Wann ist der richtige Zeitpunkt für uns Männer eine feste Beziehung anzugehen ?

Sollten wir unsere Energie erst in uns selber investieren, um ein würdiger Partner zu werden, anstatt Energie an eine Beziehung zu verlieren ?
Sollten wir uns früh jemand suchen mit dem wir gemeinsam wachsen können, anstatt viel Energie an Einsamkeit zu verlieren ?
Wir müssen würdige Partner werden, aber wie lange warten wir ? Ab sind wir "gut genug" für eine Frau ?
Was ist besser für uns und was ist besser für unsere potenzielle Partnerin ?
Hängt die Antwort von individuellen Faktoren ab ?

Kommentare

  • Wir müssen würdige Partner werden, aber wie lange warten wir ? Ab sind wir "gut genug" für eine Frau ?

    Ich würde sagen: Wenn eine würdige Frau dich für würdig erachtet bist du auch würdig.

  • bearbeitet 24. Oktober

    @Johannes schrieb:

    Wir müssen würdige Partner werden, aber wie lange warten wir ? Ab sind wir "gut genug" für eine Frau ?

    Ich würde sagen: Wenn eine würdige Frau dich für würdig erachtet bist du auch würdig.

    Das würde aber vorraussetzen, dass man von einer Frau spricht die die Fähigkeit besitzt einen würdigen Mann zu erkennen + das ich selber erkenne, dass die Frau diese Fähigkeit besitzt. Sonst werde ich nachher noch für Würdig erklärt obwohl ich es gar nicht bin....
    Wenn das "Würdig sein" sich darin ausdrückt gewisse Dinge tun zu können (z.B. einen Konflinkt verbal lösen, sich gut ernähren, andere versorgen usw.), dann will ich auch ein Feedback, dass ich darin scheiße bin.

  • Irgendwie fand ich die Eingangsfrage suspekt, aber ja man kann sich so etwas schon fragen. Manchmal bin ich da glaube ich zu wenig zu unrational. Ich versuche es trotzdem mal mit einer Antwort.

    Selbstentwicklung sollte immer unabhängig von Partnerschaft gemacht werden, es sind andere Aspekte, die wichtig werden in einer Partnerschaft, aber man sollte sich dennoch auch das eigene "Vorankommen" bewahren. Das ist gut für den Partner und für mich.
    Eine Partnerschaft ist weder gut noch schlecht, noch verliert man Energie oder sowas, es ist einfach Teil des Weges. Wenn man sich vertut, dann hat man ja nicht Zeit verloren, sondern Erfahrung gewonnen, die einem für künftige Partnerschaften hilft.
    Zur Würdigkeit, man bekommt den Partner der gerade zu einem passt, dann schafft man es gemeinsame Entwicklung zu machen dorthin wo man hinwill oder man trennt sich. Das würde ich gar nicht so davon abhängig machen, ob ich schon "vollkommen würdig" bin. Wenn wir ehrlich sind, sind wir doch nie ganz fertig. Zudem bedenke wie verschieden die Ansprüche, Geschmäcker und Visionen sind.

    Was Partnerfindung angeht, wenn du so eine Person findest, die potenziell dein Partner sein kann, dann merkt man das direkt. Das ist meine Erfahrung. Allerdings muss man dazu bereit sein allein zu bleiben und man sollte nicht auf der Suche sein, man sollte auch offen sein für das was kommt, vieles übersieht man sonst. Und dann stellt sich diese Frage gar nicht, dann fühlt sich das nicht so an als ob man in die Beziehung investieren muss, weil sich alles fügt.
    Ich denke, ein großes Problem ist, dass viele Menschen denken sie brauchen unbedingt eine Frau an ihrer Seite um ganz zu sein und die muss dann auch noch irgendwelche Kriterien erfüllen. Und ja irgendwie ist das auch so, dass es sehr schön mit einem Partner ist, aber das brauchen muss durch wollen ersetzt werden. Wenn man jemanden braucht, dann geht man unnötige Kompromisse ein, es entsteht Konfliktpotenzial, man wird abhängig von der Person, man möchte sie formen, aber auch nicht verlieren und all das zusammen ergibt so eine typische Beziehung, wie man sie oft sieht. Und ich frage mich dann, wie kann man da behaupten man wäre zufrieden. Man kann nicht allein sein, kann aber auch nicht zufrieden mit der Person sein.
    Und eines darf man auch nicht unterschätzen, was all die Rationalität ausschließt: die Liebe. Verliebtheit verfliegt nach 2-3 Wochen, Liebe nicht. Ich wüsste gar nicht wie man das genau beschreiben sollte. Es ist so eine tiefe Verbundenheit, die man spürt und das Gefühl alles sei richtig, so wie es ist. Als würde man verschmelzen und in eine Richtung gehen. Und dann werden so "Oberflächlichkeiten" halt einfach irgendwie unwichtig. Besonders wenn man es zulässt oder zulassen kann. Das ist auch nicht unbedingt einfach.

  • Ausganspunkt meiner Fragerei war folgende These von mir.
    Eine gute Beziehung kommt zustande, wenn zwei Leute zusammen kommen, die ihren Scheiß beisammen haben und bereit sind in ein gemeinsames Leben zu investieren.
    Auf keinen Fall kann man warten, bis man Selbst perfekt ist oder man jemand gefunden hat, der perfekt ist.

    @Pinocio
    Habe ich dich richtig verstanden ? du sagst: Menschen haben verschiedene Ansprüche an sich und ihre Partner, man muss sich halt entscheiden. Wer hohe Ansprüche an sich und seine Partnerin stellt, sollte auch in der Lage sein, längere Zeit ohne Partner auzukommen. Denn es wird schwieriger die Ansprüche selbst zu erfüllen und jemanden zu finden, der sie erfüllt. Wer nicht so lange warten will, muss die Ansprüche senken.

  • Zu deiner These, ja und wenn sie wissen was sie von der Zukunft wollen und das bestenfalls kompatibel ist.

    Mit Ansprüchen meine ich: Was wünsche ich mir von meinem Partner?
    Zu mir selbst, meine Ansprüche sind recht hoch, aber ich erwarte nicht dieselben von meinem Partner. Ein gewisser Selbstrespekt muss vorhanden sein, aber sie muss nicht ebenso viel Sport machen wie ich, sie muss nicht mit mir in die Eistonne usw. Solange die Basis passt, ist das überhaupt kein Problem für mich, wenn die Partnerin andere Prioritäten setzt.

    Wenn ich mich so im Freundeskreis umsehe gibt es da auch spezielle Typen, zwei mal als Beispiel:
    1. Ein Paar legt eher wert auf die Eigenschaften und Vorstellungen des Partners, er sollte z.B. gut Geld verdienen (wollen), gutaussehend und sportlich sein, kurz er soll einem bestimmten Bild entsprechen, danach wird der Partner ausgesucht.
    2. Ein Paar legt eher wert auf das Zwischenmenschliche, es existieren nicht unbedingt Bilder wie genau das/der andere auszusehen hat, eher wie es sich zwischen ihnen anfühlen soll.

    Da gibt es auch kein besser oder schlechter, sondern ein wissen was man selbst will. Das meine ich mit verschiedenen Ansprüchen.
    Ich denke auch man kann das nicht komplett rationalisieren, bzw. ich kann es nicht. Für manche funktioniert das, manche werden sogar genau das wollen. Man muss halt wissen was man selbst will, was einem wichtig ist.
    Wenn dann eine 2. Person dazu kommt muss man halt schauen, wie das gemeinsam funktionieren kann oder soll.

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