"Minimalprogramm" für die Gesundheit

Hallo!
Wie viel darf es sein für die Gesundheit?
Da ich neuerdings Student bin, überlege ich im Moment, mein Training auszuweiten, 2mal/Tag anzupeilen. Meine Motivation dabei ist, dass es zufrieden macht, währenddessen und vor allen Dingen danach; man hat etwas geleistet; vor allen Dingen tue ich es aber tatsächlich für die Gesundheit, also gerade im Hier und Jetzt: aktiv sein zu können, Energie zu haben, unbeschwert leben zu können. Ich betrachte es als richtig und verpflichtend, sich körperlich möglichst umfassend zu fordern. Mir geht es nicht um Leistung oder Aussehen, ist eher so eine Identitäts-/Glaubenssache. Das mit dem fehlenden Interesse an Leistung ist mir jetzt ganz konkret aufgefallen, als ich mein Training umplanen wollte. Mir schwebte nämlich schon länger vor, wenn ich als Student denn dann die Zeit dazu haben sollte, möglichst verschiedene Kraftbereiche abzudecken, mich allgemein so breit aufzustellen, wie möglich. Aber ohne den Leistungsaspekt frage ich mich, warum ich mich überhaupt mit der Kraftausdauer quäle. Ob ich nicht mehr Vereinssport machen sollte, der doch ein gutes Stück cooler und sozialer ist, als z.B. Kraftsport. Mich interessieren also zwei Punkte:

  1. Was ist wirklich wichtig?
    Ich denke dabei erstmal an Muskulatur, Gelenke, Knochen, Beweglichkeit, das Immunsystem, das Herz-
    Kreislauf-System, den Stoffwechsel, Blutdruck... Alles Dinge, die sich durch gewöhnliches Hypertrophie-
    und Intervalltraining mit einer guten Ernährung fördern lassen. Noch ein wenig Loaded Stretching dazu und
    fertig. Reicht das eurer Meinung nach? Bringen mich Maximal-, Schnellkrafttraining, Dauerläufe etc.
    gesundheitlich wirklich weiter?

  2. Gebt ihr in eurem Training der Leistung, bzw. dem Spaß den Vorrang? Wahrscheinlich leben Leser hier
    ziemlich gesundheitsbewusst, aber ist das bei euch mehr Nebenprodukt oder steht es voll im Vordergrund?
    Wäre für mich auch im Ernährungsbereich interessant (Nährstoffe, Geschmack, Umwelt, Preis...)

Beste Grüße,
LeoMe

Wofür trainiert ihr?
  1. Wofür trainiert ihr?8 Stimmen
    1. Gesundheit
      62.50%
    2. Identität/Glaube
      25.00%
    3. Leistung
        0.00%
    4. Spaß, Zufriedenheit
      12.50%
    5. Etwas anderes
        0.00%

Kommentare

  • bearbeitet 4. Februar

    Mir ist wichtig umfassend fit zu werden, ohne mich zu verzetteln. Also habe ich mir aus verschiedenen Bereichen jeweils ganz wenige Ziele gesucht (Kraft, Kälte, Mobilität). Mir sind die Ergebnisse wichtiger, als der Spaß. Aber ich gehe auch 1x die Woche klettern just for fun.

  • bearbeitet 2. April

    Etwas verspätet hier mal meine Gedanken zu deinen beiden Fragen.

    @LeoMe schrieb:
    1. Was ist wirklich wichtig?

    Ein gewisses Kraftniveau in verschiedenen Aspekten (Heben, Beugen, Drücken, Ziehen usw.) ist sicherlich sinnvoll. Wo dieses "gewisse" Kraftniveau liegt, ist individuell. Es gibt einen Punkt, ab dem jede weitere Kraftsteigerung überproportional viel Investition erfordert. Für mich ist es bspw. ohne viel Hingabe möglich, durch simples Training mein doppeltes Körpergewicht zu Kreuzheben. Alles darüber hinaus erfordert für mich bereits Fokus auf diese Übung, mit gut durchdachtem Trainingsplan usw.. Beim Kniebeugen erreiche ich diese Grenze z.B. bereits viel früher als bei 2xKörpergewicht. Hierzu wäre vielleicht ein eigener Thread als eine Art Meinungsumfrage spannend, wo eurer Ansicht nach so die Standards für Kraft, Ausdauer usw. liegen.

    Bzgl. Ausdauer bin ich mir nicht sicher, ob gelegentliches niedrig-intenves Training über etwas längere Zeiträume nicht eine sinnvolle Ergänzung zum Intervalltraining ist? Aber da kenne ich mich zu schlecht aus, dass können hier andere besser beantworten. Was ich jedoch bereits oft aus verschiedenen Quellen gehört habe (z.B. von Steve Maxwell), ist, dass alles über 20 min Ausdauertraining gesundheitlich kaum noch relevante Vorteile bringt (im Falle von Joggen z.B. mehr Verschleiß als Vorteile). Generell finde ich die Meinungen von Menschen wie Steve Maxwell zu dem Thema sehr interessant, die 60+ Jahre sind und 40 Jahre Erfahrung mit Training aufweisen. Die haben viel gesehen und können aus erster Hand über das Thema "Verschleiß" sprechen. Da lohnt es sich, für uns junge Burschen, aufmerksam zuzuhören.

    Mobilität gehört auch dazu, also die Beweglichkeit durch Dehnung zu erhalten. Du erwähnst ja bereits loaded stretchung. Was bzgl. Gesundheit noch interessant sein könnte, wären Übung zu Gelenkmöbilität. Ich mache diese bspw. jeden morgen nach dem Aufwachen als Teil meiner Morgenroutine.

    Im Sinne von Leuten wie Ido Portal oder Joseph sollte man sich noch ein paar Gedanken über Bewegungsvielfalt machen, um alles abzurunden.

    @LeoMe schrieb:
    2. Gebt ihr in eurem Training der Leistung, bzw. dem Spaß den Vorrang?

    Leistung und Spaß sind zwei Zutaten in meinem Training, sie sind aber der Gesundheit als Leitprinzip untergeordnet. Mit Zielen (Leistung) und Abwechlung (Spaß) ist es einfacher für mich, am Ball zu bleiben. Aber es muss immer einigermaßen ausbalanciert sein zwischen Über- und Unterforderung (Gesundheit).

  • @Gnahn schrieb: Hierzu wäre vielleicht ein eigener Thread als eine Art Meinungsumfrage spannend, wo eurer Ansicht nach so die Standards für Kraft, Ausdauer usw. liegen.

    +1

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.