Moderner Geschlechterkrieg und Tradition

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Kommentare

  • @Sascha Um Minute 12 herum erwähnst du die Heuristik, nach der man wissen könne, ob man auf dem richtigen Weg ist:
    Dann, wenn man mehr kreiere als dass man konsumiere.
    Als Negativbeispiel nanntest du, dass in der Moderne immer mehr Institutionen verloren gingen, wie z.B. die monogame Partnerschaften. Vielleicht magst du nochmal kurz erläutern, inwiefern du im Erhalt dieser Institution die Heuristik erfüllt siehst.

    Welche Möglichkeiten siehst du ansonsten in unsere Moderne, diesem Grundsatz gerecht zu werden?

  • Danke für die gut formulierte Frage @SpecialK

    Hier die Antwort:

  • Danke für die ausführliche Video-Antwort, @Sascha!

    Mein Einwand oder eine Gegenfrage: kann nicht auch die Gründung einer Familie aus "Selbstsucht" erfolgen?
    Wenn monogame Partnerschaften dem Zweck dienen, das eigene Glück zu fördern, besteht dann nicht die Gefahr, selbiges auch durch Kinder erreichen zu wollen?

    Ist es tatsächlich immer "der Instinkt" oder spielen nicht zum Teil auch andere Gründe bei Gründung einer Familie mit rein? Im Sinne von "Kinderkriegen gehört halt dazu" und das Kind wird zum Vorzeigeobjekt (mein Haus, mein Auto, mein Kind...).

    Wie viel eigene Investition steckt dahinter, wenn das Kind von 7-19h in einer Kita ist (neben der finanziellen, die zweifelsohne da ist)?

    Ich weiß nicht, ob es das Ziel der heutigen Eltern ist, dafür zu sorgen, dass es die Kinder mal besser haben als sie selbst. Im Gegensatz zu früher werden heutzutage die meisten Kinder in eine ziemlich gute Welt geboren. Und den meisten Eltern mangelt es an nichts. Dennoch scheint das eigene Verlangen nach "mehr" unstillbar. Warum auf etwas verzichten oder opfern, wenn ich es mir leisten kann?

    Vielleicht bin ich mit meinen Gedanken auch auf dem Holzweg. Wie ist deine Meinung dazu?

  • Wenn man mehr konsumiert als kreiert, ist man auf dem falschen Weg.
    So rum formuliert scheint es mir eine bessere Heuristik.

  • @Johannes schrieb:
    Wenn man mehr konsumiert als kreiert, ist man auf dem falschen Weg.
    So rum formuliert scheint es mir eine bessere Heuristik.

    Warum?

  • Mein Einwand oder eine Gegenfrage: kann nicht auch die Gründung einer Familie aus "Selbstsucht" erfolgen?

    Klar, machen das Leute auch aus Selbstsucht. Aber das ist eben wie mit allem: Am Ende zählt nicht die Motivation, sondern das Ergebnis. Guter Wille und Unfähigkeit produzieren oft schlimme Dinge, teilweise schlimmste Dinge, wenn Naivität dazukommt. Oder man ist Mephisto:

    [Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
    Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

  • @Sascha Nur weil ich mehr kreiere als konsumiere, bin ich nicht zuverlässig auf dem richtigen Weg.
    @Sascha Zählt wissenschaftliches Lesen und Verzetteln als kreieren oder als konsumieren?

  • bearbeitet 4. Oktober

    @Johannes schrieb:
    @Sascha Nur weil ich mehr kreiere als konsumiere, bin ich nicht zuverlässig auf dem richtigen Weg.

    Kommt darauf an, welcher Natur der Weg ist. Im Grunde ist das ein Stück weit ein Kategorienfehler, weil Weg eigentlich ein prozeduales Konzept meint und nicht den Weg, der einfach statisch irgendwo herumliegt. Mehr zu kreieren als zu konsumieren ist eine recht statische Eigenschaft. Oder man liest das ebenfalls eine Richtung. Eine Art Schild.

    EDIT: Schreibe gerade Aphorismus-Versionen davon. Das "Original" ist: Wenn man mehr Zeit mit Konsumieren verbringt als mit Kreieren, ist man vom Weg abgekommen.

    (Also eigentlich auch näher an dem, was du schreibst)

    @Johannes schrieb:
    @Sascha Zählt wissenschaftliches Lesen und Verzetteln als kreieren oder als konsumieren?

    Tja. Fällt der Baum wirklich um, wenn es niemand mitbekommt? :smile:

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