Ernährung in der Familie

Dieser Thread richtet sich in erster Linie an diejenigen, die mit Partner und/oder Familie zusammenleben (aber Meinungen von Alleinelebenden sind natürlich auch willkommen). Beim lesen der diversen Logs ist mir aufgefallen, dass viele (alle?) von euch doch ein ganzes Stück anders essen, als der Otto Normalverbraucher. Mich interessiert es daher, wie ihr das mit der Ernährung in der Familie handhabt:

  • Essen eure Partner/Kinder das gleiche wie ihr?
  • Insbesondere bei der Ernährung von Kindern interessiert es mich, wie "streng" ihr da seid?
  • Wie kompromissbereit seid ihr, von eurer "richtigen/gesunden" Ernährung aus sozialen Aspekten abzuweichen?

Sascha hatte auch mal ein kleines Video gemacht, das in diese Richtung ging: https://youtube.com/watch?v=u0SfQUM4bhE

Kommentare

  • Wie kompromissbereit seid ihr, von eurer "richtigen/gesunden" Ernährung aus sozialen Aspekten abzuweichen?

    Keine Kompromisse.

  • @Johannes schrieb:

    Wie kompromissbereit seid ihr, von eurer "richtigen/gesunden" Ernährung aus sozialen Aspekten abzuweichen?

    Keine Kompromisse.

    Dito.

  • Interessant - danke für eure Rückmeldung.
    Warum handhabt ihr das so? Entstehen durch die Kompromisslosigkeit bei euch nur unbedeutende Konflikte (z.B. Sticheleien von Arbeitskollegen/Freunden oder Unverständnis von Eltern etc.) und/oder hat die korrekte Ernährungsweise für euch einen so hohen Stellenwert, dass ihr sie über (fast) alles stellt?

  • Ich sehe das anders. Unter Freunden oder Familie weiche ich dann auch von "der richtigen/gesunden" Ernährung ab. Wenn man glaubt dass ab und zu ein paar Bierchen oder Kuchen einen langfristig Schaden dann verarscht man sich doch selber. Das nimmt doch im gesamten Leben einen so aberwinzigen Teil der gesamten Ernährung ein, dass es ein Tropfen auf dem heissen Stein ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ein bisschen Zucker, Gluten (was meines erachtens auch nicht so schlimm ist, wie manche Paleo Leute haben wollen) oder Alkohol für einen gesunden Menschen in niedrigen Maßen absolut gar kein Problem darstellen.

  • @Tim : Da stimme ich dir im Großen und Ganzen zu. Es ist letzlich auch eine Frage der persönlichen Wertehierarchie, also was man für wie wichtig hält. Für die meisten dürfte so eine 80/20-Haltung gesund sein, aber man hört ja auch immer wieder von Leuten, die als "Hardliner" ihre Prinzipien besser durchhalten können.
    Das ist alles sehr einfach, solange es nur um einen selbst geht. Spannend wird es, wenn du z.B. mit Frau und Kind am Esstisch sitzt und sich der Bereich der Verantwortung erweitert. Zum Beispiel: Soll ich verlangen, dass meine Frau und mein Kind sich ketogen ernähren? Wenn nicht, sollen dann jeden Tag zwei Essen zubereitet werden? Das ist zusätzlicher organisatorischer Aufwand und fühlt sich irgendwie auch sozial etwas komisch an.

  • @Tim schrieb:
    Ich sehe das anders. Unter Freunden oder Familie weiche ich dann auch von "der richtigen/gesunden" Ernährung ab. Wenn man glaubt dass ab und zu ein paar Bierchen oder Kuchen einen langfristig Schaden dann verarscht man sich doch selber. Das nimmt doch im gesamten Leben einen so aberwinzigen Teil der gesamten Ernährung ein, dass es ein Tropfen auf dem heissen Stein ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ein bisschen Zucker, Gluten (was meines erachtens auch nicht so schlimm ist, wie manche Paleo Leute haben wollen) oder Alkohol für einen gesunden Menschen in niedrigen Maßen absolut gar kein Problem darstellen.

    Ist es so wichtig im Beisammensein mit seinen Freunden was zu essen/trinken? Kann man nicht einfach die Zweisamkeit/in einer Gruppe sein als Solches wertschätzen?
    Es ist ''normal'' mittlerweile, dass man sich ''auf ein Bier'' trifft oder ''in ein Restaurent'' geht um dann zu reden. Finde ich bescheuert.
    Ich habe das Glück drei sehr gute Freunde zu haben. Wir können uns einfach hinsetzen und ein Brettspiel (zum Beispiel Risiko) spielen, danach wird Stundenlang geredet und allerlei Faxen gemacht - komplett ohne Alkohol, Drogen, Zuckerkram (alles Abhängigkeiten die den Geist vernebeln)
    Ich bin aber auch ein extremer Mensch. Ich kann mich nicht mit der 80/20 Regel anfreunden. Bin eher der 95/5 99/1 Typ - alles andere macht für mich keinen Sinn und ist mir zu ''slippery slope''.

    Mir geht normal sein und das Zufriedensein mit Mittelmäßgkeit auf die Eier.

  • Ich kann jederzeit mit Süßigkeiten oder Alkohol (wobei ich viel Alkohol nur selten trinke) aufhören. Mache ich aber nicht, weil Dopamin geil ist und ich dabei nur sehr geringe Kosten habe. Es ist nicht 80/20. Wenn ich 2x die Woche Süßigkeiten esss oder mal was trinke besteht meine Ernährung nicht zu 20% aus Trash. Das spielt im unteren Prozentbereich.
    Und es ist eben cooler was tolles nicht allein zu machen sondern im sozialen. Man isst ein Eis lieber mit anderen zusammen, nen Orgasmus hat man lieber mit einer Person zusammen, man trinkt lieber mit anderen was zusammen. Es nicht nur die Sicht, dass man wenn man mit anderen was macht, sich irgendeinen Trash reinziehen muss. Sondern wenn man sich mal Trash reinzieht bzw. was was Dopamin ausstößt macht, macht man das lieber mit anderen zusammen. Was hast du davon wenn du Süßkram oder Alkohol weglässt? Du bist der weirdo der alles ablehnt weil ihm 3% in seiner Ernährung zu viel sind #nofront #dopaministgeilwenndiekostenniedrigsind

  • Ich wurde nach meiner Ansicht gefragt und die habe ich preisgegeben.
    Meine Glaubenssätze sind eben offensichtlich andere als deine. Das ''Strikt-sein'' gibt mir Selbstwert und Lebensfreude. Was andere dabei denken, ist mir egal.

    Ja ich bin definitv ein weirdo und find's geil. Morgens um 6:30 Barfuß mit ner 12kg Kettlebell durch die Nachbarschaft eiern? Das würde bestimmt ein weirdo machen.

    @Tim schrieb:
    nen Orgasmus hat man lieber mit einer Person zusammen

    Was hat ein Orgasmus mit meiner Freundin mit Ernährung oder irgendwelchen Betäubungsmitteln zu tun?

    Ich brauche keine Drogen um Dopamin ausszuschütten. Ne Risiko Session mit meinen Freunden oder um die Wette rennen im Wald macht mir auch ohne Zuhilfenahme von ''sozialen Normalitäten'' laune.

  • @Dogmeat schrieb:
    Ich bin aber auch ein extremer Mensch. Ich kann mich nicht mit der 80/20 Regel anfreunden. Bin eher der 95/5 99/1 Typ - alles andere macht für mich keinen Sinn und ist mir zu ''slippery slope''.

    Dein Beitrag klingt wie ein kleiner Rant :) Ich finde "extrem" sein auch cool und habe viele Sympathien für Leute, die Dinge anders machen und gegen alle Widerstände durchziehen. Aber warum macht alles andere keinen Sinn?

  • @Gnahn schrieb:
    @Tim : Da stimme ich dir im Großen und Ganzen zu. Es ist letzlich auch eine Frage der persönlichen Wertehierarchie, also was man für wie wichtig hält. Für die meisten dürfte so eine 80/20-Haltung gesund sein, aber man hört ja auch immer wieder von Leuten, die als "Hardliner" ihre Prinzipien besser durchhalten können.
    Das ist alles sehr einfach, solange es nur um einen selbst geht. Spannend wird es, wenn du z.B. mit Frau und Kind am Esstisch sitzt und sich der Bereich der Verantwortung erweitert. Zum Beispiel: Soll ich verlangen, dass meine Frau und mein Kind sich ketogen ernähren? Wenn nicht, sollen dann jeden Tag zwei Essen zubereitet werden? Das ist zusätzlicher organisatorischer Aufwand und fühlt sich irgendwie auch sozial etwas komisch an.

    @Gnahn
    Da ich quasi alleine bzw. in einer WG wohne habe ich da keinen Praxisbezug, aber im Gegenzug vlt. auch einen uneingeschränkteren Blick. Bzgl. der Frage zusätzlicher organisatorischer Aufwand könnte man ja bei einigen (nicht allen Mahlzeiten) die Lebensmittelverteilung die es in den Mahlzeiten gibt verändern.
    Z.B. Es gibt für die komplette Familie Hünchen mit Gemüse und Kartoffeln. Frau und Kind kriegen die normale Portion Hünchen, Gemüse, Kartoffeln. Der Mann kriegt die doppelte Portion Hühnchen und Gemüse aber keine Kartoffeln. Es wird nichts zusätzlich zubereitet = kein Mehraufwand
    Mit so einem Prinzip kann man meiner Meinung nach viele Mahlzeiten mit unterschiedlichen Essensgewohnheiten trotzdem in einem Zug ohne Zusatzaufwand zubereiten :blush: . Ist dann natürlich auch die Frage wie hoch die Ansprüche der jeweiligen Beteiligten sind. Ich koche gerne und schon was länger (mit 27 Jahren finde ich 15 Jahre relativ viel). Seit ich meine Ernährung wesentlich Kohlenhydrat armer gestalte brauche ich viel weniger Aufwand zum zubereiten der Mahlzeiten.

    @Tim schrieb:

    Ich sehe das anders. Unter Freunden oder Familie weiche ich dann auch von "der richtigen/gesunden" Ernährung ab. Wenn man glaubt dass ab und zu ein paar Bierchen oder Kuchen einen langfristig Schaden dann verarscht man sich doch selber. Das nimmt doch im gesamten Leben einen so aberwinzigen Teil der gesamten Ernährung ein, dass es ein Tropfen auf dem heissen Stein ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ein bisschen Zucker, Gluten (was meines erachtens auch nicht so schlimm ist, wie manche Paleo Leute haben wollen) oder Alkohol für einen gesunden Menschen in niedrigen Maßen absolut gar kein Problem darstellen.

    Ich handhabe es aktuell ähnlich. Da ich in einer WG wohne (was für mich beim essen zubereiten mit alleine wohnen gleichzuesetzen ist) habe ich zuhause nicht diese Situation. Wenn ich längere Zeit bei meinen Eltern bin esse ich teilweise Sachen die ich selber gar nicht mehr zubereite (z.B. Nudeln, Schweinefleisch). Teilweise lasse ich mir aber Sachen im vorhinein kaufen damit ich ein paar Mahlzeiten zwar mit der Familie einnehme aber halt in meinem Ernährungsstil.

    @Dogmeat schrieb:

    @Tim schrieb:

    ......

    Ist es so wichtig im Beisammensein mit seinen Freunden was zu essen/trinken? Kann man nicht einfach die Zweisamkeit/in einer Gruppe sein als Solches wertschätzen?
    Es ist ''normal'' mittlerweile, dass man sich ''auf ein Bier'' trifft oder ''in ein Restaurent'' geht um dann zu reden. Finde ich bescheuert.
    Ich habe das Glück drei sehr gute Freunde zu haben. Wir können uns einfach hinsetzen und ein Brettspiel (zum Beispiel Risiko) spielen, danach wird Stundenlang geredet und allerlei Faxen gemacht - komplett ohne Alkohol, Drogen, Zuckerkram (alles Abhängigkeiten die den Geist vernebeln)
    Ich bin aber auch ein extremer Mensch. Ich kann mich nicht mit der 80/20 Regel anfreunden. Bin eher der 95/5 99/1 Typ - alles andere macht für mich keinen Sinn und ist mir zu ''slippery slope''.

    Mir geht normal sein und das Zufriedensein mit Mittelmäßgkeit auf die Eier.

    @Dogmeat
    Also zum ersten Punkt teils ja teils nein. Kommt auf den Fokus an.
    Ich liebe schmackhaftes Essen (was nicht zwingend "Gesund" ist), dieses kann in mir Emotionen hervorrufen wie z.B. wenn ich ein geiles Tor beim Fußball schieße oder irgendetwas anderes mache was große Freude und Befriedigung verschafft. Wenn ich das noch mit jemandem teilen kann macht das ganze noch mehr Spaß.
    Wenn ich eine Zigarre rauche mache ich es nicht nur wegen dem Geschmack (hauptsächlich) sondern auch wegen dem drumherum. Es fühlt sich ganz anders an tiefgründige Gespräche bei einer Zigarre und einem sonnigen Abend zu führen als wenn ich die Zigarre alleine rauche. Das macht mir keinen Spaß, das Gespräch wiederum macht auch ohne Zigarre Spaß.

    Andere Frage zu deinem ersten Punkt:
    Wenn du in das Restaurant gehst und ihr beide ein Carnivores Gericht bestellen würdet, wäre das in Ordnung?

    Das zufriedensein mit Mittelmäßigkeit geht mir auch auf die Eier (wobei ich sagen muss, dass ich in vielen Punkten ebenfalls mittelmäßig bin, aber mein Anspruch und mein Bestreben über diesem mittelmäßig sein liegt). Aber wenn die Person von sich aus keine Bereitschaft hat sich zu verändern bringt es meiner Meinung nach in den wenigsten Fällen etwas die Person von dem Gegenteil zu überzeugen.
    Die Personen versuche ich nicht dafür zu verurteilen und mehr auf mich als auf andere zu schauen. Sonst rege ich mich zu viel (Grundlos) auf :smiley:

  • bearbeitet 31. März

    @TylerDurden: Danke für deinen Input! Dein Vorschlag ist gut und so mache ich es auch oft. Ist halt etwas schwieriger, wenn das Kind mal wieder Nudeln mit Tomatensoße will oder sowas. Aber dann kann ich mir immer noch ein saftiges Steak in die Pfanne hauen ;)
    Da ich meist 2-3 mal am Tag esse, bleiben mir außerdem noch 1-2 Mahlzeiten, die ich dann komplett nur auf mich ausrichte. Hier ist dann Platz für Leber, Herz und solche Schweinereien.

  • bearbeitet 31. März

    @Gnahn schrieb:

    @Dogmeat schrieb:
    Ich bin aber auch ein extremer Mensch. Ich kann mich nicht mit der 80/20 Regel anfreunden. Bin eher der 95/5 99/1 Typ - alles andere macht für mich keinen Sinn und ist mir zu ''slippery slope''.

    Dein Beitrag klingt wie ein kleiner Rant :) Ich finde "extrem" sein auch cool und habe viele Sympathien für Leute, die Dinge anders machen und gegen alle Widerstände durchziehen. Aber warum macht alles andere keinen Sinn?

    Es macht keinen Sinn für mich . Mir ist klar, dass viele mit 80/20 gut fahren. Bei mir klappt das nicht und strikt sein macht mir mehr ''Spaß''.

    @TylerDurden

    Also ich esse nicht nicht mit meinen Freunden.
    Erst vorgestern haben mein Kumpel und ich nach dem Training gemeinsam in der Sonne unser Hackfleisch gegessen (er gebraten ich roh :) )
    Klar ist das geil - richtig geil sogar. Habe nie etwas anderes behauptet.
    Mir ging es um Dinge gemeinsam essen, weil der ''soziale Druck'' oder whatever es so verlangt und es alle als normal erachten Alkohol zu trinken. Das bin dann nicht ich und da ich ich sein möchte, lehne ich dankend ab.

    Ich esse beispielsweise auch grundsätzlich nichts, wenn ich einen Film schaue. Da ich den Film konzentriert sehen möchte. (schaue nicht oft Filme, aber wenn, soll es bewusst sein)

  • @Dogmeat schrieb:

    @TylerDurden

    Also ich esse nicht nicht mit meinen Freunden.
    Erst vorgestern haben mein Kumpel und ich nach dem Training gemeinsam in der Sonne unser Hackfleisch gegessen (er gebraten ich roh :) )
    Klar ist das geil - richtig geil sogar. Habe nie etwas anderes behauptet.
    Mir ging es um Dinge gemeinsam essen, weil der ''soziale Druck'' oder whatever es so verlangt und es alle als normal erachten Alkohol zu trinken. Das bin dann nicht ich und da ich ich sein möchte, lehne ich dankend ab.

    Ich esse beispielsweise auch grundsätzlich nichts, wenn ich einen Film schaue. Da ich den Film konzentriert sehen möchte. (schaue nicht oft Filme, aber wenn, soll es bewusst sein)

    Ah okay, hatte es anders wahrgenommen :smiley: .
    Ja, mit dem sozialen Druck ist bei vielen Sachen so, bei der Ernährung ganz besonders. Es ist für mich auch irgendwie eine kulturell veranlagte Tradition (wenn man es so bezeichnen kann). Man macht es so weil man damit aufgewachsen ist. Es wird meiner Meinung nach viel zu wenig hinterfragt warum man etwas macht.
    Wenn sich diese Frage öfters gestellt, beantwortet und dann konsequent nach der Erkentnis gehandelt wird würden viele Sachen anders laufen bzw. die Menschen viel eher ihren eigenen Weg gehen anstatt den Weg zu gehen denn alle gehen...

  • @Tim schrieb: Ich sehe das anders. Unter Freunden oder Familie weiche ich dann auch von "der richtigen/gesunden" Ernährung ab. Wenn man glaubt dass ab und zu ein paar Bierchen oder Kuchen einen langfristig Schaden dann verarscht man sich doch selber. Das nimmt doch im gesamten Leben einen so aberwinzigen Teil der gesamten Ernährung ein, dass es ein Tropfen auf dem heissen Stein ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ein bisschen Zucker, Gluten (was meines erachtens auch nicht so schlimm ist, wie manche Paleo Leute haben wollen) oder Alkohol für einen gesunden Menschen in niedrigen Maßen absolut gar kein Problem darstellen.

    Ich habe nicht behauptet, dass ein paar Bierchen oder Kuchen einem schaden (1). Gleiches gilt für Zucker und Gluten. In solche Sachen mische ich mich nicht ein. Worüber du schreibst, war also nicht die Frage. Die Frage war:

    Wie kompromissbereit seid ihr, von eurer "richtigen/gesunden" Ernährung aus sozialen Aspekten abzuweichen?

    Um meine Antwort auszuformulieren: Ich bin nicht bereit, von meinem Ernährungsstil aus sozialen Gründen abzuweichen.

    Du weißt erstens nicht, ob mein Ernährungsstil nicht auch Kuchen und Bier beinhaltet. Du kennst meinen Ernährungsstil nicht. Würde er Kuchen und Bier beinhalten und ich würde es essen und trinken, würde ich nicht aus sozialen Gründen von meinem Plan abweichen. Ich würde meinem Plan folgen.

    Es geht um die Frage, ob ich aus sozialem Druck etwas esse, das ich nicht essen möchte. Bei mir ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit, etwas zu essen, das ich nicht essen will, in Gesellschaft nicht zunimmt. Ich esse also nichts, das ich nicht essen möchte. Dein weiterer Kommentar zeigt auch, dass du diese Sachen eben tun möchtest. Dann hat es aber auch bei dir nichts mit sozialem Druck zu tun. :smile: Dein Verhalten wird in Gesellschaft lediglich wahrscheinlicher.


    @Gnahn: Um einen weiteren Aspekt deiner Frage zu beantworten:

    Essen eure Partner/Kinder das gleiche wie ihr?

    Das gleiche und doch etwas anderes. Ich esse oft mit Familie oder Freunden (früher auch mit Partnerin) zusammen. Dabei ist es recht leicht, persönliche Abstufungen vorzunehmen. Man kann Basisgerichte zubereiten, die für alle kompatibel sind. Das ist meinetwegen ein veganes Gemüseratatouille ohne Gluten (2). Die Fleischesser können dazu Steak essen. Die Veganer Erdnüsse oder Kichererbsen. Die Highcarber essen dazu Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Die Lowcarber vielleicht Feta. Dazu trinkt der eine sein alkoholfreies Hefeweizen, der andere Rotwein, der andere bleibt bei Wasser. Wer mag, isst zum Nachtisch Eis oder Kuchen. Mit diesem Verfahren habe ich recht gute Erfahrung gemacht.

    Insbesondere bei der Ernährung von Kindern interessiert es mich, wie "streng" ihr da seid?

    Wie ich das mit Kindern handhaben würde, kann ich mir schwer vorstellen. Das ist nicht leicht. Zumal die Kinder eine gesunde Einstellung zur Ernährung lernen sollen, keine neurotische. Zu streng stelle ich mir kontraproduktiv vor.

    Ich hoffe, ein Elternteil kann da noch etwas aus der Praxis berichten. Ganz spannendes Thema!



    1. Genauso wenig behaupte ich das Gegenteil. Ich behaupte dazu einfach nichts. ↩︎

    2. Nur ein Beispiel. ↩︎

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