[life log] Pinocio Training/Ernährung

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Kommentare

  • Pull schwer

    Kreuzheben: 1x 1,5 @175kg, 2x3 @125kg
    Kreuzheben mit gestreckten Beinen: 2x5 @120kg
    Rudern einarmig: 2x5 @80kg

    ---Kommentar---

    Ein guter Tag war es nicht, hatte wirklich die ganze Woche so ein komisches Völlegefühl und konnte kaum essen. Man sieht es, ich bin ziemlich runtergehungert. Das Wochenende war auch recht anstrengend, daher hatte ich bis zum Mittag kein so gutes Gefühl damit heute schwer zu heben. Erst als ich im Auto saß und Karg aufdrehte kam dann richtig die Lust, es einfach zu versuchen. Weiß nicht, ob hier jemand, der das liest gerne Atmospheric Black Metal hört, aber hört mal bei Karg rein, die Lieder sind sehr traurig und düster, aber schaffen so einen Raum für diese Gefühle, dass ich danach erbaut statt niedergeschlagen bin. Wie ein Katalysator. Musikalisch natürlich erste Sahne, besonders die Trilogie "Weltenasche", "Dornenvögel" und "Traktat". Besonders "La tristesse durera toujours" mag ich richtig gerne, es ist so eine abwechslungsreiche Geschichte.
    Zum Training bzw. für den schweren Satz gab es dann "Petrichor". Anfangs diese Ruhe dann die Explosion, da fühlte ich mich rein. Ich legte 5 kg mehr als auf dem Plan stand auf und zog, die erste Wiederholung ging, die zweite scheiterte am Lock-out. Verdammt, aber dennoch, ich war schon sehr stolz auf mich. Habe mich jetzt nicht gewogen, aber das dürfte knapp das 2,5fache Körpergewicht sein. Was will man mehr...ja stimmt die 200kg will ich schon irgendwann schaffen, aber vorerst bin ich wirklich äußerst zufrieden. Manchmal muss man sich halt einfach voll drauf einlassen und den schlechten Tag kein schlechten Tag sein lassen.
    Die zwei leichten Sätze gingen dann natürlich richtig flott.
    Im Plan ist jetzt nur noch gestrecktes Heben und Rudern und weil das ja wirklich leidlich wenig Volumen ist habe ich hier auch erhöht, zumal nächste Woche überhaupt keine Assistenz auf dem Plan steht. Und auch das ging gut, sogar das Rudern. Viel Kreide und die Hände sind zwar sehr schwer am schuften aber sie blieben zu.
    Danach und auch heute noch ist das eklige Gefühl im Bauch weg und ich hab wieder richtigen, normalen Hunger. Was auch immer das war, ich hoffe es ist weg. Was bleibt ist die Zufriedenheit.

  • Ein Plan mit Zielvorgaben wann was dran kommt ist auf jeden Fall hilfreich.
    Es hilft mir oft an meine Grenzen zu gehen weil ich ohne die Zeile tendenziell unter der Leistungsgrenze bleibe.
    Ich finde deinen Punkt wichtig mit dem zufrieden sein wenn es mal nicht so läuft. Meiner Meinung nach passt das solange der Effort/ Input gestimmt hat, weil das liegt in der eigenen Hand. Es hat natürlich einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis aber manchmal kann man nur den Effort/ Input leisten und muss sich damit abfinden.

  • @TylerDurden Wenn ich keinem Plan folge, gestalte ich mein Training ja relativ selbst. Doch selbst da mach ich mir dann einen kurzen Plan (für den Tag), weil ich sonst etwas zerstreut bin. Ich habe dann zwar Elan, aber die Energie verpufft in der der Zerstreuung, ohne Fokus.
    Ich setze dann Schwerpunkte als losen Wochenplan und je nachdem wie ich mich fühle mache ich dann das Workout, schreibe mir aber vorher auf was ich machen werde. Da arbeite ich ziemlich viel mit Gefühl und Tagesform. Was natürlich für einen Anfänger oder einen Sportmuffel gefährlich werden kann, weil man dazu tendiert unter der Leistungsgrenze zu bleiben. Besonders selbst geplantes Krafttraining ist bei mir tendenziell eher zu leicht. Daher mache ich einfach ab und zu Singles bis zum Technikversagen als Hauptübung und dann zirkelartiges Training um die Übung herum. Bei reinen Zirkeln fällt mir es überhaupt nicht schwer die Grenzen zu erreichen. Ich gebe dann Zeit oder Runde vor und dann will ich das auch in bestmöglicher Zeit schaffen. Beim Sprinten gebe ich mir Wiederholungen vor usw. Was dem aber allem gemein ist, das mir ebenso wie offensichtlich dir der Effort wichtig ist.
    Nicht jeder Tag ist "on point" das ist einfach so. Bei solchen Plänen, wie ich ihn gerade verfolge, verschiebe ich dann die Einheit einen Tag weiter, um dann die geforderte Leistung zu erbringen. Normalerweise würde ich einfach etwas leichtes machen, mit dem Elan der eben geht. Letzte Woche habe ich das dann tatsächlich so gemacht, dass ich Yoga und Mobilisation gemacht habe, mit Blick auf bestmögliche Form auf dem Montag, also eher Entspannung.
    Das macht schon einen Unterschied ob man ein Trainingsplan mit ganz bestimmten Ziel verfolgt oder eher lose "auf ein bisschen Athletik" plant, also natürlich macht es einen Unterschied, ich meine aber ganz speziell wie ich dann an die Einheiten ran gehe. Hatte ich vorher noch nie drüber nachgedacht. Danke für den Einwand.

  • @Pinocio schrieb:
    @TylerDurden Wenn ich keinem Plan folge, gestalte ich mein Training ja relativ selbst. Doch selbst da mach ich mir dann einen kurzen Plan (für den Tag), weil ich sonst etwas zerstreut bin. Ich habe dann zwar Elan, aber die Energie verpufft in der der Zerstreuung, ohne Fokus.
    Ich setze dann Schwerpunkte als losen Wochenplan und je nachdem wie ich mich fühle mache ich dann das Workout, schreibe mir aber vorher auf was ich machen werde. Da arbeite ich ziemlich viel mit Gefühl und Tagesform. Was natürlich für einen Anfänger oder einen Sportmuffel gefährlich werden kann, weil man dazu tendiert unter der Leistungsgrenze zu bleiben. Besonders selbst geplantes Krafttraining ist bei mir tendenziell eher zu leicht. Daher mache ich einfach ab und zu Singles bis zum Technikversagen als Hauptübung und dann zirkelartiges Training um die Übung herum. Bei reinen Zirkeln fällt mir es überhaupt nicht schwer die Grenzen zu erreichen. Ich gebe dann Zeit oder Runde vor und dann will ich das auch in bestmöglicher Zeit schaffen. Beim Sprinten gebe ich mir Wiederholungen vor usw. Was dem aber allem gemein ist, das mir ebenso wie offensichtlich dir der Effort wichtig ist.
    Nicht jeder Tag ist "on point" das ist einfach so. Bei solchen Plänen, wie ich ihn gerade verfolge, verschiebe ich dann die Einheit einen Tag weiter, um dann die geforderte Leistung zu erbringen. Normalerweise würde ich einfach etwas leichtes machen, mit dem Elan der eben geht. Letzte Woche habe ich das dann tatsächlich so gemacht, dass ich Yoga und Mobilisation gemacht habe, mit Blick auf bestmögliche Form auf dem Montag, also eher Entspannung.
    Das macht schon einen Unterschied ob man ein Trainingsplan mit ganz bestimmten Ziel verfolgt oder eher lose "auf ein bisschen Athletik" plant, also natürlich macht es einen Unterschied, ich meine aber ganz speziell wie ich dann an die Einheiten ran gehe. Hatte ich vorher noch nie drüber nachgedacht. Danke für den Einwand.

    Bevor man nichts macht lieber etwas lockerer machen wenn man sich scheiße fühlt passt in den meisten Fällen für mich auch am besten. Manchmal löst sich das Gefühl beim machen auf oder ich bleibe zumindest in der Routine drinnen anzufangen.

  • Push schwer

    Kniebeugen: 8x1 @120kg (explosiv), 2x2 @130kg, 2x1 @140kg, 2x6 @120kg
    Bankdrücken: 2x5 @110kg --> 5/3, 2x8 @70kg (schnell)

    ---Kommentar---

    Habe meine Katze Tod im Keller gefunden und auch wenn sie Freigänger war und gemacht hat was sie will war sie mir sehr ans Herz gewachsen, irgendwie war es meine Therapeutenkatze und es machte mich doch sehr traurig. Ich mochte Katzen nie, bis sie kam. Und so hatte ich einen Kloß im Bauch und hatte gar nicht so rechte Lust Sport zu machen. Daher nur eine kurze Einheit. Es lief gut, ich war irgendwie wie in einem Trott und mir tat das Training auch sehr gut. Habe relativ viele Wiederholungen im 120kg Bereich gemacht, weil das gefühlt das Gewicht ist, wo ich die beste Technik und Tiefe abrufen kann.
    Bankdrücken lief sogar erschreckend gut. Jetzt habe ich ja quasi das Gewicht auf Wiederholung gedrückt, was vor kurzem noch mein Max war. In meinem Oberkörper steckt wohl schon viel Potential. Zum Abschluss noch 2 Sätze mit 70kg, schnelle Wiederholungen bis die Geschwindigkeit nachgelassen hat.
    Meine Katze habe ich nach dem Training auf ihren Platz gelegt, wo sie sonst immer war wenn ich zu Hause war, damit wir einen letzten gemeinsamen Abend zusammen haben. Nur ihr Schnurren hat gefehlt...

  • So letzte Woche, nur noch Maxtest, eventuell mache ich auch noch Kniebeugen und/oder Bankdrücktest, aber es gibt auch im Garten derzeit genug zu tun und mir tut es gut wieder draußen zu sein und vorallem keinem festen Plan zu folgen. Aber erstmal zum Ergebnis:

    Pull schwer Maxtest Kreuzheben

    0x @190kg, 0x @185kg, 1x @185kg, 3x @150kg

    ---Kommentar---

    Richtig fit war ich wieder nicht, ich weiß gar nicht woran das liegt, natürlich am Wochenende waren quasi zwei Beerdigungen, wenn man meine Katze mitzählt und die letzte Woche war recht stressig. Ob es am ausgelaugt sein vom Training in Kombi mit anderen Stressoren ist? Keine Ahnung, den Sonntag habe ich fast durchgeschlafen, lag eigentlich nur auf dem Sofa und bin immer wieder weggedämmert. Daher habe ich dann Montag noch ausgesetzt und mich auf viel Essen konzentriert, dass wenigstens das richtig aufgefüllt ist vor der Einheit. An dem Tag hatte ich dann sogar Schnupfen, der aber wirklich nur diesen einen Tag vorhanden war, andere Symptome hatte ich nicht.

    Ja, die Reihenfolge ist so richtig, habe erst soviel Gewicht aufgeladen, was theoretisch eventuell möglich ist, wo ich aber irgendwo auch wusste ich schaffe es nicht, weiß schon falsches Mindset, allerdings ist das Mindset dann auch ein anderes wenn man an die niedrigeren Gewichte geht, kann zwar nach hinten losgehen und ging es auch fast, aber letztendlich hat der unbeugsame Wille es dennoch fertig gebracht, aber der Reihe nach. Ich denke das hier wird der vorerst letzte oder vorletzte Beitrag hier, da kann ich schon nochmal langatmiger sein.

    Nach den obligatorischen leichten Aufwärmsätzen habe ich straks immer 20kg aufgelegt und die 160 gingen wirklich leicht, daher habe ich auch das Gefühl gehabt meine Herangehensweise ist klug, einfach mal ordentlich Eisen auf die Stange zu legen. Für den Plan wären die 175kg das Gewicht gewesen was ich schaffen sollte, vorgenommen hatte ich mir ja aber schon von Anfang an 180kg zu heben, weil das ja schon einmal (und das ohne strukturierten Plan) ging. Aber weil ich ja von so einem Plan auch irgendwie erwarte einen neuen Meilenstein zu setzen, sollte da doch auch etwas mehr gehen.
    Also kurz gesagt ich hab 170kg gehoben und dann 190kg aufgelegt, wo ich dann grandios gescheitert bin. Habe es vom Boden bekommen, bis kurz unter die Knie aber mir war klar da geht nichts mehr, daher auch gar nicht lang herumgezerrt, sondern abgelegt und erstmal eine lange Pause gemacht bevor ich auf 185kg umgeseckt habe.
    Ja und die 185kg wollten dann auch nicht so recht, die habe ich sogar über die Knie bekommen, aber ich hab die Hüfte nicht strecken können, hier habe ich dann auch schon ganz ordentlich gekämpft aber es ging einfach nicht, die Rumpfspannung fiel ab und ich ließ das Gewicht fast schon fallen. Entgegen vieler Videos im Netz usw. bin ich ein Freund davon auch bei Übungen wie Kreuzheben durchgehend, also auch in der Abwärtsbewegung das Gewicht zu kontrollieren. Mein Kumpel sagt immer das sei Kraftverschwendung, womit er sicherlich Recht hat, dennoch bleibe ich dabei, immer Kontrolle und Spannung zu halten. An diesem Punkt kam mir dann doch mal der Gedanke, dass so ein Gewichterhebergürtel in diesen Gewichtssphären ganz sinnvoll sein könnte ---> wie sind denn eure Erfahrungen damit @Sascha @Gnahn
    Aber das wollte ich nicht so stehen lassen, ich wusste das Gewicht kann und will ich jetzt und heute schaffen. Habe mir nochmal ordentlich Pause genommen, immer wieder die Hüftstreckung gemacht, vor meinem inneren Auge das Gewicht angehoben, ich wurde tatsächlich richtig sauer, ich weiß ja ich bin 10kg über dem Soll, aber ich wollte dieses Gewicht heben. So dann habe ich mal so richtig aggressive Musik angemacht, mich noch ein bisschen in Rage gebracht und dann galt's. Ganz viel Luft in den Bauch gepumpt, Spannung aufgebaut und einfach gezogen als gäbs keinen Morgen mehr, bis über die Knie war sogar fast schon explosiv, dann kam aber der Schwachpunkt und mir wurde schwindelig, aber ich wollte nicht loslassen (ein Lob auf eine gute Griffkraft), ich wollte nicht zurück und wenn ich umkippe, mir egal, ich drückte einfach die Hüfte vor, schob (regelunkonform) die Knie so ein bisschen unter die Stange und nahm nochmal alles zusammen, ich zitterte wie verrückt aber ich schaffte den Lockout, mir wurde ganz schwarz vor Augen und der Raum bewegte sich schon, geschafft, jetzt nur noch das Gewicht ablegen, das ist halt eingeübt, ich denke hätte ich einfach losgelassen wäre ich weggekippt, ich setzte des Gewicht ab und musste mich erstmal hinsetzen, direkt auf den Boden, keinen Schritt gehen. So ein Rauschen war zu hören und alles waberte um mich her. Aber da war auch ganz viel Glücksgefühl.
    Ich atmete ein wenig durch, steckte nochmal 150kg auf und hob das noch 3x um runter zu kommen.
    Hier hat sich mir doch gezeigt, das eiserner Wille, ein gewisser Selbstzerstörungswille und Unbeugsamkeit doch nochmal ein bisschen die letzten Reserven rauskitzeln kann, auch wenn es vorher fast unschaffbar schien und die Wahrscheinlicheit ein Maximalgewicht auf den 2. Versuch nach einem noch schwereren Versuch am selben Tag doch noch zu schaffen recht gering ist.
    Ich war ganz schön durch den Wind nach dem Training.

    Fazit

    Ich bin ziemlich zufrieden mit der Trainingsphase, habe nicht nicht nur das Gewicht nochmal gehoben, was an einem guten Tag ging, sondern sogar noch 5kg aufgelegt. Auch in allen anderen Übungen habe ich sogar deutlicher noch als beim Kruezheben meine Kraft erhöht.
    Jetzt sind 5kg mehr beim Kreuzheben nicht die Welt, aber ich bin auch an einem Punkt, wo große Schritte sehr hart erkämpft werden müssen. Ich werde dieses Jahr 34 und bin so stark wie nie vorher, und das ist etwas worauf man stolz sein kann, ein stärkeres ich zu haben, für immer wird das nicht weitergehen, dann kann schon ein ich habe das Gewicht gehalten ein Fortschritt sein oder vielleicht sogar ein ganz anderer Fokus.
    Mein Körpergewicht war phasenweise höher als normal liegt jetzt aber bei 71kg, also quasi genau da wo ich auch begonnen habe, damit habe ich übrigens das 2,6fache meines Körpergewichts gehoben, was dann wieder ganz anders klingt als "nur" 185kg.
    Was ich natürlich auch hervorheben will ist, dass ich durch dieses Programm nicht nur mein 1RM erhöht habe, sondern auch und das finde ich fast noch wichtiger, habe ich mit meinem früheren Maxgewichten eine gewisse Routine geschaffen, sodass ich jetzt auch im allgemeinen Training mit höhrer Arbeitskapazität aufwarten kann. 1 RM's sind ja doch auch nur Zahlen, viel wichtiger finde ich was im Alltag geht und die allgemeine Fitness und die hat deutlich profitiert.

    Ausblick

    Jetzt wird erstmal der Garten Priorität haben, alle Beete vorbereiten, das Gewächshaus aufbauen, säen, Bepflanzen usw. Danach werde ich wieder Ross Training machen und ein bisschen die Ausdauer fokussieren Meilenstein wären 100 Burpees unter 5min.
    Ob ich hier dann logge werde ich sehen.

  • Erstmal: Gratulation für den PR! Beeindruckend, wie du dich dafür gepusht hast. So weit bin ich niemals gegangen für einen Max-Test. Ich habe interessiert bei deinem Log mitgelesen, denn mir hat gefallen, dass du nicht bloß Zahlen abgetippt hast, sondern auch beschrieben hast, wie du dich dabei fühlst usw.

    Zum Thema Gewichthebergürtel: Da habe ich Null Erfahrungen mit und ich habe auch nie daran gedacht. Das liegt aber sicher daran, dass ich nie besonders weit in Sachen Maxkraft gekommen bin. Beim Kreuzheben (lange ist es her schluchz - Homegym hat auch seine Nachteile...) lag mein Max bei 180 kg (= 2,3 x BW) und meine Problemzone war immer, dass Ding vom Boden weg zu bekommen. Ich habe noch nie versagt, wenn ich die Stange zumindest ein paar cm vom Boden wegbekommen habe.
    Ich sehe es so: Wenn ich mich dabei ertappe, über Hilfsmittel wie Gewichthebergürtel nachzudenken, dann ermahne ich mich selbst. Denn das entspricht nicht meiner persönlichen Einstellung zum Training. Rekorde sind mir nicht wichtig - ich will durch mein Training meinen Körper & Geist verbessern. Und wenn der Rumpf zu schwach für das Heben ist, dann muss er eben entweder stärker werden oder das Gewicht geht halt nicht weiter hoch. Ich denke da im Sinne von "high-tech-Ausrüstung --> low-tech-Körper".

  • An diesem Punkt kam mir dann doch mal der Gedanke, dass so ein Gewichterhebergürtel in diesen Gewichtssphären ganz sinnvoll sein könnte ---> wie sind denn eure Erfahrungen damit @Sascha @Gnahn

    Heben mit Gürtel ist im Grunde nur eine weitere Variante. Wenn der Rumpf der limitierende FAktor ist, dann ist das eben so imho.

  • @Gnahn Danke dir, habe schon gedacht, ich schwafel ein bisschen zuviel, weil ja doch die meisten Logs (auch anderswo), eher Zahlen sind.
    Zum Pushen: ich kann einen weniger gesunden Ehrgeiz entwickeln und kann auch nicht aufgeben, das ist oft eine Schwäche, vorallem wenn dann noch der Trotz dazu kommt. Ich habe meine Versuche gefilmt, schon allein wegen der Technik und gesund ist definitiv etwas anderes. Im letzte Versuch sieht man sogar wie ich schwanke :smiley:

    Zum Gürtel, danke für den Input. Ich sehe das wie @Gnahn auch Zughilfen gehören hier für mich dazu, ebenso Gewichtheberschuhe mit Absatz. Und auch wie Sascha sagt, verändern diese Hilfsmittel auch irgendwo die Übung. Da es mir aber um das Gesamtsystem geht und nicht um Rekorde im Sinne von ich muss besser sein als jemand anders oder sowas. Nur ich bin der Maßstab und nur was ich wirklich "Raw" schaffe zählt für mich.
    Meine beiden Kumpels, die eben auch nur Krafttraining machen, benutzen alles drei, aber sie trainieren auch mit anderem Fokus. Ist ja auch für jemand der Bodybuilding macht nicht wichtig, dass man z.B. die Unterarme mittrainiert beim heben, er will den Rücken treffen und austrainieren, da machen Griffhilfen Sinn.
    Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass der eine sagte, dass man durch den Gürtel mehr Druck und Kraft im Rumpf aufbauen kann als ohne, er verglich es mit Arm anspannen mit und ohne Gewicht. Wenn ich nur den Arm anspanne würde ich nicht soviele Muskeln ansprechen können, als nehme ich eine Hantel in die Hand und spanne dann an.
    Wenn ich das jetzt aber z.B. mit den Gewichtheberschuhen vergleiche, natürlich erreiche ich eine bessere Tiefe bzw. einen spitzeren Winkel der Beine in der Beuge, aber ich vernachlässige meine Beweglichkeit. Und diese paar Zentimeter machen mehr aus als man denkt, wenn man es nicht ausprobiert hat.
    Wie auch immer, ich komme doch zu dem Punkt, dass es mir wichtig ist ganz ohne alles Kraft entwickeln zu können. Vielleicht würde es einfach mal zum testen, wie sich die Übung verändert mit Hilfsmitteln einen Versuch wert sein, aber letztendlich ist das hier nur Spielerei.

    @Rumpf als limitierender Faktor: Mein Rumpf ist es nicht, sondern eine echt bescheidene Technik. Habe mir die Videos angeschaut und gesehen, dass die erste Bewegung die Beinstreckung ist, wobei sich das Gewicht kaum bis gar nicht bewegt und die Übung dann zum Heben mit gestreckten Beinen wird, das heißt die ganze Last liegt auf meiner Hüftstreckung und die Beine arbeiten kaum. Was ziemlich dumm ist, denn meine Beine sind ja eigentlich stark. Natürlich schafft mein Rumpf das irgendwann nicht mehr zu halten, wenn ich den stärkeren Muskel gar nicht einsetze.
    Bei niedrigeren Gewichten ist das nicht so ausgeprägt, da sieht die Technik ganz gut aus.
    Als ich vor Jahren mit dem Heben angefangen habe, hatte ich niemand, der mal drauf geschaut hat, ich denke da hat sich das eingeschlichen und als ich dann jemand hatte der es sich angeschaut hat, war das Muster bereits eingeschliffen. Ich denke ich falle dahin zurück, wenn es an meine Grenzen geht, da funktioniert halt das alte Programm.
    Ist ja auch in jeder anderen Sportart so: Beim Boxen z.B. beim Pratzentraining oder auch am Sandsack funktioniert das neu erlernte, man ist konzentriert und hat keinen Stress, aber beim Sparring, dann kommen die Schwinger und Hauruck-Aktionen.
    Heißt hier muss ich noch meine Technik mehr einschleifen, das mache ich dann künftig einmal die Woche mit langsamer Steigerung an der (Technik-)Leistungsgrenze.

  • Du kannst einarmig-einbeiniges Heben dazu nehmen. Da kann man sich sehr gut auf die Beine konzentrieren.

  • Meinst du das normale einbeinige Heben? Das macht man doch auch mit (fast) gestreckten Beinen. Oder gibt es da noch eine andere Version von?

  • Als "man" macht das, wie er es für richtig hält. :) Aber einbeinig-einarmig ist die Versuchung besonders groß es mit gestreckten Beinen zu machen. Aber das Bein ist der limitierende Faktor. Also hat man hier besonders viel Gelegenheit das aufrechte Heben zu verbessern.

    Wenn es keine Frage der Technik, sondern eine Frage der Kraft ist, ist Frontbeuge deine Übung dabei.

    Ich sehe gerade: Du machst 80kg einarmiges Rudern?!?

  • bearbeitet 24. Februar

    Nochmal zum Gürtel: Meiner Erfahrung nach ist der beim Beugen deutlich hilfreicher als beim Heben.

    Und als Edit nochmal eine Perspektive auf die Zughilfen: Die sind auch nur ein Tool zum stärker werden die Hantel letztendlich auch. Ich mag die Idee "Raw" zu sein auch, aber man kann sich auch selbst im Weg stehen, wenn man deshalb Hilfsmittel kategorisch ausschließt. Auch wenn man mit Zughilfen trainiert, macht man die Maximalversuche ja ohne. Die können eine ganze Reihe von Vorteilen haben: Ein höheres Volumen ermöglichen, das ZNS schonen, Rumpf und/oder Beine in den Fokus rücken (z.B. für einen Übertrag aufs Beugen), höhere Trainingsgewichte erlauben usw usw. Zusammenfassend denke ich, dass man sein Raw-Potential besser ausschöpft, wenn man nicht immer Raw trainiert.

  • @Sascha schrieb:
    Als "man" macht das, wie er es für richtig hält. :) Aber einbeinig-einarmig ist die Versuchung besonders groß es mit gestreckten Beinen zu machen. Aber das Bein ist der limitierende Faktor. Also hat man hier besonders viel Gelegenheit das aufrechte Heben zu verbessern.

    Wenn es keine Frage der Technik, sondern eine Frage der Kraft ist, ist Frontbeuge deine Übung dabei.

    Ich sehe gerade: Du machst 80kg einarmiges Rudern?!?

    Gut ich schau das mal an und probiere mich daran. Klingt gut und wenn ich wieder Ross mache, will ich mich ja sowieso nicht, zumindest nicht regelmäßig mit so sehr hohen Gewichten abschießen. Da mag ich lieber so "Assistenzübungen".

    Ja, richtig, aber ich glaube irgendwo habe ich das beschrieben, es ist eher T-Bar Rudern. Ich nehme keine Kurzhantel, sondern die Langhantel und lehne die an die Wand und lege noch ein Gewicht drauf, dass mir die Stange nicht hochschnalzt. Und ja, ich dachte auch schon ob ich mich verrechnet habe (habe mich jedes Mal versichert, weil mir das auch komisch vorkam, theoretisch müsste ich ja dann auch einarmige Klimmzüge mit Zusatzgewicht machen können), aber nein es liegen 4x20kg auf der Stange, hab hier auch das Gewicht der Stange nicht mitgerechnet, da die ja einseitig aufliegt und ich keine Ahnung habe was das dann ausmacht. Daher einfachheithalber nur das Scheibengewicht. Dennoch ist das so sicher nicht 1:1 übertragbar auf diesselbe Übung mit Kurzhantel ausgeführt.
    Um es vergleichbar zu machen müsste ich wohl vorgebeugtes Rudern machen, aber auch da ist es ja abhängig davon wie der Rückenwinkel zum Boden ist. Ich wollte eine unilaterale Übung haben, daher einarmiges Rudern.

    @Johannes schrieb:
    Nochmal zum Gürtel: Meiner Erfahrung nach ist der beim Beugen deutlich hilfreicher als beim Heben.

    Und als Edit nochmal eine Perspektive auf die Zughilfen: Die sind auch nur ein Tool zum stärker werden die Hantel letztendlich auch. Ich mag die Idee "Raw" zu sein auch, aber man kann sich auch selbst im Weg stehen, wenn man deshalb Hilfsmittel kategorisch ausschließt. Auch wenn man mit Zughilfen trainiert, macht man die Maximalversuche ja ohne. Die können eine ganze Reihe von Vorteilen haben: Ein höheres Volumen ermöglichen, das ZNS schonen, Rumpf und/oder Beine in den Fokus rücken (z.B. für einen Übertrag aufs Beugen), höhere Trainingsgewichte erlauben usw usw. Zusammenfassend denke ich, dass man sein Raw-Potential besser ausschöpft, wenn man nicht immer Raw trainiert.

    Wieso ist der Gürtel beim Beugen hilfreicher?

    Nachvollziehbar dein Einwand. So meinte ich das oben auch in etwa. Kommt auf den Fokus an (Beispiel Bodybuilder). Meine Griffkraft hat mich bisher noch nicht limitiert, versuche auch solange wie möglich den Obergriff zu benutzen beispielsweise, allerdings habe ich mal so Bänder ausprobiert als ich in einem Studio war, waren so Dinger, die man ums Handgelenk schlauft und um die Stange wickelt und da hatte ich einen ganz anderen Fokus, ich musste gar nicht darauf achten meinen Griff zu halten, was die Übung einfach wirklich ganz anders machte. Daher stimme ich dir da zu, es kann Vorteile haben, je nachdem worauf der Fokus liegt.
    Doch für mich stellt sich die Frage wie Zughilfen das ZNS schonen, prinzipiell hebe ich etwas mehr mit Zughilfe, daher ist die Last aufs ZNS ja höher als ohne.
    Aber ganz klar höheres Volumen geht mit Griffhilfen mehr, denn da limitiert mich auch irgendwann die Griffkraft (habe ich beim rumänischen Heben gemerkt, also am leichten Pull Tag).

  • @Pinocio schrieb:
    Ja, richtig, aber ich glaube irgendwo habe ich das beschrieben, es ist eher T-Bar Rudern.

    Ah.. Ich dachte schon, mit wir wäre was kaputt. :)

    Doch für mich stellt sich die Frage wie Zughilfen das ZNS schonen, prinzipiell hebe ich etwas mehr mit Zughilfe, daher ist die Last aufs ZNS ja höher als ohne.

    1. Die Ermüdung der Hände ist überproportional belastend für das ZNS
    2. Du musst ja nicht mehr Gewicht nehmen. :)

    Ich hebe schwer auch nur mit Zughilfen. Meine Trainingssätze sind eigentlich immer so leicht, dass ich die im normalen Obergriff heben kann. Ich spare mir den Wechselgriff und damit allerlei asymmetrische Schereien (was nicht schlimm wäre, wenn man die Hände immer wechselte). Darüber hinaus ist das konsequent zu Ende gedacht: Deswegen nimmt man Magnesia, hat eine grobe Körnung bei Hebestangen usw. Heben ist eine Übung für den Unterkörper + Rücken, nicht für die Hände.

  • @Pinocio schrieb: Wieso ist der Gürtel beim Beugen hilfreicher?

    Ja, gute Frage. Darauf habe ich keine zufrieden stellende Antwort. Aber das ist meine Erfahrung und in den Powerlifting-Kreisen in meinem Umfeld Konsens. Wenn du es mal ausprobieren solltest, wirst du, denke ich, den Unterschied merken.

    Wegen ZNS siehe Sascha. Unterarme/Hände wirken stärker auf das Nervensystem. Wenn die ermüden, zieht dir das ZNS auch sozusagen den Stecker. Du kannst dann nicht mehr in so großem Maß auf deine Kraft zugreifen.

  • Erfahrung reicht mir schon als Antwort, vielleicht war die Frage falsch formuliert.

    Ich dachte ich wäre schon gut belastbar, auch meine Hände, aber als ich am Wochenende 8h ohne Pause mit der Motorsäge gearbeitet habe wurde ich eines besseren gelehrt. Ich weiß schon warum mein Bekannter (Forstarbeiter) so aussieht wie ein Bodybuilder obwohl er noch nie ein Fitnessstudio von innen gesehen hat. Sonntag war dann wirklich der Saft raus und ich kann heute noch nicht richtig zugreifen. Soviel zu Regenerationswoche.

    @Zughilfen: Macht schon Sinn. Muss ich vielleicht mal ausprobieren, um es an mir selbst zu spüren.

  • @Pinocio schrieb:
    Ich dachte ich wäre schon gut belastbar, auch meine Hände, aber als ich am Wochenende 8h ohne Pause mit der Motorsäge gearbeitet habe wurde ich eines besseren gelehrt. Ich weiß schon warum mein Bekannter (Forstarbeiter) so aussieht wie ein Bodybuilder obwohl er noch nie ein Fitnessstudio von innen gesehen hat. Sonntag war dann wirklich der Saft raus und ich kann heute noch nicht richtig zugreifen. Soviel zu Regenerationswoche.

    Maloche eben. :)

  • Jetzt ist eine Woche, nach Trainingsabschluss um. Tatsächlich hat sich meine Lust auf Sport sehr in Grenzen gehalten und es tut mir auch ganz gut, nichts davon auf dem Schirm zu haben. Es müssen ja nicht nur die Muskeln, sondern auch der Geist und auch die anderen Strukturen regenerieren. Habe eigentlich täglich etwas im Garten gemacht, was natürlich auch körperliche Anstrengung bedeutet, dafür aber sehr niedrig intensiv und ich finde es sehr befriedeigend.
    Besonders das Wochenende war sehr schlauchend. Doch alle Bäume sind nun gefällt und auf Meterstücke gesägt, das Gewächshaus steht und der Boden ist dort auch vorbereitet. Das kommende Wochenende werd ich dann den Kartoffelacker umgraben, sowie das Gemüsebeet für Zwiebeln und Karotten glattziehen. Spalten wird dann wohl auch noch anstehen, mal sehen wie weit ich komme.

    Geplant hatte ich eigentlich 2 Wochen keinen Sport zu machen, aber so langsam spüre ich schon Lust, besonders bei dem Wetter. Ich denke in der kommenden Woche werde ich dann mal so ein bisschen eine "Bestandsaufnahme" durchführen, mal die 100 Burpees antesten, schauen, ob die einarmigen Klimmzüge noch gehen, Liegestütz mit 3mal Klatschen usw. damit ich weiß, wo ich etwa stehe.

    Danach werde ich wieder das Schema fahren, wie zu Anfang des Logs.

    Montag: Kraft -> hier vorerst speziell Technik im Heben und Beugen und drumherum Kraftzirkel oder einfach Schwachstellen bearbeiten oder so Dinge wie einarmige Klimmzüge

    Dienstag: Ausdauer -> vlt. gehe ich echt mal joggen...nein, Spaß, hier mache ich Zirkel mit Körpergewichtsübungen, Grappling-Drills, Schattenboxen, einfach Ausdauerlastige Zirkel. Danach einen Rumpfzirkel.

    Mittwoch: Hier kommt sowas wie Arbeitskapazität, Mischung aus Kraft und Ausdauer, möchte hier mehr so Strongmanmäßiges Zeug machen, also mit Odd-Objects (Steine, Sandsack, Fass, Seil, Kettlebell, Vorschlaghammer). Ich nenn es ganz gern rohe Gewalt und Kraft trainieren, wahrscheinlich nennt sich das neudeutsch functional training.

    Donnerstag: Sprinten und Rumpfzirkel

    Freitag: Explosivkraft, vornehmlich mit Körpergewichtübungen (Muscle-up, Klimmzüge mit Klatschen, Liegestütz mit Klatschen, Sprünge usw.)

    Trainingszeit soll so um die 30min sein, damit ich mehr Zeit auch noch für Gartenarbeit usw habe. Lediglich am Krafttag werd ich wohl etwas mehr brauchen. Werde ich sehen. Loggen werde ich wahrscheinlich sporadisch, aber so hochinteressant wird das Training ja nicht sein. Meilensteine kann ich ja eintragen. Vielleicht auch etwas vom Garten berichten, ist ja ein LIFE-Log und nicht nur aufs Training beschränkt.
    Der 50km Marsch fällt wegen Corona ins Wasser. Finde ich zwar sehr schade, da ich gerne mal geschaut hätte, wie sich das anfühlt, aber ganz traurig bin ich auch nicht, da ich so im Garten Zeit habe.

  • So mal ein kleines Zwischenfazit, nachdem ich ein paar Sachen getestet habe:

    einarmige Klimmzüge: es gingen 4 mit links, war Bockschwer und sah sicher sehr verkrampft aus. Die rechte Seite dagegen habe ich recht gut die 4 geschafft und auch eine 5. Wiederholung war drin. Woher die Dysbalance kommt weiß ich gar nicht, aber hier werde ich etwas arbeiten müssen. Aber, ich habe mich verbessert, vielleicht war das (Pseudo-) einarmige Rudern ganz zuträglich.

    Liegestütz mit klatschen: Hier ist ein großes Defizit entstanden, es ging nur mit einmal klatschen hinter dem Rücken, die Explosivität hat ganz schön gelitten. Die Superman Liegstütz gingen aber noch. Muscle-ups habe ich jetzt nicht probiert, Klimmzüge mit klatschen geht, ist also vorallem die Vorderseite, die hier an Schnelligkeit eingebüßt hat (Scheiß Bankdrücken auf Maxkraft :D irgendwer oder was muss ja Schuld sein)

    100 Burpees auf Zeit: hier bin ich gar nicht so unzufrieden, die Zeit war 6:27min, die 5min sollten also bald drin sein. Allerdings waren die Auswirkungen heftig, mein Hals hat zu gemacht und meine Lunge gerasselt, als würde mal alles rauskommen, was sich da die letzte Zeit angesammelt hat. Mir wurde auch schlecht und ich habe relativ lange zur Erholung gebraucht, Herzfrequenz ging zwar schnell runter, aber in mir hat alles gearbeitet. Auch heute noch merke ich meinen Hals. Also im Prinzip Zeit ok, Ausdauer trotzdem ausbaufähig.

    Kleine Coronainfo (subjektiv): Im Umkreis haben jetzt (wieder) sehr viele Leute Corona, hatte und habe auch Kontakt (auch körperlich Nahe), aber ich stecke mich nicht an (alle 2 Tage Test). Auffallend ist, das vorallem geboosterte betroffen sind, aber auch normal geimpfte und die letzte Reste, die noch ungeimpft waren, die die Genesen sind haben nichts. Variante ist Omikron.

    Ich denke nächste Woche beginne ich dann richtig mit dem Training. Garten liegt gerade brach, da der Boden steinhart gefroren ist. Spalten kann ich aber am Wochenende.

  • @Pinocio schrieb:
    So mal ein kleines Zwischenfazit, nachdem ich ein paar Sachen getestet habe:

    einarmige Klimmzüge: es gingen 4 mit links, war Bockschwer und sah sicher sehr verkrampft aus. Die rechte Seite dagegen habe ich recht gut die 4 geschafft und auch eine 5. Wiederholung war drin. Woher die Dysbalance kommt weiß ich gar nicht, aber hier werde ich etwas arbeiten müssen. Aber, ich habe mich verbessert, vielleicht war das (Pseudo-) einarmige Rudern ganz zuträglich.

    Liegestütz mit klatschen: Hier ist ein großes Defizit entstanden, es ging nur mit einmal klatschen hinter dem Rücken, die Explosivität hat ganz schön gelitten. Die Superman Liegstütz gingen aber noch. Muscle-ups habe ich jetzt nicht probiert, Klimmzüge mit klatschen geht, ist also vorallem die Vorderseite, die hier an Schnelligkeit eingebüßt hat (Scheiß Bankdrücken auf Maxkraft :D irgendwer oder was muss ja Schuld sein)

    100 Burpees auf Zeit: hier bin ich gar nicht so unzufrieden, die Zeit war 6:27min, die 5min sollten also bald drin sein. Allerdings waren die Auswirkungen heftig, mein Hals hat zu gemacht und meine Lunge gerasselt, als würde mal alles rauskommen, was sich da die letzte Zeit angesammelt hat. Mir wurde auch schlecht und ich habe relativ lange zur Erholung gebraucht, Herzfrequenz ging zwar schnell runter, aber in mir hat alles gearbeitet. Auch heute noch merke ich meinen Hals. Also im Prinzip Zeit ok, Ausdauer trotzdem ausbaufähig.

    Kleine Coronainfo (subjektiv): Im Umkreis haben jetzt (wieder) sehr viele Leute Corona, hatte und habe auch Kontakt (auch körperlich Nahe), aber ich stecke mich nicht an (alle 2 Tage Test). Auffallend ist, das vorallem geboosterte betroffen sind, aber auch normal geimpfte und die letzte Reste, die noch ungeimpft waren, die die Genesen sind haben nichts. Variante ist Omikron.

    Ich denke nächste Woche beginne ich dann richtig mit dem Training. Garten liegt gerade brach, da der Boden steinhart gefroren ist. Spalten kann ich aber am Wochenende.

    Coronainfo Subjektiv kann ich von meiner Beobachtung aus direktem Umfeld bestätigen.
    Ich bin zweifach geimpft, meine restliche Familie komplett durchgeboostert und auf einer gemeinsamen Familienfeier am letzten Samstag haben sich 3 Leute bei einer Person angesteckt. Woran es jetzt lag keine Ahnung, aber wie du schon vorgewarnt hast ist es immer sehr subjektiv.
    Jeder lebt in seiner Bubble und man hat keine/ unzureichend Anhaltspunkte dafür ob das eigens Erlebte zu den 5% Außnahmen oder den 95% Regelfällen gehört. Dafür muss man sich auf die erhobenen Daten verlassen (oder auch nicht verlassen, dann ist es einfach keine valide Entschiedungsgrundlage^^).

  • Habe gestern mal so ein ganz klassisches Ross Workout gemacht:

    Magic 50
    5x/Arm Snatch @28kg
    5x/Arm Swing @28kg
    10x Burpee
    +-1min Pause (nach den ersten beiden Runden brauchte ich nur ca. 30sek. nach der 3. etwas mehr als 1min und nach der 4. knapp 1min)
    5 Runden

    Abschluss: Farmerswalk 72kg 2x Maximal

    Trainingszeit waren so knapp 20 min ca. also sehr kurz.

    Mit dem Gewicht war ich mir unsicher, einerseits hatte ich das Gefühl höher gehen zu können andererseits wollte ich nicht gleich voll eskalieren. Hab mir leider nicht gemerkt mit wie viel Gewicht ich sonst trainiert habe, ich meine 24kg. Daher kommts jetzt hier rein, dann kann ich hier nachschauen.
    Ich konnte schön draußen in der Abendsonne trainieren, herrlich. Meine Lunge hat diesmal nicht so gerasselt und auch sonst hat sich es ganz gut angefühlt. War nicht völlig am Ende danach, nur kurz davor. Dennoch hier kann ich das Gewicht denke ich erhöhen, hier macht sich definitiv die höhere Kraft bemerkbar, wäre schön wenn ich das halten kann.
    Bei den Farmerswalk habe ich immer noch meine Hände gespürt, Hände sind sehr ermüdet. Die Gartenarbeit macht sich hier doch ganz schön bemerkbar, immerhin bekomme ich mal wieder Hornhaut an meine zarten Büropfötchen.
    Auch wenn das Workout tendenziell ein leichteres ist und ich ja auch, zumindest mit dem Gewicht, nicht an der Leistunsgrenze war, ist heute mein Muskelkater enorm. Vorallem wieder mal an so komischen Stellen, auf den Rippen, hintere Schulter, Oberseite der Unterarme (ganz eng begrenzt), Bizepsansatz (Richtung Unterarm), an der Oberschenkelinnenseite, genau der Teil der beim Sitzen bei mir verspannt, Waden und Gluteus. Das wird noch spaßig die nächsten Tage/Wochen.

  • Kleines Update:

    Sehr viel trainiert habe ich nicht (4 Einheiten in den letzten 8 Tagen), dafür sehr viel im Garten gemacht, es tut sich einiges die Karotten und Zwiebeln sind bereits gesät, Spinat und Frühlingszwiebeln ebenso, Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi ziehe ich im Frühbeet vor, Tomaten, Chili, Paprika und Physalis auf der Fensterbank. Die Kartoffeln keimen bereits. Die Gemüsebeete sind vorbereitet, der Kartoffelacker wird noch gemacht. Einen Hang terrassiert, Staudenbeet angelegt und einen Teich bepflanzt. Macht richtig Spaß, vorallem wenn sich so viel tut. Ich bin dann ganz geerdet, wobei die Büroarbeit dann schon mehr nervt, weil sie so weit weg ist von diesem "echten" Leben, wo man etwas mit den Händen schafft.
    Ich denke bis Ende April sollte das grobe im Garten durch sein, bis dahin steht das Training dahinter an. Danach werde ich wahrscheinlich wöchentliche Updates machen, vorher lohnt das kaum.

  • Update:

    Nachdem ich gerade im 6x/Woche Training drin war hatte ich dann 2 Wochen Urlaub, wo ich überhaupt nicht trainiert habe. Doch dafür habe ich unglaublich viel geschafft in der Zeit. In meinem eigenen Garten ist jetzt alles Grobe erledigt, die ersten Tomaten, die Gurken sind schon im Gewächshaus, mit Grableuchten kann ich auch die Nachttemperatur etwas oben halten. Die meisten Gemüse sind gesät, jetzt kommen nur noch Zucchini, Paprika und die restlichen Tomaten raus. Jetzt steht bereits wieder Pflege an, Freischneiden Unkraut jäten, tatsächlich habe ich auch bereits die ersten Radieschen, Spinat und Rübchen zum ernten, Wildkräuter wachsen ja bereits seit einigen Wochen in Fülle. Ich bin recht zuversichtlich, dass ich dieses Jahr den Großteil, im Sommer vielleicht sogar 100% Gemüse-Selbstversorgung habe. Bei den Kartoffeln hoffe ich auf gutes Wetter damit der Jahresvorrat abgedeckt werden kann, dafür habe ich etwas mehr als 40qm angelegt. Der Boden sieht jetzt nach 4 Jahren Kompost, Mist, Gründüngung endlich so aus wie echte Gartenerde, riecht so und fühlt sich so an. Das ist ein sehr gutes Gefühl und für den Garten braucht man bei nicht idealen Bedingungen eine ordentliche Portion Zuversicht, Frusttoleranz und Geduld.
    Ich war jeden Abend so platt (im Schnitt 6-12h körperliche Arbeit), dass ich einen richtig guten Schlaf hatte. Die viele Sonne tat total gut, aber auch wenn es geregnet hat war ich draußen. Zusätzlich war ich ein paar Tage wandern und weil ich dann ein bisschen unausgelastet war habe ich noch den Garten von den Schwiegerleuten umgegraben und die Hecken und zugewucherten Plätze freigeschnitten und Boden abgefräst (da wurde mehr als 15Jahre nix gemacht, das war ganz schön Arbeit). Tatsächlich gab es rückblickend nicht einen einzigen Tag an dem ich den landläufigen Urlaub mit Füße hoch und gar nichts tun gemacht habe. Trotzallem bin ich erholt (auch wenn ich gerne nochmal 2 Wochen Urlaub hätte, ich hätte sicher noch Ideen für Projekte) und es fällt mir jetzt zurück auf der Arbeit total schwer solange zu sitzen. Abends bin ich so hibbelig, dass wenn ich keinen Sport mache meine Laune in den Keller sackt.
    Ich bin für sowas irgendwie nicht gemacht, ich habe so einen Bewegungs und Tatendrang. Es fühlt sich an wie eingesperrt sein. Habe die Woche auch jeden Tag 1h früher angefangen zu arbeiten, um nachmittags mehr Zeit fürs rausgehen zu haben. Bisher habe ich nach dem Urlaub wieder jeden Tag trainiert, die Gartenarbeit war ein gutes Ersatztraining, vorallem da ich keine Maschinen bis auf eine Motorsense habe, heißt ins Training kam ich sehr gut wieder rein.
    Am Montag habe ich Kreuzheben gemacht und konnte ralativ problemlos die 170kg heben.

  • @Pinocio schrieb:
    Update:

    Nachdem ich gerade im 6x/Woche Training drin war hatte ich dann 2 Wochen Urlaub, wo ich überhaupt nicht trainiert habe. Doch dafür habe ich unglaublich viel geschafft in der Zeit. In meinem eigenen Garten ist jetzt alles Grobe erledigt, die ersten Tomaten, die Gurken sind schon im Gewächshaus, mit Grableuchten kann ich auch die Nachttemperatur etwas oben halten. Die meisten Gemüse sind gesät, jetzt kommen nur noch Zucchini, Paprika und die restlichen Tomaten raus. Jetzt steht bereits wieder Pflege an, Freischneiden Unkraut jäten, tatsächlich habe ich auch bereits die ersten Radieschen, Spinat und Rübchen zum ernten, Wildkräuter wachsen ja bereits seit einigen Wochen in Fülle. Ich bin recht zuversichtlich, dass ich dieses Jahr den Großteil, im Sommer vielleicht sogar 100% Gemüse-Selbstversorgung habe. Bei den Kartoffeln hoffe ich auf gutes Wetter damit der Jahresvorrat abgedeckt werden kann, dafür habe ich etwas mehr als 40qm angelegt. Der Boden sieht jetzt nach 4 Jahren Kompost, Mist, Gründüngung endlich so aus wie echte Gartenerde, riecht so und fühlt sich so an. Das ist ein sehr gutes Gefühl und für den Garten braucht man bei nicht idealen Bedingungen eine ordentliche Portion Zuversicht, Frusttoleranz und Geduld.
    Ich war jeden Abend so platt (im Schnitt 6-12h körperliche Arbeit), dass ich einen richtig guten Schlaf hatte. Die viele Sonne tat total gut, aber auch wenn es geregnet hat war ich draußen. Zusätzlich war ich ein paar Tage wandern und weil ich dann ein bisschen unausgelastet war habe ich noch den Garten von den Schwiegerleuten umgegraben und die Hecken und zugewucherten Plätze freigeschnitten und Boden abgefräst (da wurde mehr als 15Jahre nix gemacht, das war ganz schön Arbeit). Tatsächlich gab es rückblickend nicht einen einzigen Tag an dem ich den landläufigen Urlaub mit Füße hoch und gar nichts tun gemacht habe. Trotzallem bin ich erholt (auch wenn ich gerne nochmal 2 Wochen Urlaub hätte, ich hätte sicher noch Ideen für Projekte) und es fällt mir jetzt zurück auf der Arbeit total schwer solange zu sitzen. Abends bin ich so hibbelig, dass wenn ich keinen Sport mache meine Laune in den Keller sackt.
    Ich bin für sowas irgendwie nicht gemacht, ich habe so einen Bewegungs und Tatendrang. Es fühlt sich an wie eingesperrt sein. Habe die Woche auch jeden Tag 1h früher angefangen zu arbeiten, um nachmittags mehr Zeit fürs rausgehen zu haben. Bisher habe ich nach dem Urlaub wieder jeden Tag trainiert, die Gartenarbeit war ein gutes Ersatztraining, vorallem da ich keine Maschinen bis auf eine Motorsense habe, heißt ins Training kam ich sehr gut wieder rein.
    Am Montag habe ich Kreuzheben gemacht und konnte ralativ problemlos die 170kg heben.

    Was für eine Art Boden war es denn vor den 4 Jahren? Was hast du zur Gründüngung genutzt?

  • @Room101 schrieb:

    Was für eine Art Boden war es denn vor den 4 Jahren? Was hast du zur Gründüngung genutzt?

    Richtig schwerer, feuchter und dichter Lehmboden. Ich konnte ihn nicht umgraben, nur hacken. Das war so eine Knüppelarbeit, dass ich immer noch seither meine Schulter merke. Für 30qm habe ich einige Stunden (Tage) gebraucht, mittlerweile brauche ich für die doppelte Fläche einen Vormittag.
    Im ersten Jahr habe ich einfach Kartoffeln gesteckt, jeder hat abgeraten, aber irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Kartoffeln den Boden lockern, also habe ich das probiert und hatte tatsächlich eine grandiose Ernte eingefahren, und der Boden? Der war deutlich lockerer danach.
    Nach der Kartoffelernte habe ich Schweinemist drauf geschmissen und im zeitigen Frühjahr eingearbeitet und umgegraben, im Frühjahr kam dann Phacelie, Tagetes und Ringelblumen drauf, im Sommer abgemäht und ebenfalls eingearbeitet, also umgegraben zusammen mit Beinwell und Brennessel. Im Herbst Pferdemist drauf (der soll sehr gut für die Humusbildung sein), im Frühjahr Kompost (richtig viel), dann kamen wieder Kartoffeln drauf. Im Prinzip habe ich diesen Kreislauf nach und nach ausgeweitet, das heißt mein Beet wurde in 3 Schritten immer um ca. 30qm vergößert, die Kartoffeln, waren immer das erste, danach ein Jahr Gründüngung und dann Gemüse. Im Frühjahr grundsätzlich jede Menge Kompost aufs Beet. Im Sommer den Grünschnitt (vorallem Brennessel und Beinwell) als Mulch drauf. Nur muss ich bei dem feuchten, kühlen Boden im Frühjahr mit mulchen aufpassen, damit der Boden sich erst aufwärmt bevor gemulcht wird. Ich grabe auch grundsätzlich um, weil der Boden dazu neigt sehr schnell wieder dicht und schwer zu werden.
    Ist immer schön und gut mit dem Tipp zwecks Bodenlebewesen nicht umzugraben und nur zu mulchen, man sollte aber meiner Meinung nach die Gegebenheiten betrachten und nicht zwanghaft daran festhalten. Ohne umgraben verdichtet mein Boden sehr schnell.
    Dieses Jahr habe ich versuchsweise blaue Lupine als Gründünger drauf, die soll noch tiefgründiger lockern und beleben. Ein Kumpel hatte es mit Gelbsenf gemacht und Gutes berichtet.
    Im Prinzip habe ich nun eine 3 Felderwirtschaft, ein Beet liegt brach (Gründüngung), ein Feld wird bewirtschaftet mit Gemüse wie Kohl, Erbsen, Spinat, Karotten, Zwiebeln, Rote Bete, Kohlrabi, Sellerie usw. in Mischkultur und eines ist nur Kartoffeln. Das wechselt dann durch. Nach und nach bin ich jetzt bei etwas mehr als 100qm Freiland gelandet. Zusätzlich kam dazu ein Tomatenhaus, ein Beet am Haus für Salat und Gurke (Windgeschützt und sehr sonnig) auf dem Kompost wächst Kürbis und ein extra Beet ist für Beeren vorbehalten, hinter dem Haus stehen Obstbäume, Zwetschge, Birne, Apfel, dazwischen watscheln die Hühner rum.
    Ist also alles abgedeckt und würde sicher für eine Person allein dick reichen.

  • bearbeitet 10. Juni

    Mal eine kleine Zwischeninfo:

    Durch die viele Gartenarbeit habe ich mein Training etwas angepasst:
    Krafttraining 2-4 Einheiten/ Woche

    1 Einheit
    Pull schwer UK (3-4x3-6)
    Push leicht UK (3x8-12)
    Pull schwer OK (3x4-7)
    Push leicht OK (3x8-12)
    Finisher

    2 Einheit
    Push schwer UK (3-4x3-6)
    Pull leicht UK (3x8-12)
    Push schwer OK (3x4-7)
    Pull leicht OK (3x8-12)
    Finisher

    Intensität gerade bei den "leichten" Sätzen sehr hoch, bis fast Muskelversagen. Mindestens einmal pro Woche wir konventionell gehoben und oder gebeugt. Die restlichen Übungen mache ich nach dem Schema same but different, also beispielsweise kann die leiche Pulleinheit für den OK einarmiges Rudern, vorgebeugtes rudern, KB Snatch, Klimmzug (eng, breit, am Seil), Seilklettern mit Weste sein. Oder Power Clean als schweres Pull mache ich mit Langhantel, Kettlebell, Sandsack oder Bierfass. Ich finde es nämlich langweilig immer daselbe zu machen und ich will ja nicht Klimmzugmeister, sondern einfach nur stark sein.
    Als Finisher mache ich alles mögliche wie Vorschlaghammern, Burpees, Farmerswalk, Überzüge (wegen der Brustkorbdehnung), Sandsack Clean and Press, Sprinten etc. Hier mache ich entweder Zeit oder Wiederholung, es geht mir um das Training des Herzkreislaufsystems, Schwachpunkte oder Arbeitskapazität.
    Die Einheiten dauern ca. 45min.
    So habe ich danach noch Zeit für meinen Garten. Durch die Kürze bringe ich sehr viel Intensität und ich spüre wie auch eine kurze Einheit richtig wirksam sein kann.

    Der Garten bringt mittlerweile gute Erträge und ich muss deutlich weniger Einkaufen. Ich kann fast jeden Tag eine Gurke ernten, Mangold (solche Massen dass ich es verschenke), Spinat, Frühlingszwiebel, Salat (Rauke), Kräuter, Radieschen, Chilli und Kohlrabi. Zucchini und (Früh)Kartoffeln kommen jetzt. Karotten wurde von den Schnecken restlos gefressen, habe noch eine Fuhre nachgesät und mit Kaffeesatz und Schafwolle geschützt. Der Sommerlauch, Tomaten, Paprika, und Knoblauch ist bald soweit. Winterkohl wird aktuell vorgezogen, der kommt auf das abgeerntete Kartoffelbeet. Im Schnitt habe ich 40 Eier die Woche.
    Leider habe ich derzeit ein massives Waschbärproblem, er hat jetzt auch wieder ein Huhn getötet, frisst das Hühnerfutter, randaliert im Garten. Ich muss mich um einen Stromzaun kümmern und Vergrämungsmaßnahmen treffen.
    Man wächst an seinen Aufgaben und trotz mancher Frustration habe ich Freude daran, ich liebe es noch abends in meinem Garten herumzustromern, Schnecken zu sammeln, Tomaten ausgeizen, meine Pflänzchen betrachten, den Hühnern beim picken zuzuschauen, den Fröschen im Teich beim balgen und Balzen beizuwohnen.
    Gartenarbeit auf dem Weg zur Gemüseselbstversorgung wird oft ein bisschen romantisch verklärt und mag auch mancherorts nicht ganz so schwer zu sein, aber es ist viel Arbeit, Geduld, Achtsamkeit, Ausdauer und Sorgfalt nötig, dennoch oder gerade deshalb liebe ich diese Leidenschaft. Es erdet mich und bringt mir Ruhe und Gelassenheit.

    EDIT: Gartenarbeit ist ein super Arm- und Wadentraining, zweiteres wird wohl meiner Hanglage geschuldet sein. Dennoch beides ist merklich gewachsen seit ich mich dem Garten so passioniert widme.

  • Langsam wird es im Garten weniger zeitaufwändig, das heißt ich muss nicht ständig hacken, gießen und ernten. Jetzt gibt es Platz für andere Projekte, wie Treppenbau, Baumfällungen, Rückschnitte und "Landschaftpflege".
    Ertragreich war es und ich konnte die letzten 3,5 Monate auf Gemüseeinkäufe komplett verzichten, ich habe Sauerkraut eingemacht, bisher über 60kg Kartoffeln eingelagert, um die 10kg Tomatensoße, eine große Schüssel Essiggurken, Äpfel getrocknet und ein paar Gläser Beerenmarmelade, der Rosen- und Grünkohl steht gut, ebenso der Wintersalat, Spinat, Kohlrabi. Karotten stehen auch noch einige, also auch in der nächsten Zeit bin ich ganz gut bedient.

    Das körperliche Projekt wird der erste echte Versuch mal Muskeln aufzubauen, also als Hauptziel. Das habe ich so explizit noch nie gemacht und wollte das jetzt mal ausprobieren:
    Plan ist ein einfacher OK/UK Split mit 4 verschiedenen Trainingseinheiten.

    Habe nun mal angefangen wieder kalt zu duschen, in der nächsten Zeit wird dann die Regentonne geputzt für die täglichen Morgenbäder. Auch Baden gehen werde ich jetzt wieder anfangen.

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