Kältespaziergänge Winter 2019

bearbeitet 15. November in Tagebücher und Logs

Hier veröffentliche ich meine Kälteexposition in Form von Spaziergängen in kurzer Hose und T-Shirt. Es geht mir bei den Kältespaziergängen um mentales Training. Ich verfolge keine festen Ziele. Mal schauen, wohin es im Laufe des Winters so führt.

Datum
Temperatur laut der Wetter-App meines Handys
Dauer des Spaziergangs
Uhrzeit sowie ob ich in gefastetem oder nicht gefastetem Zustand spazierte
Intensität: Direkt danach und ggf. später auf einer Skala von 1-10 mit 10 als höchste Intensität.
Reflexion

(Anmerkung: Meine Kälteerfahrung beschränkt sich auf kalte Duschen und auf das Tragen dünner Jacken im Winter. Ich dusche seit Jahren nur mit kaltem Wasser, aber nicht progressiv, sondern um mich zu waschen.)

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Kommentare

  • bearbeitet 15. November

    Datum 14.11.2019
    Temperatur 0°C
    Dauer 00:22:00 Minuten
    Uhrzeit gefastet, 08:39 bis 09:01
    Intensität direkt danach 4
    Reflexion Ich konnte ganz gut in die Kälte entspannen. Nach ca. 10 Minuten hatte ich mich körperlich halbwechs an die Kälte gewöhnt. Die letzten zwei Minuten hatte ich Bewegungsdrang. Teilweise fiel es mir schwer, mental anwesend zu bleiben, statt auszublenden.

  • Die Uhrzeit ergänzend wäre noch gut.

  • Ich bin echt gespannt.

  • @Leander Guter Hinweis. Ist ergänzt.

  • Datum 15.11.2019
    Temperatur 4°C, windig
    Dauer 13 Minuten
    Uhrzeit 11:40 bis 11:53, nicht gefastet
    Intensität direkt danach 2
    Reflexion Mir war etwas kalt, bevor ich rausgegangen bin. So viel Energie war nicht da. Heute war Kreuzheben vor dem Frühstück, davon war ich noch nicht erholt. Als ich dann draußen war, war mir auf einmal nicht mehr kalt. Der Wind war ein schöner Kick heute. Ich hatte wieder nach etwa 10 Minuten das Gefühl, mich richtig eingewöhnt zu haben.

  • bearbeitet 16. November

    Datum 15.11.2019
    Temperatur 8°C
    Dauer 50 Minuten
    Uhrzeit 14:00 bis 14:50, nicht gefastet
    Intensität 2
    Reflexion Es war am Anfang ein frisches Gefühl, aber nach der Eingewöhnung kein Problem. Ich bin unsicher, wie viel Energie das so zieht. Der Hunger ist auf jeden Fall groß, aber wie viel mehr ich genau essen muss, kann ich noch gar nicht abschätzen. (Was sind eure Erfahrungen?) Dafür gilt es, Feingefühl zu entwickeln. Auch für die Belastung. Ich muss eine Abdeckung von Gefühl und Belastung entwickeln wie bei Bewegung.

  • bearbeitet 16. November

    Datum 16.11.2019
    Temperatur 4°C
    Dauer 31 Minuten
    Uhrzeit 16:50 bis 17:21, nicht gefastet, vorher 2x trainiert gehabt
    Intensität direkt danach 5-6
    Reflexion Anfangs muss ich bewusst tief in den Bauch atmen, automatisch mache ich das nicht, sondern bin eher etwas verkrampft und angespannt im Bauch. Die Gedanken sind zu Anfang recht hektisch und unordentlich. Ich neige zum Ausblenden. Nach 6 Minuten hatte ich mich heute angewöhnt. Ab da war es schön. Ich war richtig fröhlich und habe mich total lebendig und vital gefühlt. Diese Erfahrung habe ich auch öfter mal bei kaltem Wasser gehabt, mich einfach vollkommen lebendig zu fühlen. Mitten drin, voller Kraft, sozusagen. Als ich im Wald war, habe ich mich mit der Natur verbunden gefühlt. Ich war dann auch so optimistisch gestimmt, dass ich über Ziele nachgedacht habe. 30min bei 0°C gefastet war das Ziel, das mir vorgeschwebte (Kommentare?). Bei Minute 26°C ist mir dann recht plötzlich kalt geworden. Das hatte ich die letzten Tage nicht. Auch wenn ich danach öfter den Impuls hatte, schneller zu gehen, konnte ich die Konzentration ganz gut halten, bis ich zu Hause war. Bisher mental die beste Session.

  • Nimmt die Mobilität und Kraft deiner Hände schon deutlich ab?

    Zum Vergleich: Bin mit T-shirt und kurzer Hose (aber + dünne Wollmütze, weil nix Haare uff de Kopp) bei -3°C und Nebel (laut App) ca. 2,5h unterwegs gewesen. Die erste halbe Stunde nur herumgestanden, weil ich Spielkameraden von meiner Töle getroffen habe. Die einzige Kälteempfindung, die ich habe, bezieht sich auf meine Hände. Aber nicht als Temperaturgefühl, sondern einfach keine Kraft (kann die Tür nicht normal öffnen) und schlechte Koordination in den Händen. Mehr spüre ich nicht.

    Daher meine Frage: Wie genau drückt sich bei dir Kälteempfinden aus? An welchen Stellen und was genau meint die Intensität? Was sind deine Flaschenhälse?

  • bearbeitet 20. November

    Datum 19.11.2019
    Temperatur 5°C
    Dauer 59 Minuten
    Uhrzeit 15:50 bis 16:49
    Intensität 6
    Reflexion Es folgt erstmal die Reflexion des Kältespaziergangs heute, danach eine allgemeine Reflexion anhand @Sascha s Fragen.
    Ich war gut drauf und durch Saschas 2,5 Stunden angespornt und mutig. Nach etwa 6 Minuten hatte ich mich heute schon eingewöhnt. Das Eingewöhnen erlebe ich als den ersten Knackpunkt meines Kältetrainings, weil da innerpsychisch am meisten passiert. Ich bekomme ein bisschen Angst, meine Psyche wird unordentlich und beginne aktiv, mich zu entspannen und positive Emotionen und Haltungen zu aktivieren.
    Der zweite Knackpunkt kommt dann am Ende eines Trainings. Es kommt der Moment, in dem meine Psyche erstmals einknickt (ich versuche es so genau wie möglich in Sprache zu fassen, was da passiert). Dann möchte sich die Anspannung plötzlich durch Bewegung abbauen, dann wird meine Psyche wieder unordentlich, dann setzt meine Bauchatmung unbewusst aus. Dann wird mir "kalt" (ich fühle Kälte). Ich blende aus. Dann ist die Herausforderung, wieder in einen geordneten Zustand zu kommen.

    Bei Minute 26°C ist mir dann recht plötzlich kalt geworden.

    Mir ist aufgefallen, und nun komme ich zu deinen Fragen, @Sascha, dass mir gar nicht kalt wird. Es ist nur dieses psychische Einknicken, das ich oben beschrieben habe. Ich hatte es heute bei etwa 40 Minuten. Auf einmal habe ich gefröstelt und Kältegefühle stärker gespürt. Ich fühle Kälte. Ich bin aber warm. Ich werde dann ein bisschen panisch, will mich bewegen, will schneller gehen, um eher zu Hause zu sein.

    Nimmt die Mobilität und Kraft deiner Hände schon deutlich ab?

    Ja. Meine Zehen werden kalt und vor allem meine Hände. Meine Waden sind mit meinem Rumpf die wärmsten Stellen, aber bei meinen Händen kriecht die Kälte hoch in die Unterarme bis kurz vor die Ellenbogen. Ich hatte am Sonntag (ich war etwa 7 Stunden im Schnee wandern) auf einmal nicht mehr die Kraft, meine Trinkflasche zu öffnen. Dies kenne ich auch aus den vorigen Wintern und meinen Experimenten da. Alle anderen Bereiche meines Körper sind bisher immer normal mobil und kräftig geblieben.

    Wie genau drückt sich bei dir Kälteempfinden aus?

    Durch Angst. Körperlich gesehen, das ist mir dank deiner Fragen aufgefallen, fast gar nicht. Nur das Beschriebene in den Händen und Zehen. Dort ist es wie eine Mischung aus Verkrampfung, ziehender Schmerz und Taubheit. Die beiden ersten sind muskuläre Empfindungen, die Taubheit ist auf die Haut bezogen. Ich kriege außerdem im Nacken Verspannungen.

    An welchen Stellen und was genau meint die Intensität?

    Die Intensität ist mein bescheidener Versuch einer Bewertung davon, wie anstregend eine Session war. Psychisch und körperlich. Damit versuche ich, Fortschritte zu sehen oder Rückschritte (um Übertraining zu vermeiden) und Bezüge herzustellen. Zum Beispiel: Gibt es Zusammenhänge zwischen Nahrungsaufnahme, Training oder ähnlichem damit, wie gut ich eine Session verkrafte?

    Was sind deine Flaschenhälse?

    Ganz deutlich meine Unsicherheit und Unerfahrenheit und der Mangel eines Lehrers.
    Zur Unerfahrenheit. Wie fühlt sich Übertraining in der Kälte an? Damit meine ich nicht, wie sich Übertraining anfühlt, wenn man es hat, sondern wie fühlt sich Kälte in dem Moment an, wenn ich zu weit gehe? Wie stark ist die Belastung langfristig? Wie viel mehr muss ich essen, schlafen? Da ich in der Regel ausgelastet bin sind das Feinjustierungen, die wichtig für mich sind, für die mir aber die Erfahrung fehlt. Deshalb sehe ich zu, dass ich es lieber zu langsam angehe, als zu schnell.
    Zur Unsicherheit. Was ist Kälte? Was meinen andere, wenn sie sagen, dass ihnen kalt ist, dass sie frieren? Meinen sie A) frösteln und das Gefühl von kalter Umgebung auf der Haut? Meinen sie B ) Schmerzen, zittern? Meinen sie C) ... ? Ich habe bisher nur bei deinem Workshop nach dem Bachbad gezittert, und auch dort nur leicht. Folglich würde ich sagen, dass ich auch nie richtig gefroren habe, und dass ich mutiger sein könnte. Dann wiederum hatte ich letztes Jahr Frostbeulen an den Zehen (durch die Schuhe). Bis wohin kann ich also gehen? Meine Unsicherheit rührt also aus mehreren Quellen: Meine Erfahrung mit dem Hungern (da habe ich festgestellt, dass meine persönliche Erfahrung von Hunger sich nicht kein bisschen mit dem deckt, wie andere Leute Hunger beschreiben und bemerken. Ich dachte dann immer, dass mein Hunger gar nicht so groß sei, es war eben echt erträglich. Im Nachhinein aber musste ich das revidieren!). Meine Frostbeulen letztes Jahr. Und dass ich an manchen Tagen nicht so recht warm werde, wenn ich am Schreibtisch sitze.

  • Datum 21.11.2019
    Temperatur 4°C
    Dauer 25 Minuten
    Uhrzeit 08:30 bis 08:55, gefastet
    Intensität 3

    Datum 21.11.2019
    Temperatur 5°C
    Dauer 15 Minuten
    Uhrzeit 19:00 bis 19:15 nicht gefastet
    Intensität 1

    Reflexion Entweder ich hatte heute einen guten Tag, oder - was ich hoffe - es tritt langsam eine psychische Gewöhnung ein. Heute Morgen hatte ich mich bereits nach 4 Minuten eingewöhnt. Ich musste mich nicht groß motivieren, aus dem Haus zu gehen. Ich habe nicht ausgeblendet und war mental konstant stabil.
    Genauso heute Abend auf dem Heimweg. Ich habe alles ausgezogen und die Hose hochgekrempelt. Es hat sich einfach normal angefühlt, ich konnte gleich von Beginn an entspannen. Es war nicht belastend.
    Das wäre vor einer Woche nicht denkbar gewesen.

  • Was sind deine Flaschenhälse?

    Ganz deutlich meine Unsicherheit und Unerfahrenheit und der Mangel eines Lehrers.

    Ich würde in diesem Punkt niemals einen Lehrer wählen. Der ist nur eine Krücke, wenn das Problem emotionaler Natur und nicht technischer ist.

    Zur Unerfahrenheit. Wie fühlt sich Übertraining in der Kälte an? Damit meine ich nicht, wie sich Übertraining anfühlt, wenn man es hat, sondern wie fühlt sich Kälte in dem Moment an, wenn ich zu weit gehe? Wie stark ist die Belastung langfristig? Wie viel mehr muss ich essen, schlafen? Da ich in der Regel ausgelastet bin sind das Feinjustierungen, die wichtig für mich sind, für die mir aber die Erfahrung fehlt. Deshalb sehe ich zu, dass ich es lieber zu langsam angehe, als zu schnell.

    Ich glaube, dass sind Fragen, die du recht leicht alleine beantworten kannst. Solange du dir kein Gliedmaß abfrierst, sind das alles Erfahrungen. Hatte selbst schon 2h lange Zitteranfälle. Dann macht man eben das nächste Mal nicht so heftig. :smile:

    Zur Unsicherheit. Was ist Kälte? Was meinen andere, wenn sie sagen, dass ihnen kalt ist, dass sie frieren? Meinen sie A) frösteln und das Gefühl von kalter Umgebung auf der Haut? Meinen sie B ) Schmerzen, zittern? Meinen sie C) ... ? Ich habe bisher nur bei deinem Workshop nach dem Bachbad gezittert, und auch dort nur leicht. Folglich würde ich sagen, dass ich auch nie richtig gefroren habe, und dass ich mutiger sein könnte.

    Nicht mal als Kind? Wenn wir mit den Familien (Onkels, Tanten + Kinder) Schwimmen waren, war bei uns die Maßgabe: Wenn die Lippen blau werden, raus aus dem Wasser. Das haben wir oft ignoriert und bis zum Äußersten ausgereizt. Oder wenn Schnee lag und wir alle draußen waren. Da konnte ich oft nicht mehr den Schlüssel im Schloss umdrehen.

  • bearbeitet 22. November

    Datum 22.11.2019
    Temperatur 5-6°C
    Dauer 78 Minuten
    Uhrzeit ca. ab 14:00, nicht gefastet
    Intensität 4
    Reflexion Ich war gleich eingewöhnt, habe aber oft ausgeblendet, auch wenn es körperlich nicht intensiv war. Körperlich ging es gut: Mir war nicht kalt, selbst die Hände gingen einigermaßen und ich bin anschließend schnell wieder aufgewärmt. Weshalb ich heute mental nicht gut drauf war, weiß ich nicht. Vielleicht hatte ich einfach nur nicht so Bock.

  • bearbeitet 22. November

    @Sascha hakte berechtigterweise nach:
    Nicht mal als Kind? Wenn wir mit den Familien (Onkels, Tanten + Kinder) Schwimmen waren, war bei uns die Maßgabe: Wenn die Lippen blau werden, raus aus dem Wasser. Das haben wir oft ignoriert und bis zum Äußersten ausgereizt. Oder wenn Schnee lag und wir alle draußen waren. Da konnte ich oft nicht mehr den Schlüssel im Schloss umdrehen.

    Witzig, das war auch die Regel meiner Mutter. Das haben wir immer ausgekostet, vor allem am Baggersee. Auch im Winter bei Schnellballschlachten erinnere ich mich, dass meine Hände manchmal erst nach 10 Minuten an der Heizung überhaupt angefangen haben zu schmerzen, weil sie so kalt waren. Die Jacke auszubekommen war dann immer die größte Challenge. Erst durch deine Nachfrage fallen mir aber wieder einige Szene ein, wo man dann abends ganz kalt mit dem Handtuch über dem Körper vom Baggersee zum Haus gelaufen ist und ein bisschen geschlottert hat. Stimmt schon. Ich kann mich trotzdem nicht an unkontrolliertes Zittern erinnern. Wahrscheinlich erinnere ich mich einfach nur nicht und habe dort auch ziemlich gezittert. :D

  • Wollte mich mal einfühlen. War eben 32min bei 8° spazieren mit T shirt + kurzer Hose. Intensität:3
    Die Hände sind auch bei mir außergewöhnliche Schwachstelle. Schon immer. Manchmal auch die Füße.
    Wie kriegt ihr eigentlich den Schweiß (eigentlich nur den Schweißgeruch) weg, ohne warmes Wasser ? Braucht die Haut Zeit zur Umstellung ? Ich stink jedenfalls immernoch nach Schweiß, wenn ich nur kaltes Wasser benutze. Habt ihr gemerkt, dass sich eure Haut verbessert habt, seit ihr "ausschließlich"? kalt duscht ?
    Alle Leute gucken einen schief an :/

  • @Dominique Ich habe mich gefreut von deinem Spaziergang zu lesen!
    Zum Duschen muss ich gestehen, dass mir dieses Problem nicht als solches bewusst war. Kalt duschen hat bei mir immer den Schweißgeruch weg gewaschen. Ich wasche mich genauso wie vorher mit warmem Wasser, nur manchmal etwas kürzer und immer etwas wacher. :D
    Mein Hautbild hat sich seit dem sehr verbessert, vor allem mein pickliges Gesicht. Ich führe das aber auch auf eine insgesamt bewusstere Lebensweise und mein fortschreitendes Alter zurück.

  • @Dominique

    1. Wildschweinborstenbürste
    2. Achseln rasieren
    3. Schuhe wechseln

    Trage gerade ein T-Shirt aus Merino-Wolle seit 1,5 Wochen an. Auch bei einigen Trainingseinheiten. Das (und ich) stinken äußerst wenig. Ich denke, dass ein Teil von (unangenehmem) Körpergeruch aus der Interaktion von Kleidung von Körper kommt. Merinowolle ist wirklich ein Zaubermittel.

  • Datum 25.11.2019
    Temperatur 3°C
    Dauer 33 Minuten
    Uhrzeit 20:00 bis 20:33, nicht gefastet
    Intensität 3
    Reflexion Es war heute ein bisschen so, wie als Kind vom 10m-Turm zu springen. Ich war den ganzen Tag über fröstelig, habe am Wochenende wenig Essen bekommen, morgens war Frost und ich hatte Bammel vor der Kälte. Ich bin trotzdem raus, und ab der ersten Sekunde war es gut. Nach etwa einer Minute war ich eingewöhnt. Ich habe den Spaziergang genossen. Aber nicht so wie eine Offenbarung (siehe 16.11.), sondern ganz normal. Ich werte das als mentale Fortschritte.

    Im Schutz der Dunkelheit war ich oberkörperfrei unterwegs. Das war schön - und gar nicht mal so anders als mit T-Shirt. Abgesehen von meinen Nippeln, die waren wie Eiszapfen. :D Ich hatte heute eine Mütze auf. (Ich habe keine Haare auf dem Kopf.) Das macht einen riesigen Unterschied, ich weiß noch nicht, ob mental oder körperlich! Kalt (wie die Hände, s.o.) wird mein Kopf zwar nicht, aber ich scheine schneller zu frösteln. Dieses Phänomen werde ich weiter beobachten.

    Mir ist aufgefallen, dass mir der Unterschied zwischen gar keiner Kleidung und einer dünnen Jacke körperlich gar nicht so groß erscheint. Das ist seltsam.

    Eine weitere Beobachtung der letzten Spaziergänge ist, dass meine Füße oft kalt werden, wenn ich im Alltag mit Jacke unterwegs bin oder am Schreibtisch sitze, aber meisten warm glühen, wenn ich einen Kältespaziergang mache.

  • Datum 26.11.2019
    Temperatur 8°C
    Dauer 39 Minuten
    Uhrzeit ca. 17:00, gefastet
    Intensität 2
    Reflexion Heute gibt es nicht viel zu sagen. Es war gut: Ich war sofort drin, es war mild, hat mich geerdet.

  • Es sind morgens schon 11°C. Keine Kältespaziergänge, bis es abkühlt.

  • @Johannes schrieb:
    Es sind morgens schon 11°C. Keine Kältespaziergänge, bis es abkühlt.

    Aber du gehst schon noch vor die Tür? :smile:

    Du kannst auch mit nassen Sachen rausgehen, wenn du deinem Training Regelmäßigkeit geben willst.

  • Durchaus. Aber ich nenne es ja im Sommer auch nicht Kälteanpassung, wenn ich rausgehe. :smile:

  • bearbeitet 30. November

    Datum 28.11.2019
    Temperatur 8°C, Regen
    Dauer 16 Minuten
    Uhrzeit gegen 19:00, nicht gefastet
    Intensität 2
    Reflexion Heute Morgen war ich enttäuscht, dass es so warm war. Dann hat sich auf dem Heimweg doch noch die Chance ergeben, deinen Rat @Sascha auszuprobieren. Es hat geregnet und war windig, und immerhin auch doch noch 8°C, und dann bin ich durch die Nässe. Der Heimweg hat nicht lange gedauert, aber es war dank der Nässe schon nochmal ein anderes Level, dass ich mir bei längeren Spaziergängen mental sehr intensiv vorstelle.

  • bearbeitet 30. November

    Datum 29.11.2019
    Temperatur 4-5°C, Regen
    Dauer 32 Minuten
    Uhrzeit gegen 15:00, nicht gefastet
    Intensität 6
    Reflexion Es hat geregnet und gewindet. Ich war Oberkörper frei draußen. Das war mental intensiv. Öfter habe ich ausgeblendet. Wenn ich das bemerkt habe, habe ich mich gefragt: Ist dir gerade kalt, oder hast du Angst dir sei kalt? Die Antwort war eigentlich immer, dass mir nicht wirklich kalt war, außer an den Händen, sondern dass ich einfach Probleme hatte, mich zu entspannen. Ich hatte andererseits aber auch klare und gute Momente, in denen ich fröhlich war und es genießen konnte. Als ich wieder zu Hause war, hatte ich beste Laune.

  • bearbeitet 30. November

    Gestern von 9:15 bis 13:15 mit Pulli & langer Hose im Wald rumgestanden. Temparatur wahrscheinlich : 7-8 ° Letzte Stunde war dann langsam anstrengend nicht zu zittern. Ohne Bewegung hat man irgendwie keine aktive Haltung zur Kälte. Intensität : 5-6

    Heute ca. 25 min in kurzer Hose und T shirt Temparatur : 3-4° Intensität : 2-3

    Mich nerven die dauernden Kommentare von den Leuten. Ist dir nicht kalt ? Wirst du nicht krank ? oder es gibt nur den Blick... Eigentlich will ich nicht mehr so Classenclown mäßig auffallen, wie in der Mittelschule - aber irgendwo find ich es auch geil

    Stört euch das auch ?

  • bearbeitet 30. November

    @Johannes Machst du dein Training geplant oder immer wenn du grade Zeit hast ?

  • @Dominique schrieb:

    Stört euch das auch ?

    Ich finde das höchstens amüsant. Ich weiß nicht, ob man dann als Frau öfter tatsächlich angesprochen wird, weil die Mitmenschen da mehr das Gefühl haben, beschützen zu müssen oder was auch immer. Angesprochen wurde ich noch nicht, die Blicke stören mich nicht im geringsten.

  • @Jost Ich bin übrigens auch männlich :)
    Echt auch deine Kumpels, Arbeitskollegen, Familie sagen gar nichts dazu, wenn du aus der Reihe tanzst ?

  • @Johannes Danke dir, dass du Logbuch führst. Zudem Thema gibt es nicht viele Erfahrungsberichte. Interessant die Schwankungen zu sehen was Laune und Tagesform angeht.

  • Ich gehe aktuell recht oft ins Fitnesstudio (12 min entfernt) und bin immer mit kurzer Hose und Tshirt+dünner Jacke bei z.B. heute -3 Grad draußen.
    Die Leute gucken ebenfalls, aber es ist mir einfach egal. Ich spüre bei jedem Atemzug die kalte Luft auf dem Weg in die Lungen, aber es hat ein belebendes Gefühl.. und in keinster Weise unangenehm :)

    Durch diesen Thread ist meine Achtsamkeit auf diesen Wegen besonders sensibilisiert und ich dachte eher auf das Gefühl dabei, statt schon über das Training oder sonstiges Nachzudenken.

  • Datum 02.12.2019
    Temperatur 3°C
    Dauer 20 Minuten
    Uhrzeit gegen 20:00, nicht gefastet
    Intensität 4
    Reflexion Die Kälte zieht mich immer stärker an. Gerade an mental schlechten oder erschöpften Tagen empfinde ich die Kälte als heilend und klärend. Am Wochenende habe ich fünfeinhalb Stunden bei etwa 0°C draußen gestanden (mit Jacke), weil ich eine Demonstration besucht habe; gestern bin ich umgezogen; heute hatte ich viel Arbeit und Termine. Doch trotzdem musste ich eben alles ausziehen und halb nackt (in den Augen der Passanten) radfahren. Und es war toll. Nur die Hände sind etwas schneller ausgekühlt. Ich berichte es hier, obwohl es kein Spaziergang ist, weil der Fahrtwind mental einen neuen und intensiveren Reiz geboten hat. Die Beine blieben aber wärmer als beim Spaziergang.

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