[life log] Iron_John (Reboot / NoFap)

bearbeitet 30. Mai in Tagebücher und Logs

.

«13456

Kommentare

  • Hi @Iron_John

    (Achtung: Langer Text, weil in Schreibfluss gekommen)

    auf Basis deines Beitrags ist meine These, dass dein unsicheres Verhältnis zu deiner Exfreundin bedeutenden Einfluss auf die Sinnstruktur deines Lebens hat. Bei Pornos geht es ja nicht einfach darum, dass Dopamin im Gehirn von A nach B bewegt wird. Ein Teil der sinnstiftenden Struktur im Gehirn wird beschädigt, weil Sinnbögen nicht mehr weit geschlagen werden können.

    Beispiel für einen langen Sinnbogen (im Kontext von Partnerschaft): Eine feste Bindung eingehen. Man lernt sich kennen, begeistert sich für einen Menschen, fühlt sich sexuell hingezogen, schiebt Triebe auf, um den richtigen Moment zu schaffen, stellt sich möglichst gut dar, sieht ein, dass man gleichzeitig ehrlich sein muss, beginnt besser zu werden, damit man gut darstehen kann, weil man wirklich gut ist, kommt sich näher, verpflichtet sich ausdrücklich zur Monogamie, lernt den Körper des Partners kennen, lernt die Eigenheiten kennen, lernt die Macken zu akzeptieren, arbeitet zusammen an den Macken (besonders an den eigenen), arbeitet an gemeinsames Lebensplänen von kurzfristigen bis zu langfristigen, erlebt schwierige Zeiten und arbeitet sich daran ab usw.

    So etwas Nebensächliches, dass die Partnerin lieber mag, wenn man im Uhrzeigersinn ihre Musch belutscht als gegen den Uhrzeigersinn, ist in diesem langen Sinnbogen ganz integrativer Bestandteil fast aller nachfolgenden Phasen. Es ist Teil des sich Kennenlernens und bereitet auch das gemeinsame Altwerden vor. Wenn man nämlich selbst ein dicker Opa mit Haarausfall und Alterflecken ist, ist das vielleicht das Zünglein auf der Waage, dass Sex trotzdem noch mit 70 funktioniert.

    Ein Beispiel für einen kurzen Sinnbogen: Eine Partyschlampe klarmachen, weil der Saufkumpel gesagt hat, dass die alles mitmacht. Man geht auf sie während einer Uniparty zu, fängt an blödes Zeug zu labern, nach wenigen Minuten wissen beide Beteiligten, welches Spiel gespielt wird, man säuft noch etwas mehr, spult die "Zu mir, zu dir"-Routine ab, überlässt sich relativ automatisiert der Fickerei, hat einen spontanen Moment, fragt, ob im oder gegen den Uhrzeigersinn gelutscht besser ist, bringt die Alte zum Orgasmus, weil man ja so ein altruistischer Liebhaber ist (könnte sich ja für den Ruf auszahlen), ist begeistert von ihr, spritzt ab, Post Nut Syndrom, realisiert wie ihre Promiskuität mit ihren psychischen Problemen zusammenhängt, ist von den Litern vergangenen Spermas in und auf ihr angeekelt, fühlt sich selbst schlecht, weil man mit widerstreitenden Gefühlen (Sympathie, Ekel, sexuelle Erregung, Unwille in sie als langfristige Partnerin zu investieren, Wunsch ihre Gefühle zu schonen usw.) konfrontiert ist, Trennung am nächsten Morgen, Ende.

    Nun hat die gleiche Information, nämlich ob im Uhrzeigersinn oder dagegen, einen sehr viel kürzeren Sinnkontext. Wichtig ist das nur für wenige Minuten. Und dann auch nur für einen winzigen Bereich des Lebens. Wie eine kleine Miniwelt, in der gesamten Lebenswelt, in der man eigentlich ist. Es ist nur winzig kleines Sinnfragment, ohne ein größeres Ganzes und deswegen auch Teil einer fragmentierten Lebenswelt, in der Sinn schwierig zu fühlen ist.

    Beispiel für einen sehr kurzen Sinnbogen: Geil sein, Hose ausziehen, mal mit Gleitgel wichsen ausprobieren, 15 Tabs mit einem Klick aufmachen, weil man eine Lesezeichen-Liste im Browser angelegt hat, neue Pornos sind nicht nötig, weil Gleitgel den Neuheitsfaktor ausmacht, intensive Erregung durch den neuen Reiz, Abspritzen, Stimmungsabfall, schnell alle Tabs zu machen, kurz unter die Dusche und die Sauerei abduschen, fertig.

    Bei allen Sinnbögen spielt Dopamin die Rolle, dass es Vorfreude vermittelt. Laufend gibt es Ankündigungen und Versprechen von guten Sachen. Doch je kürzer der Sinnbogen ist, desto fragmentierter der Sinn und desto unwahrscheinlicher ist, dass das Leben sinnvoll von Moment zu Moment bleibt. Von Harmonie der einzelnen Bereiche des Lebens ganz zu schweigen.

    Eine solche Beziehung voller Unklarheiten ist Banane. Ich für meinen Teil akzeptiere so ein Wischiwaschi nicht. Aber ich gebe auch keinem Menschen so ein Wischiwaschi. Dabei ist meiner Erfahrung nach der Mann, dem die Aufgabe zufällt für Klarheit zu sorgen. Ich habe noch keine Frau kennengelernt, die ich nicht als emotional verwirrt bezeichnen würde. Es gibt eben ein Unterschied zwischen Mann und Frau. Frauen haben mit Sicherheit ähnliche wiederkehrende Beschwerden über Männer. Dieses Männer sind so und Frauen sind so Gerede hat viel Wahres, aber nichts Schlimmes. Man muss nur wissen, was zu tun ist.

    In meinem eigenen Leben habe ich eben das erfahren: Immer bin ich ultimativ derjenige, der klaren Rahmebedingungen und Grenzen explizit macht, damit anfängt, dieses Thema hervorzuholen usw. Jedes Mal, wenn ich mir gestatte, das zu machen, was Frauen machen, nämlich mit Unklarheit ins Gespräch zu gehen und hoffen, dass ich danach mehr weiß als vorher, gab es keine Klarheit für mich und nur Verwirrung auf Seiten der Frau. Das ist zum Teil das, was Frauen sagen, wenn sie Männer wollen, "die wissen, was sie wollen".

    Das führt zu zwei Beschreibungen von mir: Frauen (auch Cousinen, meine Mutter, Oma usw.) fühlen sich mit mir emotional sehr sicher und nicht so fragmentiert (Kein Kasperle-Theater im Kopf). Klingt erstmal positiv. Dafür werde ich aber laufend als verschlossen, überrational, zu stoisch, teilweise gefühlskalt usw. beschrieben.

    Mein Tipp aus eigener Erfahrung (mit der üblichen wissenschaftlichen Recherche unterfüttert): Sag immer klar, was Phase ist, wenn es um Frauen geht. Es sind die Frauen, die einen der wichtigsten Motoren für unsere Selbstentwicklung als Männer darstellen. Ein gesundes Verhältnis zu Frauen zu haben, ist äußert gut für sich selbst und für die Welt. Ohne Pornos, mäßig Masturbation (wenn single) und keinerlei Zurückhaltung der eigenen Maskulinität im Umgang mit Frauen machen das Leben insgesamt vieel besser. Jedes Mal, wenn ich das im Leben verkacke, läuft vieles schlechter. Jedes Mal, wenn ich erfolgreich bin, läuft sehr vieles besser.

    NoPorn + MiniFap hält das Gehirn physisch gesund. Ein immer klares Verhältnis mit einer einzige Frau, die es würdig ist, dass man in sie einen großen Teil des eigenen Lebens investiert, führt dazu, dass ein gesundes Gehirn auf eine gesunde Lebenswelt trifft. Heißt aber auch: Man muss sich selbst erlauben, über eine Frau das Urteil zu sprechen, dass sie unwürdig ist. Nicht dieses Larifari mit "wir passen nicht zusammen und so". Das ist moderne Shopping-Mentalität, wenn man glaubt, solange herumzueiern, bis man jemanden gefunden hat, der zu einem passt, als wäre ein Mensch ein potentielles Lieblingsshirt. Es gibt nur zwei Komponenten: 1. Anziehung und 2. Würdigkeit. Wenn beides gegeben ist, fängt man an und zieht das Ding durch.

  • @Sascha schrieb:
    Ein immer klares Verhältnis mit einer einzige Frau, die es würdig ist, dass man in sie einen großen Teil des eigenen Lebens investiert [...] Man muss sich selbst erlauben, über eine Frau das Urteil zu sprechen, dass sie unwürdig ist. Nicht dieses Larifari mit "wir passen nicht zusammen und so". Das ist moderne Shopping-Mentalität, wenn man glaubt, solange herumzueiern, bis man jemanden gefunden hat, der zu einem passt, als wäre ein Mensch ein potentielles Lieblingsshirt. Es gibt nur zwei Komponenten: 1. Anziehung und 2. Würdigkeit. Wenn beides gegeben ist, fängt man an und zieht das Ding durch.

    Könntest du den Unterschied zwischen dem Lieblingsshirt und Würdigkeit erklären? Meinst du mit Würdigkeit Grundlegendes, wie Familiensinn, ein gewisses Maß an Vernunft, Liebens_würdigkeit_ etc. und dem Shirt gemeinsame Hobbys, möglichst ähnliche Lebensumstände, tolles Aussehen..?

  • @Moritz schrieb:

    @Sascha schrieb:
    Ein immer klares Verhältnis mit einer einzige Frau, die es würdig ist, dass man in sie einen großen Teil des eigenen Lebens investiert [...] Man muss sich selbst erlauben, über eine Frau das Urteil zu sprechen, dass sie unwürdig ist. Nicht dieses Larifari mit "wir passen nicht zusammen und so". Das ist moderne Shopping-Mentalität, wenn man glaubt, solange herumzueiern, bis man jemanden gefunden hat, der zu einem passt, als wäre ein Mensch ein potentielles Lieblingsshirt. Es gibt nur zwei Komponenten: 1. Anziehung und 2. Würdigkeit. Wenn beides gegeben ist, fängt man an und zieht das Ding durch.

    Könntest du den Unterschied zwischen dem Lieblingsshirt und Würdigkeit erklären? Meinst du mit Würdigkeit Grundlegendes, wie Familiensinn, ein gewisses Maß an Vernunft, Liebens_würdigkeit_ etc. und dem Shirt gemeinsame Hobbys, möglichst ähnliche Lebensumstände, tolles Aussehen..?

    Ein T-Shirt bewertet man nach dem reinen Nutzwert für sich. Und mit genau der Haltung gehen Menschen mit ihrer Partnersuche um. Guck dir einfach mal an, was Leute dir sagen, was sie sich für einen Partner wünschen. Fast immer sagen sie, dass sie XY Eigenschaften haben wollen. Dabei sind diese Eigenschaften: Gutes Aussehen, Treue, Humor usw. Übersetzt heißt es: Ich will was Hübsches anzugucken haben, will nicht betrogen werden, will zum Lachen gebracht werden usw. Fast nie sagt jemand: Ich will einen Partner, für den ich so richtig viel tun kann.

    Liebenswürdigkeit ist ein gutes Beispiel. Würde könnte man auch so übersetzen, dass jemandem etwas wirklich und tatsächlich zusteht. Dieses "wirklich und tatsächlich" ist der religiöse Aspekt von Moralität. Würde kann nur von Gott verliehen werden. Das meine ich technisch. Ein Haufen von Atheisten kann niemandem Würde verleihen, weil kein Mensch das tun kann. Schlussendlich ist Moral immer relativ, weil jeder Versuch sie zu begründen im infiniten Regress mündet.

    In diesem Fall heißt "wirklich und tatsächlich", dass man sowohl das Gefühl hat (Liebe), sich dies auch bei Überlegungen bestätigt (Vernunft), der Partner dies auch immer wieder zeigt (Erfahrung) und man mit der Auswahl der Kriterien richtig liegt (Realität).

    Im katholischen Katechismus haben die das schon längst erkannt:

    Die Würde des Menschen wurzelt in seiner Erschaffung als Ebenbild Gottes.(1700/1701)1 Diese muss die durch die Berufung zur Seligkeit durch Gott vollendet werden.(1700/1716ff)1 Durch Tugendhaftigkeit muss man sich der Seligkeit verdient machen.

    Aus meiner Perspektive als Mann heißt das: Eine Frau, die mich im Ausdruck meines Mannseins behindert, weil sie sich von der Moderne hat Gehirnwaschen lassen, der sage ich (innerlich): Da musst du dir jemanden suchen, der weniger Mann ist. Ich glaube nicht, dass du eines Mannes nicht würdig bist.

    Toleranz für Fehler mitinbegriffen. Schließlich ist niemand unfehlbar und kann deswegen auch keine Unfehlbarkeit einfordern.


    1. Katholische Kirche (2015): Katechismus der Katholischen Kirche: Neuübersetzung Aufgrund der Editio Typica Latina, Nördlingen: St. Benno, De Gruyter, Paulus. ↩︎ ↩︎

  • bearbeitet Mai 2020

    @Sascha

    Aus meiner Perspektive als Mann heißt das: Eine Frau, die mich im Ausdruck meines Mannseins behindert, weil sie sich von der Moderne hat Gehirnwaschen lassen, der sage ich (innerlich): Da musst du dir jemanden suchen, der weniger Mann ist. Ich glaube nicht, dass du eines Mannes nicht würdig bist.

    Ist die doppelte Verneinung gewollt? Wenn ja, dann habe ich das noch nicht richtig verstanden. Ich hätte angenommen, dass du dir innerlich sagst, dass die Frau eines (echten?) Mannes nicht würdig ist.

  • Dankeschön!

  • @Sascha schrieb: weil sie sich von der Moderne hat Gehirnwaschen lassen

    Was meinst du in diesem Zusammenhang konkret damit?

  • bearbeitet Mai 2020

    Sehr interessanter Log ! Viel Erfolg dabei

  • @Iron_John schrieb: Jeden Morgen führe ich ein Morgenritual durch, in dem ich den Tag plane, den Habittracker aktualisiere und mich mit der Metaskript Methode befasse. Das ist eine Technik Tagebuch zu führen, bei der ich schriftlich positive Selbstgespräche führe.

    Vom Metaskript habe ich noch nie gehört. Mich würde ein Beispiel interessieren, falls du bereit bist, soetwas zu veröffentlichen.

    Wie wirst du diesen Log gestalten? Wird es regelmäßige Updates geben? Mich würde beispielsweise langfristig interessieren...

    @Iron_John schrieb: Mein Weg aus dem Eskapismus bestand darin, mein Leben aktiv so zu gestalten, dass es keinen Grund zur Realitätsflucht mehr gab und dass ich lernte, wie ich mit meinen Emotionen und Energiezuständen (Erschöpft, Extase) umzugehen habe.

    ...was für Aktivitäten und Haltungen du zum gegebenen Zeitpunkt in deinem Leben zu etablieren versuchst. Und das Intrapsychische auch: Wie genau gehst du innerlich an Emotionen und Energiezustände heran?

  • @andreas_n schrieb:
    @Sascha

    Aus meiner Perspektive als Mann heißt das: Eine Frau, die mich im Ausdruck meines Mannseins behindert, weil sie sich von der Moderne hat Gehirnwaschen lassen, der sage ich (innerlich): Da musst du dir jemanden suchen, der weniger Mann ist. Ich glaube nicht, dass du eines Mannes nicht würdig bist.

    Ist die doppelte Verneinung gewollt? Wenn ja, dann habe ich das noch nicht richtig verstanden. Ich hätte angenommen, dass du dir innerlich sagst, dass die Frau eines (echten?) Mannes nicht würdig ist.

    Ne, das habe ich bloß verkackt. :smiley:

    @Johannes schrieb:

    @Sascha schrieb: weil sie sich von der Moderne hat Gehirnwaschen lassen

    Was meinst du in diesem Zusammenhang konkret damit?

    Die moderne Kultur ist eine soziale Umwelt, in der über unterschiedliche Kanäle a) Geschlechtsunterschiede verneint und/oder verleugnet werden, b) die Gleichheit propagiert, c) Maskulinität vorverurteilt und d) die Frauen ihrer einstigen Klarheit beraubt hat, was die essentiellen Dinge des Lebens sind.

  • bearbeitet 30. Mai
  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • Die Ausführlichkeit, mit der du reflektierst, ist wirklich erstaunlich. Ich lese deine Texte mehrmals und mit großem Interesse. Ich versuche mich in die Thematik zu denken. Vor allem aber kann ich dank der Länge und dem Detaillreichtum nach Zusammenhängen (z.B. zu meiner Low Information Diet) suchen. Also: Gerne beibehalten!

  • Hallo Iron_John,

    wenn ich mir Deine Infos zum Thema Beziehung anschaue, denke ich -entschuldige- es liegt an Dir und nicht an ihr. Das Selbstverständnis als Mann heißt nicht, wie ein bockiges Kind "eine Frau vor die Wahl zu stellen". Es bedeutet ein eigenes Leben zu haben, Verantwortung zu übernehmen, du kannst der Frau die Möglichkeit geben an deinem Leben teil zu haben, ihr bei zu stehen, wenn sie dich braucht, ihr aber auch zu sagen was du willst. Wenn ich das so lese, was Du geschrieben hast, klingt das eher so als ob Du die Verantwortung abgegeben hast. Im übrigen hat sie schon gewählt, merkbar an der Distanzierung ab Januar, Frauen sagen selten was sie wollen, aber man kann es erkennen an ihrem Verhalten. Und wenn sie vorgeben zu sagen was sie wollen, heißt das noch lange nicht das sie das auch wirklich wollen. Das ist nur meine Erfahrung, keine Gewähr auf Richtigkeit, keine wissenschaftlichen Beweise oder so dazu.

    @Iron_John schrieb:

    Ebenso habe ich ihr von Anfang an klar kommuniziert, dass ich eine feste Beziehung mit ihr möchte. Auch haben wir uns kennen gelernt und waren dann 2 - 3 Monate "zusammen" (also Küssen und Kuscheln), ohne miteinander zu schlafen. Gut fand ich auch, dass wir selten im Bett landeten, sondern dass wir eigentlich immer etwas unternahmen! Das hat mir sehr gefallen!

    Das hat möglicherweise Dir gefallen, ob es ihr wirklich gefallen hat, wage ich zu bezweifeln, Beziehungen beruhen nun mal auf sexueller Anziehung (unter anderem). Mit der Abszinenz zeigst Du ihr nicht unbedingt, dass du sie willst. Woher kommt der Gedanke, das sei beziehungsförderlich, wenn man keinen Sex hat?

    Mir ist gerade nicht danach weiter über sie nachzudenken und zu schreiben. Ganz ehrlich: Die letzte Woche habe ich mir sehr gewünscht, dass sie sich mal meldet. Nix da. So wichtig bin ich anscheinend doch nicht. Die anfängliche Hoffnung und Trauer schlägt immer mehr in Enttäuschung und Wut um. Aber ist auch von einem ruhigen, positiven Gefühl der Gewissheit untermalt: Mensch bin ich froh, jetzt den Schritt gemacht zu haben und nicht, wie schon so viele Male davor, um uns gekämpft zu haben.

    Diese Gefühle würde ich als normal bezeichnen, zumindest ging es mir früher auch oft so. Aber mach dich von diesem Gedanken los, dass Du nicht so wichtig seist. Sei dir selbst wichtig und du wirst für andere wichtig. Zumal es sinnlos ist um eine zerbrochene Beziehung zu "kämpfen". Wenn es so weit ist, lief vorher schon zu viel falsch, es fehlte irgendwas. In Deinem Fall tippe ich auf fehlende sexuelle Anziehung und wenig männliches Verhalten deinerseits. Entschuldige, dass ich das so frei heraus sage, aber das ist das was ich aus deinen Zeilen lese.

    Wischiwaschi Beziehung
    Okay, hier muss ich mir auf jeden Fall eingestehen, dass ich ihr Wischiwaschi zu lange geduldet habe. Zu lange deshalb, weil ich sie wirklich für liebenswürdig halte (und mir tatsächlich wünschte, dass wir sehr sehr lange zusammen sind), sie aber irgendwie ein Bindungsproblem hat und auch bisher nur eine (nicht so enge) Beziehung hatte. Ansonsten immer alleine. Ich hatte viel Geduld mit ihr, weil ich ja gemerkt habe, dass sie regelmäßig wie ein schüchternes Reh flieht und nicht mit der Nähe klar kommt. Aber ich habe eben auch gemerkt, dass sie mich sehr gern hat, ja vielleicht sogar liebt, ohne dass sie es benennen wollte. Und daher gab ich ihr ihren Raum, bin aber auch immer wieder auf sie zugegangen und war für sie da. Ich war eine Konstante. Mein Standpunkt von Anfang an klar! Und ich finde es auch gut, dass ich da nicht zu schnell aufgegeben habe! Meiner Meinung nach, kann es ruhig mal schwierig werden mit einem Menschen - das ist kein Grund dann wieder aufzugeben.
    Auch habe ich es als meine "Aufgabe" als Mann angesehen, gerade wenn sie emotional unklar ist, klare Kante zu beziehen und mit ganzem Herz und Verstand für eine Beziehung zu sein und ihr das auch durch mein Handeln zu zeigen.

    Vielleicht war Deine "klare Kante für eine Beziehung" ihr zu aufdringlich. Frauen ticken ganz anders als wir Männer und wir verstehen das nicht, wir müssen lernen damit um zu gehen, nicht es zu verstehen. Es ist nicht die Aufgabe des Mannes eine Bindung anzuvisieren, das macht die Frau im Falle man wird als "sexueller, starker Mann" gesehen von ganz alleine, das liegt meiner Meinung nach in ihrer Natur und sie können das sehr gut. Männer reden nicht über Gefühle wie Frauen es tun, aber sie handeln so, dass die Frau sich bei ihnen aufgehoben und sicher fühlt.

    Nuuuuuur: ich glaube, dass ich a) mich zu schnell verliebe und b) vielleicht doch zu schnell Bock auf Sex hab?

    Verliebst Du Dich oder malst Du Dir nur etwas aus was nicht ist, Deine Sehnsüchte sollen wahr werden. Bock auf Sex mit einer Hammerbraut zu haben ist total natürlich. Sexuell zu sein ist natürlich. Sex ist nichts schlimmes, böses oder so, es ist schön leidenschaftlichen Sex zu haben.

    Langer Text, kurze Frage: Lieber @Sascha, bitte verrate doch mal, wie man die Würdigkeit einer Frau feststellen kann?
    Achtest du auf "Redflags"? Hörst du auf deinen Bauch? Hast du bestimmte Regeln (z.B. keinen Sex die ersten 3 Monate, etc)?

    Heiße zwar nicht Sascha, bin aber seit 7 Jahren glücklich verheiratet mit einer würdigen Frau. Eine Frau ist würdig, wenn sie mich gut behandelt, wenn sie andere Menschen gut behandelt, wenn sie sie selbst ist, auf eigenen Beinen steht, wenn sie weiblich ist und mich in meinem Mann-sein nicht einschränkt und man gemeinsam ein Ganzes ist. Dabei höre ich auf meinen Bauch und meine Erfahrung.

    Wie viel Zeit nimmst du dir, wenn du eine potentielle Partnerin kennen lernst, um ihre Liebenswürdigkeit festzustellen? Manche Macken tauchen ja auch erst auf, wenn man zusammen / sehr nah ist...

    Partnerwahl ist nichts so rationales, wie Mann das gerne sieht. Liebenswürdigkeit kann man sehr schnell erkennen, wenn man die Frau (Menschen allgemein) im Umgang mit anderen beobachtet. Geht sie auf andere ein? Lästert sie hinterrücks? Wie körperlich wird sie? Nimmt sie emotional am Schicksal anderer Teil? Ist sie vorlaut? Versteckt sie sich? Ist sie oberflächlich oder kann man über tiefere Dinge reden? Usw. usw.
    Diese Macken, die nach der Wahl auftauchen muss man abwägen, ob man damit leben will, ob sie "heilbar" sind, schließlich sind wir alle auf einer Reise der Selbstverwirklichung und werden nicht perfekt geboren. Diese Entscheidung ist aber keine Objektive, sondern eine Subjektive, um das zu entscheiden muss man wissen was man selbst will, muss sich kennen, ob man es zusammen tragen kann oder will.

    Entschuldige diese direkten Worte, aber man liest etwas ein ungesundes Verhältnis zur Sexualität heraus.

    Damit ich jetzt nicht nur kritisiert habe und auch etwas positives und erbringliches einbringen will:

    Es ist gut, dass Du Dein Problem mit Deiner Sexualität angehst. Doch sei dabei auch gut zu dir. Und vorallem werde Dir selbst als Mann bewusst. Lese und schaue nicht irgendwelches Zeug in Internet und Büchern, die Dir erklären wollen wie Du zu sein hast. Bilde Dir Dein eigenes Leben, mit Deinen Prinzipien, Deiner Moral und Deinem Bewusstsein was Du vom Leben haben willst. Dazu muss man handeln, sieh jeden Tag an dem Du vor Deinen "Problemen" stehst als Möglichkeit und Chance der zu werden, der Du sein willst.
    Such Dir etwas, dass dir Sinn gibt und dich erfüllt und konzentriere Dich darauf, ohne dauernd daran zu denken zu verkacken, weil Du Dir die Palme wedelst, auch das kann letztendlich Teil von Dir sein und es ist in Ordnung.
    Lass nicht all Deine Gedanken um Relapse, PMO und was weiß ich was das für Wörter sind Kreisen. Würde ein "Hin-zu" statt "weg-Von" vorschlagen. Es muss doch etwas geben, was Dich begeistert oder was dich begeistern könnte, dann gehe da hin statt weg von.
    Der Grund ist ganz einfach, bei weg von ist man immer wieder mit seinem "Problem" konfrontiert, alle Gedanken kreisen darum, es bekommt einen Wert, den es nicht verdient hat. Bei hin zu ist es positiv, bereichernd, da man etwas schönes in sein Leben holt. Und oft passiert es von ganz allein, dass man gar kein Bock hat auf so eine Zeitverschwendung, denn man hat besseres zu tun.
    Wünsch Dir alles Gute.

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • @Iron_John schrieb:
    Langer Text, kurze Frage: Lieber @Sascha, bitte verrate doch mal, wie man die Würdigkeit einer Frau feststellen kann?

    Achtest du auf "Redflags"? Hörst du auf deinen Bauch? Hast du bestimmte Regeln (z.B. keinen Sex die ersten 3 Monate, etc)?

    Ja, ich achte sehr auf Redflags. Dabei gibt es für mich harte und weiche Warnsignale. Aber alles läuft darauf hinaus, ob ich einer Frau meine eigenen Kinder anvertrauen würde. Wenn ich dieses Vertrauen nicht habe oder es sogar im Laufe von Wochen und Monaten abnimmt, bin ich raus. Egal wie gut der Sex oder die Gespräche sind. Bin aber auch schon ein paar Mal auf absurde Weise auf die Schnauze gefallen. :smile:

    @Iron_John schrieb:
    In diesem Post verdeutlichst du bereits, was hinter der "Würdigkeit" steckt. Ich steh halt vor der Problematik, dass ich dachte sie sei würdig und eben die Toleranz für Fehler recht hoch war, weil ich es auch wahrscheinlich die letzten Monate nicht wahrhaben wollte, dass es nichts ist. Wie viel Zeit nimmst du dir, wenn du eine potentielle Partnerin kennen lernst, um ihre Liebenswürdigkeit festzustellen? Manche Macken tauchen ja auch erst auf, wenn man zusammen / sehr nah ist...

    Wenn man wirklich ehrlich zu sich ist, sind die Ausschlusskriterien schon sehr früh zu erkennen. In der Mehrheit der Fälle und dann, wenn man eine klare Agenda hat. Oberflächlich sind Dinge wie intellektuelle Kompatibilität. Ich bin sehr damit gesegnet, dass meine Freundin äußerst intelligent und wissbegierig ist. Sie versteht schnell und viel, ist eher interessiert, wenn ich ihr lange Vorträge über dieses oder jenes halte und liest selbst regelmäßig. Aber das ist eher ein Bonus. Viel wichtiger ist, dass sie fleißig und arbeitsam ist. Wenn ich ein gemeinsames Leben mit jemandem aufbauen will, brauche ich einen Partner (#nohomo) und keine Schlaftablette, die sich mitziehen lassen will.

    Aber dazu braucht man eine klare Agenda, man muss wissen, was wichtig ist und was nicht.

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • Hey,
    würde dazu gern noch ein paar Fragen haben und vielleicht den ein oder anderen Anstoß.

    Ja, mit Sicherheit liegt es mitunter an mir - sonst würde dieses Muster nicht schon zum 3ten Mal in meinem Liebesleben auftreten. Das "vor die Wahl stellen" war bockig, ja. Ich wusste nicht wie weiter. Vor lauter Angst, sie zu verlieren, verliere ich sie wohl. Hm. Ja, wenn ich zurückblicke ist das ein Arbeitsfeld: Je länger ich mit einer Person zusammen bin, umso mehr setzte ich diese Beziehung an erste Stelle und vernachlässige meine eigenen Ziele und die Arbeit an mir. Ich gebe gewissermaßen schon die Verantwortung ab. Vielleicht bin ich auch als Mann noch nicht genug gefestigt? Im Grunde, wünsche ich mir, dass es klappt und gebe mir besonders viel Mühe und daraus resultiert, dann eine Erwartungshaltung, die unmöglich zu erfüllen ist und ich denke dann viel zu viel darüber nach "was ist wenn..." und und und... Ist sicher nicht leicht mit mir. Allerdings, ganz runter putzen mag ich mich auch nicht, ich finde, dass ich im Grunde eine gute Wahl bin. Und ihr ein guter Partner war. Unsicher, einfach unsicher. Durch ihre extrem große Schüchternheit und der Flucht vor Nähe ist sie eben auch nicht einfach.

    Warum hast Du Angst sie zu verlieren? Was würde sich ändern? Was musst du tun damit du keine Angst hättest?
    Ich meine es ist schon normal, dass man es nicht gut findet wenn ein geliebter oder wertvoller Mensch aus seinem Leben geht, aber wenn man irrational solche Gedanken hegt, dann hat das was mit einem selbst zu tun. Dem würde ich auf den Grund gehen, warum dich dieser Gedanke befällt.
    Dazu passt die Aussage, dass wenn du sagst: Beziehung an erster Stelle, vernachlässigt eigene Ziele und die Arbeit an sich, ebenso dass du dir besonders viel Mühe gibst.
    Ich denke auch, dass du eine gute Wahl bist, wenn ich das so lese, aber warum wählst du dich nicht zuerst mal selbst? Warum so viele Zweifel an dir selbst?
    Ihre Schüchternheit hat nichts damit zu tun.

    Zum Beispiel war sie anfangs wirklich sehr "verliebt", aber hat mich trotzdem regelmäßig weg gestoßen, obwohl sie es sich eigentlich nur gewünscht hat, Zeit mit mir zu verbringen. Auch letztens hat sie wieder gemeint, dass sie sehr gerne mit mir zusammen wär und mich gar nicht so wegstoßen will und am liebsten mir die Zuneigung geben würde, die ich mir wünsche, doch dass sie es irgendwie nicht kann und sich da selbst im Weg steht.... Das ist ihr Thema. Ich denke viele andere Männer kommen ihr nie so nah, weil sie diese regelrecht "verscheucht".

    Ja klingt als hätte sie Bindungsängste. Die könnten aber auch da her kommen, dass du die Beziehung fokussiert und sie Angst vor klammern hat. Wie gesagt was Frauen sagen, meinen zu wollen solltest du nicht so sehr beachten, wie das was sie dir zeigt. Daher mein Rat an dieser Stelle, halte Abstand, kein Kontakt, kein "wie geht's dir", aber auch nicht irgendwie pampig sein, du hast jetzt etwas wichtiges zu tun, dich selbst. Wenn sie dir schreibt, ignorier es eine Zeit lang, es sei denn es kommt richtiger Input, z.b. wenn sie fragt ob du Zeit hast mit Terminvorschlag (!!!), alles andere ist kein Input, damit meine ich so Fragen wie: "was machst du?" "Wie geht's dir?" Das sind Fragen um dich interessiert zu halten, denn irgendwas will sie scheinbar von dir, aber nicht das was du dir wünschst.
    Mach dich einfach rar, das ist dann ehrliches Zeit geben.

    Die sexuelle Anziehung ist klar gegeben. Die klare Kante hat sie mit Sicherheit eingeschüchtert und ihr Panik/Druck gemacht. Ja. Eigentlich muss ich sie wie ein scheues Reh behandeln: Da sein, ruhig verhalten, keinen Druck machen und ihr die Zeit geben, die sie braucht. Da fehlt mir doch manchmal die Gedult. Aber wenn ich an unsere Anfänge zurück denke - dann hat sie sich schon gewaltig mir geöffnet und wir sind uns für ihre Maßstäbe sehr! nah gekommen.

    Richtig, siehe oben, kein Kontakt!

    Die Abstinenz ist sicherlich nicht beziehungsförderlich. Allerdings ist da die Beziehung zweitrangig. Wie du gut erkannt hast, habe ich ein Problem mit meiner Sexualität und im Umgang mit meinen Emotionen und irgendwie fehlt es mir auch an Festigkeit/Beständigkeit. Daher ist es für mich eben so enorm wichtig, den Reboot zu schaffen. Du verdrehst sicher die Augen, weil ich schon wieder mit diesen Begriffen komme. Vielleicht ist es schwer nachvollziehbar, aber ich habe in dem Pornokonsum und dem Eskapismus wirklich ein großes Problem und das erüllt auch alle Kriterien einer Sucht - mit den ganzen negativen Folgen auf das Leben. Und wie ein Alkoholiker eben im Entzug nicht ein Glas Wein mit seiner Frau trinken sollte, so brauche ich eben die Abstinenz. Für mich ist es auch schwer nachvollziehbar, wie man Alkoholiker sein kann - mir schmeckt es nicht und es passt absolut nicht in mein Wertesystem.... Tja - nur so wie der Alkoholiker sich eben den Alkohol als Lösungsmittel für die meisten (alle?) seiner Probleme "antrainiert" hat, so ist es bei mir eben dumm vorm Laptop hocken, Filme und Youtube zu schauen und sich regelmäßig einen zu keulen...

    Kein Augenverdrehen ;) Ja, kümmere dich um dich, so wie es dir am besten passt. Viel Erfolg.

    Ich sitze hier nicht den ganzen Tag und denke "ohgootttt bloß nicht wichsen" - nein: Ich versuche jeden Tag produktiver zu sein, um die Dinge, die mich an meinem Leben stören, nachhaltig zu lösen.

    Hast du eine Leidenschaft? Ein Talent?

    So: Ich halte sie eben für sehr liebenswürdig! Weil sie in meinen Augen sehr tugendhaft und fleißig ist. Weil sie auf andere eingeht, weil sie nicht lästert, weil sie lustig ist und auch etwas geheimes, verborgenes hat und weil sie so wunderbar lieb mit Kindern umgehen kann. Und ja: Ihre Schüchternheit und dieses Bindungsproblem ist eine Macke. Doch Macken hab ich ja auch.
    Irgendwie glaube ich an Liebe und bei ihr ging es mir nicht um Sex, sondern darum, für sie da zu sein, dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht, dass sie sich an meiner Seite wohlfühlt und ihre Augen leuchten!

    Es geht immer um Sex.
    Sie fühlt sich wohl bei dir wenn du dich wohl fühlst.

    Und vorgestern habe ich ihr daher eine Flasche meines selbstgemachten Sirups vor die Tür gestellt. Gestern hat sie angerufen und sich riesig gefreut und auch gemeint, dass sie so mit sich gehadert hat und mir am liebsten auch eine Flasche von ihrem Sirup vor die Tür gestellt hätte, sich aber einfach nicht getraut hatte. Wir haben über alltägliches gesprochen, nicht über uns oder darüber wie es uns geht... Ich bin dankbar, dass es scheinbar noch eine Chance gibt, zumindest sie als Freundin zu erleben.

    Bitte Kontakt meiden.

    Ich werde mich auf mich konzentrieren und damit weiter machen! Damit ich mich erkenne und meine Werte aufstelle und mein Leben voran bringe - damit ich ein Leben habe, mit dem ich zufrieden bin. Und ich versuche mich zu beruhigen: Ich kann sie nicht in eine Beziehung zwängen oder einfangen und meine Angst, sie zu verlieren, macht die Sache nur schlimmer. Ich versuch entspannter zu sein.

    Wie gesagt du hast sicher eine Leidenschatt, ein Talent irgendsowas kümmere dich darum. Mach weiter in der Produktivität und integriere Dinge die dich bewegen, die dich erfüllen, die Spaß machen.

    Ja, am hin zu arbeite ich.
    Danke nochmals für deinen wertvollen Beitrag. In der Antwort mag ich vielleicht etwas depressiv herüber kommen, aber mittlerweile fühle ich mich deutlich besser und auch selbstbewusster und weiß/fühle, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

    Das bist du, also auf dem richtigen Weg, nicht depressiv. Bleib bei dir vorerst, auch wenn es schwer fällt, meide Kontakt zu ihr, schreib ihr nicht von dir aus, bring ihr keinen Sirup, krieg dein Zeug auf die Reihe. Wenn du dann noch Kontakt zu ihr willst, dann geh auf sie zu, denke nicht an eine Beziehung sondern an eine geile Zeit, die sie mit dir haben kann, wenn nicht dann hast du die geile Zeit mit dir, weil du ein gutes Leben führst und wenn ein 2. Mensch für eine Weile mit geht um so schöner, aber du bist davon nicht abhängig.

    Dir wünsche ich auch alles Gute :smile:

    Danke

  • @Iron_John schrieb:
    Allerdings, ganz runter putzen mag ich mich auch nicht, ich finde, dass ich im Grunde eine gute Wahl bin. Und ihr ein guter Partner war. Unsicher, einfach unsicher. Durch ihre extrem große Schüchternheit und der Flucht vor Nähe ist sie eben auch nicht einfach.

    Ich würde das umdrehen. Die Frage, ob du eine gute Wahl bist, ist ja nicht von deinen Wertmaßstäben abhängig, sondern von denen der Frauen (Plural) und dann auch der einzelnen Frau. Sicherheit, eine gewisse emotionale Unverrückbarkeit, sehr klare Vorstellungen und solche Dinge schätzen Frauen wert (das zeigt sich in ihrem Verhalten). Besonders deutlich wird das, wenn Frauen von Männern nicht lassen können, die eigentlich Mist sind (Fuckboys, sogenannte Arschlöcher usw.). Die bieten im Grunde die Marker für sexuelle Attraktivität, nur eben ohne jeden Altruismus und Kapazität zur Fürsorge.

    Ich meine, du zeigst hier mehr Willen zur Selbstverbesserung als 90% der Menschen in der Welt. Das ist respektabel. Aber wenn du den Spieß umdrehst, merkst du, dass es auf die Nachfrage ankommt. Frauen bewerben andere Frauen damit, dass sie clever, witzig, immer einen guten Spruch auf Lager haben. Im Englischen nennen die das "sassy". Wenn ich das schon höre, denke ich direkt anstrengend und zickig. Finden Frauen auch unglaublich empörend, wenn ich das sage. Aber umgekehrt, bestehen die darauf, sich selbst aussuchen zu dürfen, was ihnen gefällt.

    Ich unterschreibe nicht alles, was @Pinocio schreibt. Aber der Tenor stimmt. Frauen brauchen viel Maskulinität, um sich fallen zu lassen.

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • @Iron_John schrieb:

    Kannst du das mit der Nachfrage und dem "sassy" etwas genauer ausführen? Verstehe ich richtig, dass du damit ausdrückst, die Nachfrage sei eben auch etwas "gestört"/verschoben? Also, dass die Mehrzahl der heutigen Frauen keine Nachfrage nach "Selbstverbesserern" und Männern mit
    Altruismus und Kapazität zur Fürsorge hat, sondern eben hier die Partnerwahl auch auf einer oberflächlichen Ebene trifft, die sie dann eben zu den erwähnten "Fuckboys" führt?

    Also ich verstehe es aktuell so, dass die Fuckboys gewisse Eigenschaften wie z.B. emotionale Stabilität oder Durchsetzungsstärke besitzen. Diese Eigenschaft sind besonders anziehend für Frauen.
    Wenn man ein Mann ist, der diese Eigenschaft verkörpert aber sonst ein Arschloch ist hat man trotzdem diese Anziehungskraft auf Frauen. Wenn man diese Eigenschaften aber besitzt ist man aber nicht zwangsläufig ein Fuckboy sondern kann trotzdem fürsorglich sein. Zweiteres tut der Frau und dem Mann besser als nur Durchsetzungsstark.
    Das Thema was macht eine würdige (Ehe-)Frau aus beschäftigt mich auch die letzten Wochen besonders intensiv. Habe dazu auch schon ein paar Sachen nachgeschaut, Videos von Peterson usw. geguckt. Werde spätestens am Wochenende ein neues Thema dafür aufmachen. Dann können Leute die sich für das Thema interessieren einfacher auf das Thema stoßen :smile: .

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • @Iron_John schrieb: Ein paar Gründe fallen mir ein (möchte ich hier jedoch nicht teilen)

    Hier ist mittels Reflexion wahrscheinlich viel zu holen.

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • bearbeitet Juni 2020

    Und ganz ehrlich: Joko und Klaas sind die größten Vollidioten und denen bei irgendwelchen bekloppten Spielen zuzusehen, die wahrscheinlich auch alle gestellt und geskriptet sind, ist echt eine Zeitverschwendung. Da hätte ich gestern Abend einfach ins Bett gehen können, noch etwas lesen oder wieder mal mit dem Zeichnen anfangen... Das gibt mir deutlich mehr :)

    Ich teile deine Ansicht größtenteils, aber bin mir nicht sicher ob man wirklich komplett darauf verzichten muss. Ich setze mir doch sehr gerne einen Clip von denen als Dopaminspritze, nachdem ich ein paar für mich schwierige oder einfach anstrengende Aufgaben im Alltag geschafft habe. Mittlerweile gelingt es mir dabei auch in meinem geplanten Zeitfenster von 10-25 Minuten zu bleiben. Für zweieinhalb Stunden die Clips durchsuchten ist mir die Zeit zu schade und der Grenznutzen dieser schön dämlichen Sendung ist dann doch zu schnell erreicht, sodass ich die Dosis lieber über längere Zeit strecke :-)
    Natürlich sollte auch ich mich irgendwann einmal fragen warum ich mir so etwas reinziehe, aber aufgrund von genug Projekten fahre ich damit erstmal ganz gut.

    Wo bleibt das Lob für Steven Gätjen und Frank Tonmann? ;-)

    Allgemein @Iron_John Danke für die vielen tiefgehenden Reflektionen. Ich bin stiller Mitleser und Fan deiner Posts hier und konnte mir selbst schon das ein oder andere herausziehen. Leider (oder zum Glück?) gibt es hier keinen Like-Button im Forum um die Anteilnahme auszudrücken.

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • @Iron_John schrieb:
    Ich glaube im Umgang mit Frauen ist es ein bisschen so, wie mit Katzen oder Rehen: Wenn man zu fokussiert darauf ist ihnen näher zu kommen, fliehen sie, oder kratzen und beißen.

    Danke für deine Texte hier. Ich würde gerne das Feedback geben, dass solche Formulierungen wirklich zu stark alle Frauen "über einen Kamm scheren"... das wissen zwar grundsätzlich wahrscheinlich auch alle Leserinnen und Leser, dass das zu verallgemeinernd ausgedrückt ist, aber es reicht ja, zu schreiben "im Umgang mit manchen Frauen" oder so... abgesehen davon finde ich deine Texte und die Kommentare gut und interessant! :-)

  • bearbeitet 30. Mai

    .

  • bearbeitet 30. Mai

    .

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.