Wie sieht euer Kältetraining aus?

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Kommentare

  • Ich würde direkt in die Tonne steigen, zu Anfang halt nur den Schockmoment mitnehmen und dann langsam und achtsam die Zeit erhöhen. Meine Freundin ist ziemlich Kälteempfindlich und hat vor einiger Zeit einfach gesagt: "Das will ich jetzt auch ausprobieren" Das einzige, wo ich ihr Unterstützung gab war im gut zureden und die Erinnerung ruhig zu atmen, sich zu entspannen und mal nur zu spüren.
    Sie sagte dann auch, dass sie gar nicht sagen konnte, ob es warm oder kalt war. Und sie macht immernoch mit, auch bei Eis.

    So wie Sascha das sagt empfinde ich es auch: Alltagsunempfindlichkeit und intensive Kälte sind zwei Paar Schuhe.
    Und genau wie er kann ich draußen leicht bekleidet herumlaufen, friere aber im Büro.

  • bearbeitet November 2021

    Sehr interessante Beiträge. Danke euch.

    Heute habe ich einfach komplett kalt geduscht, wie ich es auch vor einiger Zeit täglich gemacht hatte. Das schwierige ist immer die Atmung; es braucht eine Weile, bis es sich etwas normalisiert. Vielleicht wird sich das nach einer Weile verbessern/ das heftige Atmen entspannen. Zumindest habe ich nicht in Erinnerung, dass es früher anders war.
    Ich werde das so beibehalten und eventuell ein paar Mal in der Woche an den See fahren und dort schwimmen oder still im Wasser bleiben.

    Ich vermute, dass sich durch die tägliche Kälteexposition mein Kalorienbedarf steigern wird, da der Körper sich adaptieren wird und mehr Energie verbrennen wird, um sich zu wärmen.

    Eine Regentonne habe ich aktuell leider nicht und habe aktuell auch nicht vor, eine zu kaufen.

    Wie ist eure Erfahrung mit Kälte nach dem Training? Eine kalte Dusche danach sollte man eher vermeiden, habe ich gehört, da die Regeneration sonst gestört wird. Ich denke mir, dass diese Kombination seinen eigenen Trainingsreiz haben kann, aber ob es empfehlenswert oder relevant ist, ist wohl eine andere Sache.

  • Training aktiviert Mechanismen der Wärmeabgabe, Kälte dagegen das Gegenteil (Hitzeproduktion + Wärmerückhaltung). Wenn du Kälte mit intensivem metabolischen Training gleichsetzt, hast du bestimmt 50% vom Verhältnis von Kältetraining und körperlichem Training verstanden.

    Es gibt an akuten Effekten nur zwei äußerst vielversprechende Maßahmen, die ich kenne:

    1. Kälte während des Trainings.
    2. Kälte vor dem Training (aber mit Aufwärmen bis und vor dem Training)

    Das einzige Training, dass profitieren kann von Kälte danach ist Ausdauertraining: Man erhöht die metabolische Belastung ohne mechanische Belastung.

  • bearbeitet November 2021

    @Yasin wärmst du dich aktiv (also Muskeln anspannen, Bewegung) auf? Ich habe das letztes Jahr komplett ohne gemacht und mich gewundert, dass ich teilweise noch Stunden später ein Eisklotz war und deswegen nicht einschlafen konnte.
    Ich steige jetzt wieder in die Kälte ein und werde ein Aufwärmen von 10-15 Minuten einbauen

  • @Sascha schrieb:
    Training aktiviert Mechanismen der Wärmeabgabe, Kälte dagegen das Gegenteil (Hitzeproduktion + Wärmerückhaltung). Wenn du Kälte mit intensivem metabolischen Training gleichsetzt, hast du bestimmt 50% vom Verhältnis von Kältetraining und körperlichem Training verstanden.

    Es gibt an akuten Effekten nur zwei äußerst vielversprechende Maßahmen, die ich kenne:

    1. Kälte während des Trainings.
    2. Kälte vor dem Training (aber mit Aufwärmen bis und vor dem Training)

    Das einzige Training, dass profitieren kann von Kälte danach ist Ausdauertraining: Man erhöht die metabolische Belastung ohne mechanische Belastung.

    Zusätzlich kommt ja noch das Spiel mit Kälte -> Entzündungssenkung -> Veränderung des Trainingseffektes hinzu.

  • @TylerDurden schrieb:
    @Yasin wärmst du dich aktiv (also Muskeln anspannen, Bewegung) auf? Ich habe das letztes Jahr komplett ohne gemacht und mich gewundert, dass ich teilweise noch Stunden später ein Eisklotz war und deswegen nicht einschlafen konnte.
    Ich steige jetzt wieder in die Kälte ein und werde ein Aufwärmen von 10-15 Minuten einbauen

    Ich war ja eine Zeitlang Kursleiter an der Uni für sowas, wir waren vorher immer 20min Laufen. Danach gab es nur ein gemeinsames Aufwärmen drinnen (+ Kuchen essen). Ich bin dann immernoch mit dem Rad 30min nach Hause gefahren, für mich war es komisch an den Tagen, wo ich mal mit dem Bus heim bin. Aufwärmen/Training vorher+nachher fühlte sich bei mir richtiger an.

  • @RichardDieSau schrieb:

    @TylerDurden schrieb:
    @Yasin wärmst du dich aktiv (also Muskeln anspannen, Bewegung) auf? Ich habe das letztes Jahr komplett ohne gemacht und mich gewundert, dass ich teilweise noch Stunden später ein Eisklotz war und deswegen nicht einschlafen konnte.
    Ich steige jetzt wieder in die Kälte ein und werde ein Aufwärmen von 10-15 Minuten einbauen

    Ich war ja eine Zeitlang Kursleiter an der Uni für sowas, wir waren vorher immer 20min Laufen. Danach gab es nur ein gemeinsames Aufwärmen drinnen (+ Kuchen essen). Ich bin dann immernoch mit dem Rad 30min nach Hause gefahren, für mich war es komisch an den Tagen, wo ich mal mit dem Bus heim bin. Aufwärmen/Training vorher+nachher fühlte sich bei mir richtiger an.

    Top. Wie sahen eure Aufwärmprogramme aus? Ich habe ja einen Plan den ich mal ausprobiere, wollte es aber für @Yasin thematisieren, falls dieser Faktor noch nicht berücksichtigt wurde :smile:

  • @Yasin schrieb:

    Wie ist eure Erfahrung mit Kälte nach dem Training? Eine kalte Dusche danach sollte man eher vermeiden, habe ich gehört, da die Regeneration sonst gestört wird. Ich denke mir, dass diese Kombination seinen eigenen Trainingsreiz haben kann, aber ob es empfehlenswert oder relevant ist, ist wohl eine andere Sache.

    Intensive Kälte, also Eisbad mache ich nie nach dem Training. Vor dem Training ab und zu, habe das Gefühl, dass wenn man dann warm ist, meine Leistung höher ist, besonders Explosiv- bzw. Schnellkraft.
    Lange Eisbäder entkoppel ich aber komplett von meinem Sport und mache es wie eine eigene Trainingseinheit.
    Draußen in der Kälte trainieren dagegen mache ich ganz gerne mal, tut einfach irgendwie gut.

  • Zusätzlich kommt ja noch das Spiel mit Kälte -> Entzündungssenkung -> Veränderung des Trainingseffektes hinzu.

    Entzündung ist nicht einfach Entzündung. Das gehört zu den Signalwegen der Temperaturregulation.

  • @TylerDurden schrieb:
    Top. Wie sahen eure Aufwärmprogramme aus?

    Abgesehen vom Warmzittern und dem Kampf um den Platz nahe der Heizung, je nachdem wie lange man drin war meist noch Jump-Squats und PushUps.

  • @Sascha schrieb:
    Training aktiviert Mechanismen der Wärmeabgabe, Kälte dagegen das Gegenteil (Hitzeproduktion + Wärmerückhaltung). Wenn du Kälte mit intensivem metabolischen Training gleichsetzt, hast du bestimmt 50% vom Verhältnis von Kältetraining und körperlichem Training verstanden.

    Es gibt an akuten Effekten nur zwei äußerst vielversprechende Maßahmen, die ich kenne:

    1. Kälte während des Trainings.
    2. Kälte vor dem Training (aber mit Aufwärmen bis und vor dem Training)

    Das einzige Training, dass profitieren kann von Kälte danach ist Ausdauertraining: Man erhöht die metabolische Belastung ohne mechanische Belastung.

    Ich kann nicht sagen, dass ich die Mechanismen der Kälteanpassung begriffen habe. Hierzu müsste ich mich weiterbilden.

    @TylerDurden schrieb:
    @Yasin wärmst du dich aktiv (also Muskeln anspannen, Bewegung) auf? Ich habe das letztes Jahr komplett ohne gemacht und mich gewundert, dass ich teilweise noch Stunden später ein Eisklotz war und deswegen nicht einschlafen konnte.
    Ich steige jetzt wieder in die Kälte ein und werde ein Aufwärmen von 10-15 Minuten einbauen

    Nein. Ich wusste nicht, dass das vor dem kalten Duschen notwendig ist. Das Einzige, das ich manchmal mache ist die Wim Hof Atmung. Außerdem mache ich Mobilisationsübungen davor, die natürlich nicht aufwärmen.
    Ich werde demnächst an den See gehen, um zu Schwimmen und mich davor aufwärmen (Seilspringen, Joggen mit Sprints usw.). Bin schon Mal an den See gefahren bei 5° habe mich davor auch nicht aufgewärmt. Kann mir vorstellen, dass das einen Unterschied macht. Vor dem Krafttraining wärme ich mich auch 30 Minuten auf (10 Min Laufband, 10 Min Seilspringen, 10 Min Rudern) und finde mich in dem Zustand Leistungsfähiger.

  • @Yasin schrieb:

    @Sascha schrieb:
    Training aktiviert Mechanismen der Wärmeabgabe, Kälte dagegen das Gegenteil (Hitzeproduktion + Wärmerückhaltung). Wenn du Kälte mit intensivem metabolischen Training gleichsetzt, hast du bestimmt 50% vom Verhältnis von Kältetraining und körperlichem Training verstanden.

    Es gibt an akuten Effekten nur zwei äußerst vielversprechende Maßahmen, die ich kenne:

    1. Kälte während des Trainings.
    2. Kälte vor dem Training (aber mit Aufwärmen bis und vor dem Training)

    Das einzige Training, dass profitieren kann von Kälte danach ist Ausdauertraining: Man erhöht die metabolische Belastung ohne mechanische Belastung.

    Ich kann nicht sagen, dass ich die Mechanismen der Kälteanpassung begriffen habe. Hierzu müsste ich mich weiterbilden.

    @TylerDurden schrieb:
    @Yasin wärmst du dich aktiv (also Muskeln anspannen, Bewegung) auf? Ich habe das letztes Jahr komplett ohne gemacht und mich gewundert, dass ich teilweise noch Stunden später ein Eisklotz war und deswegen nicht einschlafen konnte.
    Ich steige jetzt wieder in die Kälte ein und werde ein Aufwärmen von 10-15 Minuten einbauen

    Nein. Ich wusste nicht, dass das vor dem kalten Duschen notwendig ist. Das Einzige, das ich manchmal mache ist die Wim Hof Atmung. Außerdem mache ich Mobilisationsübungen davor, die natürlich nicht aufwärmen.
    Ich werde demnächst an den See gehen, um zu Schwimmen und mich davor aufwärmen (Seilspringen, Joggen mit Sprints usw.). Bin schon Mal an den See gefahren bei 5° habe mich davor auch nicht aufgewärmt. Kann mir vorstellen, dass das einen Unterschied macht. Vor dem Krafttraining wärme ich mich auch 30 Minuten auf (10 Min Laufband, 10 Min Seilspringen, 10 Min Rudern) und finde mich in dem Zustand Leistungsfähiger.

    Ich habe mich unklar ausgedrückt, ich bezog es an das Aufwärmen nach dem Kältetraining.
    Damit dir danach nicht stundenlang kalt ist :smile: .
    Du hast jetzt ja einige Antworten bekommen und kannst für dich gucken was passt.
    Ich wollte es einfach ansprechen, damit du es auf dem Schirm hast 👍

  • Ich habe mich unklar ausgedrückt, ich bezog es an das Aufwärmen nach dem Kältetraining.
    Damit dir danach nicht stundenlang kalt ist :smile: .
    Du hast jetzt ja einige Antworten bekommen und kannst für dich gucken was passt.
    Ich wollte es einfach ansprechen, damit du es auf dem Schirm hast 👍

    Ach ja, verstehe. Das habe ich auch nicht gemacht.
    Das was ich jetzt mache ist, auf der Stelle springen und alles ausschütteln, anstatt mich mit einem Handtuch abzutrocknen. Ich könnte da auch ein paar Burpees einbauen, vielleicht macht das ja einen Unterschied.

  • Ich habe eine weitere Frage: Ist es denn wichtig, wie man atmet? Sollte man mit der Nase atmen, anstatt mit dem Mund? Oder wenn man mit dem Mund atmet, es beruhigen oder dergleichen?

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