Ergänzende und kommentierende Links zum Thema: Mannsein

Mannsein und Humor

Kommentare

  • Jackie Chan hat sich selbst initiiert?

    Es geht eigentlich nur um die letzten Minuten, aber im Kontext versteht man das besser. (10min)

  • Die Geschlechtskategorie ist überall

    Aktuell versuchen die in Hollywood auf diesen ganzen Gender-Feminismus-Woke-Zug aufzuspringen. Wohlgemerkt: Da geht es nur um Lippenbekenntnisse und "Virtue Signaling" (Kennt jemand ein deutsches Wort?). Es gibt im Netz den Spruch "Go woke, go broke". Politische Korrektheit als ideologische Unterfütterung von Unterhaltungsmedien führt regelmäßig dazu, dass die Filme Müll sind.

    Was ist der Mechanismus dahinter? Wir Männer gucken uns Actionfilme an, weil es in unserem Instinkt ist, auf solche Reize zu reagieren und uns zu interessieren. Actionfilme sind insbesondere unterhaltsam, wenn es männliche Protagonisten sind, die auf männliche Weise, die den männlichen Plot durchlaufen. Das ist eine Geschichte, die für Männer gemacht wird. Und Frauen können diese Filme mögen oder wenigstens ertragen, weil auch Frauen auf psychologisch korrekte Reize reagieren.

    Doch wenn Filme Frauen schlichte Männerimitationen sein lassen, wird es langweilig. Die Story wird erzwungen, um aber der aktuellen ideologischen Verblendung gerecht zu werden. Und schon lassen die wirtschaftlichen Erfolge nach.

    Die Geschlechtskategorie und der korrekte Umgang ist für die Lebenswelt beider Geschlechter essentiell. Der korrekte Umgang ist sogar für die Unterhaltungsindustrie relevant. Natürlich! Der korrekte Umgang ist für alles relevant, was mit uns Menschen zu tun hat. Es ist eine der ältesten Kategorien des Lebens und damit Teil der Natur.

    PS: Es gibt genug geile Actionfilme mit weiblichen Protagonisten wie Sarah Connor, Ripley und viele mehr. Aber diese imitieren nicht die männliche Weise, sondern bleiben einfach Frauen und sind darin stark. Es ist kein Zufall, dass sowohl Sarah Connor als auch Ripley (in Alien 2) durch ihre Handlungen ihre Weise als Mutter ausleben. Welcher Mann (der bei Verstand ist) bewundert nicht die Mutter, die bis an die Grenzen geht, um ihr Kind zu beschützen?

  • Nicht nur den Männern geht es schlecht

    https://web.archive.org/web/20191116062340/https://www.wsj.com/articles/the-lonely-burden-of-todays-teenage-girls-11565883328

    Die Effekte von Social Media betreffend anscheinend die Frauen stärker. Ingesamt werden Männer mit emotional instabileren Frauen umgehen müssen. Das ist Chance und Risiko zugleich. Assortative Paarbindung heißt bei Menschen, dass Frauen lediglich einen emotional stabileren Partner suchen. Heißt: Die Hürde kann geringer werden. Andererseits kann das ebenso heißen, dass man noch mehr als früher in der Lage sein muss, eine Stimmung zu erzeugen, in der Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit herrscht.

  • Boy Crisis

    Das war Thema des letzten Livestreams. In den jungen Jahren werden die Grundlagen gelegt. Wir leben in einer Kultur, in der laufend die Grundlagen für die Mannwerdung ignoriert oder sogar sabotiert werden.

    Die allmählich aufkommende Krise der Männlichkeit wird sich verstärken, denn wir werden immer weniger als Kultur und Gesellschaft auf gesunde Männlichkeit als Ressource zugreifen können. Und -- der eigentliche Fokus vom Projekt -- wir haben immer weniger Zugriff auf ein Gefühl schier unendlicher Energie, dass mit einer voll entwickelten Männlichkeit einhergeht.

  • Selbstwert

    Wie wertvoll sollte man sich fühlen?

  • Das eigene Idealbild als Mann erzeugt ein Idealbild als Frau

    https://www.donnerundpflicht.de/romantische-liebe-verletzt-intimitatspflicht-des-liebenden/

    Jordan Peterson hat in einer Vorlesung gesagt: Als Mann muss man lernen, den internalisierten Archetypen von Frau von der tatächlichen Frau vor sich zu unterscheiden. Das bezeichnet das Gleiche.

  • Gewalt

    Gewaltkompetenz gehört zur Charakterbildung.

  • Demian von Hermann Hesse

  • @Sascha schrieb:

    Gewalt

    Gewaltkompetenz gehört zur Charakterbildung.

    Puh.. Das ist wahr. Gleiches gilt auch für Rhetorik.

  • @Johannes schrieb:
    Demian von Hermann Hesse

    Hesse ist schon deshalb interessant für Jung-Interessierte, weil er Patient von Hesse war und viel Jung’sche Tiefenpsychologie in seinen Werken verarbeitet hat.

  • @Tobias schrieb:
    Hesse ist schon deshalb interessant für Jung-Interessierte, weil er Patient von Hesse war und viel Jung’sche Tiefenpsychologie in seinen Werken verarbeitet hat.

    C.G.Jung hat die Wirkung des Demian verglichen mit dem "Licht eines Leuchtturms in einer Sturmnacht".

  • Ein Film, der Mentorentum in der Moderne illustrieren kann.

  • bearbeitet Dezember 2019

    How do you become a man in a world that doesn't require courage?
    -- Sebastian Junger

    Wenn man jungen Männern keine gute und nützliche Gruppe gibt, der sie sich zugehörig fühlen können, schaffen sie sich eine schlechte Gruppe. In jedem Fall werden sie sich eine Gruppe schaffen und finden etwas oder jemanden, einen Feind, an dem sie ihre Tapferkeit und Einigkeit beweisen können.1

    Was ist die Gruppe des modernen Mannes?


    1. Tim Ferriss (2016): Tools of Titans. The Tactics, Routines and Habits of Billionairs, Icons and World-Class Performers, Great Britain: Penguin Random House. ↩︎

  • bearbeitet Dezember 2019

    @Sascha Hast du Tribe gelesen? Wenn ja, wie gut ist das Buch?
    Ich denke das entscheidende Wort in dem Zitat ist "require". Erst dachte ich, es sei "courage", und wollte gerade darüber schreiben, ob es "bravery" nicht eher treffen würde, weil ich schon finde, dass ein gutes modernes Leben sehr viel tägliche courage verlangt. Dann ist mir aber aufgefallen, dass man eben auch sehr leicht ein scheiß modernes Leben führen kann.

  • Ne. Tribe nicht.

    Würde aber auch nicht sagen, dass das gute moderne Leben viel Courage verlangt. Ich bräuchte jedenfalls in meinem Leben fast keine Courage, wenn ich nicht wollte.

  • bearbeitet 5. Januar

    Dies hat vor kurzem ein Freund mit mir geteilt:

    "[...] Der gesamte Prozess, den wir als Initiation bezeichne, machte es
    für den Mann möglich, diese fünf essenziellen Wahrheiten zu erfahren,
    die fünf essenziellen Lehren der Initiation:

    1. Das Leben ist schwer.
    2. Du bist nicht so wichtig.
    3. In deinem Leben geht es nicht um dich.
    4. Du hast nicht die Kontrolle.
    5. Du wirst sterben."

    Aus: Richard Rohr "Adams Wiederkehr. Initiation und
    Männerspiritualität".

  • bearbeitet 5. Januar

    @Johannes

    Hast du Adams Wiederkehr gelesen? Richard Rohr ist ja eine ganz wichtige Figur in dieser Männerbewegung in den 1990er-Jahren gewesen, ungefähr auch in der Zeit, in der WMLK erschiehen ist. Gelesen habe ich von dem aber nur das Enneagramm, und da war ich noch ein Teenager.

  • @Tobias
    Ich habe es noch nicht gelesen. Ganz sicher bin ich mir auch nicht, ob ich mit dem christlichen Kontext klar komme. Es steht aber auf der Leseliste. Die Quelle wollte ich trotzdem für Interessierte schonmal weitergeben, auch wenn ich das Buch nicht gelesen habe.

  • Ja, mir behagt der christliche Kontext auch (noch) nicht so gut, weil ich diesbezüglich vorbelastet bin (schon bei 12 Rules von JP hatte ich mit den vielen Bibelzitaten zu kämpfen). Aber Richard Rohr wurde damals schon als "Synkretist" bezeichnet, der die "Lehre vom Kreuz verwässert". Könnte also doch einen Versuch wert sein …

  • Welche Schwierigkeiten macht der christliche Kontext euch?

  • bearbeitet 9. Januar

    Meine Schwierigkeiten mit dem christlichen Kontext liegen in meiner Biografie. Ich bin damit aufgewachsen und habe von meiner Kindheit bis Anfang meiner 20er-Jahre so ziemlich alles Gute und Schlechte erlebt, was man in diesen Kreisen erleben kann, bis ich mich dann vor mehr als 10 Jahren davon abgewandt habe. Mir ist natürlich klar, dass sich diese Schwierigkeiten nicht auf das Christentum an sich, sondern auf meinen Erfahrungen mit mehreren einzelnen Christen (inklusive mir als Teenager) basieren. Aber so hundertprozentig offen werde ich vielleicht nie wieder dafür sein können.

    Wobei ich auch sagen muss: Die vielen Bibelzitate in 12 Rules waren zwar stellenweise ein Kampf für mich, aber durch JP habe ich eine Ahnung davon bekommen, dass man auch einen ganz anderen Zugang zum Christentum haben kann. Dieser eher "evolutionär-agnostische"1 Zugang widerspricht halt allem, was für mich mal das Christentum war, nämlich das evangelikale.


    1. "Agnostisch", weil Jordan Peterson manchmal sagt, er wisse nicht, ob es Gott gebe oder nicht, sich aber so verhalte, als ob es ihn gäbe. ↩︎

  • bearbeitet 10. Januar

    @Sascha Ich habe auch schlechte persönliche Erfahrungen mit dem Christentum gesammelt. Deshalb triggert mich das schonmal von Anfang an. Es fällt mir schwer Quellen zu abstrahieren und fruchtbar zu machen, die mit christlichen Begriffen und Floskeln und Dogmen arbeiten, weil diese für mich emotional und symbolisch belegt sind. Ich checke dann oft auch gar nicht, in welchem Kontext diese Begriffe jetzt vom Autor verwendet werden, weil sie für mich schon geprägt sind. Das ist anstrengend. Ich vermeide es möglichst. Viele christliche Grundannahmen finde ich auch einfach extrem kacke.

    @Tobias Meine Jordan Peterson Rezeption war hingegen nicht schwierig, weil er die Bibel als Kulturgut und Landkarte archtypischer psychischer Merkmale verwendet und auf aufgeladene Begriffe verzichtet. In so einer nicht-spirituellen Form ist eine Auseinandersetzung für mich damit fruchtbar.

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