Crossfit - Programmierung, Verletzungsrisiko, Profi vs Hobby

Diese Diskussion wurde aus Kommentaren zusammengefügt von: [life log] Pinocio Training/Ernährung.

Kommentare

  • bearbeitet 30. Januar

    @Pinocio schrieb:
    Ja, normal kann man so ein WoD ja auch perfekt an ein Krafttraining anhängen.

    Im Crossfit wird es öfters auch mal genau anders herum gemacht: erst ein intensives Metcon, dann das Kraftraining. Das ist zum Beispiel für Wettkampf-Crossfitter sinnvoll, um sich daran zu gewöhnen, auch mit belastetem Herz-Kreislauf-System etwas Schweres zu bewegen. Aber ich kann mir vorstellen, dass das auch für Kampfsportler, Rugbyspieler etc. sinnvoll sein könnte, die auch schnaufend und hechelnd noch konzentriert und sicher Lasten bewegen müssen. Ist als Training natürlich nicht ungefährlich, aber für fortgeschrittene Sportler ist es bestimmt reizvoll, das Schema mal umzustellen.

  • @Tobias schrieb:

    @Pinocio schrieb:
    Ja, normal kann man so ein WoD ja auch perfekt an ein Krafttraining anhängen.

    Im Crossfit wird es öfters auch mal genau anders herum gemacht: erst ein intensives Metcon, dann das Kraftraining. Das ist zum Beispiel für Wettkampf-Crossfitter sinnvoll, um sich daran zu gewöhnen, auch mit belastetem Herz-Kreislauf-System etwas Schweres zu bewegen. Aber ich kann mir vorstellen, dass das auch für Kampfsportler, Rugbyspieler etc. sinnvoll sein könnte, die auch schnaufend und hechelnd noch konzentriert und sicher Lasten bewegen müssen. Ist als Training natürlich nicht ungefährlich, aber für fortgeschrittene Sportler ist es bestimmt reizvoll, das Schema mal umzustellen.

    Naja, Wettkampfsport und Hobbysport ist schon sehr verschieden, ich muss davon nicht leben, mich soll es gesund und robust machen. Verletzungen will ich ja gerade vermeiden. Mache auch kein Kreuzheben in einem WoD oder benutze sehr schwere Gewichte, dafür mache ich eine extra Krafteinheit. Was ich gern schon auch nutze ist Sprints gemischt mit Kettlebell Snatch oder Liegestütze als Kraftpart oder Schattenboxen für die Koordination in ausgelaugtem Zustand.
    Ich denke für Hobbysportler gibt es sicherere Möglichkeiten und CrossFit ist ja nicht die Verletzungsunanfälligste Sportart.

  • bearbeitet 31. Januar

    @Pinocio schrieb:
    Naja, Wettkampfsport und Hobbysport ist schon sehr verschieden, ich muss davon nicht leben, mich soll es gesund und robust machen. Verletzungen will ich ja gerade vermeiden. Mache auch kein Kreuzheben in einem WoD oder benutze sehr schwere Gewichte, dafür mache ich eine extra Krafteinheit. Was ich gern schon auch nutze ist Sprints gemischt mit Kettlebell Snatch oder Liegestütze als Kraftpart oder Schattenboxen für die Koordination in ausgelaugtem Zustand
    Ich denke für Hobbysportler gibt es sicherere Möglichkeiten und CrossFit ist ja nicht die Verletzungsunanfälligste Sportart.

    Ich wollte nur mal eine zusätzliche Möglichkeit in den Raum werfen, lasche WODs aufzumöbeln ;) Aber ich sehe das so wie du: Für Hobbysportler sind andere Dinge sinnvoll als für Wettkampfathleten. Deshalb habe ich mich auch für ein "Crossfit light" entschieden. Vieles ist meiner Meinung nach sehr riskant für Hobbysportler. z. B. so WODs wie "Diane" 1. Insgesamt finde ich, dass Crossfit ziemlich stark auf Eskalation basiert.


    1. Auf Zeit 21-15-9 Wiederholungen mit Kreuzheben 100 kg plus Handstandliegestütze ↩︎

  • @Tobias schrieb: Insgesamt finde ich, dass Crossfit ziemlich stark auf Eskalation basiert.

    Ich gehe weiter: Crossfit basiert auf Destruktion.

    Es ist inspirierend ohne Ende!, aber waschechtes Crossfit würde ich nie machen.

  • @Johannes schrieb:
    Ich gehe weiter: Crossfit basiert auf Destruktion.

    Es ist inspirierend ohne Ende!, aber waschechtes Crossfit würde ich nie machen.

    Sehe ich auch so. Zumal, wenn man da irgendwo in eine Box geht, je nachdem was für Trainer man hat, kann das denke ich böse enden. Inspiration hole ich mir da aber schon gerne und mein Density Tag ist ja im Prinzip wie ein WoD.
    Schaue gern auch auf Blog's und auf der CrossFit Seite mal was die so machen. Es ist mir aber meist doch zu unstrukturiert.
    Variabilität ja, verschiedene Aspekte der Leistungsfähigkeit testen, ja, aber wer Sport macht weiß, das nicht irgdnwelche "fancy" Übungen einen guten Output bringen, sondern Beständigkeit und Arbeit, Progression und Geduld.

  • Was ich an Crossfit allgemein nicht gut finde, ist, dass es ein "one-size-fits-all"-Ansatz sein soll, bei dem nur Gewicht und Intensität angepasst werden, nicht aber das Programm selbst. Greg Glassman, der Erfinder von Crossfit, hat mal geschrieben: "We scale load and intensity, we don’t change programms" 1. Das wird schnell zum Bett des Prokrustes.

  • @Tobias schrieb:
    Was ich an Crossfit allgemein nicht gut finde, ist, dass es ein "one-size-fits-all"-Ansatz sein soll, bei dem nur Gewicht und Intensität angepasst werden, nicht aber das Programm selbst. Greg Glassman, der Erfinder von Crossfit, hat mal geschrieben: "We scale load and intensity, we don’t change programms" [^1]. Das wird schnell zum Bett des Prokrustes.

    [^1]: Aus dem Crossfit-Journal. Quelle: http://library.crossfit.com/free/pdf/CFJ-trial.pdf

    Denke für den Durchschnittstypen geht das in Ordnung. Da kann man froh sein, wenn jemand sie vom Sofa zum Sport bringt, das tut CrossFit. Viele brauchen ja auch dieses Brimborium drumherum, wie Zumba oder so.
    Für jemanden, der aber etwas mehr will, der bestimmte Dinge erreichen will, genügt der Ansatz einfach nicht. Ich zum Beispiel würde mich als recht stark für meine Körpermaße halten, vorallem Überkopf und Klimmzüge kann ich einfach, mit wenig Aufwand kann ich schnell ziemlich viel reißen. Kreuzheben ist meine schwächste Übung im Verhältnis. Auch lange Ausdauerläufe fallen mir ohne Training recht leicht.
    Wenn ich also eine umfassende Fitness haben will muss ich Anpassungen machen, meine Geschwindigkeit hinkt etwas, also muss ich das vermehrt machen. Das kann CrossFit, vorallem im Nicht-Profi-Bereich, nicht leisten, CrossFit macht immer ein Programm für die Gruppe, nicht für die einzelne Person.
    Daher mache ich auch dieses Schema, was ich gerade verfolge, so habe ich Variabilität ohne alles auf einmal zu wollen, ich kann jederzeit anpassen, ebenso aber auch gezielt Schwächen angehen. Geht natürlich im Crossfit auch, aber dann kocht man wieder ein wenig sein eigenes Süppchen.

    Was mir auch an CrossFit missfällt, ist die unsaubere Ausführung. Ist natürlich kein explizites CrossFit Problem, sondern liegt am Trainierenden, aber CrossFit provoziert es, durch die Zeitvorgaben.
    Qualität vor Quantität. Ist besser für den Erfolg.

  • bearbeitet 31. Januar

    Danke fürs Auslagern, liebes @System.

    Was mir dazu noch eingefallen ist:

    @Pinocio schrieb:
    Es ist mir aber meist doch zu unstrukturiert.
    Variabilität ja, verschiedene Aspekte der Leistungsfähigkeit testen, ja, aber wer Sport macht weiß, das nicht irgdnwelche "fancy" Übungen einen guten Output bringen, sondern Beständigkeit und Arbeit, Progression und Geduld.

    Wobei es ja nicht so ist, dass alles, was in Crossfit-Boxen gemacht wird, vollkommen willkürlich ist. In vielen Boxen wird ja z. B. für die Progression in den Hantelgrundübungen mit verschiedenen Krafttrainingsprogrammen gearbeitet. Manche Boxen benutzen Conjugate/Westside, andere Wendlers 5,3,1 und wieder andere was ganz anderes. Es gibt da schon oft eine bestimmte Grundordnung. Die sieht man aber oft nicht, es sei denn, man weiß, dass sie dahintersteckt. Aber weil im Prinzip jeder eine Box eröffnen kann, der genug Geld überweist, gibt es da bestimmt auch viele Boxen, in denen wirklich alles willkürlich ist.

    Edit: Hier zum Beispiel eine Möglichkeit, wie in einigen Boxen das Hanteltraining programmiert wird (in eine ähnliche Richtung geht ja mein derzeitiges Training):

    https://twobrainbusiness.com/the-conjugate-system-for-a-crossfit-gym/

  • Das weiß ich und die beiden Boxen, die ich kenne machen ein Kraftprogramm, was zwar sehr kurz ist, aber immerhin, ebenso eine Skilleinheit vorab. Das ist gut und lobenswert. Allerdings machen die auch WoD's mit schweren Übungen wie Kreuzheben.
    Es geht ja nicht nur um Krafttraining, auch andere Fähigkeiten sind wichtig, Explosivität, Körperspannung, Koordination, Ausdauer, Kraftausdauer usw. es sind einfach zuviele Komponenten, um sie in ein WoD zu packen und man hat alles. Und will jemand alles können?
    Crossfit ist eine Art Fitnesstraining und um eine gute Grundlage zu haben, finde ich es auch gut.
    Es gibt dort auch gute Methoden und ich denke Profi's trainieren sowieso nochmal ganz anders. Man kann aus dem System viel mitnehmen, aber für mich ist es einfach auch nicht die letztendliche Lösung.
    Zudem einfach wirklich Grundübungen haben für mich nichts in einem WoD zu suchen im Hobbybereich, was anderes sind sehr gute und fortgeschrittene Athleten, die wissen was sie tun. Ebenso denke ich es gibt bessere Lösungen als das typische Standard-Crossfit-Programming, selbst wenn mit Krafteinheit gearbeitet wird, wenn man mehr als nur ein Durchschnitts-Hobbysportler sein will.

    Im Prinzip ist Crossfit hauptsächlich ein (Kraft- und) Arbeitskapazitätstraining.

  • bearbeitet 31. Januar

    @Pinocio schrieb:
    Zudem einfach wirklich Grundübungen haben für mich nichts in einem WoD zu suchen im Hobbybereich, was anderes sind sehr gute und fortgeschrittene Athleten, die wissen was sie tun.

    Ich persönlich sehe das nicht so eng, mache auch ab und zu mal Hantelgrundübungen in meinen Metcons. Aber dann auch nur Übungen, die ich aus dem Effeff beherrsche (ich würde niemals z. B. niemals Langhantelreißen oder vollständiges Umsetzen bzw. "Squat Clean" bei so was machen), weit von meinem 1 RM entfernt und meistens eher kurz, mit Ausnahme vielleicht von "The Chief", aber das ist eine Ausnahme. Heute habe ich z. B. so was nach meinem Krafftraining gemacht. Das ist aber nicht mein Trainingsschwerpunkt, sondern einfach nur eine Ausbelastung am Ende.

    Ebenso denke ich es gibt bessere Lösungen als das typische Standard-Crossfit-Programming, selbst wenn mit Krafteinheit gearbeitet wird, wenn man mehr als nur ein Durchschnitts-Hobbysportler sein will.

    Ja, das denke ich auch. Ich finde manche Aspekte sinnvoll für meine eigene Bewegungspraxis, aber allein schon weil mich diese ganze Gruppendynamik etc. sehr abschreckt, würde ich wahrscheinlich kein Mitglied in einer Box werden wollen (und schweineteuer ist es ja auch noch).

  • bearbeitet 31. Januar

    Das hier übrigens zu dem, was bei "Crossfit für Profisportler" passieren kann, wenn der Profisportler nur noch im Prokrustes-Bett liegen darf:

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