Was monitore ich, wie viel und warum?

Moin zusammen,
in diesem Eintrag will ich mich mit euch darüber austauschen was Ihr so in Form von Logs & Tagebüchern messt/ verarbeitet, in welcher Form von Kennzahl ("KZL"), mit welchem Zweck. Natürlich habe ich auch schon in die diversen Logs und Tagebucheinträge hier reingeschaut, aber ein extra Thread für das allgemeine wie, warum und wie viel finde ich übersichtlicher und ist für Log-Anfänger auch bestimmt hilfreich :smile: .
Das Thema beschäftigt mich gerade sehr stark. Im ersten Teil reflektiere ich erstmal mein Verständnis von Tracking. Im zweiten Teil gehe ich dann darauf ein was ich ganz konkret tracke.
Bei Beiden Teilen freue ich mich auf Feedback und Input von eurer Seite :smile: .

Teil1
Ich neige dazu gerade zu Beginn alles mögliche zu tracken. Dadurch kann ich Sachen genauer analysieren und etwaige Fehlschlüsse verringern da ich mehr Einflussfaktoren auf dem Schirm habe und diese mit der Zeit möglichst isoliert betrachten kann. (So viel wie möglich).
Auf der anderen Seite...
Umso geringer der Aufwand ist umso eher kann ich es auch auf Dauer umsetzen + ich spare Zeit für wichtigere Dinge. (So wenig wie nötig)
Deswegen suche ich gerade diesen Schnittpunkt von "So viel wie möglich" & "So viel wie nötig".

Unterscheidung Tagebuch & Tracking:
Für mich unterscheidet sich ein Tracking insofern von einem Tagebuch, dass ich im Tracking Zustände ohne große Erklärungen strukturiert festhalte (z.B. Wie fühle ich mich auf einer Skala von 1-10 = 10; das Warum ich meine mich so zu fühlen wird nicht konkret festgehalten, natürlich können aber Ursachen in anderen "KZL's" stecken wie z.B. die Schlafdauer).
Beim Tagebuch hingegen will ich meine Gedanken einfach so wie sie kommen niederschreiben. Das hilft mir dabei Sachen zu reflektieren und ich habe auch das Gefühl, dass sich mein Kopf leert und der Stresslevel abnimmt. Zusätzlich kann ich bei Sachen die mir im Tracking auffallen noch einmal den Tagebucheintrag checken und so Ursachen die in keiner "KZL" enthalten sind entdecken. Zusätzlich führe ich ein Tagebuch für meinen Coach.

Warum tracke ich überhaupt?
Ich möchte:
1.mich verbessern
2.einen aktuellen Zustand erhalten
3.einen Zustand Analysieren/ Zusammenhänge bzw. Abhängigkeiten ableiten (z.B. 2 Stunden Schlaf = Müde am Folgetag+schlechte Laune).
Für alle drei Punkte muss ich aber wissen was ist mein Zustand und wo will ich hin = Tracking als Grundlage

Gerade in stressigen Zeiten hilft mir ein Tracking dabei mir selbstgesetzte Standards besser zu halten (z.B. Anzahl an Sport oder Meditation) und Überschreitung von "rote Linien" zu erkennen (z.B. wie gestresst fühle ich mich gerade, wie viel habe ich heute gegessen etc.).
Beim 3. kann es für mich auch darum gehen, dass ich ein Gefühl für eine Sache Entwickel (z.B. wie viel habe ich heute gefühlt gegessen & tatsächliche Kalorienaufnahme ).
Des weiteren hilft es mir meine Ziele im Auge zu behalten und konsequenter zu verfolgen (ist mir ganz extrem beim Essen z.B. aufgefallen).

Formen des Trackings:
Für all diese Punkte muss ich die Zustände irgendwie einordnen. Das mache ich wenn möglich in Form von Zahlen (Absolute Zahl: Wie viel Stunden habe ich geschlafen [Stunden] ? => 6; Einordnung auf Skalen: Wie fit fühle ich mich [Skala von 1-10, 10 = höchste]? => 10).
Bei der Einordnung in persönlichen Skalen geht es oft darum wie ich mich fühle. Die Skala kann zu dem Zeitpunkt der Einführung nur den Bereich abdecken über den ich mir Bewusst bin (Bsp.: ein Energielevel den ich vor 2 Jahren mit einer 10 bewertet habe kann heute "nur noch" eine 8 sein, da ich z.B. meine Ernährung verbessert habe und heute einfach mehr Energie zu Verfügung habe). Dadurch können sich Skalen mit der Zeit verschieben was auch erstmal nicht schlecht ist, nur beim Vergleich über einen längeren Zeitraum sollte man das beachten. Die jeweiligen Zahlen bei den Skalen können auch durch Begriffe ersetzt werden wobei die Wertigkeit gleich bleibt (Gemütszustand 10von10= mir scheint die Sonne aus dem Arsch).

Wie lange tracke ich?
Es gibt Sachen die ich für ein konkretes Projekt tracke (z.B. 2 Liter Wasser am Tag trinken = Wasser und Tee tracken). Dabei tracke ich die "KZL's" die ausschließlich dieses Projekt betreffen so lange bis das Projekt für mich abgeschlossen ist. In dem Beispiel habe ich diesen Punkt bei mir aus dem Tracking rausgenommen als ich gemerkt habe, dass ich die Gewohnheit 2 Liter Wasser am Tag trinken integriert hatte. Es gab für mich keine Notwendigkeit mehr (So wenig wie nötig). Wenn ich merken würde, das die Gewohnheit wieder verschwindet würde ich das Tracking wieder aufnehmen.
Es gibt Sachen die Auswirkungen auf so viele relevante Lebensbereiche von mir haben, dass ich sie (wenn ich tracke) konstant tracke (z.B. Schlaf hat für mich auf so viele Lebensbereiche Auswirkungen das ich dieses immer tracken würde).

Teil2:
Mein Tracking führe ich aktuell zum Großteil in Excel durch (Training und Ernährung mit einer jeweiligen App)

Hier habe ich bei vielen Logs schon einige Punkte bei euch gesehen. Ein Punkt den ich aktuell Gedenke auch zu integrieren ist den Finger Tab Test. Zweck wäre eine Synchronisierung von dem Gefühl wie fit ich mich gerade fühle und wie fit ich tatsächlich bin.
Habe den Text mehrmals überarbeitet und hoffe das er so strukturiert ist, dass er einen Mehrwert bietet und auch einen Austausch möglich macht :smile: .

Deswegen nochmal die Frage an euch.
Trackt ihr? Was, wie, warum und wie oft trackt ihr :smile: ?

Kommentare

  • Danke für den Begriff Monitoring und die Unterscheidung Tagebuch & Tracking. Hat mir geholfen mein eigenes Vorhaben zu verstehen. Vielleicht kann ich in einigen Wochen was zu deinen Fragen sagen.

  • @Dominique schrieb:
    Danke für den Begriff Monitoring und die Unterscheidung Tagebuch & Tracking. Hat mir geholfen mein eigenes Vorhaben zu verstehen. Vielleicht kann ich in einigen Wochen was zu deinen Fragen sagen.

    Cool, das freut mich. Bin sehr gespannt und wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg damit :smile:

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.