Corona-Impfung in einer Partnerschaft

Hallo,

Wie steht ihr zur aktuellen Corona Impfung?

Besonders in einer Partnerschaft, wenn zwei gegensätzliche Meinungen zusammentreffen?
Kann man vom seinem Partner, erwarten sich nicht impfen zu lassen?
Denn es betrifft indirekt beide Personen, wenn die geimpfte Person Schäden davon trägt, eventuell unfruchtbar wird oder im schlimmsten Fall sogar stirbt.
Besonders schwierig ist es, wenn der Partner/Partnerinn einen Beruf ausübt, der früher oder später eine solche Impfung vorschreibt.

Was ist eure Meinung darüber?

Kommentare

  • Ist das Ziel deiner Frage mehr das allgemeine "Wie handhabt man Differenzen in einer Partnerschaft" oder mehr bezogen auf den konkreten Fall mit Impfung?
    Ich denke bei letzterem wird es nur ein wildes hin- und her und wird hier nicht sinnvoll enden. Ich frag mich wie man auf die begründete Idee kommt von so einer Impfung schwere Schäden zu bekommen.

  • Wie du und dein Partner Druck und Zwang moralisch oder emotional bewerten, müsst ihr selbst wissen. Und über die indirekte Schädigung könnt ihr halt reden, aber was sollen wir dazu sagen? Für mich persönlich kommt eine Raucherin nicht in Betracht. Genauso wenig, mich von vornherein auf eine Todkranke einzulassen. Bei einer Kuchenliebhaberin sieht das anders aus. Alles Frage der persönlichen Verträglichkeit. Impfen lassen werde ich mich nicht, soweit es möglich ist.

  • Ich würde mich auch nie impfen lassen...

  • Die "Würdest du dich impfen lassen"-Diskussion kam innerhalb meiner Familie auf. Ich habe mich da enthalten, da ich mich zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht mit der Frage ernsthaft auseinandergesetzt habe. Jedoch waren alle anderen der Meinung, es sei aus Solidarität eine Pflicht, sich impfen zu lassen. Die Aussage war immer wieder "ICH habe keine Angst vor C., aber wir müssen mitmachen, damit der Scheiß endlich mal vorbei geht.". Wenn du dich nicht impfen lässt, bist du asozial, habe ich zu verstehen bekommen. So kommt zur rationalen Entscheidung und dem Bauchgefühl auch noch sozialer Druck.

  • @Gnahn schrieb:
    Die "Würdest du dich impfen lassen"-Diskussion kam innerhalb meiner Familie auf. Ich habe mich da enthalten, da ich mich zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht mit der Frage ernsthaft auseinandergesetzt habe. Jedoch waren alle anderen der Meinung, es sei aus Solidarität eine Pflicht, sich impfen zu lassen. Die Aussage war immer wieder "ICH habe keine Angst vor C., aber wir müssen mitmachen, damit der Scheiß endlich mal vorbei geht.". Wenn du dich nicht impfen lässt, bist du asozial, habe ich zu verstehen bekommen. So kommt zur rationalen Entscheidung und dem Bauchgefühl auch noch sozialer Druck.

    Ich habe mich mit dem Thema auch noch nicht auseinander gesetzt. Aber diese Stimmung mit dem "Impfdruck" wie du ihn beschreibst nehme ich im sozialem Umfeld auch hier und da war.

  • Zum Glück würden die meisten hier im Forum ja sowieso frühestens in 6 Monaten geimpft.

    Ich habe aktuell eine starke Tendenz mich nicht impfen zu lassen. Ich habe den Eindruck, dass es aktuell noch keine verwertbaren Daten zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen gibt. Es wird lediglich behauptet, dass der Impfstoff super wirksam und super sicher sei - diese grunlagenlosen Behauptungen schrecken mich ab!

    Es kann natürlich sein, dass sich diese Behauptungen in Zeitraum X als wahr herausstellen. Wenn dem so ist, würde ich mir überlegen mich impfen zu lassen. Bis dahin vertraue ich aber darauf und arbeite daran, dass mein Immunsystem Corona ab kann und nehme nicht in einem medizinischen Experiment teil.

  • bearbeitet 29. Januar

    Ich sehe es eigentlich so wie Gnahs Familie. Die meisten werden eine Infektion gut wegstecken (kenn aber auch persönlich einige Fälle u30 von halbwegs fitten Menschen die ins Krankenhaus mussten), aber es ist eine solidarische Aktion da mitzumachen.
    Find das diesbezüglich spannend aus China, wo man Kommentare bekommt wie sehr wir westlichen Individualisten uns doch im Weg stehen für koordinierte gemeinsame Aktionen. Nicht dass da alles sauber läuft in China, aber in dem Punkt finde ich haben sie nicht ganz unrecht. Viele sind meiner Meinung nach viel zu ich-bezogen in dem Punkt.
    Und zum Thema "medizinisches Experiment": ich glaub die meisten tun unbewusst ihrem Körper so viel Shit an, der viel mehr eine Rolle spielt und überarbeitet werden müsste als ne 0.3mL Injektion von RNA...

  • @RichardDieSau der Gedanken der Solidarität wäre ja nur dann wichtig, wenn man durch die Impfung eine Ansteckung bzw. weitertragen von Corona verhindern könnte. Das ist soweit ich weiß bisher nicht nachgewiesen.

  • @Daniel schrieb:
    @RichardDieSau der Gedanken der Solidarität wäre ja nur dann wichtig, wenn man durch die Impfung eine Ansteckung bzw. weitertragen von Corona verhindern könnte. Das ist soweit ich weiß bisher nicht nachgewiesen.

    Wir haben eine EU Zulassungsstelle, deren Job es ist sowas zu verifizieren. Ich leg da zumindest mein Vertrauen rein, dass die ihren Job machen, wie es auch im Lebensmittelbereich etc passiert (das ist nicht ohne da durchzukommen, hab Kontakte in der Branche). Klar dass die jetzt auch Sonderzulassungssystem fahren, aber das ist jetzt halt so notwendig.

    Der Computer den wir alle hier benutzen ist auch nicht mathematisch bewiesen sicher, hat hunderte Schwachstellen die einem möglicherweise privates Wissen abhanden kommen lassen, aber wir nutzen es trotzdem. Ich beurteile für mich die Situation so, dass der potentielle Gewinn durch einen erfolgreichen Impfstoff deutlich die Risiken überwiegt.

  • Ich seh sowas halt auch gern wirtschaftlich: ein Impfstoff für Covid ist ein enormes Pharma-Prestige Projekt. Wenn dein Impfstoff es nicht bringt, dann fällt das nachträglich auf. Und das bedeutet einen ziemlichen Kurseinbruch für das Unternehmen (heads-will-roll). Ich denke da wird sich keiner denken, dass die VW Abgasstrategie hier angebracht wäre, wo das Produkt im Fokus der ganzen Weltbevölkerung steht.

  • @RichardDieSau

    aber es ist eine solidarische Aktion da mitzumachen.

    Natürlich. Sich solidarisch zu verhalten, bedeutet, sich für etwas einzusetzen. Ich sage das mal so deutlich, weil dieser Begriff in meinen Augen völlig überstrapaziert wird. Wenn Solidarität moralisiert wird, müsste man eben Flagge bekennen. Eine solche allgemein höhere Solidarität ist aber nicht gewollt, sondern nur die Solidarität für die eigene Sache - so wird das nicht formuliert, aber jeder weiß, wohin die Reise gehen soll. Wenn man sich also bedrängt fühlt, dann weil man eine andere Meinung bzw. andere Werte hat. Nachgeben entgegen den eigenen Überzeugungen, darum gehts dann. Damit das überhaupt klappen kann, müssten andere Ideen die Überzeugungen überlagern, z.B. die Angst vor sozialen oder rechtlichen Sanktionen. Also ganz konkret: Blinde Solidarität für den anderen macht einen zu keinem guten Menschen, es ist schlichtweg Unterwerfung, weil man sich Vorteile verspricht (Stichwort: Gutmensch), den Druck nicht ertragen kann und/oder zu wenig von sich hält.

    Und um mal aufzuzeigen, dass man als Sich-nicht-Impfender nicht unbedingt auch gleich unmoralisch sein muss (sondern es auf die Perspektive ankommt):

    Inwiefern ist es moralisch, sich selbst zu schützen? Man könnte genauso gut sagen, dass es besser wäre, anderen die eigene Impfdosis zu überlassen. Wieso ist es meine Aufgabe, für die nette alte Dame von nebenan den Mittelsmann zu spielen, obwohl sie ihren Schutz der Idee nach jetzt (oder bald, zumindest schneller als ich) selbst in der Hand hat?

    Und im größeren Kontext: Ist es moralisch, die Gesundheit einiger über die freiheitlichen, finanziellen und gesundheitlichen Aufwendungen anderer zu stellen?

    Find das diesbezüglich spannend aus China, wo man Kommentare bekommt wie sehr wir westlichen Individualisten uns doch im Weg stehen für koordinierte gemeinsame Aktionen. Nicht dass da alles sauber läuft in China, aber in dem Punkt finde ich haben sie nicht ganz unrecht.

    Wohl eher: Wir westlichen Individualisten stehen nicht uns selbst im Weg, einige Individualisten stehen anderen Individualisten im Weg. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir obige Ideen mehr Sorgen machen als das aktuelle Tagesgeschehen.

    Viele sind meiner Meinung nach viel zu ich-bezogen in dem Punkt.

    Weil sie eine andere Meinung haben als du? Dieses Denken führt nur in eine Richtung: Diktatur, Unterwürfigkeit und echt beschissene Laune.

  • @Moritz schrieb:

    Inwiefern ist es moralisch, sich selbst zu schützen? Man könnte genauso gut sagen, dass es besser wäre, anderen die eigene Impfdosis zu überlassen. Wieso ist es meine Aufgabe, für die nette alte Dame von nebenan den Mittelsmann zu spielen, obwohl sie ihren Schutz der Idee nach jetzt (oder bald, zumindest schneller als ich) selbst in der Hand hat?

    Ich sehe keinen Selbstschutz im Auslassen der Impfung, ich beurteile für mich das Risiko des maximalen Schadens der Impfungen durch Nebenwirkungen deutlich kleiner als das einer Coronainfektion.
    Ich denke der zentrale Punkt um den sich alles windet ist, was Sascha auch letztens ansprach: Vertrauen.
    Ich hab bisher für mich keinen Grund gefunden, den Sinn und die Sicherheit der Impfung in Frage zu stellen.

    Und im größeren Kontext: Ist es moralisch, die Gesundheit einiger über die freiheitlichen, finanziellen und gesundheitlichen Aufwendungen anderer zu stellen?

    Das ist tatsächlich ein enorm schwieriger Punkt, der (mmn) keine schlussendliche Wahrheit hat, sondern nur Interpretationen.


    Ich find es insgesamt interessant, wie die Situation zur Lagerbildung führt und was die Menschen dazu bewegt hat, diese konkrete Position einzunehmen. Ich hab meine Pro-Impfungsblase hier und kenn eher wenige die dagegen sind (und die paar die ich Persönlich kenne sind mir zu tief in "wir haben unsere Fakten" (wörtliches Zitat)). Daher finde ich es vor allem spannend, wie das in wie hier angesprochenen Beziehungen ist, wo zwei Meinungen existieren.

  • @RichardDieSau schrieb:
    Ich seh sowas halt auch gern wirtschaftlich: ein Impfstoff für Covid ist ein enormes Pharma-Prestige Projekt. Wenn dein Impfstoff es nicht bringt, dann fällt das nachträglich auf. Und das bedeutet einen ziemlichen Kurseinbruch für das Unternehmen (heads-will-roll). Ich denke da wird sich keiner denken, dass die VW Abgasstrategie hier angebracht wäre, wo das Produkt im Fokus der ganzen Weltbevölkerung steht.

    Auch "die da oben" haben ihre eigenen Biases.

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