Würdigkeit in der Partnerschaft: Wie kann Mann ein würdiger Partner sein?

Hallo zusammen,

in der Diskussion [project log] Iron_John (90 Tage Reboot / Schaffen einer Basis-Produktivität) sind wir ins Gespräch darüber gekommen, wie man eine würdige (Ehe-) Frau erkennen kann und welche Eigenschaften eine solche definiert. Zu diesem Thema wollte @TylerDurden eine separate Diskussion eröffnen.

Und das hat mich auf die Idee gebracht zum Gegenstück, der Würdigkeit des Mannes als (Ehe-) Partner, eine Diskussion zu eröffnen.

In der Theorie habe ich dazu Bücher wie King, Warrior, Magician, Lover von R. Moore oder Iron John von R. Bly gelesen sowie viele der alten Yo-Elliott Folgen gesehen... In der Praxis läuft mein Beziehungsleben allerdings nicht so prickelnd.

Daher finde ich es spannend, wenn vielleicht gerade die von euch, die eine gelungene Partnerschaft / Ehe führen ein paar Ratschläge geben könnten.

Und ebenso interessant ist die Frage: Wie sehen die weiblichen Leserinnen das Ganze? Was macht für euch die Würdigkeit eines Mannes aus? Worauf achtet ihr bei der Partnerwahl?

Kommentare

  • Wie sehen die weiblichen Leserinnen das Ganze?

    Ich würde sagen, dass das die allerwichtigste Frage ist. Schließlich können wir Männer noch so viele gute Ideen im stillen Kämmerlein haben. Was Frauen wollen ist die Grundlage der Frage, was ein würdiger Mann als Partner ist. Sonst macht die Frage ja keinen Sinn.

  • @Sascha schrieb:

    Wie sehen die weiblichen Leserinnen das Ganze?

    Ich würde sagen, dass das die allerwichtigste Frage ist. Schließlich können wir Männer noch so viele gute Ideen im stillen Kämmerlein haben. Was Frauen wollen ist die Grundlage der Frage, was ein würdiger Mann als Partner ist. Sonst macht die Frage ja keinen Sinn.

    Sagtest du nicht mal, dass die Geschlechter im Grund keinerlei Plan haben, als nicht dazu fähig sind, ihre Vorlieben zu erkennen, geschweige denn sie zu kommunizieren? :D

  • @Moritz Klar. Deswegen heißt ist die Methode zu erkennen, wie Frauen das Ganze sehen, nicht, einfach das Gesagte exakt so zu nehmen, sondern sich das Gesagte im Kontext des weiblichen Verhaltens zu betrachten. Außerdem ist das ja eine platte Aussage, die schon mal in ihrer Allgemeinheit überzogen ist. Wenige Frauen verstehen das schon und die sind bestimmt alle hier im Forum. :smile:

  • bearbeitet 8. Juni

    Hallo,

    ob ich selbst würdig bin kann ich nicht beurteilen, daher habe ich einfach mal meine Frau gefragt, wie sie das sieht:

    Zunächst kamen die Stereotype Antworten wie Selbstbewusstsein, wissen was man will, Zielstrebigkeit, Geborgenheit und Schutz ausstrahlend blabla. Bei tieferem nachhaken sind dann 3 Dinge als sehr wichtig herausgekommen: Umgang mit anderen und sich selbst, Authentizität (!!) und "gestanden sein".
    So sind wir dann mal zusammen durchgegangen auf wen das im Freundeskreis zutrifft, die Charaktere sind teilweise sehr verschieden, dennoch galten sie als würdig. Es sind nicht unbedingt Eigenschaften, eher Werte, die der Mann ausstrahlt und lebt.

    • Einer ist beispielsweise sehr höflich, zuvorkommend, nett, charmant, einfühlsam, aber ohne das es gekünstelt wirkt oder er das macht um irgendwas bestimmtes zu erreichen, er macht das weil er so ist, anderseits sagt er sehr deutlich wenn er was scheiße findet. Er entzieht seine "Liebe" direkt, wenn man sie ausnutzt oder nicht nett zu ihm ist.
    • Ein anderer ist frech, wie ein kleiner Junge im Bärenleib, richtiges Spielkind, der ist 30 und man kann durchaus erwarten dass er einem mit einer Wasserspritzpistole willkommen heißt, sehr direkt, wirkt fast naiv, aber dadurch so in sich geschlossen und geruht, dass auch er als würdig zählt, weil sehr authentisch.
    • Ein anderer ist sehr ruhig, wirkt schon introvertiert, hat jedoch eine sehr starke Präsenz, wenn er spricht dann sind es wichtige Dinge, er ist eher ernst, fährt ganz stark seine eigene Linie, ist immer unpünktlich, aber man verzeiht es ihm, weil er dennoch für zuverlässig gilt.

    Also trotz verschiedener Eigenschaften, eint diese Männer alle das man sie als würdig bezeichnet. Sie sind Präsenzen, man ist gerne mit ihnen zusammen, weil sie zuverlässig, authentisch und wahrhaftig sind, man weiß woran man ist, entweder man nimmt sie so oder man lässt es.

    Die Leute, die weniger würdig gezählt wurden, waren ebenfalls recht verschiedene Charakter, selbst wenn sie eigentlich vordergründig ein großes Selbstbewusstsein ausstrahlen zählen sie als "unzuverlässig", nicht wahrhaftig.
    Sie eint, dass sie meist nicht als gestanden oder nicht authentisch sind. Gestanden heißt, dass man das macht was man sagt, klare Linie sozusagen. Ebenso unabhängig sein.

  • @Pinocio Danke an deine Frau. Das ist richtig interessant.

  • @Johannes schrieb:
    @Pinocio Danke an deine Frau. Das ist richtig interessant.

    Dem schließe ich mich voll und ganz an!
    Danke, dass du sie gefragt hast!

  • Für mich besteht der Kern der Würdigkeit des Parters darin, dass er seine eigene körperliche und mentale Gesundheit bewusst priorisiert. Dass man miteinander hitzig diskutieren kann, ohne dass es sich wie streiten anfühlt. Dass seine Werte grundsätzlich mit meinen eigenen vereinbar sind. Dass auf dem Spektrum von übertriebenster Albernheit zu größter Ernsthaftigkeit alles möglich ist. Dass er sich nicht aufgibt, wenn etwas schlecht läuft, sondern etwas anderes versucht. Dass man miteinander schweigen kann, ohne dass es sich wie Anschweigen anfühlt. Dass er in schwierigen Situationen souverän reagiert.

    Das sind so Gedanken, die mir zusätzlich zu dem wichtigen Punkt "für mich da sein, wenn es mir schlecht geht" einfallen...

  • Hallo allerseits,

    ich habe sehr beeindruckt die Diskussionen hier im Forum in den letzten Wochen gelesen und dachte, ich kann eine zusätzliche weibliche Meinung mit Euch teilen. Für mich ist ein Mann würdig,

    1. wenn er fleissig, mental stark und zuverlässig ist. Das wurde schon mal erwähnt.
    2. wenn er offen mit mir über seine Probleme und Wünsche/Präferenzen reden kann. Viele Probleme in einer Beziehung kommen daraus, dass man mit dem anderen nicht offen reden kann, oft weil man sich schämt. Fähig sein, das zu überwinden, finde ich sehr wünschenswert. Ich wünsche mir z.B. nicht, dass nach einer jahrelangen Beziehung der Mann fremdgeht bzw. sich von mir trennt, weil er sich geschämt/nicht zugetraut hat, mir seine sexuelle Präferenzen mitzuteilen. (Vielleicht ist das ein übertriebenes Beispiel? Ich meine hier, dass die meisten Menschen Sachen haben, die ungern mir deren Partner besprechen möchten. Wenn diese aber einen negativen Einfluss auf die Beziehung haben, soll man mutig sein.) Eine langfristige Partnerschaft heisst für mich, dass wir die Probleme/Sorgen teilen und gemeinsam Lösungen dazu finden. Mein Partner soll vor allem mein bester Freund sein und die Person, die mich am besten kennt und mit dem ich selbst sein kann.
    3. wenn er in einer Konfliktsituation Kompromisse machen kann. Hier meine ich nicht, weder dass er für mich seine Prinzipien aufgibt noch dass ich immer Recht habe, sondern dass er fähig ist, zu akzeptieren, dass er auch Fehlern machen kann und diese zu korrigieren. Viele Männer aus meinem Bekanntenkreis haben den Impuls, sich für eine längere Periode zurückzuziehen, oder sogar die Partnerin zu beschuldigen, wenn sie merken, dass sie selbst einen Fehler gemacht haben.
  • Nach einer Mini-Umfrage im Mädels-Freundeskreis kann ich noch ein paar Stichpunkte ergänzen. Manche davon beziehen sich weniger auf die Würdigkeit des Partners als auf die Bedingungen einer Beziehung, aber ich gebe die genannten Punkte jetzt einfach mal ungefiltert wieder:

    • Er kann eine Geborgenheit / ein "Zu Hause Gefühl" geben
    • Er kann Fürsorge für die Partnerin und für andere Menschen zeigen
    • Er ist fest im Leben stehend, beruflich zukunftsorientiert
    • Ob er Kaffee ans Bett bringt, weil das viel aussagt darüber, ob er mir zuliebe etwas unbequemes tun würde
    • Bedingungslose Liebe, durchgängige Harmonie, Spaß und Zufriedenheit miteinander, viele Gemeinsamkeiten, Einigkeit in sehr vielen Punkten und ganz klar die Sportlichkeit.
    • Ob man relativ exakt das gleiche Maß an Bindungsangst / Verlustangst hat, weil es sonst sehr kompliziert wird (anders ausgedrückt: Drang zur Nähe oder Drang zur Freiheit)
    • Gut im Bett

  • @Irene & @Sandra . Vielen Dank für euren Input, das ist sehr interessant und hilfreich :smile:

    @Sandra schrieb:

    • Ob man relativ exakt das gleiche Maß an Bindungsangst / Verlustangst hat, weil es sonst sehr kompliziert wird (anders ausgedrückt: Drang zur Nähe oder Drang zur Freiheit)

    Bei dem Punkt stellt sich für mich die Frage ob man zwangsläufig das gleiche Maß haben muss.
    Wenn ich z.B. absolut nicht eifersüchtig bin (das verbinde ich mit Verlustangst), meine Partnerin aber schon, dann müssen wir beide diesen Zustand so weit es geht verbessern &können dann entweder mit diesem Zustand umgehen oder es passt dann nicht.
    Ist es dann nicht wichtiger das jeder einen guten Umgang mit der Situation findet?

  • @TylerDurden schrieb:
    dann müssen wir beide diesen Zustand so weit es geht verbessern &können dann entweder mit diesem Zustand umgehen oder es passt dann nicht.
    Ist es dann nicht wichtiger das jeder einen guten Umgang mit der Situation findet?

    Ich denke, mit "weil es sonst sehr kompliziert wird" hatte sie genau das gemeint. Es ist kein Ausschlusskriterium. Wenn ansonsten alles super zusammenpasst, dann ist es die (künftige) Beziehung ja vielleicht wert, dass man gemeinsam daran arbeitet.

  • bearbeitet 10. Juni

    Fragen an die Frauen:

    Bisher habt ihr die Frage so beantwortet, als würde die Würde des Mannes (als Partner) dadurch bedingt sein, was dieser Mann für euch tut und tun kann (oder Eigenschaften hat unerwünschtes Verhalten zu unterlassen wie etwa gesund zu werden). Oder anders: Die bisherigen Antworten können folgendermaßen zusammengefasst werden:

    Die Würde des Mannes besteht in seinem Nutzen für mich.

    Gibt es einen Unterschied in der Würde des Mannes und dem Nutzen für euch? Und wenn ja, worin besteht dieser?

  • @Sascha schrieb:
    Gibt es einen Unterschied in der Würde des Mannes und dem Nutzen für euch? Und wenn ja, worin besteht dieser?

    Ich denke, fast alle genannten Aspekte lassen sich unter beiden Perspektiven betrachten. Ein paar Beispiele:

    • Würde durch Authentizität führt zum Nutzen, dass man immer weiß woran man ist, und er nichts vorspielt
    • Würde durch Souveränität führt zum Nutzen, dass man sich sicher und beschützt fühlt
    • Würde durch berufliche Zukunftsorientierung führt ggf. zum Nutzen finanzieller Absicherung / Ernährung der Familie (bei Kinderwunsch zum Beispiel)
    • usw.

    Auch andersherum kann man die genannten "nützlichen" Punkte vielleicht zu Aspekten der Würdigkeit umformulieren:

    • die Frau hat etwas davon, wenn er ihr seine Wünsche und Präferenzen reflektiert mitteilen kann, also: Würde durch Reflektionsvermögen
    • sie hat etwas davon, dass man mit ihm diskutieren kann ohne zu streiten, also: Würde durch die Fähigkeit zur konstruktiven Gesprächsführung
    • usw.

    Es ist mir aber auch in den Gesprächen mit den anderen Frauen aufgefallen, wie schnell man von der Frage "Was macht die Würdigkeit eines Mannes aus?" zur Überlegung kommt, "Warum habe ich meine aktuelle Beziehung angefangen?" oder "Was suche ich in einer Beziehung?". Es hängt also wirklich eng zusammen.

    Um die Frage zu beantworten: Der Unterschied liegt denke ich in der Perspektive, ob man den Mann allein für sich betrachtet oder ihn in Bezug zur (zukünftigen) Partnerin sieht... aber ein Mann, der beispielsweise authentisch ist und daher "würdig" in den Augen der Partnerin, hat ja meist auch in seinem übrigen sozialen Leben unabhängig von der Beziehung Vorteile davon, authentisch zu sein. Die Würde wäre also der übergeordnete Aspekt, und darunter könnte man dann verschiedene utilitaristische Perspektiven einordnen (Nutzen für die Partnerschaft, Nutzen für den Beruf, Nutzen für das weitere soziale Umfeld, Nutzen für den Mann individuell etc.)

    Ob eine Frau (bewusst oder unbewusst) zuerst den Nutzen in der Beziehung sieht (und diese dann anstrebt) oder zuerst die Würde eines Mannes (und dann Gefühle für ihn entwickelt), ist denke ich von Fall zu Fall extrem unterschiedlich...

  • Bis jetzt bestätigst du meine Interpretation: Für die Frau besteht die Würde eines Mannes in seinem Nutzen für die Frau.

  • Das ist dann ein Missverständnis, denn ich hatte gemeint, dass die Würde des Mannes als übergeordneter Begriff genau aus mehr besteht als seinem Nutzen für die Frau. Nicht die Würde des Mannes "für die Frau", sondern seine Würde an sich, die von seiner Umgebung wahrgenommen wird, also auch von Frauen und (potentiellen) Partnerinnen.

  • bearbeitet 11. Juni

    Ich verstehe schon, was du versucht hast Aber wenn die Würde des Mannes nicht identisch ist, dann sollte sie drei Typen von Eigenschaften beinhalten:

    1. Eigenschaften, die Nützlichkeit für die Frau implizieren. Also die Klassiker der Attraktivität (Souveränität usw.) und individuelle Vorlieben (Haarfarbe, Temperamenteigenschaften usw.)
    2. Eigenschaften, die unerheblich für die Frau sind.
    3. Eigenschaften, die unmittelbar unerwünscht für die Frau sind.

    Aber in deinem Post hast du weder etwas aus 2 noch 3 genannt.

  • Ich denke eher, dass fast jede Eigenschaft (ggf. um Ecken gedacht) bei verschiedenen Frauen in jede der drei Kategorien fallen kann. Berufliche Zukunftsorientierung zb. kann finanziell nützlich sein, kann unerheblich sein (wenn das für sie irrelevant ist) oder unerwünscht (bei zu großer Fokussierung auf die Arbeit). Es gibt eben nicht "die Frau", sondern ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

    Daher schlage ich als neuen Ansatz eine Kombination aus zwei genannten Eigenschaften vor, die sowohl unabhängig vom Nutzen für die Frau ist (weil ein solcher Mann wahrscheinlich durch diese Eigenschaften auch außerhalb einer Partnerschaft Vorteile hat), als auch (vermutlich?) für quasi alle Frauen nicht unerwünscht:

    Würdigkeit für eine Beziehung als gute Reflexionsfähigkeit (sich selbst sehr gut kennen) plus hohe Authentizität (dieses Selbstbild auch konsequent nach außen hin zeigen).

    Dann läge es nur noch daran, ob der reflektierte und authentische Mann in Bezug auf Attraktivität und Vorlieben am Ende individuell zur jeweiligen Frau passt oder eben nicht...

  • Ich denke eher, dass fast jede Eigenschaft (ggf. um Ecken gedacht) bei verschiedenen Frauen in jede der drei Kategorien fallen kann.

    1. Wenn das der Fall wäre, müsste es eine große Uneinigkeit unter Frauen geben. (Fast) Jede Eigenschaft würde laufend in Frage gestellt werden und zwar nicht hinsichtlich dessen, dass sie nicht nur negativ ist ("Ja, das hat aber auch Nachteile"), sondern bei jeder Eigenschaft sagt die eine "Das finde ich absolut toll." und die andere sagt "Das finde ich zum Kotzen."
    2. Es gäbe keine Frauenhelden. Schließlich gibt es (fast) keine Eigenschaft, die (fast) jede Frau anziehend findet. Dass nun ein Mann einige, universelle Eigenschaften besitzt, die ihn vor vielen Männern hervorhebt, wäre (fast) ein Ding der Unmöglichkeit.
    3. Es gäbe (fast) keine vereinende weibliche Identität. Es gibt nichts genuin Weibliches an Menschen, denn (fast) jede Frau ist voneinander (fast) völlig unterschiedlich.
    4. Trotz eindeutig stark unterschiedlicher Nischen der sexuellen Selektion von Männern und Frauen einerseits, und einer universellen Problemstellung der Frau (körperliche Unterlegenheit, körperliche Anpassungen an die Geburt, psychische Anpassungen an die unmittelbare Abhängigkeit des Kindes in den ersten Jahren (!), psychische Anpassungen an die Sexualstrategie von Männern, die wiederum entsprechende Anpassungen an ihre Situation haben usw.) andererseits, hat sich im Laufe von Millionen von Jahren keine universelle Präferenz bei Frauen herausgebildet.

    Eigentlich springt das in diesem Thread auch ins Auge: Bisher hat keine Frau irgendetwas Überraschendes oder Widersprüchliches genannt. Vielmehr sind es einige Eigenschaften der traditionellen Männerrolle.

  • @Sascha schrieb:

    1. Wenn das der Fall wäre, müsste es eine große Uneinigkeit unter Frauen geben. (Fast) Jede Eigenschaft würde laufend in Frage gestellt werden und zwar nicht hinsichtlich dessen, dass sie nicht nur negativ ist ("Ja, das hat aber auch Nachteile"), sondern bei jeder Eigenschaft sagt die eine "Das finde ich absolut toll." und die andere sagt "Das finde ich zum Kotzen."

    Diese Uneinigkeit gibt es meines Erachtens. Den würdigen Mann mit der Wasserspritzpistole (s.o.) mit seiner Eigenschaft, kindisch und albern zu sein, findet eine Frau toll und die andere zum Kotzen. Den gleichermaßen würdigen, aber introvertierten und stillen Mann ebenso.

    1. Es gäbe keine Frauenhelden. Schließlich gibt es (fast) keine Eigenschaft, die (fast) jede Frau anziehend findet. Dass nun ein Mann einige, universelle Eigenschaften besitzt, die ihn vor vielen Männern hervorhebt, wäre (fast) ein Ding der Unmöglichkeit.

    Das gilt, wenn du "Frauenheld" im Sinn von Fuckboy meinst (beliebte Männer, die nicht reflektiert und authentisch sein müssen und eher nur Sex wollen). In Bezug auf den Thread hier, in dem es um Beziehungswürdigkeit geht, würde ich sagen, Authentizität und Reflexionsvermögen sind diese universellen Eigenschaften. Das war mein Vorschlag einer Definition. Inzwischen würde ich etwas ergänzen, um die offen-und-ehrlichen "Fuckboys" noch abzugrenzen:

    Ein Mann, der beziehungswürdig ist, ist reflektiert und authentisch und aus sich selbst heraus an einer festen Beziehung ehrlich interessiert.

    (Eine beziehungswürdige Frau ebenso.)

  • @Sandra schrieb:
    @Sascha schrieb:

    1. Wenn das der Fall wäre, müsste es eine große Uneinigkeit unter Frauen geben. (Fast) Jede Eigenschaft würde laufend in Frage gestellt werden und zwar nicht hinsichtlich dessen, dass sie nicht nur negativ ist ("Ja, das hat aber auch Nachteile"), sondern bei jeder Eigenschaft sagt die eine "Das finde ich absolut toll." und die andere sagt "Das finde ich zum Kotzen."

    Diese Uneinigkeit gibt es meines Erachtens. Den würdigen Mann mit der Wasserspritzpistole (s.o.) mit seiner Eigenschaft, kindisch und albern zu sein, findet eine Frau toll und die andere zum Kotzen. Den gleichermaßen würdigen, aber introvertierten und stillen Mann ebenso.

    1. @Pinocio hat in keinster Weise geschrieben, dass die aufgelisteten Unterschiede erwünscht waren. Vielmehr hat er universelle Eigenschaften als das eigentlich Attraktive beschrieben.
    2. Diese Uneinigkeit hätte sich in irgendeiner Form in diesem Thread widerspiegeln müssen, wenn es tatsächlich so große Unterschiede zwischen Frauen gäbe. Aber dieser Thread zeigt eine große Einigkeit.
    3. Es gibt keine überraschende Eigenschaft. Die große Einigkeit und Universalität des guten Mannes wird weiter dadurch belegt, dass alle guten Eigenschaften dem traditionellen Männerideal entsprechen. Was sich die Frau vom Mann wünscht, scheint schon lange geklärt und ist in der traditionellen Männerrolle festgehalten.
    1. Es gäbe keine Frauenhelden. Schließlich gibt es (fast) keine Eigenschaft, die (fast) jede Frau anziehend findet. Dass nun ein Mann einige, universelle Eigenschaften besitzt, die ihn vor vielen Männern hervorhebt, wäre (fast) ein Ding der Unmöglichkeit.

    Das gilt, wenn du "Frauenheld" im Sinn von Fuckboy meinst (beliebte Männer, die nicht reflektiert und authentisch sein müssen und eher nur Sex wollen).

    Nein, unabhängig davon, ob ein Mann Fuckboy ist oder nicht. Männer, die von vielen Frauen begehrt werden, sind nicht zwangsläufig Fuckboys. Und das ist der Knackpunkt. Einige der universellen Eigenschaften, die Frauen (auch für Beziehungen) einen Mann begehren lassen, haben ganz offenbar nichts mit seine Bereitschaft eine feste Beziehung einzugehen zu tun und reichen aus, um in Frauen den Wunsch nach einer festen Beziehung zu diesem Mann zu erwecken, obwohl es (mal deutliche und mal verborgene) Eigenschaften gibt, die ihne für eine (gute) Beziehung disqualifizieren.

    In Bezug auf den Thread hier, in dem es um Beziehungswürdigkeit geht, würde ich sagen, Authentizität und Reflexionsvermögen sind diese universellen Eigenschaften. Das war mein Vorschlag einer Definition. Inzwischen würde ich etwas ergänzen, um die offen-und-ehrlichen "Fuckboys" noch abzugrenzen:

    Ein Mann, der beziehungswürdig ist, ist reflektiert und authentisch und aus sich selbst heraus an einer festen Beziehung ehrlich interessiert.

    (Eine beziehungswürdige Frau ebenso.)

    Das legt meinen dritten Punkt nahe. Wenn es keine Unterschiede zwischen den Eigenschaften gibt, die einen Mann einerseits und eine Frau andererseits beziehungswürdig machen, gibt es weder eine vereinende weibliche Identität noch eine vereinende männliche Identität. Schließlich sind die Geschlechtskategorien (biologisch und sozial) nur sinnvoll und relevant, wenn es um den Verhaltenskreis Fortpflanzung geht (Verlieben, Sex, Ressourcen in Kinder investieren usw.). Beziehung ist eine soziale Form, in der dieser Verhaltenskreis manifestiert ist.

    Aber auch mein vierter Punkt greift hier: Gibt es keine distinkt männlichen und weiblichen Eigenschaften, die wünschenswert sind, gäbe es keine Anpassungen an die über Millionen und Milliarden Jahre andauernden unterschiedlichen Nischen der Geschlechter.

  • @Sandra schrieb:
    Diese Uneinigkeit gibt es meines Erachtens. Den würdigen Mann mit der Wasserspritzpistole (s.o.) mit seiner Eigenschaft, kindisch und albern zu sein, findet eine Frau toll und die andere zum Kotzen. Den gleichermaßen würdigen, aber introvertierten und stillen Mann ebenso.

    Da sagt aber die Realität etwas anderes, Frauen begehren ihn, wie den ernsten Typ oder charmanten Typ in ähnlicher Weise. Es scheint als würden Frauen diese Eigenschaften weniger hoch einschätzen als die tiefer liegenden Werte, die der Mann vertritt. Wenn ich Frauen frage, wen sie attraktiv finden, nennen sie mir alle der oben genannten Typen, obwohl sie oberflächlich so verschieden scheinen. Es muss also eine Einigkeit geben.
    Das konnte man früher super beobachten, als sie noch keine Partnerin hatten, wie völlig verschieden diese Männer auf Frauen zugehen und wie sie dennoch alle positiv auf die Frauen wirkten. Bei dem "kindischen" gab es manchmal Situationen, wo ich dachte das kann der nicht ernst meinen, das klappt doch nicht, aber es klappte auf so eine dreiste, plumpe Art, aber mit einer solchen Selbstsicherheit, dass das was er sagte oder tat anscheinend in den Hintergrund rückte.

    1. Es gäbe keine Frauenhelden. Schließlich gibt es (fast) keine Eigenschaft, die (fast) jede Frau anziehend findet. Dass nun ein Mann einige, universelle Eigenschaften besitzt, die ihn vor vielen Männern hervorhebt, wäre (fast) ein Ding der Unmöglichkeit.

    Das gilt, wenn du "Frauenheld" im Sinn von Fuckboy meinst (beliebte Männer, die nicht reflektiert und authentisch sein müssen und eher nur Sex wollen). In Bezug auf den Thread hier, in dem es um Beziehungswürdigkeit geht, würde ich sagen, Authentizität und Reflexionsvermögen sind diese universellen Eigenschaften. Das war mein Vorschlag einer Definition. Inzwischen würde ich etwas ergänzen, um die offen-und-ehrlichen "Fuckboys" noch abzugrenzen:

    Ein Mann, der beziehungswürdig ist, ist reflektiert und authentisch und aus sich selbst heraus an einer festen Beziehung ehrlich interessiert.

    Sehe ich wie @Sascha
    Gehe sogar so weit zu sagen, dass Männer die offensiv eine Beziehung anstreben oft eher aussortiert werden. Meine Vermutung ist, dass Frauen dadurch eine Bedürftigkeit ausmachen, eine Abhängigkeit und das ist unerwünscht. Das entspricht der Erfahrung, die ich bei mir und im Freundeskreis gemacht habe.

    Die universellen Eigenschaften sind dann eher Authentizität, Selbstsicherheit (Reflexion/Aggression) und Handlungssicherheit.

  • @Sascha schrieb:
    Fragen an die Frauen:

    Bisher habt ihr die Frage so beantwortet, als würde die Würde des Mannes (als Partner) dadurch bedingt sein, was dieser Mann für euch tut und tun kann (oder Eigenschaften hat unerwünschtes Verhalten zu unterlassen wie etwa gesund zu werden). Oder anders: Die bisherigen Antworten können folgendermaßen zusammengefasst werden:

    Die Würde des Mannes besteht in seinem Nutzen für mich.

    Gibt es einen Unterschied in der Würde des Mannes und dem Nutzen für euch? Und wenn ja, worin besteht dieser?

    Ist gegenseitiger Nutzen nicht immer wichtiger Bestandteil sozialer Beziehungen? Ist die Aussage dann überhaupt eine Erkenntnis? Davon abgesehen würde ich das vielleicht verallgemeinern zu

    Die Würde des Mannes besteht in seinem Nutzen für mich und andere.

    Ich finde es sehr attraktiv, wenn Männer gegenüber den Menschen in ihrer Umgebung aufmerksam sind und sich verantwortlich fühlen. Ich würde sagen, ich finde das sogar anziehender als selbst Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein. Einen Mann der alles für seine Familie tun würde, anderen aber eher gleichgültig oder sogar feindselig eingestellt ist kann ich mir nicht als Partner vorstellen. Für mich ist auch sehr wichtig zu was für Menschen ein Mann wohl in der Lage ist seine Kinder zu erziehen. Kompetenzen, die ein Mann nicht besitzt kann er auch seinen Kindern nicht mitgeben. Ich würde das nicht als direkten Nutzen für die Frau bezeichnen.

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.