Wie viele Zeit verbringt ihr mit sozialen Kontakten und in welcher Form?

Wie viele Zeit verbringt ihr mit sozialen Kontakten und in welcher Form?
Wenn man sich die verschiedenen Logs und Beiträge im Forum hier durchliest geht es natürlich um MEImproved, also um mich. Aber zu mir gehören ja auch meine sozialen Kontakte und wie ich diese gestalte. Wenn ich mir das so durchlese was den Tag über getrieben wird, kommt der Bereich soziale Kontakte fast nicht vor (was an sich nicht dramatisch ist, aber es interessiert mich :smile: ).

Habe mir die letzten Tage öfters diese Frage gestellt und würde sehr gerne mal hören, wie ihr das bei euch haltet, wie ihr Zeit mit euren sozialen Kontakten verbringt.

Vorab sind mir ein paar Sachen dazu in den Sinn gekommen, die das ganze beeinflussen:
*abhängig von Beruf (als selbstständiger ohne viel Kundenkontakt, Student, Angestellter etc.)
* abhängig von Familienstand:
-wenn ich verheiratet bin verbringe ich (hoffentlich) viel Zeit mit meiner Familie und falls vorhanden mit den eigenen Kindern)
-wenn ich Single bin, verbringe ich mehr Zeit mit Freunden (oder mit etwas anderem)

  • abhängig von persönlicher Präferenz:
    • mag ich es für mich allein zu sein oder bin ich lieber in kleineren/ größeren sozialen Gruppen unterwegs

Kommentare

  • Ich habe bewusst und absichtlich wenig enge soziale Kontakte in meinem Leben. Zum einen, weil sich das in den letzten Jahren einfach so ergeben hat, zum anderen, weil ich zu viel Kontakte stressig finde. Und dann kam bei mir noch was anderes dazu: Ich habe aufgehört, Alkohol zu trinken. Viele Menschen kann man nur ertragen, wenn man betrunken ist (ich jedenfalls). Sogar, wenn man sie für Freunde hält.

    Ich denke, wir benutzen das Wort "Freund" sehr leichtfertig. Oft ist das, was wir Freundschaften nennen, ja immer von bestimmten Dingen abhängig. Zum Beispiel eben vom Saufen. Oder davon, dass man einen politischen oder religiösen Glauben teilt. Wenn das dann bei einem wegfällt, ist meistens auch die "Freundschaft" dahin.

    Aber ein paar Kontakte sind noch da, und mit denen verbringe ich gerne Zeit.

  • bearbeitet 10. Januar

    Seit ich nicht mehr saufe, hat sich mein Sozialleben auch grundlegend gewandelt. Viele Freunde sind nicht mehr übrig. Aber diejenigen, die übrig sind, sind echt Freunde! Der Kreis bleibt klein. Damit bin ich fine.
    @Tobias Dass Freundschaften von bestimmten Dingen abhängig sind, ist in meiner Erfahrung nach aber auch im nüchternen Leben der Fall und völlig normal.

    Was mit Freunden unternehme ich etwa 5x die Woche. Ich gehe gerne in der Natur gemeinsam spazieren. Spieleabende oder rumlümmeln und Musik hören mag ich auch gerne. Zusammen essen. Tee trinken gehen oder abends in die Spielekneipe. Manchmal gehen wir ins Theater oder ins Kino. Momentan besuche ich mit Freunden einmal wöchentlich eine Ringvorlesung in Literaturwissenschaft. Mit meinem besten Freund gehe auch gemeinsam trainieren oder Tischtennis zocken.

  • @Johannes schrieb:
    @Tobias Dass Freundschaften von bestimmten Dingen abhängig sind, ist in meiner Erfahrung nach aber auch im nüchternen Leben der Fall und völlig normal.

    Da habe ich mich schlecht ausgedrückt. Ich meinte nicht das Abhängigsein an sich, sondern eher dass etwas wie Saufen, Glaube, ein Lieblingssportverein etc. das einzige Fundament der Freundschaft ist.

  • @Johannes schrieb:
    Seit ich nicht mehr saufe, hat sich mein Sozialleben auch grundlegend gewandelt. Viele Freunde sind nicht mehr übrig. Aber diejenigen, die übrig sind, sind echt Freunde! Der Kreis bleibt klein. Damit bin ich fine.
    @Tobias Dass Freundschaften von bestimmten Dingen abhängig sind, ist in meiner Erfahrung nach aber auch im nüchternen Leben der Fall und völlig normal.

    Was mit Freunden unternehme ich etwa 5x die Woche. Ich gehe gerne in der Natur gemeinsam spazieren. Spieleabende oder rumlümmeln und Musik hören mag ich auch gerne. Zusammen essen. Tee trinken gehen oder abends in die Spielekneipe. Manchmal gehen wir ins Theater oder ins Kino. Momentan besuche ich mit Freunden einmal wöchentlich eine Ringvorlesung in Literaturwissenschaft. Mit meinem besten Freund gehe auch gemeinsam trainieren oder Tischtennis zocken.

    Da ich nie wirklich in die Saufkreise reingekommen bin, da ich wegen verschiedener Gründe nie regelmäßig exzessiv getrunken habe. Aber interessanterweise habe ich einige gute Freunde (ich würde zum Freundeskreis bei mir so ca. 6-8 Leute zählen) die regelmäßig auch wenn ich dabei bin exzessiv trinken. Aber dann ist es eher so, man trifft sich irgendwo um zu quatschen und dann wird dabei getrunken (ich dann entweder viel weniger oder gar nichts alkoholisches).
    Kleiner Kreis mit hoher Qualität finde ich auch erstrebenswerter (Qualität würde ich hier verschiedenen Sachen wie z.B. wie tiefgründig sind die Gespräche, wie viel kann man zusammen lachen, was kann mir die Person geben was ich brauche (bin jetzt eher bei Werten wie Trost, Rat, Freude))
    Zu der Sache mit der gemeinsamen Basis einer Freundschaft würde ich auch sagen, dass man manchmal einfach eine Person haben will mit der man eine Sache gemeinsam zusammen macht, das muss dann nicht unbedingt mal die "beste Person" nach gewissen Maßstäben sein (wenn ich einen Tichtenisskumpel suche, dann braucht der für mich nicht in der Lage sein mit mir die tiefgründigsten Gespräche über Selbstentwicklung führen können), sondern halt auf die Sache bezogen. Manche Sachen machen einfach mit mehreren Menschen viel mehr Spaß, die Erfahrungen werden vielschichtiger durch eine Gruppe (nicht alle aber manche).

  • @TylerDurden schrieb:
    Zu der Sache mit der gemeinsamen Basis einer Freundschaft würde ich auch sagen, dass man manchmal einfach eine Person haben will mit der man eine Sache gemeinsam zusammen macht, das muss dann nicht unbedingt mal die "beste Person" nach gewissen Maßstäben sein (wenn ich einen Tichtenisskumpel suche, dann braucht der für mich nicht in der Lage sein mit mir die tiefgründigsten Gespräche über Selbstentwicklung führen können), sondern halt auf die Sache bezogen. Manche Sachen machen einfach mit mehreren Menschen viel mehr Spaß, die Erfahrungen werden vielschichtiger durch eine Gruppe (nicht alle aber manche).

    Das sehe ich ja auch so. Ich habe zum Beispiel einem Freund, mit dem (und nur mit dem!) ich gerne zusammen Computer spiele, wenn ich allein bin, mache ich das nie. Aber wir können noch viele andere Sachen zusammen machen; das Computerspielen ist nicht die Basis unserer Freundschaft. Wenn das so wäre, würde ich es schlecht finden.

  • @Tobias schrieb:

    @TylerDurden schrieb:
    Zu der Sache mit der gemeinsamen Basis einer Freundschaft würde ich auch sagen, dass man manchmal einfach eine Person haben will mit der man eine Sache gemeinsam zusammen macht, das muss dann nicht unbedingt mal die "beste Person" nach gewissen Maßstäben sein (wenn ich einen Tichtenisskumpel suche, dann braucht der für mich nicht in der Lage sein mit mir die tiefgründigsten Gespräche über Selbstentwicklung führen können), sondern halt auf die Sache bezogen. Manche Sachen machen einfach mit mehreren Menschen viel mehr Spaß, die Erfahrungen werden vielschichtiger durch eine Gruppe (nicht alle aber manche).

    Das sehe ich ja auch so. Ich habe zum Beispiel einem Freund, mit dem (und nur mit dem!) ich gerne zusammen Computer spiele, wenn ich allein bin, mache ich das nie. Aber wir können noch viele andere Sachen zusammen machen; das Computerspielen ist nicht die Basis unserer Freundschaft. Wenn das so wäre, würde ich es schlecht finden.

    Ja, eine Basis bei Freundschaften bzgl. einigermaßen gleichen Wertesystems macht das alles viel angenenehmer :smile:

  • Ja. Mit besagtem Freund habe ich übrigens auch schon viel Bier getrunken :)

  • Für mich sind soziale Kontakte ein schwieriger Punkt. Ich habe derzeit eigentlich nur einen richtig guten Freund. Wobei mein Bruder für mich auch ein richtig guter Freund ist. Somit hätte ich zwei. Mit beiden verbringe ich allerdings nicht viel Zeit. Durch zwei Umzüge in den letzten Jahren sind beide in weite Ferne gerückt. Also telefoniere ich zweimal im Monat mit meinem Freund. Wöchentlich mit meinem Bruder (fester Termin). Das schöne ist, diese Beziehungen machen alles mit. Auch wenn man mal sehr lange von einander nichts hört, ist es direkt wie früher.

    Dann hatte ich in den letzen Jahren (Studium) Freundschaften, die quasi dadurch entstanden sind, dass man sich jeden Tag gesehen hat und einfach eine Menge miteinander durchgemacht hat. Bei denen könnte ich mich auch jederzeit melden und würde ein Ohr finden, aber das ist doch etwas anderes, weil ich denke, ohne das Studium (also von selbst) wären wir nicht zueinander gekommen, da die Interessen und Glaubenssätze zu verschieden gewesen wären. Also das sind für mich so richtige Berufsfreundschaften.

    Durch meinen Beruf als Schauspieler habe ich täglich intensiven Kontakt zu mehreren Kollegen. Es ergibt sich also ein eher breites Netz von, mal familiären, mal sehr oberflächlichen Kontakten, die mir insgesamt gut tun.

    Zudem habe ich noch eine Freundin (leider Fernbeziehung) mit der ich fast täglich skype.

    Fällt es euch leicht oder schwer zu fernen Freunden Kontakt zu halten?
    Meint ihr man kann aktiv an neuen Freundschaften arbeiten? Wie? Und _sollte _man das überhaupt?
    Habt ihr auch sehr viel ältere oder jüngere Freunde?

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