Marschieren mit Gepäck als Ausdauertraining

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Kommentare

  • Heute gesehen, jetzt habe ich Fragen. :) Du sprichst in dem Stream kurz über das Joggen und sagst ab 00:29:25, dass Joggen im Wesentlichen Unsinn und ein Gepäckmarsch das Beste ist, was man überhaupt für seine Ausdauer machen kann. Könntest du das erläutern? Geht es dir beim Joggen darum, dass die Kosten zu hoch sind (also von wegen Belastung)? Und warum ist der Gepäckmarsch so super? War heute mal unterwegs mit 10kg für ~60min. Das Ganze ist halt doch reichlich entspannend... Meintest du Tagestouren oder wie kann man sich das vorstellen? Bei kürzeren Touren das Gewicht weiter erhöhen?

  • Hat du dir die Kante gegeben?

  • Ich habe darauf geachtet, die Geschwindigkeit so hoch zu halten, wie nur möglich; je nach Untergrund hat das natürlich variiert. Werde morgen noch einen neuen Versuch mit 15kg starten und die Konzentration aufrecht halten - vielleicht bin ich ja zwischendurch doch etwas gemütlich geworden. Trotzdem: warum macht 60min Joggen keinen Sinn?

  • So, heute war mehr Kante angesagt, man muss halt gedanklich dabei bleiben und darf nicht nachlassen. Hat mir gut gefallen. Danke für diese Idee Sascha, für mich ist das eine echte Bereicherung!

  • Muss mal was darüber schreiben oder reden. Der Kontext ist immer auch wichtig. Was man macht, um die Ausdauer zu trainieren. Wenn man schon Kraftausdauertraining macht, dann sieht das ganze anders aus, als würde man Powerlifting machen.

    60min Joggen liefert zu wenig Anpassung bei zu viel monotoner Gelenkbelastung. Marschieren liefert mehr Belastung (durch dei Last) bei gleichzeitig geringerer Gelenkbelastung.

  • Alter. Heute Gepäckmarsch mit der 20kg Weste gemacht. Du weißt, dass du die Basics vernachlässigt hast, wenn du die Basics machst.

  • Muss mal was darüber schreiben oder reden.

    Wäre auf alle Fälle interessant. :)

  • @Johannes - Ist so eine Gewichtsweste deiner Meinung nach für den Zweck eine lohnende Anschaffung?

  • @Sascha schrieb: Muss mal was darüber schreiben oder reden.

    +1
    Dazu würde mich auch mehr interessieren. Ich werde mein Ausdauertraining an Beintagen über die nächsten Wochen als Gepäckmarsch gestalten. Mal gucken, was da so zu holen ist.

    @LeoMe: Die Gewichtsweste war für mich bisher die lohnendste Anschaffung von Trainingsmaterialen überhaupt, weil man mit ihr alles machen kann. Sie kommt bei fast jedem Training zum Einsatz.
    Für den Gepächmarsch fand ich sie erstmal praktisch, weil sie das Gewicht gleichmäßig am Körper verteilt. Ich werde es die nächsten Tage mal weiter testen.

  • Ich habe jetzt einige Gepäckmärsche hinter mir und es gefällt mir wirklich gut. Danke euch für die Anregung.

  • JOJO MURPH

    • 30min mit Gepäck marschieren
    • 100 Klimmzüge
    • 200 Liegestütz
    • 30min mit Gepäck marschieren
  • @Johannes nutzt du einen Rucksack mit Gewichten? Mit wieviel KG marschierst du?

  • @Daniel Ich erlaube mir mal, auch drauf zu antworten. Ich nehme einen ganz normalen Rucksack. Inhalt: 10kg. Habe mit mehr experimentiert, ausdauertechnisch sehe ich da aber nicht so Unterschied bzw. den Puls bekomme ich so oder so nach oben. Mit mehr Gewicht sind bei mir dann an manchen Tagen die Waden der limitierende Faktor. Unabhängig vom Gewicht ist es eben wichtig, sind keinen Träumereien hinzugeben. Vollgas. Durchgängig. Die ersten 2-3 Märsche war das für mich ungewohnt und Müßiggang schleicht sich gerne ein. Auch sollte man nach Möglichkeit jeden Anstieg mitnehmen.
    @Johannes Wie ist das bei dir eigentlich mit der Steigung? Ich stelle fest, dass ich die Anstrengung im Flachland ganz gut aufrechterhalten kann, wenn ich nach dem letzten Hügel nicht nachlasse; so ganz ohne Auf und Ab wird der Kontakt zum Boden aber doch reichlich kurz. Was hast du für Erfahrungen mit wechselndem Gelände gemacht, insbesondere mit deinen 20kg?

  • @Johannes schrieb:
    JOJO MURPH

    • 30min mit Gepäck marschieren
    • 100 Klimmzüge
    • 200 Liegestütz
    • 30min mit Gepäck marschieren

    Du Tier B)

  • Ohne das ich wusste, das der Thread existiert habe ich vor 2 Tagen ebenfalls einen Marsch gemacht. 18 kg im Rucksack für 1,5 Stunden.
    Ich war überrascht, wie stark das Tempo durch den Rucksack gedrosselt wurde. Ich habe von Natur aus einen schnellen Schritt und hatte dann fast ein Tempo wie Normalsterbliche. Anschließend fühlte ich mich leicht ausgelaugt, aber ich hatte für 2 Tagen ein echt gutes Gefühl inkl. Dauergrinsen. Macht Spass, wird wiederholt :)

  • @Daniel schrieb: nutzt du einen Rucksack mit Gewichten? Mit wieviel KG marschierst du?

    Ich habe bisher immer meine Gewichtsweste genommen. Die wiegt 20kg.

    @Moritz schrieb: Unabhängig vom Gewicht ist es eben wichtig, sind keinen Träumereien hinzugeben.

    Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Immer nur Vollgas ist zwar nicht meine Philosophie, aber ununterbrochene mentale Präsenz ist wichtig und unter anderem deshalb gefallen mir die Gepäckmärsche so gut.

    Wie ist das bei dir eigentlich mit der Steigung?

    Wo ich wohne gibt es nur Hügel. (Wenn ich zum Wandern in die Berge fahre hatte ich bisher kein unnötiges Gewicht im Rucksack.) Die wenigen Hügel, die ich aber habe, machen das ganze viel besser! Mental als Abwechslung und Reminder, aber auch körperlich. Da atme ich deutlich schneller. (Ganz komische Erfahrung zu Beginn, bei relativ geringem Tempo so außer Atem zu kommen.) Die Monotonie des reinen Flachlands macht es mir mental anstrengender.

  • Bezüglich der Monotonie:
    Habe die letzte Zeit mal mit Intervallen experimentiert. Zum Beispiel: 2min Gehen maximale Geschwindigkeit, 1min normale Geschwindigkeit.

  • @Johannes Und was ist dein Fazit?

  • bearbeitet 29. Juli

    @Moritz: Es macht Spaß, weil es mental mehr Abwechslung verspricht. Ich schaffe weitere Strecken. Ich schwitze mehr. Erholung geht gefühlt etwas schneller. Das sind die Beobachtungen der ersten Wochen. Ansonsten bin ich selbst noch am experimentieren.

  • Sonst noch jemand hier dabei und hat Erfahrungswerte?
    Ein weiteres Experiment, dass ich in der nächsten Zeit starte, ist das Gewicht zu vermindern/zu erhöhen und dann länger/kürzer gehen.

  • Achja und meine Waden und Füße freuen sich über die Gepäckmärsche! Der Nacken leidet allerdings mehr als dass er gaint, glaube ich.

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