrad. Wenn ich denn mal auch nur ansatzweise in die Richtung eigener Hof komme.

    @Room101_schrieb:
    >

    Ich betrachte die viele Arbeit als absolutes Privileg. Ich kann meine Zeit damit verbringen, in der Natur in einer schönen Umgebung zu sein >und durch Arbeit stärker zu werden. Bewusst habe ich mir viele Tätigkeiten nicht so einfach wie möglich gemacht. Das Feuerholz hätte ich >zum Beispiel, nachdem wir die Stämme mit der Kettensäge zertrennt hatten, auch mit einer Spaltmaschine produzieren können. Das wäre >sicherlich schneller gegangen und das Ergebnis wären gleichmäßigere Scheite gewesen. So aber hatte ich Spaß mit meiner Axt und habe es >bewusst als Workout gesehen.

    >
    Anders kann es nicht sein, selbstbestimmt und selbstorientiert.
    Ich habe mal in den 70ern einen französischen Spielfilm im Kinderkino der Pfarrei gesehen. Da hat ein Mann sich ein Leben im Bett eingerichtet, mit allen möglichen Vorrichtungen, um das Bett nicht verlassen zu müssen und um so wenig machen müssen wie möglich.
    Das fand ich so toll, daß ich mich bis heute daran erinnere, aber so wollte ich nicht leben. Ich bin mal mit zwei schweren Einkaufstüten vom Aldi nach Hause gelaufen, war anstrengend. Auf dem Weg sprach mich ein junger Mann erstaunt an und fragte: "Warum machst Du das, Du kannst doch die U-Bahn nehmen?" (Wahrscheinlich hat er mich gesiezt). "Das ist body-building für Arme." War meine Erwiderung. Und das meine ich so, man muß nicht jeder Trägheit nachgeben.

    @Room101_schrieb:
    >

    Eine komplette Verdunkelung nachts ist also recht schwer oder nicht zu erreichen.

    >
    Das ist mir in Romanen und Filmen aufgefallen. Die Leute schlafen in Skandinavien im Sommer in Lichtverhältnissen, die ich nicht ertragen könnte. Das würde ich tatsächlich ändern, und wenn ich es mir importieren müsste. Meine Fenster hätten Fensterläden UND Rolläden. Das stellt im Winter eine zusätzliche Wärmedämmung dar.

    @Room101_schrieb:
    >

    Gerade musste ich drei Rehe aus dem Garten verscheuchen, die sehr neugierig auf die beiden restlichen Kürbisse waren, die noch im >Garten wachsen.

    >
    Rehe schubsen :), ernsthaft, nicht um die Tiere zu ärgern, aber dieser Kontakt zur Natur ist einfach toll.

    Viel Spaß noch und frohes Schaffen.

    P.S.: Das sind wirklich schöne Photos im blog.
    Ray ist ein Wallach?
    Für die Elchfliegen hätte ich einen Plastikschaber dabei.

  • Vielen Dank für das Update! Sehr spannend zu lesen, was sich in dem einen Jahr so alles bei euch getan hat bzw. Ihr getan habt :)

  • bearbeitet September 2022

    Auf Sandras Blog haben wir eine kleine Umfrage erstellt, die uns dabei helfen soll, den Blog in Zukunft auszurichten. Es würde mich freuen, wenn die Leser von hier auch kurz mitmachen!
    https://sandrasverige.home.blog/2022/09/17/100-kleine-umfrage/

    Einige Zahlen zu unserem Leben hier:

    Unsere Anbaufläche haben wir in diesem Herbst ausgebaut auf knapp 25qm reine Beetfläche. Dazu kommen zwei Hügelbeete und viele Kübel/Töpfe.

    Schätzwerte zu unserem diesjährigen Anbau:

    • etwa 100 Cherrytomaten
    • etwa 10 kleine Paprika
    • 6kg Zucchini
    • 9kg Kürbis
    • etwa 30 Chili
    • paar Physalis
    • Reichlich Schnittlauch/Frühlingszwiebeln/ einige wenige Zwiebeln/Chalotten
    • Ungefähr 2l Apfelmus (die Äpfel waren in diesem Jahr leider alle verwurmt, auch bei den Nachbarn)
    • Kresse
    • 6kg Mangold
    • 5kg rote Beete
    • 10 Radieschenpflanzen (werden noch geerntet)
    • 3kg Gurke
    • 500g Bohnen
    • 7kg Rhabarber
    • 2 Mini-Kolben Mais
    • 2-3kg Grünkohl
    • Thymian
    • viel Giersch
    • etwa 2kg Himbeeren
    • etwa 1kg Johannisbeeren

    Dafür, dass das jetzt erst einmal ein Probieren war, was geht und was nicht, und wir die verschiedenen Anbauorte hier noch nicht richtig einschätzen konnten, sind wir zufrieden. Nächstes Jahr wird dann vermutlich erheblich ertragreicher.

    Gesammelt haben wir:

    • über 10kg Preiselbeeren
    • etwa 5kg Blaubeeren
    • etwa 500g Moltebeeren
    • Um die 5kg Pfifferlinge und einige andere Pilze

    Teilweise haben wir die Beeren verarbeitet, aber die meisten haben wir so, wie sie sind, eingefroren. Die Sammelsaison ist noch nicht vorbei, und hier im Wald finden sich wirklich Mengen, die man sich kaum vorstellen kann. Wenn ich bedenke, dass ich sonst häufig gekaufte Beeren esse, spare ich mir durch das Sammeln zwischen 5 und 10€ pro Woche. Unabhängig davon sehe ich auch solche Sammelausflüge als Privileg: ich habe die Zeit und die Möglichkeit, in der Natur zu sein und zusätzlich noch Essen dafür zu bekommen.
    Inzwischen ist der limitierende Faktor der Platz in Kühl- und Gefrierschrank.

    Der Eigenanbau und das Sammeln sind die besten Methoden, Lebensmittel in der bestmöglichen Qualität zu bekommen. Frisch, unbehandelt, regional. Es spart Verpackungsmüll. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, sich zu einem gewissen Grad selbst zu versorgen. Zusätzlich dazu ist es natürlich auch eine immense Ersparnis im Vergleich zu Einkäufen im Supermarkt. Zum Beispiel: Mangold-Saatgut für etwa 2€ hat dieses Jahr einen Ertrag von 6kg erbracht. Hätten wir früher gesät und eventuell in mehreren Kohorten und dann zusätzlich das Beet noch eingezäunt, wären es sicherlich weit über 10kg geworden. Jetzt, wo es im Herbst kalt wird, fressen die Rehe die Pflanzenherzen allnächtlich ab, so dass kaum noch etwas nachwachsen kann. Den Sommer über hatten wir aber weder mit Schnecken ein großes Problem, noch mit den Rehen. Trotzdem wird nächstes Jahr alles eingezäunt.

    Steigende Lebensmittelpreise und Inflation sind auch hier in Schweden ein Thema. Gut ist, dass durch die Arbeit meiner Frau im Supermarkt keine extra Anfahrtskosten zum Einkaufen entstehen und wir regelmäßig auch sehr gute Angebote nutzen können. Letztens gab es schwedisches Wurzelgemüse (Zwiebeln, rote Beete, Möhren, Pastinaken, Sellerie) für umgerechnet 30cent pro Kilo, davon haben wir einiges verarbeitet und fermentiert oder eingefroren. Oder letzte Woche Weißkohl, auch für 30cent pro Kilo. Das heißt, wir haben jetzt auch viele Gläser voller Sauerkraut-Variationen. Für den Herbst haben wir ein Lamm bestellt. Die Herde steht beim Nachbarn, 200 Meter entfernt. Das Tier wird dann grob zerlegt und wird etwa 5-6€ pro Kilo kosten. Wenn wir Glück haben, bekommen wir zusätzlich Herzen und Leber aller geschlachteten Tiere. Wir können also auch hier und auch in diesen widrigen Zeiten gut essen und wirtschaften.

    Ebenso ein Thema sind steigende Energiekosten. Schweden ist zwar relativ unabhängig von Russland, was die Energieversorgung angeht, und ist auch ansonsten ganz okay aufgestellt, was den Energiemix angeht. Schweden ist einer der wenigen Stromexporteure in Europa, insbesondere Südschweden ist so eng mit den Nachbarn Dänemark und auch Deutschland verwoben. Probleme von dort schwappen also auch über. Grundsätzlich gibt es hier drei Strombezirke (Nord-, Mittel- und Südschweden) und der Strom ist von Nord nach Süd immer teurer, weil der Strom vor allem im Norden produziert wird. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Schweden hat einen Stromvertrag ohne Preisbindung. Das heißt, in der Vergangenheit konnte, je nach Wetterlage und Stromproduktion, der Preis für sie in einem Monat extrem billig sein (wirklich fast geschenkt), oder sehr teuer. Letztes Jahr war schon extrem volatil, innerhalb von 12 Monaten gab es den billisten und den teuersten Strompreis aller Zeiten in Schweden. Und momentan sind diese Menschen nicht so gut dran, was den Strompreis betrifft. Wir selber haben an beiden Grundstücken einen günstigen Festpreisvertrag abgeschlossen, so dass wir bis zum nächsten Herbst erst einmal safe sind. Dann müssen wir einen neuen Vertrag schließen und hoffen, dass sich die Lage bis dahin etwas beruhigt.

    Das ist vor allem für die Hütten relevant, die komplett mit Strom beheizt werden.
    Hier im Haus steht ein Kombi-Heizkessel für Öl und Brennholz im Keller. Brennholz ist für uns umsonst, wir haben aber bisher nur die Ölbefeuerung gefahren, das war noch das restliche Öl der Vorbesitzerin. Kürzlich haben wir 1500l Öl für etwa 2800€ geliefert bekommen. Jetzt über den Sommer war die Heizung komplett aus, so dass wir auch kein Warmwasser hatten. Das ist/war kein Problem, für ungefähr 3 Monate im Jahr sollte das immer gehen. Bald werden wir aber die Heizung wieder anlaufen lassen. Das Thermostat im Winter ist so eingestellt, dass das Haus etwa 15 Grad hat, und in der Küche läuft dann bei Bedarf zusätzlich der Holzherd. Den genauen Ölverbrauch zu errechnen, ist etwas schwer, weil die Skala auf dem Tank leider nicht wirklich stimmt. Nach dem, was wir im letzten Winter gesehen haben, sollte der jetzige Füllstand aber für die kompletten nächsten 12 Monate reichen, das wären dann Ölkosten von irgendwas zwischen 200 und 250€ pro Monat. Wir werden ausprobieren, wie praktikabel es ist, das mit Holzverfeuerung noch zu reduzieren. Öl läuft bequem, automatisch und nebenbei, gesteuert vom Thermostat. Beim Holz müssen wir erst einmal ein Gefühl bekommen, wie viel Holz wie lange wie warm macht und so weiter. Es braucht Anwesenheit, Kontrolle, kann vermutlich auch mal im Keller qualmen, ist also etwas unpraktischer. Dafür ist es für uns gratis und wir können/ werden jedes Jahr aus unseren eigenen Bäumen Holz machen.

  • Für die kleine Anbaufläche und das ihr erst angefangen habt ist das eine beachtliche Menge was ihr rausgeholt habt. Habt ihr so guten Boden dort? Und wie staffelt ihr?
    Als Tipp wegen der Physalis, die ja tatsächlich nicht besonders ertragreich sind, schaut euch mal Ananasphysalis an. Die tragen wie der Wahnsinn, bei mir fing es im Juni an und lässt erst jetzt langsam nach. Ich konnte von 2 Pflanzen täglich (!) 2 große Hände voll ernten. Der Geschmack ist super, wirklich leicht nach Ananas und weniger säure als die echte Physalis.
    Mangold ist wirklich eine super ertragreiche Pflanze und man kann die Stängel auch trocknen, falls das eine Option für euch ist, spart Platz im Gefrierschrank. Eine Bekannte hat sie auch fermentiert und sagte es sei wirklich lecker.
    Kartoffeln sind übrigens ein sehr dankbares Gemüse, ich habe dieses Jahr auf 25qm bisher etwas über 60kg geerntet, 1/3 steht noch. Habe jetzt mal eine neu angebaute Sorte dabei, die spät erntereif wird, es ist eine Sorte, die aus schweizer Alpen kommt bzw. dort angebaut wird und für eher raueres Klima geeignet ist, also könnte die doch auch etwas für euch sein. Habe letzte Woche mal eine Pflanze probegeerntet und sage und schreibe 1,5kg Knollen dran gehabt (normal sind so ca. 700g). Auch recht große, aber natürlich auch einige kleine. Die Sorte ist weißfleischig, äußerst lecker, allerdings mehlig. Sie heißt Weltwunder.

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